DE673567C - Kraftmaschinenanlage mit als Erzeuger von Treibgasen unter UEberdruck dienender Brennkraftmaschine - Google Patents

Kraftmaschinenanlage mit als Erzeuger von Treibgasen unter UEberdruck dienender Brennkraftmaschine

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DE673567C
DE673567C DEA75767D DEA0075767D DE673567C DE 673567 C DE673567 C DE 673567C DE A75767 D DEA75767 D DE A75767D DE A0075767 D DEA0075767 D DE A0075767D DE 673567 C DE673567 C DE 673567C
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D39/00Other non-electrical control
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02GHOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

  • Kraftmaschinenanlage mit als Erzeuger von Treibgasen unter überdruck dienender Brennkraftmaschine Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kraftmaschinenanlage, bestehend aus einer Brennkraftmaschine, deren Leistung im wesentlichen zur Verdichtung von Luft zwecks Erzeugung eines aus dieser Luft und den unter Überdruck stehenden Abgasen der Brennkraftmaschine bestehenden, zum Betriebe einer oder mehrerer nachgeschaltet-er Entspannungsmaschinen dienenden Treibmittels ausgenutzt wird. Für derartige Anlagen ist bereits vorgeschlagen worden, in der Treibmittelleitung zwischen derBrerinkraftmaschine und den nachgeschalteten Entspannungsmaschinen,ein Ausströmventil anzuordnen, durch das zwecks Aufrecliterhaltung des Betriebes der Brennkraftmaschine Treibmittel aus der Verbindungsleitung ins Freie abströmenkann, z. B. bei geringer Belastung der nachge.-schalteten Entspannungsmaschinen oder bei vorübergehendem Stillstand derselben, inwelchem Falle also den Entspannungsmaschilnen nur sehr wenig oder gar kein Treibmittel aus der Brennkraftmaschine zugeführt wird und daher die Brennkraftmaschine mangels ausreichender - Menge an Treibmittel nicht inehr in Gang gehalten werden kann.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt eine selbsttätige Regelung des genannten Ausströmventils in der Weise, daß eine zuverlässige Arbeitsweise desselben und damit eine vollständige Sicherheit für die Aufrechterhaltung des Ganges der Br#-,nnkraftmaschinc unter allen Betriebsverhältniss#en gewährleistet ist. Gemäß der Erfindung wird der die Tätigkeit des Ausströmventils beeinflussende Regelkörper so ausgebildet, daß er sowohl die Unterschreitung einer bestimmten unteren Driehzahlgrenze als auch die überschreitung ,einer bestimmten oberen Drehzahlgrenze der Brennkraftmaschine verhindert. Die Erfindung besteht nunmehr in der selbsttätigen Riegeluing der Drehzahl der Brennkraftmasdhinie von einem von der Brennkraftma,-schine betriebenen Drehzahlregler, etwaeinem Fliehkraftregler aus, und zwar nach unten dadurch, daß das Ausströmventil für das Tieibmittel bei Erreidhung der unteren Drehzahlgrenze geöfinet wird, und nach oben durch eine die Brennstoffzufuhr bei Erreichung der oberen Drehzahlgrenze vermindernde Brennstoffregelvorrichtung.
  • Dadurch wird also vollkommen selbsttätig die Einhaltung eines bestimmten Drehzahlbereiches erzielt und gleichzeitig die Gefahr von durch Unachtsamkeit bei der Bedienung von Handsteuerkörpern möglichen Betriebsstörungen ausgeschaltet. In vielen Fällen wird e; sich empfehlen, die Brennstoffzufuhr zur Brennkraftmaschine im normalen Belastungsbereich konstant zu halten und nur dann zu vermindern, wenn die Drehzahl die genannte obere Grenze zu überschreiten droht. Die Regelung der nachgieschalteten Entspannungsmaschinen erfolgt dann zweckmäßig durch an diesen vorgesehene Regelventile.
  • Weitere Merkmale der Erfindung sind bei der nachfolgenden Beschreibting eines Ausführungsbeispieles gemäß der Erfindung -erläutert.
  • In dien Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel einer Kraftmaschinenanlage nach der Erfindung dargestellt.
