DE735030C - Neigungswaage mit Druckwerk - Google Patents
Neigungswaage mit DruckwerkInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Neigungswaage mit Druckwerk, dessen den verschiedenen
Werteinheiien (Einer, Zehner usw.) zugeordnete Drucktypenrollen durch zugehörige
Taster eingestellt werden, von denen die den höheren Werteinheiten (Zehner, Hunderter)
entsprechenden Taster mit von der Waage dem Gewicht entsprechend verstellten Stufenscheiben
zusammenwirken und der den
.10 niedrigsten Werteinheiten zugeordnete Taster mit einer stufenförmigen Abtastkante versehen
ist und mit von der Stufenscheibe der nächsthöheren Weiteinheit getragenen Anschlägen
zusammenwirkt.
Durch diese Anordhug der zum Einstellen der niedrigsten Dezimalstellenwerte dienenden
Anschläge an der Stufenscheibe der nächsthöheren Dezimalstufe ist bei den bekannten Waagen dieser Art zwar eine be-
sondere Einerstufenscheibe eingespart, jedoch müssen die abzutastenden Scheiben noch
kräftig ausgeführt oder besonders gegeneinander abgestützt sein, damit sie sich unter
den Abtastdrücken nicht verbiegen.
Es ist ferner bei Neigungswaagen, bei denen für die Einstellung der verschiedenen
Werteinheiten auf einem Druckwerk je eine besondere abzutastende Scheibe für jede
Werteinheit vorgesehen ist, bekannt, die verschiedenen zum Abtasten dienenden Stufenscheiben
in der Nähe ihres Umfanges durch Stege miteinander zu verbinden, so daß sie als dünne und mit Aussparungen versehene
Scheiben geringen Gewichts ausgeführt werden können. Hierbei dienen diese Stege jedoch nicht zur Einstellung der niedrigsten
Einheiten, da hierfür eine besondere Stufenscheibe vorgesehen ist.
Schließlich ist es bekannt, nur eine einzige Stufenscheibe zu verwenden und diese
äußerst dünn auszuführen, aber durch besondere Halteglieder abzustützen, wobei die
den verschiedenen Werteinheiten zukommenden Merkmale als abgestufte Durchbrechungen
der Stufenscheibe ausgebildet und in verschiedenen radialen Abständen angeordnet
sind. Dabei müssen die Taster aller Werteinheiten mit einer stufenförmigen Abtastkante
versehen und Abstützglieder für die dünne abzutastende Scheibe vorgesehen sein. Demgegenüber bestellt an einer Waage der
ίο eingangs genannten Art die Erfindung darin, daß bei an sich bekannter Verbindung der
Stufenscheibe in der Nähe ihres Umfanges miteinander die zur Einstellung der niedrigsten
Werteinheiten (Einer) dienenden, an der Zehnerstufenscheibe vorgesehenen Anschläge
zwischen der. Zehner- und Hunderterstufenscheibe angeordnet sind und unmittelbar
selbst zur Verbindung der Zehner- mit der Hunderterstufenscheibe dienen. Durch diese Anordnung und Verwendung der Anschläge
wird in einfacher Weise eine Verbindung der Stufenscheibe und damit eine Erhöhung von deren Widerstandskraft gegen
Verbiegungen beim Abtasten erreicht, ohne daß besondere, das Gewicht vergrößernde
Verbindungsglieder erforderlich sind.
Die Erfindung besteht in weiterer Ausgestaltung darin, daß die zur Einstellung der
niedrigsten Einheiten dienenden Anschläge als Anlage für einen die Stufenscheiben in
der ihnen durch die Belastung der Waage jeweils gegebenen Stellung haltenden und die
Übergänge von einer Stufe zur anderen sichernden Hebel dienen. Ferner ist erfindungsgemäß
der Sicherungshebel zur Sicherstellung der richtigen Anlage der den Stufenscheiben
zugeordneten Taster beim Übergang von einer Stufe zur anderen mit einer durch eine Schrägfläche begrenzten Kerbe versehen,
die sich über den jeweils dem Sicherungshebel zugekehrten, zur Einstellung der niedrigsten Einheiten dienenden Anschlag
schiebt, wobei die Schrägfläche die Stufenscheiben um" einen geringen, die sichere Anlage
der Taster herbeiführenden Betrag verdreht. Ferner ist der Sicherungshebel erfindungsgemäß
in bezug auf den Einertaster so angeordnet, daß er die Stufenscheiben durch
Anlage gegen einen der zur Einstellung der niedrigsten Einheiten dienenden Anschläge
feststellt, die dem vom Einertascer berührten Anschlag unmittelbar benachbart sind.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise
dargestellt. Es zeigen
Abb. ι einen Teil der Neigungswaage in Ansicht und im Schnitt,
Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B der Abb. 1,
Abb. 3 eine Teilansicht der Stufenscheiben, Abb. 4 eine Stirnansicht der Stufenscheiben,
Abb. 5 und 6 eine Teilansicht der Stufenscheiben und des Tasters der niedrigsten
' Werteinheit in zwei verschiedenen Stellungen.
