DE73856C - Zugregler - Google Patents
ZugreglerInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
- F23N3/00—Regulating air supply or draught
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Zugregler.
Vorliegende Erfindung hat den Zweck, bei Feuerungen die Menge der zugeführten Luft
möglichst dem Grade der Gasentwickelung anzupassen, also den Ueberschufs an Secundärluft
möglichst zu vermeiden.
Bei stark rauchenden Kohlen und besonders bei starkem Feuer nimmt die Gasentwickelung
vom Augenblick der Beschickung nicht stetig ab, sondern dieselbe erreicht erst nach einer
gewissen Zeit die gröfste Stärke, nimmt dann langsam wieder ab,'bis die Kohlen vollständig
in Glut sind, und nimmt hernach rasch wieder ab.
Stellt im Diagramm Fig. 12 χ die Zeit
nach dem Auflegen und y die Secundärluft dar, so giebt die eingezeichnete Curve die der
Gasentwickelung entsprechende erforderliche Menge der Secundärluft an.
Schliefst der Katarakt die Luftklappe p, Fig. 1.1, stetig, so bezeichnen die schraffirten
Flächen den Ueberschufs an Secundärluft.
Um diesen Luftüberschufs möglichst zu vermeiden, mufs der Katarakt die Luftklappe ρ
mit wechselnder Geschwindigkeit schliefsen, und zwar mufs dieselbe während der ersten
Periode der Verbrennung constant geöffnet bleiben, dann aber darf sie sich nur langsam
schliefsen, um zum Schlüsse ziemlich rasch
gänzlich geschlossen zu werden. ,
. Fig. ι stellt die Kataraktpumpe in Verbindung mit den, den Pumpenkolben bethätigenden
Elementen im Verticalschnitt dar.
Fig.' 2 ist ein Verticalschnitt, der zu demjenigen gemäfs Fig. 1 einen Winkel von 90 °
bildet und die Stellung des Kataraktes P bei geschlossener Feuerthür, nachdem der Haken/
ausgelöst hat, darstellt.
In Fig. 2 a ersieht man die Anordnung des Drehlagers D, sowie des KettenroUensegmentes R
auf der Kataraktachse α. An dem Kettenrollensegment R ist der Haken f drehbar angeordnet,
welcher mit einer an dem Drehlager D angebrachten' Schneide zeitweilig in
Eingriff steht.
In Fig. 3 und 4 ist das sogenannte Drehlager, welches den Kolben der Kataraktpumpe
bethätigt, in seinen verschiedenen Stellungen dargestellt, und zwar veranschaulicht
Fig. 3 die Stellung des Kataraktes P bei geöffneter Feuerthür. Der am Kettenrollensegment
R sitzende Haken f hat soeben eingehakt.
Fig. 4 stellt die Stellung des Kataraktes bei soeben geschlossener Feuerthür dar, in dem
Moment, wo der Haken/soeben ausgehakt hat.
Fig. 5 veranschaulicht einen Verticalschnitt durch die Kataraktachse α, aus dem die Anordnung
des Anschlagstiftes χ zu ersehen ist.
Fig. 6 bis 8 zeigen eine andere Ausführungsform und Anordnung des Drehlagers.
Fig. 9, 9 a und 10 stellen die Gesammtanordnung
eines Feuerungskataraktes mit wechselnder Hubgeschwindigkeit bei einer
Dampfkesselfeuerung dar.
Fig. 11 zeigt die Art und Weise, in der
die Klappen ρ und pl mit einander in Verbindung
stehen.
Fig. 12 zeigt das Princip der vorliegenden
Erfindung an Hand eines Diagramms, während
Fig. 13 nochmals die Gesammtanordnung darstellt.
Die Einrichtung und Wirkung des Kataraktes ist im wesentlichen folgende:
Unter dem Oelcylinder der Kataraktpumpe ist die Kataraktachse α angeordnet, auf welcher
das Kettenrollensegment R mit zur Feuerthür führender Kette K befestigt ist. An diesem
Kettenrollensegment R ist der Haken f drehbar befestigt. Lose auf der Achse α sitzt das Drehlager
D. An demselben sind drehbar gelagert: die Regulirspindel c für den Klappenzug Z,
ferner die zum Cylinder führende Stange Z und die Feder d.