  • Fig. i zeigt schematisch eine Anlage, bei diereine Kolbenniaschine, undeine Gasturbine mit den Abgasen einer Brennkraftmaschine betrieben werden.
  • Fig. 2 ist ein. Längsschnitt der zugehörigen Regelvorrichtung in größerem Maßstab.
  • In der in Fig. i dargestellten Anlage b#ezeichnet i eine im Zweitakt arbeitende Kolbenbrennkraftmaschine und 2 einen damit gekuppelteln doppelt wirkenden Kolbenverdichter. Durch die Lufteinlässe 3 und 4 des Verdiclitiers wird Luft #eingesaugt, die zusammen mit den Abgasen der Brennkraftmaschine das Treibmittel für die nachgeschalteten Maschinen bildet. Die Luft wird nach der Verdichtung durch einen Ausgleichbehälter 5 zu den Zylindern6 der Brennkraftmaschine. geleitet, -und zwar durch von den Motorkolben 7 gesteuerte öffnungen8 in den Zylinderwandungen. Bei geöffneten öffnungen 8 und gleichzeitig geöffnetem Auslaßventilg bewirkt die eintretende Luft eine Spülung des Zy- linderinhaltes. Die verdichtete Luftmenge wird so bemessen, daß sie größer ist als die zur Spülung und Ladung der Zylinder all,-in benötigte Menge, so daß die. die Brennkraftmaschine verlassenden Gase einen beträchtlichen Teil an überschußluft enthalten. Dieses Abgasgemisch wird durch eine an die Zy- linder angeschlossene Rohrleitung io zu den nachgeschalteten Entspannungsmaschinen geführt. In der beschriebenen Anlage wird die Leistung der Brennkraftmaschine im wesentlichen nur zum Betriebe des Verdichters herangezogen, und, da die Einlaßöffnungen des Vierdichters ungesteuert sind, so wird während jeder Umdrehung der Brennkraftma.-schine im wesentlichen die, gleiche Spülluftmenge zugeführt. Die nachgeschalteten Entspannungsmaschinen bestehen im vorliegenden Falle aus einer mit Hilfe eines Ventils ii regelbaren doppelt wirkenden Kolbenmaschine 12 und einer mit Hilfe eines Ventils 13 regelbaren Turbine 14. In diesen Maschinen wird das aus den Verbrennungsgasen der' Brennkraftmaschine und der verdichteten Luft bestehende, unter einem Druck von etwa 4 bis 6 Atm. stehende Gemisch zur Arbeitsleistung herangezogen, um darauf durch die Auslässe 15 und 16 der Kolhenmaschipe und den Auslaß 17 der Turbine ins Freie geleitet zu werden. Auf der Welle der Turbine 14 ist eine Umsteuervorrichtung 18 angebracht, durch die der Drehsirn 'beispielsweise einer Schiffsschrauhe geändert werden kann. An die L3itung io können natürlich auch noch andere Maschinen beliebiger Art aingeschlossen sein üder gegebenenfalls auch nur eine einzige Kolbenmaschine oder Turbine.
  • . Die Regelvorrichtung besteht aus einem D,rtehzahlregler ig, welcher auf einer von der Kurbelwelle2o der Brennkraftniaschine mittels Kettentriehes 2 1 angetriebenen Welle 22 2 angeordnet ist. Dieser Regler veranlaßt bei Erreichung einer bestimmten unteren Drehzahl der Brennkraftmaschine die öffnung eines in der Rohrleitung io vorgesehenenAusströmventils23 zwecks Ableitung von Treibmittel durch ein daran angeschlossenes Rohr 24.
  • In der in Fig. 2 näher erläutert-en Ausführungsform dieser Regeleinriclitung besteht der am einen Ende der Welle 22, z. B. der Nockenwelle der Brennkraftmaschine, vorgesehene Drehzahlregler ig aus einem mit G-ewichten27 versehenen Flichkraftregler. Die GewichtC 27 sind an Zapfen 28 drehbar gelagert, die je in seinem Lager 29 an einem an der Welle 22 befestigten, zu deren Antrieb .vermittels des Kettengetriebes -,i vorge-96henen Kettenrad 3o angebracht sind. Der D#rehzahlregler ist in "einem am Rahmen 25 der Brennkraftmaschine befestigten Gehäuse 26 eingebaut.
