DE734186C - Verfahren zur Gewinnung eines fuer fluessige und pastenfoermige pharmazeutische Zubereitungen geeigneten Quellstoffs - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines fuer fluessige und pastenfoermige pharmazeutische Zubereitungen geeigneten Quellstoffs

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DE734186C
DE734186C DEC53747D DEC0053747D DE734186C DE 734186 C DE734186 C DE 734186C DE C53747 D DEC53747 D DE C53747D DE C0053747 D DEC0053747 D DE C0053747D DE 734186 C DE734186 C DE 734186C
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Dr Richard Mueller
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Chemische Fabrik Von Heyden AG
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Chemische Fabrik Von Heyden AG
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K47/00Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient
    • A61K47/46Ingredients of undetermined constitution or reaction products thereof, e.g. skin, bone, milk, cotton fibre, eggshell, oxgall or plant extracts

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung eines für flüssige und pastenförmige pharmazeutische Zubereitungen geeigneten Quellstoffs Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von begrenzt und reversibel quellfähigen, unlöslichen, insbesondere für pharmazeutischeZubereitungen geeigneten Ligninprodukten. Sie beruht aúf der Beobachtung, daß aus den mit starken Säuren aus ligninsulfosauren Salzen, z. B. Sulfitcelluloseablauge, ausgefällten Niederschlägen durch Auswaschen mit Wasser und Alkali nnd Trocknet Ligninprodukte erhalten werden, die ein überraschend hohes Quellvermögen besitzen.
  • Eingedickte Sulfitablauge ist hochviscos.
  • Diese Viscosität wird aber nicht durch die darin enthaltenen Ligninprodukte, sondern durch die vorhandenen Kohlehydrate usw. bewirkt. Nach Freudenberg, Janson, Knopf und Haag ist nämlich die gereinigte, also nicht diffundierende Sulfitablauge bekanntlich wenig viscos (Berichte 69, 1422 [rg30]: »Dies kommt daher, daß der größte Teil des Moleküls hydrophob ist. Sie ist in dieser Hinsicht mit Graphitsäure, Huminsäure und Metallsolen zu vergleichen«). Auf den Zusammenhang zwischen Quellibarkeit in Wasser und Hydrophilie ist bei Freundlich (KapillarchemieII, Leipzig I932, S.565) in dem Sinne hingewiesen, daß Quellbarkeit in Wasser mit Hydrophilie sympath gehen. Bei der von FrleudJenberg und Mitarbeitern erkannten ausgesprochenen Hydrophobie der Ligninstoffe mar es nicht zu erwarten, daß man unter den Ligninstoffen solche finden würde, die Quellung zeigen, da diese eine ausgesprochene Hydrophilie voraussetzt.
  • Die Nichtquellbarkeit des Lignins ist eine so bekannte Tatsache, daß damit Staudinger die von der Cellulose abweichende Konstitution des Lignins begründet (Zeitschrift für angewandte Chemie [I936], 5. 324): »Die GellulosetvonPolymerisationsgrad rooo ist wie alle ähnlichen aus Fadenmolekülen aufgebauten hochmolekularen Stoffe sehr fest und zäh und zeigt charakteristische Quellungserscheinungen. Lignin dagegen ist ein lockeres Pulver, das keine Öuellungserscheinungen zeigt.
  • Auch das unlösliche Lignin verhält sich nach seinen physikalischen Eigenschaften wie ein Hemikolloid.« Aus dem Schrifttum, z. B. aus der Patentschrift 197195, ist bekannt, daß man aus Sulfitablauge mit konzentrierten Mineralsäuren Niederschläge erzeugen kann, die keine oder doch nur eine äußerst geringe Quellfähigkeit besitzen. Die Herstellung eines für die AusführungvorliegenderErfindung zu verwendenden gut quellbaren Ligninproduktes geschieht z. B. wie folgt: Nian leitet in einer Lösung von ligninsulfonsauerem Natron. die aus Sulfitablauge durch Neutralisieren mit Natronlauge und Dialysieren erhalten wurde, gasförmige Salzsäure ein. Nach einiger Zeit scheidet sich eine feste, in Wasser unlösliche Nasse ab.
  • Wäscht man zunächst mit reinem Wasser, dann mit o,30iger Natronlauge und schließ ich wieder mit Wasser und trocknet das Proedukt bei etwa 60° C, gegebenenfalls in dünnen Schichten, so erhält man ein Produkt, das nach dem Pulvern mit Wasser auf das I9fache seines Troclxenvolumens aufquillt.
  • Um mit Hilfe von Schwefelsäure ein besonders gut quellbares Produkt zu erhalten, gibt man zu 3 Teilen Wasser und 7 Teilen konz. Schwefelsäure 3 Teile zur Trockne gedampfte Sulfitablauge. Nach 3 Tagen ist die Masse zu einer unlöslichen Gallerte erstarrt.
  • Diese wird zerkleinert und ähnlich wie bei dem mit Chlorwasserstoff erhaltenen Produkt gewaschen, gegebenenfalls mit Alkali behandelt und getrocknet. So hergestelltes Lignin quillt auf das Isfache seines Volumens als Troclienprodukt. Diese Ligninstoffe quellen auch in Glycerin bzw. dessen Ersatzstoffen, -Xmie z.B. Glykol.
  • Gemäß vorliegender Erfindung lassen sich derartige quellbare Ligninprodukte mit großem Vorteil als Quell und Eindickungsmassen für pharmazeutische Zwecke verwenden.
  • Man kann auf diese Weise andere schwerer zugängliche Verdickungs:mittel durch die neuen verhältnismäßig leicht erhältlichen Stoffe ersetzen, wie das folgende Beispiel zeigt: 15 g ichtlllolsulfonsaures Natrium, 30 g Wasser, 3 g des nach obiger Vorschrift mit Chlorwasserstoff aus Sufitablauge hergestellten Quellstoffes geben eine sehr gute homogene Paste.
  • In ähnlichr Weise lassen sich clie stark quellbaren Ligninprodukte als Träger anderer Arzneistoffe verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung eines für flüssige und pastenförmige pharmazeutische Zubereitungen geeigneten Quellstoffs, dadurch gekennzeichnet, daß das durch Behandlung von Sufitablauge mit starken Säuren auf bekannte Art erhaltene Fällungsprodukt zuerst mit Wasser, dann rnit schwacher Alkalilösung und schließlich wieder mit Wasser ausgewaschen und bei mäßig erhöhter Temperatur getrocknet wird.
DEC53747D 1938-03-01 1938-03-01 Verfahren zur Gewinnung eines fuer fluessige und pastenfoermige pharmazeutische Zubereitungen geeigneten Quellstoffs Expired DE734186C (de)

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