DE74710C - Zweifarbentiegeldruckpresse - Google Patents
ZweifarbentiegeldruckpresseInfo
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- DE74710C DE74710C DENDAT74710D DE74710DA DE74710C DE 74710 C DE74710 C DE 74710C DE NDAT74710 D DENDAT74710 D DE NDAT74710D DE 74710D A DE74710D A DE 74710DA DE 74710 C DE74710 C DE 74710C
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- DE
- Germany
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- crucible
- lever
- paper
- roller
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- Expired - Lifetime
Links
- 238000010276 construction Methods 0.000 claims 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 claims 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 3
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F1/00—Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
- B41F1/10—Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed for multi-impression printing in one or more colours, e.g. on webs
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Screen Printers (AREA)
- Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
HERMANN BROUER in LEER (Ostfriesland) Zweifarbentiegeldruckpresse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. August 1893 ab.
Innerhalb der beiden Gestellwände bewegt sich auf\ den Rollen α der Tisch b auf und
ab,, der die beiden Formen c und c1 trägt
(Fig. ι und 2). Die Maschine wird von der Welle d angetrieben, deren Zahnrad e mit dem
Rad e1 die Krummzapfenwelle i il treibt und
vermittelst der Hebel- und Stangenverbindung fg h den Tisch b auf- und abbewegt.
Die Stange Z, die den Tiegel m trägt, ist auf einem Ende dadurch prismatisch geführt,
dafs sie als Schleife ausgebildet die Achse i umschliefst. Seitlich sitzt, an der Stange / eine
Rolle n, die in die Curve k des Rades e1 eingreift.
. Bei einer Krummzapfenumdrehung zieht die Curve vermöge ihrer Form den Tiegel zweimal gegen den Tisch an, einmal gegen die
Form c, ein anderes Mal gegen die Form c1. Dafs für die Praxis die Curve k, die Rolle η
und die Stange / in symmetrischer Anordnung zwischen den Gestellwänden doppelt vorhanden
sind, ist für das Verständnifs des hier zu beschreibenden Mechanismus belanglos.
Jede der beiden Formen c und c1 auf dem
Tisch hat ihr Farbewerk ο bezw. o1. Die
Farbewerke sind ebenso beschaffen wie bei Cylinderdruckpressen und bestehen aus je zwei
festgelagerten Auftragewalzen o3, je einem Reibcylinder
0 und o1, je einer Reibwalze ο'2, Springwalzen
ο4, Farbecylindern und Farbebehältern S. An der Unterseite des Tisches liegt eine Zahnstange,
die in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Durch diese Zahnstange werden zwei Zahnräder,
die auf den Zapfen ρ und p1 sitzen, hin- und hergedreht. Durch zwei Kettentriebe
werden von diesen Rädern aus die Hauptwalzen 0 und o1 der Farbewerke bewegt.
An jedem Ende der Reibcylinder ο bezw. o1
sitzt ein Kurbelzapfen, von dem je zwei Lenkerstangen q und ^1 ausgehen. Die Lenkerstangen
q! drehen mit Hülfe von Sperrklinken die Farbewalzen an den Farbekästen S. Die
Lenkerstangen q haben die Aufgabe, die Springwalzen o4 in Schwingung zu versetzen.
Die Verreibewalzen os werden in Richtung
ihrer Achsen dadurch verschoben, dafs sie in je einem Rahmen gelagert sind, der gelenkig
mit den Armen zweier an den Gestellwä'nden gelagerten Spindeln verbunden ist.
Diese Spindeln erhalten eine um ihre Achse hin- und herschwingende Bewegung durch
Lenkerstangen i1, die mit den Rädern ρ und ρ1
durch Kugelgelenke verbunden sind und mit einem kugeligen Ende zwischen parallele Arme
an den Wellen t eingelegt sind.
Mit Ausnahme der Springwalze o4 sind sämmtliche Walzen der beiden Farbewerke an
ihren Enden in. den beiden Gesfellwänden gelagert.
Der Papierstrang geht über die an den beiden Enden des Tiegels befindlichen Rollen u von
der Papierrolle her unter dem Tiegel hindurch. ν ν sind die Papierzuführungswalzen, v1 vl die
Abführungswalzen. Beide Walzenpaare bewegen sich vermittelst eines sie verbindenden
Kettentriebes mit gleicher Geschwindigkeit.