  • jedes dir'Gewiche 2 7 ist Imiteinem, zwischen seinem D.rehzapfen28 und der Welle-,2 vorgesehenen. Zapfen3i versehen, der in eine ,entsprechende Aussparung in einer langen, das freie Ende der Welle 22 umschließenden, verschiebbar gelagerten MUffe32 eingreift. Die Muffe trägt an ihrem freien Ende eine in der Längsrichtung der Welle sich erstrekklende Verlängerung 33 und steht -unter der Einwirkung zweier die Welle 22 umgebender Feder,n34 und 35, von denen die äußere Fieder35 stärker ist als die neben ihr im inneren Teil der Muffe vorgesehene Feder 34. Diese 'heiden. Federn liegen mit ihren einander zugekehrten Enden je an einer Seite eines auf der Welle verschiebbaren Ringes 36 an, während das andere Ende der Feder 34 sich auf einen am inneren Ende der Muffe vorgesehenen Anschlag37 stützt und das andere Ende der Feder 3 5 an eine an der Welle verschiebbare Zwischenscheibe 38 anliegt, die am Ende der Welle mittels einer Mutter39 festgehalten wird. Der Anschlag 37 und die Scheibe38 sind zweckmäßig so ausgebildet, daß sie eine Führung der Muffe bei ihrer Längsverschiebung bilden. Der äußere Teil des Wellenendes ist mit einem 'kleineren Durchmesser ausgebildet als der innere, dem Rahmen 25 näher liegende Teil, um leinen Ansatz 40 für die am äußeren Wellenende verschiebhare Scheibe36 zu bilden, so daß dieselbe normalerweise unter der Einwirkung der beiden Federn gegen diesen Anschlag anliegt. Die MUffe32 be- sitzt außerdem auf ihrer Innenseite ein-en Anschlag 41, der erst nach einer gewissen Verschiebung der Muffe von der innersten Lage nach außen zur Anlage gegen den am Ansatz 4o anliegenden Ring 3 6 kommt.
  • Zwei vorzugsweise am Gehäuse 26 schwenkbar gelagerte Doppelhebe142 und 43 wirken mit der Verlängerung33 der Muffep zusammen. Der Hebel 42 liegt dabei mit einem Ende gegen das freie Ende 44 der Verlängerung33 an, während das andere Ende dieses Hebels durdheine Gelenkstange 45 mit einem segmentförmigen Arm 46 verbunden ist Fig. i), der zur Regelung der nicht dargestellten Brennstoffzufuhrvorrichtung der Brennkraftmaschinee vorgesehen ist. Der andere von der Verlängerung33 beeitflußte Hebel 43 wird an leinem Ende von einer an der Verlängerun933 ausgebildeten ringförmigen Erweiterung47 geführt, während das andere Ende dieses Hebels mit Hilfe einer Geleinkstange 48 einen Hahn o. dgl. 49 in .einer Rohrleitung 50 betätigt. Die Leitung 5o ist an die Ausströmventilvorrichtung --3 angeschlossen, die im Ausführungsbieispiel aus einem Ventil23 besteht, das leine öffnung in einem unteren Gehäuse 51 schließen kann und zu,einem Druckgasbehälter 52 führt. Der Einlaß 53 der Rohrleitung io ist dabei am Gehäuse 51 und der zu den nachgeschalteten Entspannungsmaschinen führende Auslaß 54 am Biehälter 5--1 angeschlossen. In der Verbindung zwischen dem Gehäuse und dem Druckgasbehälter ist ferner ein Rückschlagventil 55 vorgesehen, um leinen Rückfluß des Tr,eibmitt,els vom Biehälter zur Brennkraftniaschinie zu verhindern, wenn der Druck in dein nvischen, der Brermkraftmaschine und dem Rückschlagventil befindlichen Teil der Rohrleitung io unter den im B:eha#*lter und im übrigen Teil der Rohrleitung herrschenden D.ruck sinken- sollte. Das Ausströmventil 23, das in einem ianderen, unter dem Gehäuse 5 1 befestigten und an das Auslaßrohr 2 4 angeschlossenen Gehäuse 56 geführt ist, ist