DE962146C - Verfahren zum Brennen von Dolomit zur Herstellung von Sorelzement od. dgl. - Google Patents
Verfahren zum Brennen von Dolomit zur Herstellung von Sorelzement od. dgl.Info
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B2/00—Lime, magnesia or dolomite
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Description
- Verfahren zum Brennen von Dolomit zur Herstellung von Sorelzement od. dgl. Es sind Verfahren zur Herstellung von Sorelzement od. dgl. mit direkter Beheizung des Brenngutes durch heiße Feuergase bekannt.
- Die Erfindung besteht in einem Verfahren zum Brennen von Dolomit in stücki:ger Form mit direkter Beheizung des Brenngutes durch heiße Feuergase bei etwa 700° C während etwa 6 Stunden, wobei .der so geglühte Dolomit anschließend an der Luft auf etwa 30° C abgekühlt wird und nach Tauchen eines Teiles,des Brenngutes in Acetat enthaltendes Wasser und eines anderen Teiles in Natron-Wasserglas- und Pottaschelösung enthaltendes Wasser beide Teile vermischt dem Brennofen für ein etwa 4stündiges Glühen bei etwa 6oo° C zurückgeführt werden. Hierbei enthält der eine Behälter erfindungsgemäß wäßrige Acetatlösung (N:atriumacetat) und der zweite Behälter wäßrige Wasserglas- und Pottaschenlösung.
- Mit besonderem Vorteil werden erfindungsgemäß vom geglühten Dolomit zwei Teile in Aceta.tlösung und ein Teil in Natron-Wasserglas-Pottaschen-Lösung getaucht.
- Das Glühen des Dolomibs erfolgt in besonders wirtschaftlicher Weise mittels aus nassem Torf, grünem Holz und/oder Braunkohle gewonnnenen Generatorgases. Dabei kann .die Asche des GeneratoTgases zur Pottaschenlösungsherstellung dienen.
- Der erfindungsgemäß hergestellte Sorelzement wird dann auf Zementfeinheit gemahlen, mit anderen Mineralien wie Quarz, Granit, Kieselgur, oder mit Holzmehl, Torfmull vermischt und hierauf mit Magnesiumchloridlauge übergossen und verrührt. Hierdurch wird eine teigige Masse erhalten, die man verstreichen oder beliebig verformen kann. Je nach dem Mineralzuschlag können entsprechend harte und verschleißfeste Erzeugnisse hergestellt werden. Selbst beim Zuschlag von Holzmehl und/oder Torfmull werden bisher noch nicht erreichte Härten erzielt. So ergab eine vom Materialprüfungsamt durchgeführte Härteprüfung einer Sägemehl enthaltenden Fußbodenplatte mit einer io mm Stahlkugel und einer 3minutigen Auflast von So kg folgende Härtewerte in kg/mm2 aus den Eindruckdurchmessern: 6,37 - 7,24 - 7,95.
- In DIN 272 wird für Industriestampfböden eine Härte von 3 kg/mm2 nach 7 Tagen, eine solche von d. kg/mm2 nach 28 Tagen verlangt. Die mit dem erfindungsgemäßen Sorelzement erzielten Werte liegen demnach wesentlich über den geforderten Normenwerten.
- Hierbei kann noch größere Festigkeit erzielt werden, wenn die teigige Masse vor dem Abbinden gestampft bzw. geschlagen wird, um hierdurch alle Luftporen zu beseitigen.
- Werden der Magnesiumchloridlauge erfindungsgemäß noch wasserlösliche Kunstharze, vorzugsiveise 2 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des angewendeten Magnesiumchlorids, zugesetzt, so erhält man kittartige Wirkung.
- Besonders erwähnenswert ist das außerordentlich schnelle Abbinden des erfindungsgemäßen Sorelzements und sein geringes Schwundmaß.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung das Sorelzements wird in folgender Weise durchgeführt: Gebrochener Dolomit wird in einen Brennofen gefüllt und etwa 6 Stunden. bei etwa 700° C geglüht, dann unten. abgezogen und an der Luft auf etwa 30° C abgekühlt. Hierauf wird dieser Dolomit in einen Tragkübel gefüllt, der beispielsweise mittels eines schwenkbaren Kranes in einen Behälter getaucht wird, der mit wäßriger Acetatlösung gefüllt ist. In diesem Behälter verbleibt der gebrannte Dolomit so lange, bis er völlig mit der Lösung gesättigt ist, was man. am Sprudeln der Flüssigkeitsoberfläche erkennen kann. Gleichzeitig wird dabei der gebrannte Kalk, der im Dolomit enthalten ist, .gelöscht und setzt sich teilweise auf den Behälterboden ab. Hierauf wird der Kübel j hochgezogen, und man läßt die Flüssigkeit in den Behälter abtropfen. Nachdem dies geschehen, wird der Kübel in den Ofen entleert.
- In, gleicher Weise wird auch mit einem zweiten Kübel gebrannten. Dolomits verfahren. Vorzugsweise der dritte mit gebranntem Dolomit gefüllte Kübel wird in einen anderen dicht daneben stehenden Behälter eingetaucht, der Natron-Wasserglas- und Pottaschenlösung gemischt enthält. Auch hier verbleibt der gebrannte Dolomit so lange, bis daß er sich völlig mit Wasser vollgesaugt hat. Hierauf zieht man ihn heraus, läßt die Flüssigkeit abtropfen und entleert den Inhalt wiederum in den Brennofen. So erfolgt eine gute Vermischung beider verschieden behandelter Teile des gebranntem Dolomits.
- In dem Brennofen wird der wie beschrieben vorbehandelte Dolomit abermals 4 Stunden bei etwa 6oo° C gebrannt und dann auf Zementfeinheit gemahlen. Dieses Mahlgut wird nun mit beliebigen anderen Mineralien im beliebigem Mischungsverhältnis, wie Quarz, Granit, Kieselgur, Sand, sorgfähig vermengt und mit Magnesiumchloridlauge übergossen und verrührt. Man kann aber auch Holzmehl und Torfmull beispielsweise zum Herstellen von Steinholzfußböden verwenden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Brennen von Dolomit in stückiger Form für die Herstellung von Sorelzement od. dgl. mit direkter Beheizung des Brenngutes durch heiße Feuergase bei etwa 700° C und etwa 6 Stunden lang, dadurch gekennzeichnet, d'aß das B.renmgut anschließend an der Lüft auf etwa 30° C abgekühlt und nach Tauchen. eines Teiles des Brenngutes in Acetat enthaltendes Wasser und eines anderen Teiles in Natron-Wasserglas und Pottaschenlösung enthaltendes Wasser, beide Teile vermischt dem Brennofen für ein etwa 4stündiges Glühen bei etwa 6oo° C zurückgeführt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruzh, i, dadurch gekennzeichnet, daß vom geglühten Dolomit zwei Teile in das Acetat enthaltende Wasser und ein Teil in die Natron-Wasserglas-Pottaschen-Lösung getaucht werden.
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