DE733459C - Einrichtung zum Entsalzen von Hochdruckdampf - Google Patents

Einrichtung zum Entsalzen von Hochdruckdampf

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DE733459C
DE733459C DEB167723D DEB0167723D DE733459C DE 733459 C DE733459 C DE 733459C DE B167723 D DEB167723 D DE B167723D DE B0167723 D DEB0167723 D DE B0167723D DE 733459 C DE733459 C DE 733459C
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steam
cooling
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temperature
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DEB167723D
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E H OTTO HARTMANN DR ING
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E H OTTO HARTMANN DR ING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/26Steam-separating arrangements
    • F22B37/265Apparatus for washing and purifying steam

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Einrichtung pm Entsalzen von Hochdruckdampf Im Betrieb von, Hochdruckdampfanlagen ]hat' sich als Nachteil herausgestellt, daß aus dem Kesselwass-er Stoffe, insbesondere Salze, von dem erzeugten Betriebsdampf mitgerissen werden-, die sich in den überl Ützern, den Frischdampfrohrleitungen und. den damit betriebenen Dampfturbinen festsetzen und dort Schwierigkeiten bereiten. Bei der Dampferzeugung wird bekanntlich immer etwas Wasser in fein verteilt-er Form mitgerissen. Dieser Feuchtigkeitsgehalt des Dampfes, enthält einesteils Feststoffe als kleinste Teilchen, die zwar mechanisch mitgenommen werden, sichaber im! überhitzer oder in Wassera# scheidern ausscheiden lassen. Andernteils sind im Dampf aber auch noch andere Stoffe enthalten, welche aus dem Dampfkessel bei der Dampfbildung mit verdampfen. Diese Stoffe, meistens Salze, strömen mit demüberhitzten Wasserdampf als Salzdampf oder als überhitztes Gas weiter zur Dampfmaschine und können nicht duich, Wasserabscheider entfernt werden.
  • Der im Betrieb von Dampfkraftmaschinen verwendete Betriebsdampf ist also kein reiner Wasserdam,pf, sondern ein Wasserdampf-Salzdanipf-Gemisch. Diese Salze scheiden sich aus dem gas- oder dampfförmigen Zustand erst wieder als feste Stoffe ab, wenn sie, lentsprechend abgekühlt -werden. Diese Abküh- lung geschieht gewöhnlich -ersi während der Expansion des Dampfes in der Turbine. Beim Durchströmen der Schaufeln und Düs!en setzen sich, die Salze an den Schaufeln fest, we sie die Düsen-. und Schaufelquerschhätte verstopfen und zu einer Leistungsriinderung der Turbine Anlaß geben.
  • Bisher hat man, sich im Betriebe dadurch geholfen, daß -man bei einer Feststellung der Leistungsminderung die Turbine aus'dem Betriebe nahm und durch reines Destillat die an den Schaufeln festgesetzten Salze auswusch.
  • Eine solche Betriebsweise ist aber nur dort möglich, wo nach gewissen kurzen Zeit, räumen Betriebspausen eingelegt werden können. In den Kraftbetrieben verlangt man je- doch, daß die im Gang befindlichen Turbinen 6ooo bis 8ooo Stunden aushalten, ohne aus dem Betrieb genommen werden zu müssen.
  • Man hat schon auf verschiedene Weise versucht, diese schädlichen Salze zu entfernen. Es ist vorgeschlagen worden, den aus dem Kessel kommenden Sattdampf durch Dampfwäscher zu leiten, die mit einem Speisewasser heschickt werden, welches fast salzfrei ist. Weiter hat man in die Kessel Wasserabscheider eingebaut, um den Feuchtigkeitsgehalt des Dampfes auf einen Bruch,-teil eines Prozents herabzusetzen in der Annahrne, daß, wenn der Wassergehalt gering ist, auch die mitgerissenen Salze einen gerin-,gen Betrag ausmachen müssen. Ein voller 3 Erfolg ist aber hiermit nicht zu verzeichnen gewesen.
