DE745554C - Schneidenausbildung von massiven Senkkaesten - Google Patents

Schneidenausbildung von massiven Senkkaesten

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DE745554C
DE745554C DEL99111D DEL0099111D DE745554C DE 745554 C DE745554 C DE 745554C DE L99111 D DEL99111 D DE L99111D DE L0099111 D DEL0099111 D DE L0099111D DE 745554 C DE745554 C DE 745554C
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DE
Germany
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cutting edge
chambers
cutting edges
caissons
supporting
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Expired
Application number
DEL99111D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Kurt Lenk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KURT LENK DR ING
Original Assignee
KURT LENK DR ING
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D23/00Caissons; Construction or placing of caissons
    • E02D23/04Pneumatic caissons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Foundations (AREA)

Description

  • Schneidenausbildung von massiven Senkkästen Durch das Hauptpatent 604 252 ist eine besondere Ausbildung der Schneiden von Brunnen und Druckluftsenkkästen geschützt. Nach dieser Erfindung werden die Schneiden unterschieden in solche, die lediglich die Begrenzung der Arbeitskammer- eines Senkkastens darstellen und die die Lufthaltung ermöglichen (Schirmwände), und solche, die gleichzeitig die Stützkräfte des Gründungskörpers auf den Boden .übertragen (Tragwände). Durch bestimmte Anordnungen, der Schneiden der letzteren Art, der sog. Tragschneiden, können Auflagerbedingungen geschaffen werden, die klare Spannungsverhältnisse ergeben und die geringe Biegungsbeanspruchungen in der Konstruktion hervorrufen. Die Ausbildung der Schneiden nach dem Hauptpatent hat sich bereits bewährt. Besonders bei Tragschneiden, die im Innern eines Senkkastens angeordnet werden, haben sich insofern Vorteile ergeben, a,ls das Abgraben der Tragschneiden von beiden Seiten her erfolgen kann, so daß @es möglich ist, den Absenkvorgang einwandfrei zu beherrschen. Die Schirm-,vände können durch Abgraben der Erde vollkommen frei gemacht werden, ohne daß die Absenkbewegung des Gründungskörpers eingeleitet wird, weil lediglich die Tragschneiden die Stützkräfte auf den Boden übertragen. Man kann also zunächst ohne besondere Vorkehrungen die Arbeitskammer vollkommen frei machen und erst dann durch systematisches Abgraben der Tragschneiden die Absenkbewegung einleiten. Die Bodenpressung unter den Tragschneiden darf dann eine gewisse Größe vor dem Abgraben nicht überschreiten, die unter der Bruchgrenze des Bodens liegt.
  • Bei Senkkästen großer Grundrißabmessungen führt nun diese Forderung zu erheblichen Breiten der Tragschneiden, wenn eine örtliche Ballung der Stützkräfte angestrebt wird. Breite Tragschneiden lassen sich aber schwer untergraben, behindern damit den weiteren Fortschritt und bringen auch wieder eine ungewisse Verteilung der Stützkräfte unter diesen Tragschneiden mit sich, da das Abgraben nicht gleichmäßig erfolgen kann.
  • Aus dieser Erkenntnis heraus ist der Erfindungsgedanke entstanden, die Tragschneiden, wenn sie eine erhebliche Breite haben müssen, hohl auszubilden, so daß in ihnen das Bodenmaterial hach anstehen und das Abgraben dann innerhalb der Tragschneiden bewirkt werden kann. Die Erfindung besteht demgemäß im wesentlichen darin, daß die tragenden Schneiden nach unten offene Kammern aufweisen, dis in der Decke der Öffnungen zum Ausgraben des beim Absenken in sie eindringenden Erdreichs versehen sind. Die Grundrißfläche dieser Kammern soll die Tragfläche sein, auf der der Gründungskörper ruht, solange die Bodenmassen im übrigen allgemeinen Arbeitsraum gefördert werden. Daher sollen die Tragschneidenkammern eine Decke erhalten, bis zu der das Material anstehen kann. Die Decke kann auch durch ,einen Trägerrost ersetzt werden, der die gleiche Aufgabe wie eine geschlossene Decke erfüllt. Das Abgraben der Materialkammer in der Tragschneide erfolgt dann von einem über ihr liegenden Raum aus. Wenn der Trägerrost in Höhe der Schneiden der Materialkammer angeordnet ist und die Materialkammer in gleicher Ebene wie die Hauptarbeitskammer des Senkkastens liegt, kann auch die Zugänglichkeit der Materialkammer in der Tragschneide von der Seite her erfolgen. Es ist auch möglich, die Materialkammer tiefer zu legen als die Hauptarbeitskammer, so daß sie gegebenenfalls mit einer besonderen Lufthaltung versehen werden muß. Die Zugänglichkeit kann dann von der Seite oder von oben her erfolgen.