mit ,einem Kolben 5 7" verbunden, der in einem im Jetzterwähnten Gehäuse ausgebildeten Zy- linder 5 8 verschiebbar ist. Der Zylinder 5 8 ist durch eine Leitung 59 mit der Rohrleitung io oder mit dem Ausgleichbehälter 5 oder mit einem anderen, Treibgas oder I),ruckluft enthaltenden Raum verbunden. In dieser Leitung 59 ist zweckmäßig an der Anschlußstelle an den Zylinder 58 ein Drosselv-entil 6o vorgesehen, das zweckmäßig eine regelbare Durchströmöffnung besitzt. In den Zylinder 58 mündet auch die obenerwähnte, mit dem Hahn 49 vers-,h,-ne Leitung 5o, - so daß sich die Möglichkeit ergibt, den Druck im Zylinder und somit d-c.n Kolbendruck nach Wunsch durch geeignete Einstellung des Hahnes 49 im Verhältnis zum Querschnitt des D,rosselvlentils zu regeln. Sowohl d--r auf die untere Seite des Kolbens 57 wirkende Druck als auch der Druck einer Feder 6 1 sind be- strebt, das Ausströmvcntil 23 in Richtung gegen die Ventilöffnung zu verschieben, und der Druck in dieser Richtung kann durch Änderung der Federspannung mit Hilfe eines Handrades 62 o. dgl. eingestellt werden. Die beschriebene Vorrichtung wirkt in folgender Weisse: Wenn die Brennkraftmaschine bei normalern Verbrauch an Treibmittel in den nachgeschalteten Entspannungsmaschinen in vollem Betrieb mit normaler Drehzahl läuft, wird das Treibmittel durch die Rohrleitung io beieinem überdruck von 4 bis 5 Atm. in den Behälter 52 hineingedrückt. Dabei bleibt das Ausströmventil 23 durch den Druck im Zy- linder 58 und durch den von der Feder 61 ausgeübten Druckentgegen der Wirkung des vom Treibmittel auf die Oberseite des Ventils wirkenden Druckes geschlossen, so daß die gesamte Menge des von der Brennkraftmaschine gelieferten Treibmittels durch den Auslaß 54 des Blehälters zu den Entspannungsmaschinen geleitet wird. Die Reglergewichte 27 nehmen dabei eine bestimmte Lage ein, und die MuffQ 32 ist in ihrer Normallage nach außen verstellt, in der der Anschlag41 zur Anlage gegen den an- dem Ansatz 4o der Welle 22 von der stärkeren Feder35 gedrückten Ring36 unter gleichzeitiger Spannung der zwischen dem Ring und dem Anschlag 37 vorhandenen schwächeren Feder34 gebracht wird. In dieser La ' g' der Muffe32 nimmt der mit dem Hebe142 verbundene s,egmentf örmige Arm 46 leine Lage ein, in der der Brennkraftmaschine durch die Brennstoffventile leine normale Brennstoffmenge zug#eführt wird. Der Hebel 43 hält 'dabei den Hahn49 geschlossen.
  • Wenn die Drehzahl der Brennkr,aftmaschine bei verändertem Bletriebsverhältnis, z. B. infolge 61ner durch größeren Verbrauch an Treibmittel in den nachgeschalteten Entspannungsmaschinen hervorgerufenen Verminderung des Gegendruckes der Brennkraftmaschine, übler leinen gewissen Wert -ansteigt so wird die Muffe32 weiter nach außen verschoben. Dabei wird der "legen den Anschlag 4 1 anliegende Ring 3 6, wie in Fig. 2 dargestellt, entgegen der Wirkung der stärkeren Feder35 vom Wellenansatz40 nach außen verschoben, und dür Hebel 42 beeinflußt die Brennstoffzufuhrvorrichtung in der Weise, daß die der Brennkraftmaschine* zugeführte Brennstoffmenge vermindert wird. Dadurch wird verhindert, daß die Drehzahl der Brennkraftmaschine den höchst-en zulässigen Wert überschreitet. Bei dieser Bewegung der Muffe 32 wird der Hahn 49 VOM Hebel 43 geschlossen 2ehalten, und das Ausströmventil 23 ist nach wie vor geschlossen.
