DE731887C - Strangpresse zum Brikettieren von staubfoermiger Braunkohle - Google Patents

Strangpresse zum Brikettieren von staubfoermiger Braunkohle

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Publication number
DE731887C
DE731887C DEK156152D DEK0156152D DE731887C DE 731887 C DE731887 C DE 731887C DE K156152 D DEK156152 D DE K156152D DE K0156152 D DEK0156152 D DE K0156152D DE 731887 C DE731887 C DE 731887C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slide
ram
briquetting
extruder
channel
Prior art date
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Expired
Application number
DEK156152D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Othmar Werner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Original Assignee
Kloeckner Humboldt Deutz AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Kloeckner Humboldt Deutz AG filed Critical Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority to DEK156152D priority Critical patent/DE731887C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE731887C publication Critical patent/DE731887C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/22Extrusion presses; Dies therefor
    • B30B11/26Extrusion presses; Dies therefor using press rams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Presses And Accessory Devices Thereof (AREA)

Description

  • Strangpresse zum Brikettieren von staubförmiger Braunkohle Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Strangpresse zum Brikettieren von Braunkohle und .ähnlichen Stoffen.
  • Bei den Braunkohlenbrikettstrangpressen hängt die Leistung der Presse bei einem gegebenen Stempelquerschnitt von der Drehzahl und von der Brikettdicke ab. Die Drehzahl ist infolge der Verpressungseigenschaften der Braunkohle in der Höhe begrenzt. Fährt man also mit der höchstmöglichen Drehzahl, dann kann man die Leistung der Presse nur noch erhöhen, indem man die Dicke der Briketts vergrößert.
  • Der Vergrößerung dieser Brikettdicke stehen aber eine Reihe von Umständen entgegen, so daß man bisher bei der üblich zerkleinerten Kohle über eine bestimmte Brikettdicke nicht herausgehen konnte. Dies gilt für verstärktem Maße dann, wenn man feinere Braunkohle, z. B. Braunkohlenstaub, verpressen will.
  • Besonders bei staubförmigem Gut (o bis t mm) ergeben sich wesentlich dünnere Brikette als bei der üblich zerkleinerten Kohle. Es ist bisher nicht gelungen, die Brikettdicke über 25 mm zu steigern. Es wird nämlich bei staubförmigem Gut, das sich ähnlich wie eine Flüssigkeit verhält, durch d-n betriebsmäßig nötigen Spielraum zwischen Stempel und Formkanal der Staub während der Kompressionsperiode zum Teil wieder zurück in. den Füllkanal gedrängt, auch nachdem der Stempel bei seinem Vorgehen den Formkanal abgeschlossen hat, so daß also in diesem Falle das Brikettgewicht wesentlich geringer wird, als es dem Produkt aus Stempeleintauchtiefe, und Schüttgewicht des Staubes entsprich:"-Es ist eine Brikettpresse bekannt, die mit einem feststehenden und einem beweglichen Kolben sowie einem unter dem Füllschacht hin und her beweglichen, mit einer Vorfüllkammer versehenen Formkasten arbeitet. Die Bewegung des Kastens ist so festgelegt, daß dieser die Auslaß.öffnung des Füllrumpfes während des Preßvorganges schließt. Hierdurch wird aber das teilweise Austreten von staubförmigem Gut aus dem Formkanal während des Preßvarganges nicht verhindert, da dieses ohne weiteres in die leere Vorfüllkammer zurückfließen kann.
  • Ferner ist eine Strangpresse zum Brikettieren von fein gemahlenem Torf bekannt, bei der in einem allseitig geschlossenen Füllschacht zur Zuführung des Brikettiergutes ein parallel zum Preßstempel liegender Schieber angeordnet ist. Dieser ist jedoch so hoch über dem Preßstempel vorgesehen, daß zwischen diesem und dem Preßstempel ein großer Raum verbleibt. Bei der Brikettierung von Braunkohlenstaub wird auch hierdurch ein teilweises Zurückfließen des Brikettiergutes aus dem Formkanal nicht verhindert; der Braunkohlenstaub enthält nämlich so viel Luft, daß der mit hohem Druck .aus dem Formkanal. herausgepreßte Staub das in dem Raum unter dem Schieber befindliche Gut leicht zusammendrücken kann.
