DE214905C - - Google Patents

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DE214905C
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fire door
air supply
lever
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furnace
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N3/00Regulating air supply or draught

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Special Wing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JKi 214905 -KLASSE 24«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf den Betrieb bzw. die Einrichtung von Feuerungen, und zwar insbesondere von Rostfeuerungen für Dampfkessel, und bezweckt, eine möglichst vollständige Verbrennung zu erzielen.
Die Erfindung geht von der neuen Erkenntnis aus, daß bei der Beschickung des Feuers und eine gewisse Zeit nachher der Luftstrom, welcher bei normalem Betriebe durch den Rost
ίο zur Brennstoffschicht tritt, eine zu starke oder schnelle Entgasung der Kohle herbeiführt, derart, daß eine vollständige Verbrennung der entwickelten Gase durch bisherige Einrichtungen nicht erreicht wird. Demzufolge ist die neue Einrichtung so getroffen, daß beim oder kurz nach dem Beschicken des Feuers die Luftzufuhr durch den Rost hindurch für eine gewisse Zeit unterbrochen oder gedrosselt, und daß während dieser Zeit frische Luft über das Feuer geleitet wird, so daß einerseits keine, zu schnelle Entgasung der frisch aufgeschütteten Kohlen eintritt, und daß andererseits die anfänglich starke Gasentwicklung ausgeglichen wird durch die Luftzufuhr unmittelbar über die Brennstoffschicht. Dieser Betrieb des Feuers ist sowohl benutzbar für Feuerungen, die mit gewöhnlichem Luftzug brennen, wie auch für solche, die mit Unterwind betrieben werden, wie beispielsweise die bekannte Howden-Feuerung.
Versuche haben ergeben, daß bei der Howden-Feuerung eine Brennstoffausnutzung von 75 Prozent erreicht wurde, wenn früher ohne die neue Einrichtung eine Ausnutzung von 60 Prozent erreichbar war.
Um die Feuerung in der angegebenen Weise zu bedienen, wird die Feuertür mit einer oder mehreren Klappen in Verbindung gebracht, welche beim Öffnen der Tür den Unterzug abstellen. Gleichzeitig sind diese Klappen oder die Feuertür mit einem Schieber o. dgl. so verbunden, daß für die Luft ein Zutritt über die Brennstoffschicht geschaffen wird. Zweckmäßig ist diese Schieber- bzw. Klappeneinrichtung mit einer selbsttätigen Regelungsvorrichtung verbunden, welche allmählich die Umstellung der Teile wieder herbeiführt, so daß die Oberluft abgeschlossen wird, während die Unterluft wieder Zutritt erhält. Die Regelungsvorrichtung läßt sich so einrichten, daß sie je nach den Verhältnissen des Betriebes und des Feuerungsmaterials .die Umstellung der genannten Teile schneller oder langsamer vornimmt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in der Anwendung für die bekannte Howden-Feuerung dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Stirnansicht,
Fig. 2 einen Querschnitt.
Vor der Feuerung s befindet sich ein Gehäuse s1, in welches durch einen Kanal s2 die Luft unter Druck eingeführt wird. Das Gehäuse S1 ist durchbrochen durch die Zarge s3 für die Feuertür t, und es steht unten bei s4 in Verbindung mit dem Aschraum der Feuerung, so daß der Wind beim normalen Betriebe aus dem Gehäuse s1 bei s* in den Aschraum frei ein- 65' tritt.
Innerhalb des Gehäuses sind nun zwei Klappen α angeordnet, welche in der punktiert gezeichneten Stellung der Fig. 1 den oberen Gehäuseteil gegen den unteren abschließen, so daß der Wind nicht unter den Rost zu treten vermag. Strichpunktiert sind die Klappen a in
der Offenstellung eingezeichnet, bei welcher der Wind vom Kanal s2 durch das Gehäuse s1 frei hindurchströmen und unter den Rost treten kann.
Die Klappen α sind um Achsen a1 drehbar, und sie stehen unter sich durch ein Hebelgestänge f, f1 derart in Verbindung, daß sie stets übereinstimmende Bewegungen ausführen. Der mittlere Hebel f1 greift an die Achse b1
ίο eines Drehschiebers b an, der beispielsweise die in Fig. 3 gezeigte Form haben kann. Der Drehschieber ruht in der zylindrischen Öffnung eines besonderen kleinen Gehäuses δ2, und es sind ' in der Zylinderwand bz ebenfalls öffnungen . 15 angebracht, welche von dem Drehschieber b abwechselnd geöffnet und verschlossen werden. In der Stellung nach Fig. 2 befinden sich die Teile in der Offenstellung, so daß die Luft durch die Öffnungen in das Gehäuse bs eintreten und von.
dort durch weitere Öffnungen bl in die Feuerung über die Brennstoffschicht strömen kann. Die Teile der Feuerung sind also in der Stellung gezeichnet, welche sie einnehmen, nachdem eben das Feuer beschickt und die Feuertür t wieder geschlossen ist.
Mit dem Hebelgestänge f ist nun eine Regelvorrichtung verbunden, welche ■ die Klappen a und den Schieber b wieder in die andere Stellung . überführt. Der Rahmen k einer Flüssigkeitsbremse i o. dgl. befindet sich bei Fig. 1 in der Hochstellung, und er ist durch einen bei h1 drehbaren Hebel h mit der Hebelverlängerung g des Hebelgestänges / verbunden. Der anfänglich hochstehende Rahmen sinkt nun allmählieh nieder, wobei die Geschwindigkeit seiner Bewegung in beliebiger Weise einstellbar zu machen ist, und er dreht beim Niedersinken durch Vermittlung des Hebels h den Hebel g und bringt dadurch die Klappe α in die strichpunktierte Öffenstellung und gleichzeitig den Schieber b in die Verschlußstellung.
Um beim öffnen der Feuertür t die Klappen a zu schließen und den Schieber b zu öffnen, bringt die Feuertür t durch einen Arm c einen Hebel d zum Ausschwingen. Der Hebel d faßt dabei mit seinem hakenartigen Ende d1 über einen Stift/2 am Gestänge / und drückt diesen, welcher durch den vorherigen Niedergang des Regulatorrahmens k hochgegangen war, abwärts, .wodurch das ganze Gestänge f,/1 so bewegt wird, daß die Klappen α und der Schieber b die aus der Zeichnung ersichtliche Stellung einnehmen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Feuerung mit selbsttätiger Regelung der Luftzufuhr, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abschlußvorrichtung (a) für die Unterluft- und eine Abschlußvorrichtung (b) für die Oberluftzuführung so miteinander und mit der Feuertür (t) in Verbindung stehen, daß durch das öffnen oder Schließen der Feuertür die Unterluftabschlußvorrichtung ganz oder teilweise geschlossen und die Abschlußvorrichtung für die Oberluftzuführung ganz oder teilweise geöffnet wird.
2. Feuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie. mit einer Kataraktsteuerung (i, k) versehen ist, welche die durch das Schließen der Feuertür herbeigeführte Stellung der Verschlußvorrichtungen (a und b) allmählich wieder in deren ursprüngliche Stellung umändert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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