Auf der im Gehäuse 5 gelagerten Ritzelwelle 6 sind der Zeiger 8 sowie die Zehnerbtufenscheibe
2 und die Hunderterstufenscheibe 3 angeordnet.
Diese bestehen aus je einem dünnen Speichenring (Abb. 3 und 4), vorteilhaft aus
Hartaluminium, und sind erfindungsgemäß durch gleichmäßig verteilte, nahe dem Umfang
angeordnete Stege 4" sowie durch in den Speichen befestigte Stege 4'' miteinander verbunden.
Das aus den beiden Stufenscheibe! bestehende Gebilde wird nachfolgend als
Stufenrad bezeichnet.
Gemäß der Erfindung sind die Stege4" als
Anschläge zur Einstellung der niedrigsten Werteinheit (Einer) !ausgebildet und angeordnet.
Daher sind ebensoviel Anschläge 4" vorhanden, als die Zehnerstufenscheibe 2 Stufen aufweist, und zwar ist je ein Anschlag
4" an der Übergangsstelle von einer Stufe zur anderen vorgesehen.
Mit der Ritzelwelle 6 ist eine Zugstange 9 verbunden. Beiderseits derselben sind zwei
zweiarmige Hebel 10 angeordnet, die in Lagern 11 mittels Zapfen 12 drehbar sind,
zusammen eine Zange bilden und an ihren kurzen zwischen eine Kurvenlaufbrücke 7 fassenden Armen mit Klemmschrauben 13
ausgerüstet sind, die die Zugstange 9 festhalten, wenn die langen Arme der Hebel 10
nach außen gedrückt werden. Diese sind in einer Gleitbahn 14 geführt und durch Spreizglieder
15 verbunden, die einen gemeinsamen Drehbolzen 16 haben, der in einem in einer
Führung 17 laufenden Gleitstück 18 sitzt. Eine Zugfeder 19 ist bestrebt, die Glieder 15
zu spreizen, doch wird das Gleitstück 18 für gewöhnlich gegen den Zug der Feder 19
durch eine Nase 20 einer Zahnstange 21 festgehalten.
Die Zahnstange 21 steht mit einem Zahnrad 22 in Eingriff, das auf einer mit einer
Handkurbel 23 versehenen Welle 24 sitzt. Die Handkurbel 23 wird jeweils aus der Grundstellung um ungefähr 2100 herausgedreht,
wenn die Waage belastet ist und der Zeiger sowie das Stufenrad zur Ruhe gekommen
sind. Dabei wird durch das Zahnrad 22 die Zahnstange 21 nach der kurzen Laufbrücke
7 verschoben, so daß die von den Hebeln 10 gebildete Zange unter der Wirkung
der Feder τ9 geschlossen und die Zugstange 9 festgeklemmt wird. Bei der weiteren
Verschiebung der Zahnstange 21 gibt eine auf ihr sitzende Nase 30 einen zweiarmigen
Hebel 25 frei, der bei 27 drehbar am Gehäuse gelagert ist und nahezu senkrecht zur Zahnstange
21 ungefähr tangential zum Stufen-
rad steht. Nach Freigabe legt sich der Hebel 25 unter der Wirkung einer Feder 29 mit
einem Kopfstück 26 gegen einen der Anschläge 4a. Dadurch wird das Stufenrad in
der durch die Belastung der Waage bestimmten Stellung festgehalten.
Zum Abfühlen der Einer-, Zehner- und Hunderterwerte sind Taster 31 bzw. $2 bzw.
33 vorgesehen. Der Taster 31 ist stufen-
förmig gestaltet und legt sich gegen die Anschläge 4°.
Die Taster 31, 32 und 33 sind je an Stangen
34, 35 und 36 angeordnet, die mittels einer Verzahnung mit Zahnrädern 2,7 in Ein-
'5 griff stellen, die mit Ziffernrollen 41 bis 43
verbunden sind und entsprechend der Verschiebung der Taster verdreht werden. Während
die Taster 31, 32 und 33 dem Stufenrad anliegen, ist dieses durch die Klemmvorrichtang
10, 13 festgestellt, so daß Änderungen der Belastung während des Druckvorganges
keine Beschädigungen des Stufenrades zur Folge haben können.