  • Es wurde auch schon vorgeschlagen, Hochdruckdampf durch Abkühlen des-,aus dem Dampferzeuger entnommenen und vorüberhitzten Dampfes zu #entsalzen. Zu diesem Zweck wurde :eine aus Düse und Diffusor bestehende Entspannungs- und Verdichtungsvorrichtung mit dazwischen angeordneter geeigneter Abscheidevorrichtung, z.B. einer Fan,-rinne mit Sammelkanal zum Auffangen und Ableiten der ausfallenden Flüssigk#eit und der Verunreinigungen, vorgesehen" aber auch 'hiermit ist ein Erfolg in der Praxis nicht zu erzielen gewesen.
  • Bei der vorliegenden Erfindung wirdebenfalls davon ausgegangen, den vorüberhitzten Hochdruckdampf durch Abkühlen zu entsalzen, aber das angestrebte Ziel wird nach dern nachfolgend beschriebenen Verfahren erreicht: Zum Entsalzen des Hochdruckdampfes wird der aus dem Hochdruckdampferzeuger entnomme..ne und vorüberhitzte Betriebsdampf unter Verwendung !eines zwischen zwei überhitzerheizflächengruppen eingeschalteten Oberflächenkühlers derart abgekühlt, daß der Hochdruckdampf vor Eintritt in den Oberflächenkühler nur schwach vorüberhitzt wird und während des Betriebes die Temperatur des den Oberflächenkühler durchströmenden Kühlmittels dauernd so weit unterhalb der Temperatur des gesättigten B,etriebsd?mpfes gehalten wird, daß die Salzdämpfe kündensieren und sich die Salze an den Kühlflächen abscheiden.
  • Es ist an sich bekannt, zur Temperaturregelung von Heißdampf zwischen zwei überhitzergruppen einen Oberflächenkühler einzuschalten. Der Zweck dieser Einrichtungen ist aber, eine bestimmte Temperatur einzustellen und nicht die von dem Hochdruckdampf mitgenommenen Salze auszuscheiden. Bei diesen Einrichtungen wird die Vorüberhitzung bereits sehr hoch getrieben, um den vorüberhitzten Dampf bei größerer Leistung und zu hoher überhitzung entsprechend abkühlen zu können. An die Verwendung einer solchen Einrichtung zur Ausscheidung von Salzen aus dem Hochdruckdampf ist jedoch weder gedacht noch sind entsprechende Einrichtungen vorgeschlagen worden. Erst bei Einhaltung der erfindungsgemäß Ivorgeschla-,genen Betriebsbedingungen setzen sich die Salze an der Kühlfläche des Oberflächenkühlers ähnlich wie Eiskristalle im Winter aus dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft an frei stehenden Gegenständ#en ab.
  • Zweckmäßig muß dem züi entsalzenden Dampf eine gewisse Ruhemöglichkeit gegeben werden, die das Anwachsen der abgeschiedenen Salzteilchen sichert. Eine solche Wirkung läßt sich in einem Oberflächenkühler mit entsprechend großem Qu#erschnitt, in welchem eine niedrige Darnpfgeschwindigkeit herrscht, leicht erreichen. Außerdem bietet ein Oberfläche#nkühl,er in besonderem, Maßte die Mög- lichkeit, einen Abscheider unterzubringen, so daß die ausfallenden Salze auch leicht aufgefangen und abgeführt werden können.
  • Eine zweckmäßige Ausbildung der Einrichtung besteht darin, daß als Kühltnittel für die Kühlflächen des Oberflächenheißdampfkühlers Zwischendampf verwendet wird, dessen Temperatur mit Sicherheit unter der Temperatur des gesättigten Betriebsdampfes liegen muß.
