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Kraftmaschinenanlage mit als Erzeuger von Treibgasen unter überdruck
dienender Brennkraftmaschine Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kraftmaschinenanlage,
bestehend aus einer Brennkraftmaschine, deren Leistung im wesentlichen zur Verdichtung
von Luft zwecks Erzeugung eines aus dieser Luft und den unter Überdruck stehenden
Abgasen der Brennkraftmaschine bestehenden, zum Betriebe einer oder mehrerer nachgeschaltet-er
Entspannungsmaschinen dienenden Treibmittels ausgenutzt wird. Für derartige Anlagen
ist bereits vorgeschlagen worden, in der Treibmittelleitung zwischen derBrerinkraftmaschine
und den nachgeschalteten Entspannungsmaschinen,ein Ausströmventil anzuordnen, durch
das zwecks Aufrecliterhaltung des Betriebes der Brennkraftmaschine Treibmittel aus
der Verbindungsleitung ins Freie abströmenkann, z. B. bei geringer Belastung der
nachge.-schalteten Entspannungsmaschinen oder bei vorübergehendem Stillstand derselben,
inwelchem Falle also den Entspannungsmaschilnen nur sehr wenig oder gar kein Treibmittel
aus der Brennkraftmaschine zugeführt wird und daher die Brennkraftmaschine mangels
ausreichender - Menge an Treibmittel nicht inehr in Gang gehalten werden
kann.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt eine selbsttätige Regelung des
genannten Ausströmventils in der Weise, daß eine zuverlässige Arbeitsweise desselben
und damit eine vollständige Sicherheit für die Aufrechterhaltung des Ganges der
Br#-,nnkraftmaschinc unter allen Betriebsverhältniss#en gewährleistet ist. Gemäß
der Erfindung wird der die Tätigkeit des Ausströmventils beeinflussende Regelkörper
so ausgebildet, daß er sowohl die Unterschreitung einer bestimmten unteren Driehzahlgrenze
als auch die überschreitung ,einer bestimmten oberen Drehzahlgrenze der Brennkraftmaschine
verhindert. Die Erfindung besteht nunmehr in der selbsttätigen Riegeluing der Drehzahl
der Brennkraftmasdhinie von einem von der Brennkraftma,-schine betriebenen Drehzahlregler,
etwaeinem Fliehkraftregler aus, und zwar nach unten dadurch, daß das Ausströmventil
für das Tieibmittel bei Erreidhung der unteren Drehzahlgrenze geöfinet wird, und
nach oben durch eine die Brennstoffzufuhr bei Erreichung der oberen Drehzahlgrenze
vermindernde Brennstoffregelvorrichtung.
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Dadurch wird also vollkommen selbsttätig die Einhaltung eines bestimmten
Drehzahlbereiches erzielt und gleichzeitig die Gefahr von durch Unachtsamkeit bei
der Bedienung von Handsteuerkörpern möglichen Betriebsstörungen ausgeschaltet. In
vielen Fällen wird e; sich empfehlen, die Brennstoffzufuhr zur Brennkraftmaschine
im normalen Belastungsbereich konstant zu halten und nur dann zu vermindern, wenn
die Drehzahl die genannte obere Grenze zu überschreiten droht. Die
Regelung
der nachgieschalteten Entspannungsmaschinen erfolgt dann zweckmäßig durch an diesen
vorgesehene Regelventile.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind bei der nachfolgenden Beschreibting
eines Ausführungsbeispieles gemäß der Erfindung -erläutert.
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In dien Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel einer Kraftmaschinenanlage
nach der Erfindung dargestellt.
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Fig. i zeigt schematisch eine Anlage, bei diereine Kolbenniaschine,
undeine Gasturbine mit den Abgasen einer Brennkraftmaschine betrieben werden.
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Fig. 2 ist ein. Längsschnitt der zugehörigen Regelvorrichtung in größerem
Maßstab.
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In der in Fig. i dargestellten Anlage b#ezeichnet i eine im Zweitakt
arbeitende Kolbenbrennkraftmaschine und 2 einen damit gekuppelteln doppelt wirkenden
Kolbenverdichter. Durch die Lufteinlässe 3 und 4 des Verdiclitiers wird Luft
#eingesaugt, die zusammen mit den Abgasen der Brennkraftmaschine das Treibmittel
für die nachgeschalteten Maschinen bildet. Die Luft wird nach der Verdichtung durch
einen Ausgleichbehälter 5 zu den Zylindern6 der Brennkraftmaschine. geleitet,
-und zwar durch von den Motorkolben 7
gesteuerte öffnungen8 in den Zylinderwandungen.
