DE738357C - Verfahren zur Herstellung von in stueckiger Form anfallenden Verbindungen der Molybdaensaeure mit Erdalkalimetallen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in stueckiger Form anfallenden Verbindungen der Molybdaensaeure mit Erdalkalimetallen

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DE738357C
DE738357C DEN42221D DEN0042221D DE738357C DE 738357 C DE738357 C DE 738357C DE N42221 D DEN42221 D DE N42221D DE N0042221 D DEN0042221 D DE N0042221D DE 738357 C DE738357 C DE 738357C
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alkaline earth
molybdic acid
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earth metals
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Expired
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DEN42221D
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Dipl-Ing Gustav Schuephaus
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NORDDEUTSCHE CHEM FAB IN HARBU
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NORDDEUTSCHE CHEM FAB IN HARBU
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G39/00Compounds of molybdenum

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von in stückiger Form anfallenden Verbindungen der Molybdänsäure mit Erdalkalimetallen Bei der Herstellung von molybdänhaltigen Spezialeisen und Spezialstählen finden an Stelle von Ferromolybdän in steigendem Maße Verbindungen der Molybdänsäure mit anderen Metallen Anwendung, und zwar vorzugsweise mit den Metallen der Erdalkaligruppe, beispielsweise mit Calcium. Der Molybdängehalt dieser Molybdänverbindungen wird durch das flüssige Eisen zu metallischem Molybdän reduziert, das von dem Eisen aufgenommen wird.
  • Die Verwendung dieser Verbindungen hat gegenüber dem Ferromolybdä°n große Vorteile. Sie sind in wesentlich reinerer Forn-1, insbesondere kohlenstofffrei, herstellbar; ferner sind die Herstellungskosten bedeutend niedriger als die des Ferromolybdäns. Nachteilig war es jedoch bisher, daß die Verbindungen der Molybdänsäure mit den Erdalkalimetallen nur in feinpulvriger Form verwendet wurden.
  • Beim Aufgeben des feinen Pulvers auf das heiße Eisen- oder Stahlbad tritt eine starke Verstaubung ein, -die erhebliche Verluste der teuren Molvbdänverbindungen zur Folge hat. Hierdurch wurden die gegenüber den Ferrolegierungen vorhandenen wirtschaftlichen Vorteile zum größten Teile wieder aufgehoben.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, Molybdänsäure mit Kalkhydrat unter Zugabe von Wasser zu einer Paste zu vermischen und diese zu Briketts zu verformen. Bei diesem Verfahren wird durch die Bildung von Calciummolyb@dat während des Mischeng und Verarbeitens so viel Reaktionswärme frei, daß durch Erstarren der Masse Störungen im Brikettierungsvorgang eintreten. Die Mischeinrichtungen und Brikettiermaschinen überziehen sich mit Krusten, und es entstehen Verstopfungen der Anlagen, so daß dieser Weg praktisch nicht brauchbar ist.
  • Um diese Nachteile zu vermeiden, hat man auch bereits vorgeschlagen, ein Gemisch aus Molybdänsäure und kohlensaurem Calcium zu einer Paste anzufeuchten, diese zu brikettieren und die so gewonnenen Stücke zu trocknen. Aus diesem Gemisch entsteht während des Trocknens Calciummolybdat. Das feste Gefüge der Stücke wird durch das Entweichen der Kohlensäure bei der Umsetzung beseitigt. Sie zerfallen, so daß das Er. gebnis im-wesentlichen nicht besser ist, als wenn man von Anfang an pulverförmiges Calciummolybdat verwendet.
  • Demgegenüber bezweckt die Erfindung, als Zusatz zu dem Eisen- oder Stahlbad geeignete, fertig gebildete Briketts aus Molybdänsäure mit Erdalkalimetallen herzustellen, -die in der Hitze nicht flüchtig sind und bei denen nicht die Gefahr des Zerfalls in der Ofenhitze besteht.
  • Die .eben geschilderten Nachteile werden vermieden, wenn das im stöchiometrischen Verhältnis hergestellte Gemisch aus Molybdänsäure mit dem Hydroxyd eines Erdalkalimetalls - wenn es nicht schon feucht ist, d. h. etwa 3,5 oJo Wasser enthält - mit einer entsprechenden Menge Wasser befeuchtet und in geeigneten Formen unter starkem Druck gepreßt wird. Diese Preßlinge werden in einem Härtungskessel mit gespanntem Dampf behandelt. Um Wasserabscheidungen auf den Preßlingen zu vermeiden, die unter Umständen Molybdänverluste zur Folge haben könnten, benutzt man hierbei vorteilhaft überhitzten Wasserdampf. .
  • Bei diesem Verfahren tritt eine vorzeitige Erstarrung der nur schwach befeuchteten Masse nicht auf; erst bei der Pressung und Dampfbehandlung entsteht aus dem mechanischen Gemisch der beiden Stoffe des Preßlings eine chemische Verbindung, die die ursprüngliche äußere Gestalt des Preßlings behält und außerordentlich große mechanische Festigkeit, z. B. die von Klinkergestein, aufweist. Der gehärtete Preßling zerfällt auch bei den hohen Temperaturen des Eisen- bzw. Stahlbades nicht. Jeder Verlust durch Verstaubung ist somit ausgeschlossen.
  • Zur Ausführung der Erfindung werden z. B. 9o g technische Molybdänsäure mit 64,400 Mo .= 57,96 g Mo mit 45,6 g technischem 98 %igem Calciumhydroxyd = 44.69 g Ca(OH)@ gemischt und mit 5 ccm Wasser angefeuchtet. Nach Pressung unter starkem Druck und zweistündiger Härtung des Preßlings im strömenden Dampf, der auf i; o überhitzt ist, wird ein gehärteter Preßling im Gewicht von 124,73 g mit 46,46i),'" Mo = 57,959 Mo erhalten.
  • Das Verfahren kann mit gleichem Erfolge unter Verwendung von Barium- oder Strontiumhydroxyd durchgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von in stückiger Form anfallenden Verbindungen der Molybdänsäure mit Erdalkalimetallen aus einem wasserhaltigen Gemisch von Molybdänsäure und Erdalkalihydroxyden durch Verformen des Gemisches zu Briketts, dadurch gekennzeichnet, daß ein nur schwach feuchtes, etwa 3,5 0,o Wasser enthaltendes Gemisch von Molybdänsäure und Erdalkalihydroxyden unter starkem Druck in Formen gepreßt wird, worauf die Preßlinge mit gespanntem, zweckmäßig überhitztem Wasserdampf behandelt werden.
DEN42221D 1938-07-15 1938-07-15 Verfahren zur Herstellung von in stueckiger Form anfallenden Verbindungen der Molybdaensaeure mit Erdalkalimetallen Expired DE738357C (de)

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