DE745045C - Verfahren zur Nutzbarmachung der Abwaerme bei der Kartoffeleiweissgewinnung - Google Patents
Verfahren zur Nutzbarmachung der Abwaerme bei der KartoffeleiweissgewinnungInfo
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Description
- Verfahren zur Nutzbarmachung der Abwärme bei der Kartoffeleiweißgewinnung Bei der KartofeleiweißgewInniulg durch Eindampfen des Kartoffelfruchtwassers und/ oder Erhitzung des Kartoffelfruchtwassers zwecks Ausfällung des Eiweißes fallen große Wärmemengen in den Brüden der Eindampfanlage und in den zur Niederschlagung der Brüden erforderlichen Kondenswassermlengen an, die nach der Erfindung bei der Kartoffelstärke bzw.Iiarto@fiel,eiweißgen-innung dadurch nutzbar gemacht werden, daß sie zur Vorwärmurg der Kartoffeln und/oder des Kartoffelreibsels Verwendung finden. Es wurde nämlich gefunden, daß, eine Vorwärmung der Kartoffeln und/oder des Reibsels bis auf Temperaturen unterhalb der Ausfällungstemperatur des Eiweißres im Fruchtwasser erhöhte Ausbeuten an Fruchtwasser bringt.
- Die anfallenden Kondensate aus den Brüden bzw. die anfallenden, im Wärmeaustausch mit den Brüden erwärmten Kühlwassermengen werden beispielsweise zunächst für die Wäsche der Kartoffeln verwendet und gegebenenfalls anschließend noch für die Schwemme zum, Transport der Kartoffeln. Hierbei :empfiehlt es siah, die Wäsche so auszubilden, daß Wasser und Gut im Gegenstrom geführt werden. Zur weiteren Ausnutzung des höher temperierten Kondensats aus dem Heizkörper des Verdampfers .empfiehlt es sich, dieses Kondensat für sich allein im letzten Teil der Kartoffelwäsche zu verwenden, wodurch die bereits auf beispielsweise 35'C vorgewärmten Kartoffeln auf 5o' C erwärmt werden können.
- Des weiteren ist es möglich, zwischen den Verdampfer und den Brüden'kondensator einen Wärmeaustauscher einzuschalten und in diesem durch den Brüden des Verdampfers das Kartoffelnei#bsiel indirekt zu erwärmen, wobei dieses Kartoffelreibsel gegebenenfalls bereits durch Erwärmung der Kartoffel in der Schwemme und in der Wäsche vorgewärmt sein kann.
- Durch die nach der Erfindung vorgesehene Art der Ausnutzung der Abwärme bei der Kartoffeleiweißgewinnung besteht der besondere Vorteil, 'daß die zur Verfügung stehende Wärme, die wegen ihrer geringen Wertigkeit an sich verlorengehen würde, ein Hinausgehen über die Koagulationstemperatur des Kartoffeleiweißes nicht zuläßt.
- An Hand der beiliegenden Schemazeichnung sei der Gegenstand der Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen des näheren erläutert.
- Nach der in Abb. i aufgezeichneten Arbeitsweise wird der in dem Verdampfersysteni a durch die Rohrleitung #j austretende Verdampferbrüden in dem barometrischen Kondensator c durch das durch die Rohrleitungd eingeführte Kühlwasser kondensiert und das erwärmte Kühlwasser mit dem Brüdenkondensat mit etwa 40- C durch das Fallrohr e barometrisch in die Fallwassergrube f abgeführt. Dieses Fallwasser wird nunmehr nach der Erfindung durch die Pumpe" in die letzte Waschkammer k oder vorletzte i der Kartoffelwäsche mit den Kammern lt bis f gepumpt. Das aus dem Verdampfer durch die Leitungut austretende Kondensat mit etwa 55`C wird _durch den Kondensatableitern ebenfalls oder gegebenenfalls für sich allein in die Waschkammer h. gedrückt. Aus dieser Waschhammer werden die sauberen, vorgewärmten Kartoffeln durch die nicht näher angedeutete Transportvorrichtung o zur Reibe, Schleuder bzw. zur weiteren Verarbeitung gefördert. Während des Waschprozesses durch die Wa sclil,ammern 1, h, i, lt werden die Kartoffeln durch die Waschvorrichtung, ohne Waschwasser mitzuführen, von einer Kammer in der angegebenen Reihenfolge in die andere gehoben. Das Waschwasser tritt hierbei nacheinander in die Kammernlt bis I über. Aus der Kammer l tritt dann das Wasser über die Sammelrinne p durch die Leitung g in die Schwemmrinner über, wo das schon verscInnutzteWaschwasser noch zum Vorwärmen und zum Transport der Kartoffeln verwendet wird.