An D ist ferner die Schneide e für den Haken f angebracht.
Wird nach dem Beschicken des Rostes die Feuerthür geschlossen, so wird der Katarakt
in die in Fig. 2 und 4 dargestellte Stellung gebracht.
Hierbei wirkt der Kettenzug K auf das Kettenrollensegment R und damit auch. auf
den Haken f ein. Letzterer schleift bei der Bewegung des Kettenrollensegmentes auf dem
Stift χ und giebt dabei die Schneide e des Drehlagers D frei. Hierdurch wird das Drehlager
D, welches durch den Klappenzug Z mit den Luftklappen ρ und p1 in Verbindung steht,
erst der Einwirkung der anderen darauf wirkenden Kräfte preisgegeben.
Nachdem der Haken f ausgelöst ist, wirken auf das Drehlager D drei Kräfte: der Klappenzug
Z, das Kolbengewicht P und der Federdruck d. .
Die Richtungen dieser drei Kräfte werden so angeordnet, dafs das in D erzeugte Drehmoment
verschieden grofs wird, also auch der Druck des Oeles unter dem Kolben und somit
die Hubgeschwindigkeit des Kolbens verschieden grofs werden und zwar so, wie es während
der drei Verbrennungsperioden erforderlich ist.
1. Periode.
Die Regulirspindel c wird so gesetzt, dafs beim Beginn ■ des Kolbensinkens die Zugrichtung
von Z durch die Achse α geht (Fig. 4). Alsdann wirkt Z nicht' verdrehend auf D. Die
Feder d wird ferner so regulirt, dafs der Einflufs
des Kolbengewichtes P auf D fast ganz aufgehoben wird, und nur eine ganz schwache
Pressung des Oeles unter dem Kolben bleibt.
Der Kolben bewegt sich dann sehr langsam. Da auch der Angriffspunkt von Z an c keinen
Weg in der Richtung von Z machen kann, so bleibt die Klappe ρ eine Zeit lang constant
geöffnet.
2. Periode.
Dieselbe dauert, bis die Feder d ihre Mittelstellung erreicht hat. Während dieser Zeit
nimmt der Hebelarm von Z zwar zu, doch auch der Federdruck von d, so dafs die
Klappe ρ nur langsam sich zu schliefsen beginnt.
3. Periode.
Nachdem die Feder d ihre Mittellage überschritten hat, wirkt dieselbe im Sinne von
Z drehend. Der Hebelarm von Z wird auch rasch gröfser; das Kolbengewicht P wirkt
ebenfalls im Sinne von Z drehend, so dafs der Kolben beschleunigt und die Klappe ρ
nunmehr rasch geschlossen wird.
Die durch das Drehlager D bethätigte Glocke G giebt nach Schlufs der Luftklappe
ein Signal.
Durch Verstellen der Spindel c wird die Weite der Klappenöffhung während der ersten
Periode — ganz entsprechend der Stärke des Feuers und dem Gasgehalt der betreffenden
Kohlensorte — eingestellt.
Durch Verstellen der Spindel c1 im Kolben
wird die totale Dauer der Lufteinströmung regulirt.
Die Klappenbewegung ist aus den Fig. 9 bis 11 ersichtlich.
Der Katarakt zieht selbstthätig an Z nur so weit, dafs nur die Klappe ρ geöffnet werden
kann. Zieht der Heizer vermehrt an Z1 so wird
der am Hebel h~ befindliche Haken g von Hebel Zi1 erfafst und beide Klappen ρ und ρ1
geöffnet, wodurch das Aschenräumen ermöglicht wird.
In den Fig. 6 bis 8 ist eine andere Anordnung des Drehlagers D in seinen verschiedenen
Stellungen dargestellt.
