DE737696C - Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Brennstoffzufuhr bei mit unreinen gasfoermigen oder fluessigen Brennstoffen beheizten Feuerungen, insbesondere OEfen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Brennstoffzufuhr bei mit unreinen gasfoermigen oder fluessigen Brennstoffen beheizten Feuerungen, insbesondere OEfen

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DE737696C
DE737696C DER96197D DER0096197D DE737696C DE 737696 C DE737696 C DE 737696C DE R96197 D DER96197 D DE R96197D DE R0096197 D DER0096197 D DE R0096197D DE 737696 C DE737696 C DE 737696C
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Eisen und Huettenwerke AG
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ERICH GUENTHER KOEHLER DIPL IN
Eisen und Huettenwerke AG
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  • Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Brennstoffzufuhr bei mit unreinen gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen beheizten Feuerungen, insbesondere Öfen Die Temperaturregelung von Öfen, z. B. Glüh- oder Lackieröfen; erfolgt im allgemeinen in der Weise, daß ein Meßinstrument über :elektrische oder mechanische Zwischenglieder mittels Ventilen, Schiebern oder Drosselklappen die Zufuhr des gasförmigen oder flüssigen Brennstoffes und der zugehörigen Verbrennungsluft steuert.
  • Die Regelung der Brennstoffzufuhr erfolgt dabei häufig in der Weise, daß die Hauptmenge- des Brennstoffes durch eine Hauptleitung zugeführt wird, in der sich ein von Hand oder selbsttätig verstellbares Hauptventil befindet.
  • An die Hauptleitung ist vor und hinter dem Hauptventil eine Umgehungsleitung angeschlossen, in der ein Regelventil angeordnet ist. Es wird also ein und derselbe Brennstoff durch die Hauptleitung und die Umgehungsleiteng dem Brenner zugeführt, wobei die Hauptbrennstoffmenge durch die Hauptleitung über das im allgemeinen fest eingestellte Hauptventil strömt, während eine kleinerezusätzliche Brennstoffmenge über die Umgehungsleitung und das Regelventil dem Brenner zuströmt. Dieses Regelventil in der Umgehungsleitung dient der Feinregulierung, beispielsweise zur Gleichhaltung einer bestimmten Ofentemperatur. Es hat sich nun herausgestellt, daß bei dieser Anordnung große Schwierigkeiten auftreten, wenn ein unreiner, d. h. ungereinigter oder schwach gereinigter, flüssiger oder gasförmiger Brennstoff verwendet wird. Bei Flüssigkeiten wird die Umgehungsleitung verschmutzt, während bei nicht besonders sorgfältig gereinigten Gasen in dieser Leitung Verstopfungen durch Teere, Paraffine o. dglauftreten. Derartige Verschmutzungen oder Verstopfungen machen sich besonders störend bemerkbar, wenn zur Regelung der Brennstoffzufuhr empfindliche Ventile oder Schieber und kleinere Brenner benutzt werden.
  • Man könnte daran denken, diese Schwierigkeiten durch eine vorherige Reinigung des Brennstoffes zu beheben. Diese Reinigung würde jedoch, abgesehen von den Kosten, den Nachteil haben, daß mit den Verunreinigungen in der Regel brennbare Bestandteile ausgeschieden und damit dem Brennstoff entzogen werden.
  • Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, der Fenerungsstelle bzw. den Brennern nach wie vor unreinen Brennstoff, z. B. ungereinigtes Generatorgas, zuzuführen. Zum Zwecke der Gleichhaltung der Ofentemp:zratur wird jedoch neben dem unreinen Brennstoff ein gereinigter bzw. im Reinheitsgrad besserer Brennstoff verwendet und dessen Zufuhr geregelt, während die Zufuhr des unreinen Brennstoffes in im wesentlichen gleichb1eibender Menge stattfindet.
  • Die Erfindung ist insbesondere für Feuerungen bestimmt, die sehr gleichmäßig arbeiten müssen, z. 13. für Glühöfen, Lackieröfen usw., hei denen eine bestimmte gleichbleibende Temperatur genau eingehalten werden muß.