Bei geöffneten öffnungen 8 und gleichzeitig geöffnetem Auslaßventilg bewirkt
die eintretende Luft eine Spülung des Zy-
linderinhaltes. Die verdichtete
Luftmenge wird so bemessen, daß sie größer ist als die zur Spülung und Ladung der
Zylinder all,-in benötigte Menge, so daß die. die Brennkraftmaschine verlassenden
Gase einen beträchtlichen Teil an überschußluft enthalten. Dieses Abgasgemisch wird
durch eine an die Zy-
linder angeschlossene Rohrleitung io zu den nachgeschalteten
Entspannungsmaschinen geführt. In der beschriebenen Anlage wird die Leistung der
Brennkraftmaschine im wesentlichen nur zum Betriebe des Verdichters herangezogen,
und, da die Einlaßöffnungen des Vierdichters ungesteuert sind, so wird während jeder
Umdrehung der Brennkraftma.-schine im wesentlichen die, gleiche Spülluftmenge zugeführt.
Die nachgeschalteten Entspannungsmaschinen bestehen im vorliegenden Falle aus einer
mit Hilfe eines Ventils ii regelbaren doppelt wirkenden Kolbenmaschine 12 und einer
mit Hilfe eines Ventils 13 regelbaren Turbine 14. In diesen Maschinen wird das aus
den Verbrennungsgasen der' Brennkraftmaschine und der verdichteten Luft bestehende,
unter einem Druck von etwa 4 bis 6 Atm. stehende Gemisch zur Arbeitsleistung
herangezogen, um darauf durch die Auslässe 15 und 16 der Kolhenmaschipe und den
Auslaß 17 der Turbine ins Freie geleitet zu werden. Auf der Welle der Turbine 14
ist eine Umsteuervorrichtung 18 angebracht, durch die der Drehsirn 'beispielsweise
einer Schiffsschrauhe geändert werden kann. An die L3itung io können natürlich auch
noch andere Maschinen beliebiger Art aingeschlossen sein üder gegebenenfalls auch
nur eine einzige Kolbenmaschine oder Turbine.
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. Die Regelvorrichtung besteht aus einem D,rtehzahlregler ig,
welcher auf einer von der Kurbelwelle2o der Brennkraftniaschine mittels Kettentriehes
2 1 angetriebenen Welle 22 2 angeordnet ist. Dieser Regler veranlaßt bei
Erreichung einer bestimmten unteren Drehzahl der Brennkraftmaschine die öffnung
eines in der Rohrleitung io vorgesehenenAusströmventils23 zwecks Ableitung von Treibmittel
durch ein daran angeschlossenes Rohr 24.
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In der in Fig. 2 näher erläutert-en Ausführungsform dieser Regeleinriclitung
besteht der am einen Ende der Welle 22, z. B. der Nockenwelle der Brennkraftmaschine,
vorgesehene Drehzahlregler ig aus einem mit G-ewichten27 versehenen Flichkraftregler.
Die GewichtC 27 sind an Zapfen 28 drehbar gelagert, die
je in seinem Lager 29 an einem an der Welle 22 befestigten, zu deren Antrieb
.vermittels des Kettengetriebes -,i vorge-96henen Kettenrad 3o angebracht sind.
Der D#rehzahlregler ist in "einem am Rahmen 25
der Brennkraftmaschine befestigten
Gehäuse 26 eingebaut.
