DE74176C - Verfahren zur Herstellung einer Türkischrothölseife - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Türkischrothölseife

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DE74176C
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DENDAT74176D
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J. KNOBLOCH in Zuckerfabrik Doxan, Station Theresienstadt
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/36General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using mordant dyes ; using metallisable dyes

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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
(Station Theresienstadt).
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung einer. Tiirkischrothölseife, welche zur Herstellung von sogenanntem Alizarinfärberoth, ferner als Zusatzmittel beim Ausfärben von Garnen, Stückwaare oder loser Wolle mit Benzidin- und anderen Diamin - Farbstoffen, sowie als Zusatz für Druckfarben .an Stelle eines Theils von Türkischrothöl dient.
Dieses Verfahren besteht im Wesentlichen darin, dafs man Aluminiumverbindungen auf Sulforicinölsäure oder sulforicinölsaure Salze (Türkischrothöle) einwirken läfst und die Verseifung der hierbei entstehenden Verbindung durch Natron- oder Kalilauge oder sonst einer Verbindung, welche lösliche Seifen bildet, bewirkt. Dabei kann die Verseifung während der Einwirkung der Aluminium-Verbindung auf die Sulforicinölsäure oder die sulforicinölsauren Salze oder auch später stattfinden, gleichgültig, ob unter Druck oder nicht. Es ist ebenfalls nicht Bedingung, dafs das Verseifungsmittel unmittelbar zugesetzt wird, sondern man kann dasselbe durch Zusatz von Reagentien in den verschiedenen Mischungen entstehen lassen. Ferner können die Vorgänge unter Umständen bei Temperaturerhöhung vor sich gehen.
Beispiel 1. 550 g Thonerdehydrat werden mit 200 g Wasser angeteigt, alsdann 2000 g Sulforicinölsäure und 1170 g Natronlauge von 350 B. zugesetzt.' Die Mischung wird gekocht, bis eine vollständige Verseifung eingetreten ist bezw. ein herausgenommener Tropfen der Flüssigkeit auf einer Glasplatte erstarrt.
Beispiel 2. Die Sulforicinölsäure des Beispiels i. wird durch Türkischrothöl ersetzt.
Wesentlich· bei diesen Vorgängen ist, dafs sulforicinölsaure* Thonerde entsteht; dieselbe bildet sich auch aus sulforicinölsaurem Kali und essigsaurer Thonerde neben essigsaurem Kali und ebenso aus sulforicinölsaurem Ammoniak und Aluminiumchlorid neben Ammoniumchlorid.
Hinsichtlich der Verseifung sei erwähnt, dafs in der Regel Kali- oder Natronlauge zur Anwendung kommt. Die Bildung des Verseifungsmittels in der Mischung selbst erfolgt zum Beispiel beim Mischen von sulforicinölsaurem Natron und Thonerdehydrat; hierbei entsteht neben sulforicinölsaurer Thonerde Natronhydrat bezw. Natronlauge.
Wird Thonerdehydrat mit Türkischrothöl gekocht, so scheidet sich eine weifse, in Wasser unlösliche Verbindung von sulforicinölsaurer Thonerde aus. Kocht man diese Verbindung weiter mit" verdünnter Natronlauge, so entsteht eine in Wasser leicht lösliche Seife, die Türkischrothölseife.
Eine weifse, in Wasser unlösliche Verbindung entsteht auch beim Kochen von Aluminiumsulfat mit freier Sulforicinölsäure.
Das Wesentliche des Verfahrens besteht eben darin, dafs man sulforicinölsaure Thonerde mit Natron- oder Kalilauge verseift; unwesentlich ist e,s, in welcher Art und Weise man sich die sulforicinölsaure Thonerde herstellt.
Beim Kochen von sulforicinölsaurer Thonerde mit Lauge entsteht, namentlich bei Zusatz
η f'",
von reichlich Natronlauge, auch Thonerdenatron. Hinsichtlich der Verwendung der Türkischrothölseife in der Färberei ist dies jedoch ohne Belang, denn der'Vortheil, welcher durch die Herstellung einer solchen Seife angestrebt wird, besteht darin, dafs das Präpariren des zu färbenden Materials und das Beizen mit Thonerdesälz in einer Operation vor sich geht. Man hat bisher die Waare mit Türkischrothöl getränkt, unter Umständen getrocknet, dann mit Thonerdesalz getränkt, getrocknet und unter Umständen gedämpft. Es waren also zur Fixirung der Thonerde-Türkischrothölverbindung bisher zwei Operationen nöthig. Bei Anwendung der Türkischrothölseife ist nur eine Operation nöthig·, nämlich das Hindurchgehenlassen der Waare durch Türkischrothölseifenlösung.

Claims (2)

Patent-Ansprüche.:
1. Ein Verfahren zur Herstellung von Türkischrothölseife, dadurch gekennzeichnet, dafs man durch Einwirkenlassen von Aluminiumverbindungen auf Sulforicinölsaure oder sulforicinölsaure Salze sulforicinölsaure Thonerde bildet und diese mit Natron- oder Kalilauge behandelt.
2. Eine Ausführungsform des unter i. geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs man Thonerdehydrat mit sulforicinölsaurem Natron unter Druck kocht.
DENDAT74176D Verfahren zur Herstellung einer Türkischrothölseife Expired - Lifetime DE74176C (de)

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