DE762680C - Anordnung zur UEberwachung von zeitlich in veraenderlicher Staerke geleisteter Arbeit (gelieferter Energie, verbrauchter Menge) - Google Patents
Anordnung zur UEberwachung von zeitlich in veraenderlicher Staerke geleisteter Arbeit (gelieferter Energie, verbrauchter Menge)Info
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Abstract
Anordnung zur Überwachung von zeitlich in veränderlicher Stärke geleisteter Arbeit (Elektrizität, Gas, Wasser). Zur Feststellung der in einer Festmenge entsprechenden Registrierperiode oberhalb einer bestimmten Leistungsgrenze liegenden Arbeit (Überverbrauch) ist eine Registriervorrichtung vorgesehen, die bei Ablauf einer Überlastungsarbeitseinheit (Festmenge) jeweils für die Zeitstufe, die der Ablaufdauer entspricht, eine Zählwerksfortschaltung bewirkt.
Description
Gegenstand des Hauptpatents ist ein Verfahren und ein Gerät zur Überwachung von
zeitlich in veränderlicher Stärke geleisteter Arbeit, insbesondere an Elektrizität, Gas und
Wasser, bei dem die für eine festgelegte Arbeitseinheit (Festmenge) erforderliche Zeit
geprüft wird und diejenigen Arbeitseinheiten gezählt werden, deren Ablaufzeit einen vorgegebenen
Wert entweder unter- oder überschreitet. Hierdurch kann man also den unter Überschreitung einer festgelegten Grenze
stattgefundenen Verbrauch (Überlastungsverbrauch) ermitteln, bei Überwachung des Verbrauches
an Elektrizität beispielsweise also die Überlastungs-kWh feststellen. Es ist in
dem Hauptpatent auch schon vorgesehen, eine entsprechende Feststellung bei einer Mehrzahl
vorgesehener Werte der Ablaufzeit zu treffen und damit die geleistete Arbeit nach
Belastungsstufen zu erfassen.
Das Verfahren bzw. die Einrichtung gemäß dem Hauptpatent läßt in diesem Falle aber
zugleich eine Feststellung der Überverbrauchs- (Spitzen-) Arbeitseinheiten zu, d. h.
derjenigen Arbeitseinheiten, die über eine zulässige Leistung hinaus entnommen worden
sind, wenn gemäß der Erfindung das Zeitelement derart gegenüber seiner Ausgangs-
lage versetzt angeordnete Mitnehmer o. dgl. zum Fortschalten je eines Zählwerkes aufweist,
daß in jeder Registrierperiode für jede Belastungsstufe nur der oberhalb der jeweiligen
Leistungsgrenze liegende Verbrauch durch das zugeordnete Zählwerk angezeigt wird.
Mit einem solchen Zeitstufengerät lassen sich die Festmengen Fm, geordnet je nach dem
ίο Grad der Überlastung, registrieren.
Wie man dabei die oberhalb einer bestimmten Leistungsgrenze liegende Arbeit
(Überverbrauch; ermitteln kann, soll nachstehend an Hand der Zeichnung zunächst für
den Fall erläutert -werden, daß die Festmengen jeweils nur für die der Ablaufdauer
entsprechenden Zeitstufen registriert werden. Jeder Stufe entspricht eine Leistung .Pn und
eine zugehörige kritische Zeit tn. Der Überverbrauch
ist in den einzelnen Stufen jeweils gleich der Festmenge, vermindert um das Produkt
t„ . Pg, wobei P„ die Grundleistung,
die als Grenzleistung, beispielsweise für eine viertelstündige Periode, zulässig ist, bedeutet.
Diese Grenzleistung P5 ist konstant. Der Zeitwert tn ist für die einzelne Stufe
ebenfalls konstant und entspricht mit um so 1 größerer Genauigkeit der Ablaufdauer aller ;
auf eine bestimmte Zeitstufe entfallender Festmengen, je enger die Stufen beieinanderliegen.
Es ergibt sich hieraus, daß in jeder Stufe unveränderliche Überverbrauchskontin- ι
gente Fm — Pg· tn erhalten werden. Die einzelnen
Kontingente der verschiedenen Stufen unterscheiden sich voneinander in ihrer Höhe
dadurch, daß tn für die verschiedenen Stufen verschieden ist, und zwar ist die Höhe umgekehrt
proportional den Größen der Zeit tn. Nach Ablauf einer Festmenge Fm wird das
der entsprechenden Zeitspanne zugeordnete Zählwerk weitergeschaltet. Die über jeder ■
Zeitspanne tv L2, ... tn aufgetragenen Flächen
entsprechen also einer bestimmten Fest- , menge F1n und sind inhaltsgleich. Die Ordi- ;
naten sind verschieden und stellen die mittlere Leistung in der betreffenden Zeitstufe dar,
und zwar ist die mittlere Leistung um so größer, je kleiner die Zeit war, die für die Erreichung
einer Festmenge erforderlich war. Die FlächenPs · tv Pg-12 ■ ■. entsprechen der
Pauschalmenge. Der schraffierte Teil jeder Fläche gibt den mittleren Überverbrauch
{Spitzenverbrauch), der über der Pauschal- j leistungsgrenze Ps abgegeben oder abgenommen
wurde, wieder.