Der Sicherungshebel 25 dient nicht nur zum Festhalten des Stufenrades, sondern
auch zum Sichern des Übergangs von einer Zehner- bzw. Hunderterstufe zur anderen.
Zu diesem Zweck ist im Kopfstück 26 eine Kerbe 44 vorgesehen (Abb. 5, 6). Stehen die
Taster 31, 32 und 33 in Höhe der Stufen des Stufenrades, so legt sich die Kerbe 44 über
den jeweils vor ihr befindlichen Anschlag 4". Die Kerbe 44 wird durch eine Schrägfiäche
begrenzt, die beim Auftreffen auf den Anschlag 4" bewirkt, daß das Stufenrad zurückgedreht
wird, so daß die Taster nicht auf eine einem niedrigeren Wert zukommende Stufe abgleiten können (Abb. 6).
Im Vergleich zu den bekannten Sicherungen, bei denen ein Stift in eine Lochreihe der
Stufenscheiben eingreift, bietet diese Anordnung und Ausbildung des Sicherungshebels
den Vorteil einfacherer Ausbildung bei genauer Wirkungsweise.
Die besondere Ausbildung der Festklemmvorrichtung 9 bis 20 ist nicht Gegenstand der
Erfindung.
Claims (4)
- Patentansprüche:S" i. Neigungswaage mit Druckwerk,dessen den verschiedenen Werteinheiten (Einer, Zehner usw.) zugeordnete Drucktypenrollen durch zugehörige Taster eingestellt werden, von denen die den höheren Werteinheiten (Zehner, Hunderter) entsprechenden Taster mit von der Waage dem Gewicht entsprechend verstellten Stufenscheiben zusammenwirken und der den niedrigsten Werteinheiten (Einer) zugeordnete Taster mit einer stufenförmigen Abtastkante versehen ist und mit von der Stufenscheibe der nächsthöheren Werteinheit getragenen Anschlägen zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß bei an sich bekannter Verbindung der Stufenscheiben (2, 3) in der Nähe ihres Umfanges miteinander die zur Einstellung der niedrigsten Werteinheiten (Einer) dienenden an der Zehnerstufenscheibe vorgesehenen Anschläge (4"; zwischen der Zehner- und Hunderterstufenscheibe (2, 3) angeordnet sind und unmittelbar selbst zur Verbindung der Zehner- mit der Hunderterstufenscheibe dienen.
- 2. Neigungswaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Einstellung der niedrigsten Einheiten dienenden Anschläge (4°) als x\nlage für einen die Stufenscheiben (2, 3) in der ihnen durch die Belastung der Waage jeweils gegebenen Stellung haltenden und die Übergänge von einer Stufe zur anderen sichernden Hebel (25) dienen.
- 3. Neigungswaage nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungshebel (25) zur Sicherstellung der richtigen Anlage der den Stufenscheiben (2, 3) zugeordneten Taster (32, 33) beim Übergang von einer Stufe zur anderen mit einer durch eine 9" Schrägfläche begrenzten Kerbe versehen ist, die sich über den jeweils dem Sicherungshebel zugekehrten, zur Einstellung der niedrigsten Einheiten dienenden Anschlag (40) schiebt, wobei die Schrägfläche die Stufenscheiben (2, 3) um einen geringen, die sichere Anlage der Taster (32J 33) herbeiführenden Betrag verdreht.
- 4. Neigungswaage nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungshebel (25) in bezug auf den Einertaster (31) so angeordnet ist, daß er die Stufenscheiben (2, 3) durch Anlage gegen einen der zur Einstellung der niedrigsten Einheiten dienenden Anschlage (4«) feststellt, die dem vom Einertaster (31) berührten Anschlag (4") unmittelbar benachbart sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV36434D DE735030C (de) | 1940-01-19 | 1940-01-19 | Neigungswaage mit Druckwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV36434D DE735030C (de) | 1940-01-19 | 1940-01-19 | Neigungswaage mit Druckwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE735030C true DE735030C (de) | 1943-05-05 |
Family
ID=7590133
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV36434D Expired DE735030C (de) | 1940-01-19 | 1940-01-19 | Neigungswaage mit Druckwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE735030C (de) |
-
1940
- 1940-01-19 DE DEV36434D patent/DE735030C/de not_active Expired
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