  • Wenn dagegen die Drehzahl der Brennkraftmaschine infolge geringeren Verbrauches an Treibmittel in den nac:Ihgeschalteten Maschinen oder bei Umsteuerung d-ers,elb,en!o. dgl. und dadurch bedingtem höherem Gegendruck in der Verbindungsleitung i o fällt, so wird die Muffe 32 aus der vorher erwähnten Lage in die ,entgegengesetzte Richtung, also nach innen zu, verschoben. Dabei kommt der Ring 36 bei einer bestimmten Lage der Muffe zur Anlage gegen den Wellenansatz 40, wodurch die Wirkung der stärkeren Feder 3 5 gegenüber den Reglergewichten aufgehoben wird, da der Federdruck nunmehr von der Welle 22 aufgenommen wird. In dieser Lage der Muffe (ihrer Norrnallage) oder kurz danach, wobei der Verstellung der Reglergewichte nur die schwächere Feder 34 entgegengewirkt wird, beginnt der Hebel 43, den Hahn 49 zu öffnen, der bei der weiteren Verschiebung der Muffe nach innen immer mehr geöffnet wird. Infolgedessen beginnt Druckmittel aus dem Zylinder 58 durch, den Hahn abzuströmein. Wenn der Hahn so weit geöffnet ist, daß durch ihn mehr Druckmittel abströmt, als gleichzeitig durch das Drosselventil 6o zuströmt, wird der Druck auf den Kolben-57 verringert, bis der in der Rohrleitung io herrschende, auf die Oberseite des Ausströmventils wirkende Druck den in entgegengesetzter Richtung wirkenden Druck des Kolbens und der Feder61 überwindet. Dias Ventil 23 wird dann geöffnet, so daß das Treib,-mittel aus der Rohrleitung io durch den Auslaß 24 abfließen kann. Der Druck in 'der Rohrleitung io wird dadurch vermindert, -was eine Steigerung der Drehzahl der Brennkraftmaschine auf Grund des verminderten Gegendruckes zur Folge hat. Diese Drehzahlsteigerung bewirkt, daß der Hahn 49 :vom Regler wieder gedrosselt wird und daß das Ausströrnventil auf Grund der durch die Zufuhr von DTuckmittel durch die Leitung 59 hervorgerufenen Drucksteigerung im Zylinder 58 wieder zum Schließen gebracht wird. Auf Grund dieser Steuerung des Ausströmventils wird die Drehzahl der Brennkraftmaschhie zwischen zwei niedrigen Werten schwanken oder das Ausströrnventil derart geregelt, daß die Ausströmung des Treibmittels durch das Ventil bei niedriger Drehzahl fortlaufend erfolgt. Hierdurch wird also ein Steljenbleiben der Brennkraftmaschinre verl-dndert, auchwenn die nachgeschalteten Entspannungsmaschinen 12 und 14 z. B. zwecks Betätigung der Umsteuervorrichtung 18 vermittels der Ventile i i und 13 stillgesetzt werden. Während der Zeit des Offenhaltens des Ausströmventils 23 bleibt das Rückschlagventil 55 infolge des im Behälter42 herrschenden überdruckes geschlossen. Hierdurch wird die Möglichkeit gescha:flien, die nachgeschalteten 'Maschinen heim Anlassen augenblicklich mit Treibmittel aus dem Behälter von höherem Druck als dem augenblicklichen Gegendruck der Brennkraftmaschine antreiben zu können. Der Druck, bei dem das Ausströmventil 23 öffnet, kann durch das Handrad 62 geregelt -werden, während die Größ,- des normalen Druckes des Treibmittels durch die der Brennkraftmaschine zugeführte Brennstoffmenge be- stimmt ist.
