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Einrichtung zum Wegfüllen von Fördergut im untertägigen Strebbau Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Wegfüllen- von Fördergut im untertägigen
Strebbau, welche im Sahrämfeld einer Schräm- und G Gewinnungsmaschine das Fördergut
aufnimmt und im Fahrfeld der Schrämmaschine an eine Schurre heranbringt, welche
das Fördergut an ein in einem :'Nebenfeld befindliches Strebfördermittel abgibt,
nach Patent 743 45s# Hiernach besteht die Einrichtung im wesentlichen aus drei Teilen,
von denen der erste, die Aufnahmevorrichtung, den Schrämwerkzeugen unmittelbar folgt,
der dritte, die Übergabeschurre, zwischen, zwei Grubenstempeln eine Zeitlang an
einer Stelle verbleibt und der mittlere, welcher als Zwischenfördermittel bezeichnet
sei, im Schrämmaschinenfeld zwischen der ständig beweglichen Aufnahmevorrichtung
und der nur zeitweilig umgesetzten Schurre die Förderung vermittelt. Während in
dem Hauptpatent zum Ausgleich der Wegunterschiede als Schurre ein längerer Ladetisch
oder als Zwischenförderer ein ausziehbarer Bandförderer vorgesehen war, dessen -gegeneinander
verschiebliche. Enden einerseits an der Schrämmaschine, andererseits vorübergehend
an der Schurre festgehalten waren, liegt nach der Erfindung das unter (lern entsprechend
U-förmig gehaltenen Schrämmaschinenunterteil hindurchgeführte Zwischenfördermittelgestell
auf dem Liegenden still und erstreckt sich auf eine die Schrämmaschine um ein Mehrfaches
übertreffenden Länge. Die Schrämmaschine kann sich demnach über das Zwischenfördermittel
unabhängig von ihm hinbewegen, und die mit ihr gleichzeitig bewegte Aufnahmevorrichtung
kann an dem Zwischenfördermittel entlang gleiten, welches gleichzeitig mit der Übergabeschurre
festliegt und mit seinem endlosen Fördermittel das Fördergut an diese Schurre abgibt.
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Mit dieser Anordnung ist es rnöglicli, während des Schrämens bei ständigem
Vorschub der Schrämmaschine den Zwischenförderer und, was besonders wichtig ist,
auch die zwischen die Grubenstempel hindurch fördernde Schurre so lange liegen-
zu lassen, wie sich
die Schrämmaschine über dem Zwischenförderer
in Längsrichtung bewegen läßt.
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Das Umlegen der zwischen den Grubenstempeln hindurchfördernden Schurre
braucht je nach rler Länge des Zwischenförderers nur nach je 5 bis i j in Schram
vörgenominen zu werden, und es kann eine Stelle für die Schurre ausgesucht werden,
an welcher die Stempel einen bequeinenZwischenraum bieten. Die Einrichtung setzt
daher keinen regelmäßig verteilten und genau ausgerichteten Grubenausbau voraus,
sondern ist gerade in Abbaubetrieben mit schwierigen Abbauverliältnissen trotz der
scheinbaren Sperrigkeit besonders am Platze.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Schrämmaschine
an dein Gestell des Längsförderers gleitend von diesem geführt ist. Da der Längsförderer
sich über mehrere Schrämmaschinenlä ngen erstreckt, für längere Zeit auf der Sohle
festliegt und ein verhältnismäßig starres Eisenbauwerk darstellt, kann er auch die
quer auf ihn gerichteten Führungsdrücke der Schränimaschine sicher auf die Sohle
übertragen, so daß die Grubenstempel nicht mehr als Führungsmittel für die Schrämmaschine
benötigt werden.
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Es ist an sich bekannt, eine Schrä tnniaseliine über dem Gestell eines
Längsförderers fahrbar anzuordnen, doch nur in der Weise, dar) das Fördergut
unter der Schräminaschine hingefördert wird. Bei der Einrichtung nach dem Hauptpatent
wird dagegen nur in der der Vorschubrichtung der Schrämmaschine entgegengesetzten
Richtung gefördert. Hierbei braucht bei der Bemessung der Durchgangshöhe unter der
Schräinmaschine kein Platz für -das Fördergut berücksichtigt zu werden. Ferner wirrt
auch das Gestell des Längsförderers an den Stellen nicht durch das Fördergut verunreinigt
oder verschüttet, an welchen es der Schrämmaschine als Führung dient. Die Schrämmaschine
kann daher zusammen "mit dein Querförderer längs des ruhenden Zwischenförderers
stetig vorrücken, während dieser das stetig liereingewonnene und von ihm geförderte
Gut in eine beispielsweise zwischen zwei Grubenstempeln festliegende und quer dazu
fördernde Schurre ab-tvirft.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung
in der Abb. i in Seitenansicht, in der Abb. z im Grundriß, in der Abb. 3 in einemQuerschnitt.
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Die an dein Kohlenstoß entlang geführte Schränimaschine i unterschrämt
die Kohle knapp über dem Liegenden mit dem Kettenschrämarm 2 und löst die unterschränite
Kohle unter gleichzeitiger oder anschließender Zerstückelung durch eine auf und
ab be-
wegte Schrämstan ge 3. Ein. kurzer Querförderer 4 folgt den Schrämwerkzeugen
und 3 mit der Vorschubgeschwindigkeit der Schrämmaschine und ist mit ihrem Gestell
verbunden. Er nimmt die anfallende Kohle auf und gibt sie in dem von der Solirämriiaschine
befahrenen Feld an den Zwischenförderer 5 ab. Der Zwischenförderer ist als j-iratzförderer
dargestellt. Er kann auch ein Gurtförderer sein. Ein langes Schlittengestell 6 trägt
die Vinlenkrollen 7, 8 und die Antriebsrolle 9 des endlosen Fördermittels
und an seinem dein Vorschub abgewandten Ende eine ansteigende Führung io für das
endlose Fördermittel mit der in einiger Höhe über der quer fördernden Schurre i
i angeordneten Abwurfrolle 1a. Auf den Längsholmen des Schlittengestells 6 ist auch
die Schrämmaschine i in Längsrichtung gleitend angeordnet (Abb.3). Die Schrämmaschine
kann aber auch außerhalb des Schlittengestells mit besonderen Gleitkufen unmittelbar
auf dem Liegenden ruhen, so daß der Zwischenförderer zwischen den Gleitkufen und
dem Boden des Schrämmaschinengehäuses hindurchfährt. Die Schrämmaschine erhält unabhängig
von dem Schlittengestell, 6 des Zwischenförderers durch das Windenseil 13 die Vorschubbewegung.
Das Ende des um eine an einem Grubenstempel befindliche Umlenkrolle geführten Windenseils
ist an der Schräminaschine während .des Vorschubes befestigt und kann, wenn das
Schlittengestell6 des Zwischenförderers in Vorschubrichtung vorgeschoben werden
soll, an dem Schlittengestell befestigt werden, wie in der Abb. i dargestellt. Dies
geschieht, wenn die Schräminaschine bei festliegendem Schlittengestell 6 bei ihrem
Schrämvorschub bis an das Antriebsende 9 des Schlittengestells, also etwa in .die
gestrichelt gezeichnete Lage, gelangt ist. Nach .dem Vorholen des Zwischenförderers
mitsamt seinem Schlittengestell wird die Schurre i i unter der Abwurfrolle 1z des
Zwischenförderers an einer geeigneten Stelle zwischen zwei Stempeln der Stempelreihe
befestigt. Die Schurre leitet das von dem Zwischenförderer abgegebene Fördergut
an das Strebfördermittel 14 weiter.