  • Mit der neuen Schneidenausbildung ist es nicht nur möglich, lange Tragschneiden mit großer Breite auszuhilden, sondern es können auch Stützflächen angeordnet werden, deren Grundrißabmessungen in Länge und Breite beliebig sind, so daß die Stützflächen rechteckig, quadratisch oder auch kreisförmig gestaltet werden können. Die Tragschneidenarbeitskammern können auch durch Querwände unterteilt werden, so daß beim Ausheben der Materialkammern in den Tragschneiden bestimmte Lagerungszustände erzwungen werden können, die eine vorteilhafte Beanspruchung der Konstruktion des Senkkastens ergeben.
  • In den Abb. i bis 3 ist die Tragschneidenausbildung in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt.
  • In Abb. i stellt -d den Gründungskörper eines Di-uckluftsenkkastens dar. b ist die Arbeitskammer dieses Senkkastens, die von verhältnismäßig dünn ausgebildeten Scbneidem:-änden, sog. Schirmwänden, _ begrenzt wird. Im Innern des Arbeitsraumes b sind Tragschneiden e2 und c4 angeordnet, die nach unten offene Kammern aufweisen. In diesen Kammern bleibt das Bodenmaterüd stehen. Es stützt sich gegen die Seitenwände und gegebenenfalls auch gegen die Decke dieser Arbeitskammer.
  • In Abb. i a ist der Grundriß eines Senkkastens nach dem Aufriß der Abb. i dargestellt und die Unterteilung einer Tragschneide in drei Teile cl, c2 und e3 gezeichnet; auf der anderen Seite eine Kammer als Einzelkammer c4 dargestellt. Damit ist die aus den drei Teilen cl, c2 und c3 gebildete Tragschneide ein Linienlager und die auf der anderen Seite dargestellte Kammer cl ein Punktlager der Gründungskonstruktion, so daß eine statisch bestimmte Auflagerung des Gründungskörpers erzielt wird. Das Abse»ken eins solchen Gründungskörpers geht so vor sich, daß zunächst die Arbeitskammer b frei gemacht wird. Soweit Reibungskräfte und Luftpolster bei Druckluftgründungen das Gewicht nicht aufnehmen, muß es von den Tragschneiden cl, c2, c3 und e4 auf den Boden übertragen werden. Dabei soll hier die Pressung nur so groß sein, daß nennenswerte Setzungen und vor allem Grundbrüche nicht auftreten. Man ist dann sicher, daß das Absenken erst vor sich geht, wenn aus den Kammern der Tragschneiden das 1laterial entnommen wird. Aus dem Linienlager r1, c@ und e3 wird das Material abteilungsweise entnommen, z. B. zuerst aus c2, so da,,) man dann eine Lagerung auf den Flächen der Kammern cl, c3 und c4 hat. Man kann nun durch Bodenentnahme aus diesen Kümmern das Absenken weiter bewirken und braucht mit nur geringen Änderungen der Spannung in der Konstruktion zu rechenn, da die Lager ung ähnliche Beanspruchungen ergibt, wie sie durch eine statisch bestimmte PunIztlagerung erzielt werden kann. Nur die Lingleichmäßige Verteilung der Bodenpressung auf den Flächen der einzelnen Kammern ist »och zusätzlich zu berücksichtigen.
  • Wenn mit einer vollständigen Füllung der Kammern in den Tragschneiden mit Boden gerechnet werden muß, so -muß Vorsorge getroffen werden, daß man den Aushub lösen und fördern kann. Dies geschieht durch öffnungen i in den Decken der Kammern der Tragschneiden. Diese öffnungen verbinden die Arbeitskammern der Tragschneiden mit über diesen Kammern liegenden Arbeitsräumen d, die bei Druckluftgründungen als geschlosse4e Räume, in. denen die Lufthaltung möglich ist, ,auszubilden sind und bei Brunnengründungen auch offene Räume sein können.
  • In Abb. 2 ist eine Arbeitskammer der Tragschneiden dargestellt, bei der sich! das Bodenmaterial nicht gegen eine Decke abstützt, sondern gegen einen Trägerrost, der in verschiedener Höhe in dieser Arbeitskammer angebracht werden kann. Diese Anordnung kann sowohl bei Brunnengründungen wie bei Druckluf gründungen verwendet werden. Das Bodenmaterial stützt sich gegen den Trägerrost- und wird durch die öffnungen i e ntfernt.