  • Andere Verhältnisse liegen bei bekannten. Feuerungen vor, bei denen zum Spitzen- oder Belastungsausgleich, beispielsweise bei Dampfkesseln, außer -einem Hauptbrennstoff noch ein Hilfsbrennstoff verwendet wird. Bei diesen Feuerungen wird im Normalfalle nur mit dein Hauptbrennstoff gearbeitet, während nur zeitweise, d. h. bei großen Belastungsspitzen, der Hilfsbrennstoff mitverwendet wird.
  • So ist ein Verfahren zum Betriebe einer Rostfeuerung mit vorgebaute i Schwelretorten für Dampfkesselanlagen u. dg1. bekannt, bei dem die gereinigten Schwelgase in einem Speicher gesammelt und als Brenngasreserve zur Überwindung von Spitzenbelastungen der Anlage benützt werden. Die Schwelgase werden hier also nur in gewissen Zeitabständen der Feuerung zugeführt. Bei Spitzenbelastung, d. h. bei absinkendem Dampfdruck, wird durch eine Regeleinrichtung, die vom Dampfdruck beeinflußt ist, das Absperrventil der zur Feuerung führenden Schwelgasleitung geöffnet.
  • Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß bei dem Sonderfalle der Verwendung von ungereinigtem Gas oder üI als Hauptfeuerung für Öfen u. dgl. die Zusatzleitung dazu dient, die Schwierigkeiten der Regelung der Hauptbrennstoffzufuhr dadurch zu eingehen, daß die Regelung in die gereinigten Brennstoff zuführende Zusatzleitung verlegt -wird. Es läßt sich durch diese zusätzliche Verwendung eines leicht regelbaren und sich in der Regelbarkeit -zeitlich nicht ändernden Brennstoffes eine ständige Feinregulierung zur Gleichhaltung einer Ofentemperatur erzielen.
  • In der Zeichnung sind in den Fig. i und 2 zwei Vorrichtungen zur Ausführung des :erfindungsgemäßen Verfahrens beispielsweise veranschaulicht. Bei der Ausführung nach, Fig. r wird der unreine Brennstoff in einer Hauptleitung i einem Brenner 2 oder auch mehreren Brennern zugeführt. In diese Hauptleitung ist :eine Regelvorrichtung, z. B. in Gestalt einer Drosselklappe 3, eingeschaltet. Nach der Erfindung wird nun .ein gereinigter bzw. im Reinheitsgrad besserer Brennstoff durch eine Zusatzleitung .4 der Hauptleitung i zugeführt, die eine Regelvorrichtung, z. B. eine Drosselklappe 5, aufweist.
  • Während bei der Ausführung nach Fig. 1 das Gemisch aus unreinem und gereinigtem Brennstoff einem einzigen Brenner bzw. einem Brennersystem zugeführt wird, kann nach Fig. a die Anordnung auch so getroffen sein, daß in getrennten Leitungen, nämlich einer Hauptleitung 6 und einer selbständigen Leitung ; der unreine Brennstaff bzw. der gereinigte Brennstoff verschiedenen Breizasern 8 und 9 bzw. verschiedenen Brennersystenien zugeführt «-erden. Man kann nach dem neuen Verfahren die Brennstoffzufuhr so einstellen, daß durch die Hauptleitung 1 bzw. 6 eine verhältnismäßig große Brenstoffmenge, z.13. etwa 90'o der insgesamt benötigten Brennstoffmen 5e, hindurchgeschickt werden. wahrend durch die Zusatz- bzw. Nebenleitung- 4 oder ; nur Io% des gereinigten Brennstoffes zusätzlich und in geregelter :Menge zugeführt werden. Sofern das erfindungsgemäße Ver fahren für gasförmigen Brennstoff angewendet wird, kann beispielsweise normales ungereinigtes oder nur schwach vorgereinigtes Generatorgas durch die Hauptleitung in im wesentlichen konstanter Menge geführt werden, während durch die Zusatzleitung Tiber das Regelventil 5 ein gereinigtes Generatorgas, Leuchtgas, Ferngas o. dgl. zusätzlich zugeführt wird.
