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Vorrichtung zur Registrierung ausgetauschter Arbeitsmengen, insbesondere
von Elektrizität Für statistische Zwecke, für die Betriebsüberwachung oder für Verrechnungszwecke
ist es, üblich, die ausgetauschte Arbeit, z. B. Elektrizität, nicht nur nach der
Gesamtmenge, sondern auch getrennt nach Zeitabschnitten, in Abhängigkeit von der
Leistung o. dgl. zu erfassen. Dabei kann entweder absatzweise die auf eine bestimmte
Zeitspanne entfallende Arbeitsmenge oder die auf eine bestimmte, feste Arbeitsmenge
entfallende Zeit ermittelt werden.
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Bei dem sägenannten schreibenden Maximumzähler wird auf einem von
einer Uhr vorgeschobenen Registrierstreifen, z. B. alle Viertelstunden, die entfallende
Arbeitsmenge in Form von Linien aufgezeichnet. Diese Streifen werden dann von- Hand
unter Zuhilfenahme von Maßstäben ausgewertet. Oft wird für ein und dieselbe Meßstelle
elektrischer Anlagen außer dem Wirkverbrauch auch noch; der Blindverbrauch auf Streifen
registriert und aus den Registrierungen der Scheinverbrauch ermittelt. Aus den Streifen
läßt sich entnehmen, ob und wie lange unter Überschreitung einer bestimmten Leistungsgrenze
Strom entnommen wurde, zu welcher Zeit das Maximum der Entnahme auftrat und ,vie
groß dieses Maximum war. Statt den -Verbrauchin Form von Linien aufzuzeichnen, kann
man ihn auch auf den Registrierstreifen drucken. Die Auswertung solcher Streifen
ist aber mühseliger, weil sich die Zahlenkolonnen nicht so gut überblicken lassen,
wie die aufgezeichneten Linien, wenn auch hier die Meßgenauigkeit bei Anwendung
mehrerer Dezimalstellen höher ist. Ferner ist es bekannt, die Arbeitsmengen durch
Lochung oder sonstige Markierungen zu registrieren; doch läßt hier .die Genauigkeit
zu wünschen übrig.
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Das Auswerten solcher Registrierstreifen ist sehr zeitraubend und
ermüdend und bringt deshalb die Gefahr von Fehlern mit sich. Besonders schwierig
wird die Auswertung, wenn gleichzeitig die Ergebnisse mehrerer Meßstellen,
berücksichtigt
werden müssen, wenn es sich also darum handelt, den Verbrauch einer durch mehrere
unabhängige Leitungen gespeisten Anlage zu ermitteln. Noch unis *indlielier wird
die Auswertun-, wenn die Ü
Ermittlung für Bezirke durchgeführt werden soll,
die gleichzeitig oder abwechselnd Strom verbrauchen und liefern.
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Bei einer anderen bekannten Vorrichtung, bei der absatzweise die auf
eine feste Arbeitsinenge entfallende Zeit auf einem Registrierstreifen oder -blatt`festgelegt
wird, wird zur Registrierung ausgetauschter Arbeitsmengen, insbesondere von Elektrizität,
in Abhängigkeit von der Belastung, Durchflußgeschwindigkeit o. dgl., auf einem von
einem Zeitwerk mit gleichförmiger Geschwindigkeit fortgeschalteten Streifen jeweils
nach Durchgang einer bestimmten Arbeitsmenge ein Punkt aufgedruckt oder ein Loch
ausgestanzt. Die Auswertung solcher Registrierungen ist ebenfalls umständlich und
zeitraubend und außerdem sehr ungenau, denn je höher die entnommene Leistung o.
dgl. ist, uni so kleiner werden die Lochabstände und um so geringer die prozentuale
Genauigkeit, mit der diese Abstände gemessen werden können. Es ist auch bekannt,
neben den aufgedruckten Punkten oder eingestanzten Löchern noch die Zeit des Druckens
oder Stanzens in Ziffern aufzudrucken. Aber auch eine Auswertung solcher Streifen
ist mühselig, weil dabei d,ie einzelnen Ziffern abgelesen werden müssen.
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Die Erfindung hat die Aufgabe, diese Schwierigkeiten zu beseitigen.
Sie bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Registrierung ausgetauschter Arbeitsmengen,
insbesondere von Elektrizität in Abhängigkeit von der Belastung, Durchflufgescliwindigkeit
o. d-1., bei der absatzweise die auf eine feste Arbeitsmenge entfallende Zeit oder
die auf eine feste Zeit entfallende Arbeitsmenge auf einem Registrierstreifen oder
-blatt festgelegt wird. Erfindungsgein<iß wird der dem Meß,wert entsprechende
Ziffernwert unmittelbar in ineh- !i reren Dezimalen, selbsttätig in der Weise auf
Streifen oder harten eingestanzt, daß diese nach dein Lochkartensvstem oder einem
ähnlichen System selbsttätig auswertbar sind.
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In der Zeichnung stellt i einen Zähler mit einem Kontaktgeber 2 dar.