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jedes dir'Gewiche 2 7 ist Imiteinem, zwischen seinem D.rehzapfen28
und der Welle-,2 vorgesehenen. Zapfen3i versehen, der in eine ,entsprechende Aussparung
in einer langen, das freie Ende der Welle 22 umschließenden, verschiebbar gelagerten
MUffe32 eingreift. Die Muffe trägt an ihrem freien Ende eine in der Längsrichtung
der Welle sich erstrekklende Verlängerung 33 und steht -unter der Einwirkung
zweier die Welle 22 umgebender Feder,n34 und 35, von denen die äußere Fieder35
stärker ist als die neben ihr im inneren Teil der Muffe vorgesehene Feder 34. Diese
'heiden. Federn liegen mit ihren einander zugekehrten Enden je an einer Seite
eines auf der Welle verschiebbaren Ringes 36 an, während das andere Ende
der Feder 34 sich auf einen am inneren Ende der Muffe vorgesehenen Anschlag37 stützt
und das andere Ende der Feder 3 5 an eine an der Welle verschiebbare Zwischenscheibe
38
anliegt, die am Ende der Welle mittels einer Mutter39 festgehalten wird.
Der Anschlag 37 und die Scheibe38 sind zweckmäßig so ausgebildet, daß sie
eine Führung der Muffe bei ihrer Längsverschiebung bilden. Der äußere Teil des Wellenendes
ist mit einem
'kleineren Durchmesser ausgebildet als der innere,
dem Rahmen 25 näher liegende Teil, um leinen Ansatz 40 für die am äußeren
Wellenende verschiebhare Scheibe36 zu bilden, so daß dieselbe normalerweise unter
der Einwirkung der beiden Federn gegen diesen Anschlag anliegt. Die MUffe32
be-
sitzt außerdem auf ihrer Innenseite ein-en Anschlag 41, der erst nach
einer gewissen Verschiebung der Muffe von der innersten Lage nach außen zur Anlage
gegen den am Ansatz 4o anliegenden Ring 3 6 kommt.
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Zwei vorzugsweise am Gehäuse 26 schwenkbar gelagerte Doppelhebe142
und 43 wirken mit der Verlängerung33 der Muffep zusammen. Der Hebel 42 liegt dabei
mit einem Ende gegen das freie Ende 44 der Verlängerung33 an, während das andere
Ende dieses Hebels durdheine Gelenkstange 45 mit einem segmentförmigen Arm 46 verbunden
ist Fig. i), der zur Regelung der nicht dargestellten Brennstoffzufuhrvorrichtung
der Brennkraftmaschinee vorgesehen ist. Der andere von der Verlängerung33 beeitflußte
Hebel 43 wird an leinem Ende von einer an der Verlängerun933 ausgebildeten ringförmigen
Erweiterung47 geführt, während das andere Ende dieses Hebels mit Hilfe einer Geleinkstange
48 einen Hahn o. dgl. 49 in .einer Rohrleitung 50 betätigt. Die Leitung 5o
ist an die Ausströmventilvorrichtung --3
angeschlossen, die im Ausführungsbieispiel
aus einem Ventil23 besteht, das leine öffnung in einem unteren Gehäuse
51 schließen kann und zu,einem Druckgasbehälter 52 führt. Der Einlaß
53 der Rohrleitung io ist dabei am Gehäuse 51 und der zu den nachgeschalteten
Entspannungsmaschinen führende Auslaß 54 am Biehälter 5--1 angeschlossen.
In der Verbindung zwischen dem Gehäuse und dem Druckgasbehälter ist ferner ein Rückschlagventil
55 vorgesehen, um leinen Rückfluß des Tr,eibmitt,els vom Biehälter zur Brennkraftniaschinie
zu verhindern, wenn der Druck in dein nvischen, der Brermkraftmaschine und dem Rückschlagventil
befindlichen Teil der Rohrleitung io unter den im B:eha#*lter und im übrigen Teil
der Rohrleitung herrschenden D.ruck sinken- sollte. Das Ausströmventil
23, das in einem ianderen, unter dem Gehäuse 5 1 befestigten und an
das Auslaßrohr 2 4 angeschlossenen Gehäuse 56 geführt ist, ist mit ,einem
Kolben 5 7" verbunden, der in einem im Jetzterwähnten Gehäuse ausgebildeten
Zy-
linder 5 8 verschiebbar ist. Der Zylinder 5 8
ist durch eine
Leitung 59 mit der Rohrleitung io oder mit dem Ausgleichbehälter
5
oder mit einem anderen, Treibgas oder I),ruckluft enthaltenden Raum verbunden.