  • In Abb. 3 wird dargestellt, claß die Arbeitskaminern ei und c. mit ihren Schneiden tiefer liegen als die Schneiden der Arheitskammer b. Solche Tragschneiden können ein größeres Gewicht übertragen ,als die Tragschneiden' der Abb. i und 2, da die Tragwände vom Boden allseitig umschlossen sind. Es sind zwei Anordnungen der Tragschneidenarb,eitskammern dargestellt. Die Kammer cl der linken Seite hat zwei nach innen stark ,geneigte Seitenwände. Diese Anordnung hat den Zweck, daß, wenn der Senkkasten je tiefer einsinkt als beabsichtigt, die Grundfläche und damit der Boden-,viderstand vergrößert wird.. Die Tragschneidenkammern e2 der rechten Seite weisen senkrechte Wände auf. Diese Anordnung wird dann gewählt, wenn man sicher ist, daß die unter den Tragschneiden zugelassene Pressung nach Ausräumen der Arbeitskammer b vom Baugrund, lohne nennenswerte Satzungen zu ergeben, aufgenommen werden kann. In der gleichen Abbildung sind auch zwei verschiedene Arten der Zugänglichkeit der Tragschneiden dargestellt. Die Arbeitskammern beider Tragschneiden cl und e2 sind wieder durch die öffnungen z in ihrer Decke von den Arbeitsräumen dl und d2 aus zugänglich. Auf der linken Seite ist nun_ dargestellt, daß der Arbeitsraum d1 von der Arbeitskammer b aus durch die öffnungen e zugänglich ist. Dieser Fall wird dann - Bedeutung haben, wenn @es sicher ist; daß die Tragschneidenkammer c1 niemals ganz frei gemacht werden muß, um das Absenken eines Gründungskörpers zu bewirken. Man kann hier die Arbeit in der Tragschneide unter dem gleichen Luftdruck vornehmen, wie er in der Arbeitskanmer b herrscht. Sofern man aber damit rechnen müß, daß ,auch die Schneiden der Tragschneidenkammer inner# halb der Kammer freigelegt werden müssen, muß der Arbeitsraum d2 durch eine besondere Luftschleuse /t oder durch ähnliche Anordnungen, wie z. B. eingebaute Luftausgleichskammern, zugänglich gemacht werden. Die Lufthaltung hat dann getrennt von der Lufthaltung des Arbeitsraumes b zu erfolgen.
  • Die Vorteile der Anordnung nach Abb.3 sind: geringere Grundflächen der Tragschneiden infolge grüßeren Widerstandes des Bodens und gegebenenfalls Ausnutzung der für den Ab.senkvorgang bemessenen Tragfähigkeit eines Gründungskörpers auch im Gebrauchszustand. Der letztere Vorteil @ergibt sich dadurch, daß die tiefer liegenden Tragsühneiden den tragfähigen Baugrund früher erreichen als die Schneiden der Arbeitskammer b. Sofern nun der Gründungskörper so bemessen ist, daß auch im fertigen Zustand die Tragschneiden die gesamte Last übertragen können, kann auf die Druckübertragtmg in der Arbeitskammer b auch im Endzustand verzichtet' werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schneidenausbildung von massiven Senkkästen nach Patent 604252, dadurch gekennzeichnet, daß die tragenden Schneiden nach unten offene Kammern, (cl, c2, c3, c4) aufweisen,' die in der Decke mit öffnungen (i) zum Ausgraben des beim Absenken in die Kammern eindringenden Erdreichs versehen sind.
  2. 2. Schneidenausbildung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der zum Ausgraben dienenden öffriungen (i) besondere Arbeitsräume (cl, d1, d2) angeordnet sind.
  3. 3. Schneidenausbildung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsräume (dl) durch Durchbrechungen (e) von der Seite her bzw. die Arbeitsräume (d, d2) bei Druckluftsenkkästen durch eigene Lufthaltungsanlagen (1t) von oben her zugänglich sind. q.. - Schneidenausbildung nach den Anspi-ü:chem i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Tragschneiden angeordneten Kammern durch Zwischenwände (f) unterteilt sind.
DEL99111D 1939-09-23 1939-09-23 Schneidenausbildung von massiven Senkkaesten Expired DE745554C (de)

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DE745554C true DE745554C (de) 1944-05-15

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DE (1) DE745554C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3802910A1 (de) * 1988-02-01 1989-08-10 Kunz Alfred & Co Verfahren zum absenken von bauwerken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3802910A1 (de) * 1988-02-01 1989-08-10 Kunz Alfred & Co Verfahren zum absenken von bauwerken

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