DE746575C - Verfahren zur Herstellung aromatischer Oxycarbonsaeureamide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung aromatischer Oxycarbonsaeureamide

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DE746575C
DE746575C DEB182026D DEB0182026D DE746575C DE 746575 C DE746575 C DE 746575C DE B182026 D DEB182026 D DE B182026D DE B0182026 D DEB0182026 D DE B0182026D DE 746575 C DE746575 C DE 746575C
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aromatic
oxycarboxamides
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acid
biuret
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DEB182026D
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Dr Karl Brandt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung aromatischer Oxycarbonsäureamide Aromatische Oxycarbonsäureamide haben neuerlich wegen ihrer weitreichenden physiologischen Verträglichkeit, insbesondere für therapeutische und konservierungstechnische Zwecke, erhebliches Interesse gewonnen.
  • Die bisher bekannten Herstellungsverfahren für derartige Verbindungen bedienen sich .ausnahmslos der Oxycarbonsäure, die entweder über das Säurechlorid. oder in besonderen-Fällen auch über die acylierte Oxycarbonsäure, jedenfalls aber in mehreren Arbeitsstufen, in das Oxycarbonsäureamid übergeführt wird. _ Die Gewinnung .der Säureamide auf derartigem Wege war umständlich, zum Teil auch unergiebig, und dementsprechend schwierig und kostspielig.
  • Es -wurde .nun gefunden, däß man von Phenolen oder phenolisohen Verbindungen ausgehend, überaus einfach in einem Züge zu aromatischen Oxycarbonsäureamiden gelangen kann, wenn auf die Phenole bzw. pheno-Tischen Verbindungen .bei erhöhter Temperatur Biuret zur Einwirkung bringt.
  • Erhitzt man z. B. äquimolekulare Mengen von Phenol und B.i.uret 'in innig vermischtem wasserfreiem Zustande i bis a Stunden auf i5o bis aoo°, so vollzieht sich unter Gas- bzw. Ammoniakentwicklung eine Umsetzung und das Reaktionsgemisch enthält danach als überwiegenden Bestandteil ein Gemisch der isomeren Oxybenzamide. Letztere werden nach Entfernen .des unverändert gebliebenen Phenols durch Umkristallisieren aus Wasser in reinem Zustande erhalten. Analog werden mit Verwendung anderer Phenole die entsprechenden Oxycarbonsäureamide erzielt.
  • Es ist in der Regel zweckmäßig, die Umsetzung unter Verwendung von Verdünnungs-bzw. Lösungsmitteln geeignet hohen Siedepunktes vorzunehmen. Sehr vorteilhaft, sofern in wirtschaftlicher Hinsicht angängig, ist es, das umzusetzende Phenol selbst im Llberschuß zu verwenden. Weiterhin kommen die Kohlenwasserstoffe, insbesondere aromatischer Natur, und ihre indifferenten Substitwtionsprodukte, schließlich auch Säuren, wie Milchsäure, Buttersäure, in Frage. Im Hinblick auf die Schwerlöslichkeit von Biuret, welches im neutralen Medium fast völlig, im saureren weitgehend ungelöst bleibt, besitzt die Verwendung oder Mitverwendung ;;bon schwach basischen Mitteln, insbesondere Säureami.den wie Harnstoff, Bedeutung; hierdurch wird stärkere Löslichkeit und entsprechend erleichterte Umsetzung bewirkt.
  • Je nach Art der sauer bis schwach basisch einzustellenden Reaktionsgemische zeigt sich ein Einfluß auf den . Ort der Substiution : im neutralen Medium scheint insbesondere die p-Substitution bevorzugt. Ferner hat sich gezeigt, .daß der Reaktionsablauf durch kleine Zusätze von Säureanhydri:d, wie z. B. Essigsäureanhydrid, günstig beeinflußt wird.
  • Das zur Anwendung gelangende Biuret wird bekanntlich durch thermische Zersetzung von Harnstoff erhalten. Für vorliegendes Verfahrenkann direkt das r oheUmsetzungserzeuä nis, wiees nach Erhitzen von Harnstoff bis zur notwendigen Gewichtsabnahme anfällt, benutzt werden. Ein solches Produkt enthält noch Harnstoff, ferner auch Stoffe weiter fortgeschrittener Zersetzung wie Cyanursäure. Die vorteilhafte Verwendbarkeit des rohen Umsetzungsproduktes sichert eine äußerst wirtschaftliche Arbeitsweise, da Harnstoff selbst als großtechnisches Erzeugnis billig zur Verfügung steht und da die thermische Zersetzung einfach zu vollziehen ist.
  • Es werden somit für die aromatischen Oxycarbonsäureamide auf vorliegendem Wege die wirtschaftlichen Herstellungsbedingungen gewährleistet, die ihre praktische Verwendung nunmehr ermöglichen. Auch die Hydrolyse der nach dem Verfahren erhältlichen Säureamide zu den Oxycarbonsäuren kann in Fällen, wo es sich um sonst schwierig zu gewinnende Oxycarbonsäüren handelt, von praktischem Interesse sein.
  • Beispiel ioo Teile fein gepulvertes Phenol werden mit 6o Teilen fein gepulvertem Biuret innig vermischt und in einem mit Rüclfußkühler versehenen Reaktionsgefäß 2 Stunden lang auf 2oo° erhitzt. Während dieser Zeit verdickt sich die anfangs dünnflüssige und milchige Schmelze unter dauernder Gasentwicklung erheblich. Man läßt danach erkalten, nimmt dann mit 5oo Teilen Wasser auf, erhitzt zum Sieden und filtriert sofort vom Unlöslichen ah. Aus dem Filtrat scheidet sich nach kurzem Stehen eine reichliche Menge weißer Kristalle ab. Diese werden abgetrennt, bevor die Flüssigkeit die Temperatur von etwa do° unterschritten hat. Das Kristallprodukt erweist sich nach dem Trocknen als praktisch reines p-Oxybenzamid. Ausbeute: ;d Teile p-Oxybenzamid.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von aromatischen Oxycarbonsäureamiden, dadurch gekennzeichnet, daß Phenole oder phenolische Verbindungen in Ab- oder Anwesenheit von Verdünnungs-, Lösungs- und bzw. oder Kondensationsmitteln bei erhöhter Temperatur der Einwirkung von Biuret unterzogen werden. Zur Abgrenzung des Amneldungsgegenstandes vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift ...... Kr.295 18,3.
DEB182026D 1938-02-22 1938-02-22 Verfahren zur Herstellung aromatischer Oxycarbonsaeureamide Expired DE746575C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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