- Nach der in Abb. = aufgezeichneten Arbeitsweise ist es möglich, durch entsprechende Schaltung des zur Verfügung stehenden erwärmten Kühlwassers und des Verdampferkondensats eine höhere Erwärmung der Kartoffeln zu erzielen. Hierbei wird das erwärmte Kühlwasser mit etwa .lo- C mit der Pumpe ä in die Waschkammer i gepumpt. Nach der Erfindung werden hinter dieser Kampier i nochmals Waschkammern, gemäß der Abbildung die Kammernh und s, angeordnet. Das Kondensat mit etwa 55-C wird hierbei durch den Kondensatableiter n in die Kammers gedrückt, wo es im Gegenstrom zu dem Weg der Kartoffeln die Waschkammer nacheinander passiert und sich in der Kammeri mit dem erwärmten Kühlwasser vereinigt.
- Die Abb.3 zeigt die Wärmeausnutzung aus dem Verdampferbrüden durch mittelbare Eruärmung des Reibsels. Hierbei ist in der Brüdenleitung b ein Wärmeaustauscher t angeordnet. Das gegebenenfalls schon aus erwärmten Kartoffeln erzeugte Reibsel tritt Bierbei durch die Leitung tt in den Wärmeaustauscher t ein und verläßt diesen erwärmt durch die Leitung v, von wo aus es der Schleuderung und der weiteren Verarbeitung zugeführt wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verwendung der bei der Kartoffeleiweißgewinnung durch Einwirkung oder Erhitzung des Kartotelfruchtwassers anfallenden Abwärmeniengen zur Vorwärmung der Kartoffeln und/oder des Kartoffelreibsels.
- 2. Verfahren nach -Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Eindampfung des Kartoffelfruchtwassers im Wärmeaustausch mit den Brüden anfallende «-arme Kühlwasser, gegebenenfalls zusammen mit dem Kondensat aus den Brüden, zum unmittelbaren @ortvärmen der Kartoffeln zweckmäßig in der Wäsche vorteilhaft im Gegenstrom und gegebenenfalls alsdann noch in der Schwemme verwendet wird.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen t und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kondensat aus dem Heizdampf des Kartoffelfruchtwassereindampfers für sich getrennt im letzten Teil der Kartoffelwäsche Verwendung findet. 4.. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Verdampfer und Brüdenkondensator ein Wärnieaustauscher eingeschaltet wird, durch den das gegebenenfalls bereits vorgewärmte Kartoffelreibsel erwärmt wird. Zur Abgrenzung des A.nmeldutigsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteiteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DEM153996D DE745045C (de) | 1942-04-22 | 1942-04-22 | Verfahren zur Nutzbarmachung der Abwaerme bei der Kartoffeleiweissgewinnung |
| NL109011A NL59777C (nl) | 1942-04-22 | 1942-12-21 | Werkwijze voor het ten nutte maken van de afvalwarmte bij het winnen van aardappeleiwit |
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| DEM153996D DE745045C (de) | 1942-04-22 | 1942-04-22 | Verfahren zur Nutzbarmachung der Abwaerme bei der Kartoffeleiweissgewinnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE745045C true DE745045C (de) | 1944-02-24 |
Family
ID=7337196
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEM153996D Expired DE745045C (de) | 1942-04-22 | 1942-04-22 | Verfahren zur Nutzbarmachung der Abwaerme bei der Kartoffeleiweissgewinnung |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE745045C (de) |
| NL (1) | NL59777C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960602C (de) * | 1951-12-16 | 1957-03-21 | Landw Liche Kartoffelverwertun | Verfahren zur Gewinnung von Kartoffeleiweiss |
-
1942
- 1942-04-22 DE DEM153996D patent/DE745045C/de not_active Expired
- 1942-12-21 NL NL109011A patent/NL59777C/xx active
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960602C (de) * | 1951-12-16 | 1957-03-21 | Landw Liche Kartoffelverwertun | Verfahren zur Gewinnung von Kartoffeleiweiss |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL59777C (nl) | 1947-08-15 |
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