Die Stufenzählwerke zeigen hierbei die Festmenge an, deren Ablaufdauer in die
Stufenzeit fällt, also den für die Stufe festgestellten Überlastungsverbrauch. Aus diesem
ergibt sich der Überverbrauch einfach durch Abziehen des konstanten Pauschalverbrauchs. |
Man kann diesen Abzug unmittelbar erhalten, indem bei der Zählwerksfortschaltung in jeder
Stufe der Pauschalbetrag abgezogen wird und damit die Fortschaltung entsprechend der
schraffierten Fläche in der Zeichnung erfolgt. ! Dazu werden dann die verschiedenen Zähl
werke über den Zeitstaffeln, also dem Wert t„, entsprechende Übersetzungen angetrieben.
; Diese Übersetzungsverschiedenheit kann dabei auf die verschiedenste Weise, beispielsweise
durch Übersetzungsräder, Verlegung der Anschläge der einzelnen Staffeln gegenüber
ihrer Grundzeit, durch Hebelübersetzungen zwischen den Anschlägen und ihren Zählwerken
oder entsprechende Bemessungen der Ablesekonstanten, bewirkt werden. Die verschieden
großen Übersetzungen können auch in die Zählwerke selbst verlegt und diese mit schleichender Fortschaltung ausgeführt
werden.
Jedes der Stufenzählwerke zeigt damit den Überverbrauch in der zugehörigen Stufe an.
Der Gesamtverbrauch läßt sich einfach durch Addition der Überverbrauchsbeträge in den
einzelnen Zeitstufen erhalten. Diese Summation läßt sich gegebenenfalls auch dadurch
bewirken, daß die Registrierung auf einem einzigen Zählwerk erfolgt, dessen Fortschaltung
von den einzelnen Stufen aus über entsprechend gewählte Übersetzungen entsprechend
den Überverbrauchsbeträgen der Stufen erfolgt. Wenn es sich lediglich darum handelt,
den Überverbrauch als solchen festzustellen, sind dabei die einzelnen Stufenzählwerke
entbehrlich. Durch die stufenweise Erfassung des Überverbrauches ist jedoch eine Unterscheidung der Belastungsfälle in
der Abrechnungszeit derart ermöglicht, daß man feststellen kann, inwieweit der Überverbrauch
bei niedrigen oder hohen Belastungen entstanden ist.
Wenn die Ausführung des Stufengerätes so getroffen ist, daß jede Festmenge von den
Zählwerken aller Stufen angezeigt wird, die während ihrer Ablaufdauer durchlaufen worden
sind, lassen sich die auf die einzelnen Zeitstufen entfallenden Festmengen dadurch
erfassen, daß von der am Stufenzählwerk abzulesenden Zahl die Zahl in Abzug gebracht
wird, die das Zählwerk der folgenden Stufe anzeigt. Damit wird zunächst der Überlastungsverbrauch
für die Stufe, dann aber weiterhin aus diesem, wie es vorstehend erläutert ist, durch Abzug des konstanten
Pauschalverbrauches der Überverbrauch erhalten.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Anordnung zur überwachung von zeitlich in veränderlicher Stärke geleisteter Arbeit (gelieferter Energie, verbrauch-ter Menge), insbesondere· an Elektrizität, Gas und Wasser, bei der eine Erfassung der geleisteten Arbeit nach Belastungsstufen erfolgt, nach Patent 702 275, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung der in einer einer Festmenge entsprechenden Registrierperiode oberhalb einer bestimmten Leistungsgrenze liegenden Arbeit (Verbrauch) das Zeitelement derart gegenüber seiner Ausgangslage versetzt angeordnete Mitnehmer o. dgl. zum Fortschalten je eines Zählwerkes aufweist, daß in jeder Registrierperiode für jede Belastungsstufe nur der oberhalb der jeweiligen Leistungsgrenze liegende Verbrauch durch das zugeordnete Zählwerk angezeigt wird.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Registrierung für die verschiedenen Stufen auf einem gemeinsamen Zählwerk erfolgt.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:Deutsche Patentschrift Nr. 517427;schweizerische Patentschrift Nr. 133 503.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenI 2442 11.51
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA71990D DE762680C (de) | 1933-12-08 | 1933-12-08 | Anordnung zur UEberwachung von zeitlich in veraenderlicher Staerke geleisteter Arbeit (gelieferter Energie, verbrauchter Menge) |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA71990D DE762680C (de) | 1933-12-08 | 1933-12-08 | Anordnung zur UEberwachung von zeitlich in veraenderlicher Staerke geleisteter Arbeit (gelieferter Energie, verbrauchter Menge) |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE762680C true DE762680C (de) | 1951-11-29 |
Family
ID=6945431
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA71990D Expired DE762680C (de) | 1933-12-08 | 1933-12-08 | Anordnung zur UEberwachung von zeitlich in veraenderlicher Staerke geleisteter Arbeit (gelieferter Energie, verbrauchter Menge) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE762680C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH133503A (de) * | 1927-06-16 | 1929-06-15 | Ericsson Telefon Ab L M | Uberverbrauchszähler. |
| DE517427C (de) * | 1928-07-07 | 1931-02-06 | Landis & Gyr Ag | Einrichtung an Anzeigeapparaten von Mittelwerten |
-
1933
- 1933-12-08 DE DEA71990D patent/DE762680C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH133503A (de) * | 1927-06-16 | 1929-06-15 | Ericsson Telefon Ab L M | Uberverbrauchszähler. |
| DE517427C (de) * | 1928-07-07 | 1931-02-06 | Landis & Gyr Ag | Einrichtung an Anzeigeapparaten von Mittelwerten |
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