In dieser Leitung 59 ist zweckmäßig an der Anschlußstelle an den Zylinder
58 ein Drosselv-entil 6o vorgesehen, das zweckmäßig eine regelbare Durchströmöffnung
besitzt. In den Zylinder 58 mündet auch die obenerwähnte, mit dem Hahn 49
vers-,h,-ne Leitung 5o, - so daß sich die Möglichkeit ergibt, den Druck im
Zylinder und somit d-c.n Kolbendruck nach Wunsch durch geeignete Einstellung des
Hahnes 49 im Verhältnis zum Querschnitt des D,rosselvlentils zu regeln. Sowohl d--r
auf die untere Seite des Kolbens 57 wirkende Druck als auch der Druck einer
Feder 6 1 sind be-
strebt, das Ausströmvcntil 23 in Richtung
gegen die Ventilöffnung zu verschieben, und der Druck in dieser Richtung kann durch
Änderung der Federspannung mit Hilfe eines Handrades 62 o. dgl. eingestellt
werden. Die beschriebene Vorrichtung wirkt in folgender Weisse: Wenn die
Brennkraftmaschine bei normalern Verbrauch an Treibmittel in den nachgeschalteten
Entspannungsmaschinen in vollem Betrieb mit normaler Drehzahl läuft, wird das Treibmittel
durch die Rohrleitung io beieinem überdruck von 4 bis 5 Atm. in den Behälter
52 hineingedrückt. Dabei bleibt das Ausströmventil 23 durch den Druck
im Zy-
linder 58 und durch den von der Feder 61 ausgeübten Druckentgegen der
Wirkung des vom Treibmittel auf die Oberseite des Ventils wirkenden Druckes geschlossen,
so daß die gesamte Menge des von der Brennkraftmaschine gelieferten Treibmittels
durch den Auslaß 54 des Blehälters zu den Entspannungsmaschinen geleitet wird. Die
Reglergewichte 27 nehmen dabei eine bestimmte Lage ein, und die MuffQ
32 ist in ihrer Normallage nach außen verstellt, in der der Anschlag41 zur
Anlage gegen den an- dem Ansatz 4o der Welle 22 von der stärkeren Feder35 gedrückten
Ring36 unter gleichzeitiger Spannung der zwischen dem Ring und dem Anschlag
37 vorhandenen schwächeren Feder34 gebracht wird. In dieser La
' g' der Muffe32 nimmt der mit dem Hebe142 verbundene s,egmentf örmige Arm
46 leine Lage ein, in der der Brennkraftmaschine durch die Brennstoffventile leine
normale Brennstoffmenge zug#eführt wird. Der Hebel 43 hält 'dabei den Hahn49 geschlossen.
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Wenn die Drehzahl der Brennkr,aftmaschine bei verändertem Bletriebsverhältnis,
z. B. infolge 61ner durch größeren Verbrauch an Treibmittel in den nachgeschalteten
Entspannungsmaschinen hervorgerufenen Verminderung des Gegendruckes der Brennkraftmaschine,
übler leinen gewissen Wert -ansteigt so wird die Muffe32 weiter nach außen verschoben.
Dabei wird der "legen den Anschlag 4 1 anliegende Ring 3 6, wie in Fig. 2
dargestellt, entgegen der Wirkung der stärkeren Feder35 vom Wellenansatz40 nach
außen
verschoben, und dür Hebel 42 beeinflußt die Brennstoffzufuhrvorrichtung
in der Weise, daß die der Brennkraftmaschine* zugeführte Brennstoffmenge vermindert
wird. Dadurch wird verhindert, daß die Drehzahl der Brennkraftmaschine den höchst-en
zulässigen Wert überschreitet. Bei dieser Bewegung der Muffe 32 wird der
Hahn 49 VOM Hebel 43 geschlossen 2ehalten, und das Ausströmventil
23 ist nach wie vor geschlossen.