Das Walzwerk ν ν wird von einem Sperrklinkenantrieb
w bewegt, der an dem Zahnrad wx festsitzt. Mit diesem Zahnrad wl
kämmt ein Zahnsegment w1 und dieses wird
bei jedem Maschinenumgang einmal hin- und hergeschwungen. Die Papierbewegung erfolgt
also nur dann, wenn das Segment w2 das
Claims (1)
- Zahnrad η>λ in der Richtung herumdreht, in der die Sperrklinke das Sperrrad w mitnimmt. Die Lenkerstange χ kann in veränderlichem Abstand vom Schwingungsmittelpunkt mit dem Segment w'2 verbunden werden. An ihrem anderen Ende umfafst die Stange χ mit einer Schleife die Krummzapfenwelle i. Eine zu dieser excentrisch sitzende Curvenscheibe y verschiebt die Lenkerstange vermittelst der Rolle x1 und bewegt dadurch die Papierführung, während der Rücklauf des Zahnsegments w2 durch einen Gewichtshebel r erfolgt.Die Walze u2 dient als Spannrolle für das Papierband. Die Walze w3 sitzt an zwei in ihrer Länge verstellbaren Armen m4, die am Gestell festgestellt werden können. Durch diese Walze wird es möglich, das Papier so zu reguliren, dafs es an der richtigen Stelle von der Scheere ^\r abgeschnitten wird, welche bei jedem Maschinenumlauf sich einmal schliefst.Eine Rolle am Ende eines einarmigen Hebels ^2 läuft auf eine schiefe Ebene b'2 am Tisch b auf, sobald der Tisch b sich aufwärts bewegt. Dadurch zieht die am Ende des Hebels ^2 mit Gelenk angehängte Lenkerstange ^3 den Winkelhebel ^4 aus seiner Ruhelage. Dieser schiebt das Scheerenblatt ^1 über die Schneidkante des Blattes ^. Das abgeschnittene Papierblatt fällt dann auf die Papierablage nieder. Beim Tischniedergang läuft dann die Rolle am Hebel ^2 unter der nachgebenden schiefen Ebene b~ hindurch. Vorher schon hat das Gegengewicht am Hebel ^* die Scheere ^1 wieder geöffnet.Die Tiegelplatte kann nach vorn geklappt werden, damit man die Form und die Druckgegenlage beim Einstellen der Maschine bequem handhaben kann.Durch Auswechseln des Excenters y gegen ein entsprechendes Doppelexcenter kann bewirkt werden, dafs das Papier bereits nach jedem einzelnen Druck weitergeführt und so auch mit nur einer Farbe bedruckt wird. <Der Tiegel, der nach Fig. ι unmittelbar an der Stange / festsitzt und gegen die Formen senkrecht auf- und niedergeht, kann bei der Construction nach Fig. 3 zweckmäfsig auch eine Schwingbewegung ausführen. Die Schleifenstange / greift dann an einem besonderen Hebel Z1 an. Der Tiegel selbst schwingt um Zapfen m2, die an den Gestellwänden festsitzen. Der Hebel Z1 fafst an den Tiegel im Gelenk ml an und geht mit einer Schleife unter Vermittelung eines Gleitsteines über den Zapfen P des Maschinengestells.Die Curve k führt die Rolle η auf der Stange / zur Welle i in zwei Stellungen von ganz kurzen Radien. Dies entspricht den beiden Andrücken des Tiegels gegen die beiden Formen c und c1. Dazwischen liegt eine Stellung von mittlerem Radius. Dies entspricht der schwach abgeklappten Tiegelstellung, bei welcher unter dem Tiegel die Formen wechseln.Dem mittleren Radius gegenüber hat die Curve k einen grofsen Radius. Wenn die Rolle η in diesem Theil der Curve steht, so ist der Tiegel weit abgeklappt (Fig. 3). Bei dieser Stellung kann man einzelne geschnittene Bogen zum Bedrucken auflegen.Ein Bogen festhalter m3 legt sich unter Federdruck gegen die Tiegelfläche in der mittleren Tiegelstellung. In der ganz abgeklappten Stellung läfst er zum Ab- und Anlegen die Tiegelfläche frei.Auch bei oscillirendem Tiegel kann man Rollenpapier verwenden.Paτ enτ-Ansρruch:Zweifarbentiegeldruckpresse mit Cylinderfärbung und festgelagerten Auftragewalzen o3, bei welcher der Tisch mit den Formen c und c1 mittelst eines Hebels g von dem Kurbelzapfen ζ'1 einer Welle i gehoben und gesenkt und der Drucktiegel durch eine Curvenscheibe der Welle i zweimal bei jedem Maschinenumlauf gegen die Formen c und c1 angedrückt wird, während das Papier, wenn es endlos ist, von einem Walzenpaare ν ν unter den Tiegel geführt, durch ein zweites Walzenpaar vl vl abgeführt und hinter demselben von einer Scheere ^ ^1 selbstthätig abgeschnitten wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74710C true DE74710C (de) |
Family
ID=347736
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74710D Expired - Lifetime DE74710C (de) | Zweifarbentiegeldruckpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74710C (de) |
-
0
- DE DENDAT74710D patent/DE74710C/de not_active Expired - Lifetime
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