  • Mit Hilfe der beschriebenen Vorrichtung -wird also nicht nur die das Treibmittel für die nachgeschalteten Maschinen erzeugende Brennkraftmaschine vollkommen selbsttätig ,nach den Betriebsverhältnissexi geregelt, unter denen die nachgeschalteten Entspannungsmaschinen arbeiten, sondem -es wird auch wirksam verhindert, daß die Brennkraftmaschine bei Herabsetzung des Treibmitteldruckesunter den normalen Wert durchgeht. Dabei wird auch eine Unterbrechung des Betriebes der BrQnnkraftmaschine bei Manövrierung der nachgeschalteten Entspannungsmaschinen oder in solchen Fällen vermieden, wo die Betriebsverhältnisse dieser Maschinen eine solche Unterbrechung veranlassen könnten. Bei der beschriebenen Ausführungsforrn wird also die Brennkraftmaschine beim Offenhalten des Ausströmve.ntilS 23 unter Zufuhr der für den ,normalen Betrieb, erforderlichen Breimstoffmenge getrieben, was, auch wenn der Brennstoffverbrauch auf Grund der geringen Drehzahl gering ist, einen auf die Dauer unnötig hohen Brennstoffvcrbrauch zur Folge, hat, bes#Onders bei dem niedrigen dabei herrschenden Gegendruck des Treibmittels. Bei einer ManövrIerung der nachgeschalteten Entspannungsmaschinen, die nur wenig Zeit in Anspruch nimmt, ist dies belanglos. Es wird aber bei längerer Unterbrechung von großer Bedeutung, die Brennstoffzufuhr zur Brennkraftmaschine auch unabhängig von der beschriehenen selbsttätigen Regelung auf eine gewünschte Menge einstellen zu können. Dies wird am einfachsten dadurch erreicht, daß der mit dem Drehzahlregler verbundene Arm 46 einen längs einer Skala einstellbaren Ha,ndhebel 64 besitzt, durch den die Brennstoffmenge von Hand aus -eingestellt werden kann. Dadurch wird auch ermöglicht, den Druck des Treibmittels und damit auch die von den nachgeschalteten Entspannungsmaschinen zu jerzeugende Leistung je nach Bedarf innerhalb weiter Grenzen zu verändern. Dieser Umstand ist von großer Bedeutung bei der Anwendung der Erfindung zum Betrieb von Lokomotiven, Eisbrechern oder in Anlagen -, in denen die erforderliche Leistung starken Schwankungen ausgesetzt ist.
  • Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist die -Erfindung bei nach dem Dieselprinzip arbeitenden ZweitaktmaschInen angewendet. Die Erfindung kann j,cdoch mit Vorteil auch Anwendung finden, wenn. die das Treibmittel erzeugende Brennkraftmaschine ein Viertaktmotor ist, und auch Verpuffungsmoüoren können angewefid,et werden. Die Einzelheiten der Afflage können verschieden ausgeführt sein, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Der Drehzahlregler und die damit zusanimcnwirkende Ausströmventilvorrichtung können auf andere als die auf den Zeichnungen dargestellte Weise gebaut werden, z.B. unter Verwendunganderer Maschinenelemente als die oben beschriebenen, wenn nur die ge- wünschte Wirkung damit vrreicht wird. So kann 7. B. die in Fig. 2 dargestellte, das Ausströmveintil beeinflussende Feder 61 weggelassen werden, und der Kolben 57 kann durch eine Membran #o. dgl. ersetzt werden. Die auf den Zeichnungen dargestellten Ausströmventile können auch als Hähne, Schieber o. dgl. ausgebildet sein und können derart angeordnet sein, daß sie mechanisch, ohne den Druck des Treibmittels oder der verdichteten Luft in Anspruch zu nehmen, vom Drehzahlregler 19 beeinflußt werden. Das Rückschlag-ventil 5 5 kann, wie in Fig. 2 angedeutet ist, auch mit dem AusstrÖmventil verbunden sein. Die an der Welle 22 verschiebbare Muffe 32 kann verschieden ausgebildet sein und durch einen anderen, in ander-er Weise beweglichen, z. B. schwenkbaren Steuerkörper ersetzt werden, dessen Verbindung mit dem Ausströmventil 23 und der Brennstoffzufuhrvorrichtung mit anderen Mitteln als Hehelstanglen und Gelenken vorgenommen werden kann. Die Steuerung des Ausströmventils kann z. B. auch elektrisch vorgenommen werden, etwa durch die Einwirkung eines Magneten, der mit von der Brennkraftmaschine erzeugtem elektrischem Strom gespeist wird und dessen Stärke also von