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Wenn dagegen die Drehzahl der Brennkraftmaschine infolge geringeren
Verbrauches an Treibmittel in den nac:Ihgeschalteten Maschinen oder bei Umsteuerung
d-ers,elb,en!o. dgl. und dadurch bedingtem höherem Gegendruck in der Verbindungsleitung
i o fällt, so wird die Muffe 32 aus der vorher erwähnten Lage in die ,entgegengesetzte
Richtung, also nach innen zu, verschoben. Dabei kommt der Ring 36
bei einer
bestimmten Lage der Muffe zur Anlage gegen den Wellenansatz 40, wodurch die Wirkung
der stärkeren Feder 3 5 gegenüber den Reglergewichten aufgehoben wird, da
der Federdruck nunmehr von der Welle 22 aufgenommen wird. In dieser Lage der Muffe
(ihrer Norrnallage) oder kurz danach, wobei der Verstellung der Reglergewichte nur
die schwächere Feder 34 entgegengewirkt wird, beginnt der Hebel 43, den Hahn 49
zu
öffnen, der bei der weiteren Verschiebung der Muffe nach innen immer mehr
geöffnet wird. Infolgedessen beginnt Druckmittel aus dem Zylinder 58 durch,
den Hahn abzuströmein. Wenn der Hahn so weit geöffnet ist, daß durch ihn mehr Druckmittel
abströmt, als gleichzeitig durch das Drosselventil 6o zuströmt, wird der Druck auf
den Kolben-57 verringert, bis der in der Rohrleitung io herrschende, auf die Oberseite
des Ausströmventils wirkende Druck den in entgegengesetzter Richtung wirkenden Druck
des Kolbens und der Feder61 überwindet. Dias Ventil 23 wird dann geöffnet,
so daß das Treib,-mittel aus der Rohrleitung io durch den Auslaß 24 abfließen kann.
Der Druck in 'der Rohrleitung io wird dadurch vermindert, -was eine Steigerung der
Drehzahl der Brennkraftmaschine auf Grund des verminderten Gegendruckes zur Folge
hat. Diese Drehzahlsteigerung bewirkt, daß der Hahn 49 :vom Regler wieder gedrosselt
wird und daß das Ausströrnventil auf Grund der durch die Zufuhr von DTuckmittel
durch die Leitung 59 hervorgerufenen Drucksteigerung im Zylinder
58
wieder zum Schließen gebracht wird. Auf Grund dieser Steuerung des Ausströmventils
wird die Drehzahl der Brennkraftmaschhie zwischen zwei niedrigen Werten schwanken
oder das Ausströrnventil derart geregelt, daß die Ausströmung des Treibmittels durch
das Ventil bei niedriger Drehzahl fortlaufend erfolgt. Hierdurch wird also ein Steljenbleiben
der Brennkraftmaschinre verl-dndert, auchwenn die nachgeschalteten Entspannungsmaschinen
12 und 14 z. B. zwecks Betätigung der Umsteuervorrichtung 18 vermittels der
Ventile i i und 13 stillgesetzt werden. Während der Zeit des Offenhaltens des Ausströmventils
23 bleibt das Rückschlagventil 55 infolge des im Behälter42 herrschenden
überdruckes geschlossen. Hierdurch wird die Möglichkeit gescha:flien, die nachgeschalteten
'Maschinen heim Anlassen augenblicklich mit Treibmittel aus dem Behälter von höherem
Druck als dem augenblicklichen Gegendruck der Brennkraftmaschine antreiben zu können.
Der Druck, bei dem das Ausströmventil 23 öffnet, kann durch das Handrad
62 geregelt -werden, während die Größ,- des normalen Druckes des Treibmittels
durch die der Brennkraftmaschine zugeführte Brennstoffmenge be-
stimmt ist.
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Mit Hilfe der beschriebenen Vorrichtung -wird also nicht nur die das
Treibmittel für die nachgeschalteten Maschinen erzeugende Brennkraftmaschine vollkommen
selbsttätig ,nach den Betriebsverhältnissexi geregelt, unter denen die nachgeschalteten
Entspannungsmaschinen arbeiten, sondem -es wird auch wirksam verhindert, daß die
Brennkraftmaschine bei Herabsetzung des Treibmitteldruckesunter den normalen Wert
durchgeht. Dabei wird auch eine Unterbrechung des Betriebes der BrQnnkraftmaschine
bei Manövrierung der nachgeschalteten Entspannungsmaschinen oder in solchen Fällen
vermieden, wo die Betriebsverhältnisse dieser Maschinen eine solche Unterbrechung
veranlassen könnten. Bei der beschriebenen Ausführungsforrn wird also die Brennkraftmaschine
beim Offenhalten des Ausströmve.ntilS 23 unter Zufuhr der für den ,normalen
Betrieb, erforderlichen Breimstoffmenge getrieben, was, auch wenn der Brennstoffverbrauch
auf Grund der geringen Drehzahl gering ist, einen auf die Dauer unnötig hohen Brennstoffvcrbrauch
zur Folge, hat, bes#Onders bei dem niedrigen dabei herrschenden Gegendruck des Treibmittels.