  • Weiter läßt sieh auch als Kühlmittel das Speisewasser der Dampfkesselanlage benutzen". und mvar wird man zweckmäßig das Wasser von dein Vorwärmer mit einer Temperatur den Kühlflächen zuführen, die entsprechend unter der Sättigungstemperatur des Betriebsdampfes liegt. Es ist dabei nicht ,notwendig, daß der gesamte Dampf auf die Niederschlagstemperatur des Salzdampfes abgekühlt werden muß. Die Ausscheidung findeteauch schon aus dem Dampf mit höherer Temperatur statt, wenn die Salzdämpfe mit den kühlen Flächen in Berührung kommen. Eine vereinfachte Darstellung der Einrichtung zeigt die Abbildung. a ist ein Hochdruckkessel. Der in diesem, erzeugte Betriebsdampf wird durch die Dampfleitung b zum Vorüberhitzer c geleitet, in, welchem dk mitgerissen,en Flüssigkeitsteilchen und Salze völlig verdampft werden. Das trockne Dampfgemisch wird dann dem Heißdampfkühlerd zugeführt und streicht dort an den Flächen! vorbei, die durch den Zwischendampf der Turbineg -ei,-ühlt werden. Der gereinigte Dampf wird dann nach Austritt aus dem Heiß-dampfkühler durch den Nachüberbitzere geleitet und dort auf die, Betriebstemperatur des Hochdruckteiles der zweistufigen Tur-ZD bine gebracht.
  • Der Abdampf des Hochdruckteiles wird durch Leitung It durch die Kühlflächen des Oberflächenkühlers geschickt, dann durch Leitung k nach der Niederdruckstufe 1 geführt. Von dieser tritt dann der Abdampf in den Kondensator m.
  • Das an den Kühlflächen des Oberflächenkühlers abgeschiedene Salz wird von Zeit zu Zeit dadurch entfernt, daß Sattdampf auf diesen Kühlflächen niedergeschlagen wird, wobei das Wasser die niedergeschlagenen Salze auflöst und abspült. Diese ausgelaugten.Salze kann man dann durch die Ablaßleitung n aus dein Dampfabscheider entfernen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zurn-Entsalzen, vonHochdruckdampf durch Abkühlen des aus dein 11ochdruckdampferzeuger entnommenen Betriebsdampfes unter Verwendung einest zwischen zwei überhitzerheizflächengruppen eingeschalteten Oberflächenkühlers, dadurch gekennzeiclül-et, daß der Hochdruckdampf vor Eintritt in den Oberflä--chenkuhler nur schwach voruberhitzt wird und daß während des Betriebes die Temperatur des den Oherflächenkühlei durchströmenden Kühlmittels dauernd s#o, weit unterhalb der Temperatur des gesättigten Betriebsdampfes gehalten wird, daß die Selzdämpfe kondensiert werden und sich die Salze an den Kühlflächen abscheiden.
  2. 2. Einrichtung zur Ausübung nach, dem Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kühlung des Oberflächenkühlers Wasserdampf von niedrigerer Temperatur als dem Kesseldruck entspricht, z. B.
  3. Zwischendampf, verwendet wird. 3. Einrichtung zur Ausübung nach, dem Verfahren nach Anspruch i, dadurch, gekennzeichnet, daß zur Kühlung der Kühlflächen das Speisewasser der Dampfkesselanlage benutzt wird.
  4. 4. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekengzeldhnet, daß der Oberflächenkühler (d) an die Sattdampfleitung (b) angeschlossen ist, um seine Kühlflächen (1) von Zeit zu Zeit durch Niederschlagen von Sattdampf von dem anhaftenden Salz (Sublimat) reinigen zu können.
DEB167723D 1934-11-24 1934-11-24 Einrichtung zum Entsalzen von Hochdruckdampf Expired DE733459C (de)

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DE (1) DE733459C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE892137C (de) * 1935-10-12 1953-11-19 Sulzer Ag Einrichtung zum Ausscheiden von Verunreinigungen, insbesondere Salzteilchen, aus dem Dampf in Zwangdurchlaufkesseln

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE892137C (de) * 1935-10-12 1953-11-19 Sulzer Ag Einrichtung zum Ausscheiden von Verunreinigungen, insbesondere Salzteilchen, aus dem Dampf in Zwangdurchlaufkesseln

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