  • Sofern die Feuerung sehr starken Schwankungen ausgesetzt ist. kann durch eine rnecbanische oder elektrische Kupplung zwischen dem Regelventil. 5 und dem Hauptventil 3 erreicht werden, daß das Hauptventil selbsttig um einen einstellbaren Wert nachverstellt wird, wenn das Regelventil seinen vollen Ausschlag erreicht hat, so daß auf diese Weise eine Regelung in weiten Grenzen möglich wird. Gerade bei Verwendung von ungereinigten Brennstoffen muß damit gerechnet werden, daß der Hauptbrenner mehr oder minder verschmutzt wird, so daß sieh damit die Durchgangsöffnung dieses Brenners ändert und eine Verminderung in der Hauptbrennstoffzufuhr eintreten kann, die nicht mehr mit der Zusatzleitung allein geregelt werden kann. Aus diesem Grunde ist eine Nachregulierung des stufenweise verstellbaren Hauptventils in Abhängigkeit von dein vollen Ausschlag des Regelventils in der Zusatzleitung im obigen Sinne vorgesehen. Dabei ist es zweckmäßig, die vom Regelventil in der Zusatzleitung verursachte Verstellung des Hauptventils so zu bemessen, daß die damit erzielte Änderung der Brennstoffdurchgangsmengen, in Wärmeeinheiten berechnet, um eine Stufe kleiner ist als die Gesamtdurchlaßmenge des Regelventils in der Zusatzleitung.
  • Die Verstellbarkeit des Hauptventils ist also gegenüber dem Regelventil verhältnismäßig gering. Es kann mit der beschriebenen Anordnung selbst nach mehreren vollen Ausschlägen des Regelventils eine Regelung der gesamten Feuerung auch in weiten Grenzen erzielt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Regelung der Brennstoffzufuhr bei mit unreinen, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen beheizten, gleichmäßig arbeitenden Feuerungen, insbesondere Öfen mit gleichbleibender Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem unreinen Brennstoff ein gereinigter bzw. im Reinheitsgrad besserer Brennstoff verwendet und dessen Zufuhr zur Gleichhaltung der Ofentemperatur geregelt wird, während die Zufuhr des unreinen Brennstoffes in im wesentlichen gleicher Menge stattfindet.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelventile in beiden Brennstoffleitungen so miteinander gekuppelt sind, daß nach vollem Ausschlag des Regelventils in der Zusatzleitung für den reinen Brennstoff selbsttätig eine Verstellung des Hauptventils in der Leitung für den unreinen Brennstoff um einen einstellbaren Wert erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptventil. stufenweise verstellt und die vom Regelventil in der Zusatzleitung verursachte Verstellung des Hauptventils so bemessen wird, daß die damit erzielte Änderung der Brennstoftdurchgangsmengen, gerechnet in Wärmeeinheiten, um eine Stufe kleiner ist als die Gesamtdurchlaßmenge des Regelventils in der Zusatzleitung.
DER96197D 1936-04-28 1936-04-28 Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Brennstoffzufuhr bei mit unreinen gasfoermigen oder fluessigen Brennstoffen beheizten Feuerungen, insbesondere OEfen Expired DE737696C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1043566B (de) * 1952-07-07 1958-11-13 Keramische Ind Bedarfs Kom Ges Vorrichtung zur kontinuierlichen, selbsttaetigen Regelung der Temperatur und des Verbrennungsvorganges von gasbeheizten Industrieoefen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1043566B (de) * 1952-07-07 1958-11-13 Keramische Ind Bedarfs Kom Ges Vorrichtung zur kontinuierlichen, selbsttaetigen Regelung der Temperatur und des Verbrennungsvorganges von gasbeheizten Industrieoefen

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