Bei einer ManövrIerung der nachgeschalteten Entspannungsmaschinen, die nur wenig
Zeit in Anspruch nimmt, ist dies belanglos. Es wird aber bei längerer Unterbrechung
von großer Bedeutung, die Brennstoffzufuhr zur Brennkraftmaschine auch unabhängig
von der beschriehenen selbsttätigen Regelung auf eine gewünschte Menge einstellen
zu können. Dies wird am einfachsten dadurch erreicht, daß der mit dem Drehzahlregler
verbundene Arm 46 einen längs einer Skala einstellbaren Ha,ndhebel 64 besitzt, durch
den die Brennstoffmenge von Hand aus -eingestellt werden kann. Dadurch wird auch
ermöglicht, den
Druck des Treibmittels und damit auch die von den
nachgeschalteten Entspannungsmaschinen zu jerzeugende Leistung je nach Bedarf
innerhalb weiter Grenzen zu verändern. Dieser Umstand ist von großer Bedeutung bei
der Anwendung der Erfindung zum Betrieb von Lokomotiven, Eisbrechern oder in Anlagen
-, in denen die erforderliche Leistung starken Schwankungen ausgesetzt ist.
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Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
-Erfindung bei nach dem Dieselprinzip arbeitenden ZweitaktmaschInen angewendet.
Die Erfindung kann j,cdoch mit Vorteil auch Anwendung finden, wenn. die das Treibmittel
erzeugende Brennkraftmaschine ein Viertaktmotor ist, und auch Verpuffungsmoüoren
können angewefid,et werden. Die Einzelheiten der Afflage können verschieden ausgeführt
sein, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Der Drehzahlregler und
die damit zusanimcnwirkende Ausströmventilvorrichtung können auf andere als die
auf den Zeichnungen dargestellte Weise gebaut werden, z.B. unter Verwendunganderer
Maschinenelemente als die oben beschriebenen, wenn nur die ge-
wünschte Wirkung
damit vrreicht wird. So kann 7. B. die in Fig. 2 dargestellte, das Ausströmveintil
beeinflussende Feder 61 weggelassen werden, und der Kolben 57 kann durch
eine Membran #o. dgl. ersetzt werden. Die auf den Zeichnungen dargestellten Ausströmventile
können auch als Hähne, Schieber o. dgl. ausgebildet sein und können derart angeordnet
sein, daß sie mechanisch, ohne den Druck des Treibmittels oder der verdichteten
Luft in Anspruch zu nehmen, vom Drehzahlregler 19 beeinflußt werden. Das
Rückschlag-ventil 5 5 kann, wie in Fig. 2 angedeutet ist, auch mit
dem AusstrÖmventil verbunden sein. Die an der Welle 22 verschiebbare Muffe
32 kann verschieden ausgebildet sein und durch einen anderen, in ander-er
Weise beweglichen, z. B. schwenkbaren Steuerkörper ersetzt werden, dessen Verbindung
mit dem Ausströmventil 23 und der Brennstoffzufuhrvorrichtung mit anderen
Mitteln als Hehelstanglen und Gelenken vorgenommen werden kann. Die Steuerung des
Ausströmventils kann z. B. auch elektrisch vorgenommen werden, etwa durch die Einwirkung
eines Magneten, der mit von der Brennkraftmaschine erzeugtem elektrischem Strom
gespeist wird und dessen Stärke also von der Drehzahl der Brennkraftmaschine abhängig
ist. Der Drehzahlregler kann durch einen anderen Regler beliebiger Bauart ersetzt
werden, z. B. durch einen von der Brennkraftmaschine angetriebenen StromerMuger,
dessen Stromverhältnisst sich mit den Änderungen der Drehzahl der Brennkraftmaschine
ändern. Die Vorrichtungen zur Regelung des Ausströmventils 23 -und
der Brennstoffzufuhr können dabei mittelbar oder unmittelbar auf elektrischem
Wege beeinflußt werden.