Der Kontaktgeber steuert eine ein Zeitwerk enthaltende Einrichtung 3, die absatzweise
die auf eine bestimmte Zeitspanne entfallende Arbeitsmenge oder die auf eine feste
Arbeitsmenge entfallende Zeit ermittelt. Sie kann nach »Art der üblichen Maximutnwerke
gebaut sein, bei denen durch (1 i,- Z'sililerimpul@se ein Schaltteil o. dgl.
aus einer Ausgangslage entfernt und beispielsweise jeweils nach Ablaufeiner Viertelstunde
wieder dahin zurückgebracht wird, oder es kann utngel;elirt das Zeitwerk einen Schaltteil
aus einer Ausgangslage entfernen, der ;Jeweils nach Eintreffen eines Zülilerimpulses
bzw. einer -Mehrzahl derselben in die Ausangslage zurückgebracht wird. Statt dieser
mechanischen Einrichtungen können aber auch sogenannte Relaisketten verwendet werden,
die die perio,lischen Arbcitsniengen bzw. die leit<tbsch@nitte pro feste @rli°itsmeng.e
suminieren und ain Ende jedes @leliabschnitts in den ursprünglichen Schaltzustand
übergeführt «-erden. Der genannte Schaltteil bzw. die Relaiskette, deren Relais
zweckniäfiig nach einem Dezimalsystem geordnet sind, verstellt nun beispi=elsweise
die Löcher- einer Stanzvorrichtung in einem Gehiiuse .1, indem z. 13. der eitle
Locher entsprechend <len Hundertern, der andere entsprechend den Zehnern, der
dritte entsprechend den Einern verstellt wird. Am Ende des l:egistrieral,satzes
werden dann entsprechende l.öc3ier in (leni von t-inem Zeitwerk durch die Zcihlerinipulse
oder durch ein Hilfstriebwerk fortgeschalteten Streifen j nach dem Loch,karten:Vstem
(!ingestanzt. Der Streifen kann dann ohne Schwieiigkeiten in den meist schon für
diese Zwecke bei den einzelnen Urken vorhandenen Lochkartenmaschinen ausgewertet
werden. l )a solche Lochkartenmaschinen gleichzeitig auch mehrere Streifen summierend
auswerten können, ist bei periodischen Registrierungen auch ohne weiteres die Summenbildung
bzw. -die 1?rinittlung des Sttmmenmaxiniums mehrerer Meßstellen möglich. Die Ergebnisse
können ,sann auch gleichzeitig durch sogenannte Tabelliermaschinen gedruckt oder
für weitere Auswertungen gelocht werden.
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Da Lochkartenmaschinen auch Rechenoperationen ausführen, lasen :ich
auch ohne weiteres selbst bei nach Leistungen oder Tagesstunden gestaffelten Strompreisen
die Stromrechnungen zusammenstellen. Auch können die Maschinen durch Ouadrieren
und Addieren der Wirk- und Blindverbrauclisregistrierungen und durch Wurzelziehen
den Scheinverbrauch feststellen. Bei der Sttmmenbil.dung lassen sich auch ohne Schwierigkeiten
die verschiedenenVorzeichen von: Stimmanden, je nach Verbrauch und Lieferung, berücksichtigen.
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Ferner lassen sich aus den Registrierstreifen mehrerer Meßstellen
tabellarisch für feste Tageszeiten die betreffenden Arbeitsmengen erfassen. Damit
dabei die einzelnen Registrierungen eindeutig den betreffenden Melistellen zugeordnet
sind, kann man, wie bei dem Lochkartensystem, jeder Meßstelle eine besondere Lochkennung
geben. Ebenso kann für Wirk- und Blind- oder Scheinverbrauch eine besondere Kennung
verwendet werden. Es bedarf wohl keines besonderen Hinweises,
daß
bei einem derartigen. Verfahren eine Vielzahl von Auswertungen nach den verschiedensten
Gesichtspunkten rein maschinell durchgeführt werden kann.
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Wie die Fig. 2 zeigt, kann statt auf einem Streifen auch auf Lochkarten
registriert werden, die in einem Magazin 6 bereitgehalten und in einem weiteren
Magazin 7 abgelegt werden.
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Im allgemeinen wird es sich empfehlen, für laufende Registrierungen
Streifen: zu verwenden, für vorübergehende Betriebsüberwachung Karten, weil diese
eine vielseitigere Auswertung gestatten. So können z. B. ohne weiteres diese Karten
nach den verschiedensten Gesichtspunkten, z. B. nach bestimmten Leistungswerten,
ausgewertet werden. Statt zu lochen, kann man auch durch andere Markierungen, z.
B. durch Drucken von Punkten, registrieren, wenn man die Aüs,#v ertevorrichtungen
für die Registrierungen mit photo-; ektrischen Tasteinrichtungen versieht.
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Die Erfindung bietet den Vorteil, daß die Meßergebnisse sogleich maschinell
nach den %#erscliiedensten Gesichtspunkten ausgewertet werden können und die sonst
bei ,der Auswertung von Hand unterlaufenden Fehler vermieden werden. Die Erfindung
schließt ferner eine bisher unausgefüllt gebliebene Lücke zwischen den registrierenden
Meßgeräten einerseits und den Lochkartenmaschinen andererseits. Hätte man bisher
die Lochkartenmaschinen für die Auswertung von Meßergebnissen heranziehen wollen,
dann hätten erst von Hand die Meßergebnisse auf Karten oder Streifen abgelocht werden
müssen. Diese Ablochung wird bei der Erfindung selbsttätig vollzogen. Es können
deshalb auch die bei der Ablochung unterlaufenden Fehler vermieden werden. Arbeiten
die Maximumwerke, Relaisketten und die Locher o. dgl. mit mehreren Dezimalen, .dann
sind auch hinsichtlich Genauigkeit der Registrierung und Auswertung alle Forderungen
erfüllbar.
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Da die Bauform und Wirkungsweise von Maximumwerken, Relaisketten und
Lochkartenmaschinen an sich bekannt sind, erübrigt sich ein Eingehen auf weitere
Einzelheiten.