der Drehzahl der Brennkraftmaschine abhängig ist. Der Drehzahlregler kann durch einen anderen Regler beliebiger Bauart ersetzt werden, z. B. durch einen von der Brennkraftmaschine angetriebenen StromerMuger, dessen Stromverhältnisst sich mit den Änderungen der Drehzahl der Brennkraftmaschine ändern. Die Vorrichtungen zur Regelung des Ausströmventils 23 -und der Brennstoffzufuhr können dabei mittelbar oder unmittelbar auf elektrischem Wege beeinflußt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kraftmaschipenanlage, bestehend aus einer Briennkraftmaschine, deren Leistung im wesentlichen zur Verdichtung von Luft zwecks Erzeugung eines aus dieser Luft und den unter überdruck stehenden Ab- gasen der Brennkraftmaschine bestehendein, zum Betriebe einer Moder mehrerer nachgeschalteter Entspannungsmaschinen dienenden Treibmittels ausgenutzt wird, und mit Anordnung eines Ausströmventils in der Treibmittelleitung zwischen der Breinnkraftmaschine und den nachgeschalteten Entspannungsmaschinen, durch das Treibmittel ins Freie #abströmen kann, gekennzeichnet durch selbsttätige Regelung der D.rehzahl:der Brennkraftmaschine (i) von einem von der Brennkraftmaschine betriebenen Drehzahlregler (ig), etwaeilnem Flichkraftregler aus, und zwar ,nach unten dadurch, daß das Ausström-Ventil (23) für das Treibmittel bei Erreichung der unteren Drehzahlgrenze ge- öffnet wird, und nach oben durch effie die Brennstoffzufuhr bei Erreichung der oberen Drehzahlgrenze vermindernde Brennstoffregelvorrichtung.
  2. 2. Kraftmaschinenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlregler (ig) einen Hahn (49) o.dgl. steuert, welcher zum Ableiten von Druckmittel aus einem das Ausströmventil (23) steuernden Druckzylinder (58) dient, in den das Druckmittel durch eine zweckmäßig mit einem Drosselventil (6o) versehene, an die Treibgaserzeugervorrichtung angeschlossene Leitung (59) in Richtung entgegen d2m das Ausströmventil andererseits beaufschlagendenTreibmitteldruck reinströmt. 3. Kraftmaschiinenanlage nach An-' spruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzahlregler (ig) eine , zur Steuerung des Ausströmventils (23) und der Brennstoffzufuhr dienende bewegliche Muffe o. dgl. (32) enthält, die unter der Einwirkung zweier Federn (34, 35) verschledener Spannung steht, von welcheli die stärkere Feder (35) mit einem Ende gegen die eine Seiteeines in der Richtung des Federdruckes gegen einen festen Ansatz (40) verschiebbarien Ringes (36) o. dgl. anliegt und die schwächere, Feder (34) zwischen der entgegengesetzten Seite des lUnges' (36) und der beweglichen MUffe (32) eingespannt ist, daß ferner die Muffe mit einem Anschlag (41) für den Ring (36) versehen ist, durch den ihre Verstellung innerhalb des niedrigen Drelizahlbereiches mittels der schwächeren Feder verfolgt, während beim übergang in den höheren Drehzahlbereich der Anschlag (41) zur Anlage auf den R:4ig (36) kommt und ihn entgegen der Span-,nung der stärkeren Feder mitnimmt. 4. Kraftmaschinenanlage nach Anspruch3, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (32) die Federn (34, 35) umgibt und längs der den Regler tragenden und antreibenden Welle (22) verschiebbar ;angeordnet ist, wobei die Federn und der verschiebbare Ring (36) zwischen. Welle und Muffe angeordnet sind und die Welle (22) einen Ansatz (4o) für den Ring (36) bildet und mit einem -,v-eiteren einstellbaren, dem vom verstellbar-en Ring (36) abgekehiten Ende der stärkeren Feder (35) gegenüberliegenden Anschlag (38) für die Feder (35) versehen ist. 5. Kraftmaschinenanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet daß der in der Muffe (32) zur Mitnahme des Ringes (36) vorgesehene Ansatz (41) aus einem an der Innenseite der Muffe ausgebildeten, zweckmäßig ringförrnigen Absatz o. dgl. besteht, der beim Stillstand des Reglers ""iegienüber dem Ansatz (40) an der Welle (22) nach dem inneren Ende der M#iffe zu verlegt ist.
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