Mit dem Drehlager D in Verbindung sind die beiden Stangen Z1 und Z2, durch welche der
Kolben P bewegt wird. Bei dieser Anordnung fällt die Feder d, sowie das Saugventil am
Kolben P weg. Im übrigen ist die Construction des Kataraktes genau wie vorbeschrieben.
Die erstere Stange Z1 ist an ihrem unteren
Ende mit einer Kerbe versehen, während Stange Z2 vermittelst eines Schlitzes durch den
am Drehlager D befestigten Bolzen b2 Führung findet. An dem Drehlager ist ferner die
Scheibe b1 angebracht, welche· in der Kerbe
der Stange Z1 angreift, sowie auch die Schneide b3 für den am Kettensegment R befindlichen
Haken /.
Bei geschlossener Feuerthür und abgelaufenem Katarakt ist das Drehlager in der
durch Fig. 8 dargestellten Stellung.
Wird nun die Feuerthür geöffnet, so hakt der durch das Kettenrollensegment R bezw.
den Kettenzug K bethätigte Haken / ein.
Beim Schliefsen der Feuerthür kommt das Drehlager in die Stellung Fig. 6, ohne dafs
dabei der Kolben P gehoben wird, indem Haken f bei der Bewegung des Kettenrollensegmentes
das Drehlager D an der Schneide b3 mitzieht.
Unmittelbar nachdem der Haken durch den festen Stift χ ausgehakt ist, hakt die Schneide b1
des nunmehr freigewordenen Drehlagers an der Kerbe der Stange Z1 ein (Fig. 6). Durch den
zur Luftklappe ρ führenden Kettenzug Z wird nunmehr der Kolben P langsam hochgetrieben,
wobei das OeI durch das Schraubenventil cl
des Kolbens tritt, da kein Saugventil vorhanden ist.
Nachdem nun der Kolben P in seiner höchsten Stellung angekommen ist, hakt die
Schneide b1 wieder aus (Fig. 7), und unmittelbar
darauf erfafst der Bolzen b2 die Stange P, Fig. 7.
Jetzt wird der Kolben wieder abwärts getrieben, indem der Klappenzug Z und das
Kolbengewicht in demselben Sinne auf D drehend wirken. Am Ende des Hubes ist das
Drehlager D wieder in der in Fig. 8 gezeichneten Lage.
Der Kolben wird zweckentsprechend durch Gewichte so beschwert, dafs seine Bewegung
zuerst sehr langsam, dann aber um so rascher erfolgt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Zugregler, dadurch gekennzeichnet, dafs das mit der Secundärluftklappe ρ in Verbindung stehende Zugorgan Z von einem auf der unter dem Cylinder gelagerten Achse α lose aufgebrachten Drehlager D bethätigt wird, welches Drehlager aufserdem noch durch eine oder mehrere Stangen / mit dem Pumpenkolben des Kataraktes P in Verbindung steht und eventuell noch von einer Feder d beeinflufst wird, wobei die Richtungen dieser drei Kräfte: Klappenzug Z, Kolbengewicht P und eventuell Federdruck d so angeordnet sind, dafs das auf das Drehlager ausgeübte Drehmoment anfangs beliebig klein ist und bei weiterer Drehung rasch gröfser wird, wodurch eine wechselnde Geschwindigkeit des sinkenden Kolbens und also auch der schliefsenden Luftklappe ρ erzielt wird.
- 2. Bei der durch Anspruch 1. gekennzeichneten Anordnung zum Schliefsen der Secundärluftklappe ρ mit wechselnder Geschwindigkeit die Einrichtung, dafs bei der Bethätigung des Zugorganes Z durch den Katarakt nur die Klappe ρ allein zum Zwecke der Lufteinführung geöffnet wird, bei vermehrtem Ziehen an dem Zugorgan Z durch den Heizer hingegen der am Hebel Yi1 befindliche Haken g von dem Hebel h1 erfafst und so beide Klappen ρ und pl zum Zwecke des Aschenräumens geöffnet werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73856C true DE73856C (de) |
Family
ID=346955
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73856D Active DE73856C (de) | Zugregler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73856C (de) |
-
0
- DE DENDAT73856D patent/DE73856C/de active Active
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