  • Dieser i''belstand wird gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß der Schieber unmittelbar oder mit geringem Abstand über dem Preßstempel vorgesehen ist und daß in dem Formkanal eine Nut angeordnet ist, in welche der vordere Rand des Schiebers in seiner Abschluß,stellung hineinragt.
  • Es ist auch eine Brikettpresse beschrieben worden, bei welcher zwecks Änderung der Linfüllüffnung des Formkanals unmittelbar über dem Preßstempel und parallel zu diesem ein Schieber angeordnet ist. Dieser wird jedoch nicht gesteuert, sondern bleibt in der jeweils eingestellten Lage in Ruhe.
  • Die Zeichnungen geben Ausführungsbeispiele der Erfindung wieder, und zwar zeigt die Abb. i den in Betracht kommenden Teil der neuen Brikettpresse im mittleren Längsschnitt, -während die Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B wiedergibt. Bei den Abb. i utid 2 befindet sich der Stempel in der rechten Totlage. Die Abb.3 und ¢ zeigen den Stempel in einer mittleren Stellung bzw. der linken Totlage. Die Abb.5 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung im mittleren Längsschnitt, während die Abb. 6 einen Querschnitt nach der Linie C-D wiedergibt.
  • Wie die Abb. i erkennen läßt, wird die Braunkohle der Presse durch den Einfülltrichter rr- zugeführt. Der eigentliche Preßkanal wird in bekannter Weise durch die Formenhak en b, e, die Schwalbungen s, t und die Seitenteile d gebildet. Oberhalb des Preßstempels e ist ein Schieber f angeordnet, der in einem Schlitz g des Einfülltrichters geführt ist. An den Schlitz schließt sich eine hutartige Vertiefung %t an. Der Schieber ist durch die Schraubenfeder z belastet und liegt in der Stellung nach Abb. i mit der Nase k gegen eine Leiste in, die mit dem Preßstempel durch Schweißung o. dgl. verbunden ist. Der Formkanal wird in der gezeichneten Stellung, wie angedeutet, mit Preßkohle gefüllt Sobald sieh der Stempel nach links bewegt, bewegt sich auch der Schieber f in der gleichen Richtung. Diese Bewegung geht so lange weiter, bis .der Schieber f in 'die Nut lt gelangt und hier aufgehalten wird. Der Schieber löst sich dann von der Schleppkupplung in, und der Preßstempel taucht allmählich in den Formkanal tt ein. Bei diesem Eintauchen des Preßstempels ist der Füllschacht a durch den Schieber f nach oben hin abgeschlossen, so daß Staub nicht oder in wesentlich geringerem Maße als bei der bekannten Ausführungsform nach oben hin eiltweichen kann.
  • Versuche an einer normalen 7"-Strangpresse haben ergeben, daß man mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einrichtung aus feinstem Staub (Elektrofilterstaub) auch bei den höchstzulässigen Drehzahlen Briketts herstellen kann, die 5o mm und mehr dick sind. Das bedeutet gegenüber dem früheren Zustand, bei dem man Staubbriketts nur etwa 25 bis 3o mm dick herstellen konnte, eine ganz wesentliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Presse.
  • Bei Kohle, die in üblicher Weise zerkleinert ist (also etwa Korno bis 4mm), ist es mit der erfindungsgemäßen Einrichtung gelungen, Brikette von der außergewöhnlichen Dicke von etwa So mm herzustellen.
  • Die Erfindung bringt einen ganz wesentlichen Vorteil dort, wo die Brikette für Schwelzwecke benutzt werden sollen, da man sich bekanntlich bemüht, derartige Brikette aus möglichst feinem Korn herzustellen.
  • Der Erfindungsgedanke kann ferner, wenn auch nicht in so gutem Maße. wie oben beschrieben, verwirklicht werden, wenn der Schieber f nicht dem Stempele voreilt, sondern z. B. in der rechten Totpunktlage und beim Vorgang mit der Vorderkante des Stempels in gleicher Ebene liegt. Auch in diesem Fall wird, sobald der Preßstempel in den Formkanal eintaucht, ein zusätzlicher Abschluß durch den Schieberf erreicht, der das Zurücktreten von Staub ganz erheblich vermindert. 'Wie die Abb.S und 6 zeigen, ist es auch möglich, den Schieber unmittelbar über dein Preßstempel anzuordnen. Es ist dabei nur nötig, die untere Seite des Schiebers genau an die Form des Stempels anzupassen, wie die Abb. 6 erkennen läßt.
  • Bei dieser Ausführungsform liegt der Schieber o unmittelbar über dem Preßstempel p. Eine besondere Führung in dem Einfüllgehäuse g ist hierbei nicht erforderlich. Zweckmäßig ist der Schieber vorn schräg abgeschnitten und liegt in der Abschlußstellung an einer ,gleichen Abschrägung r des Einfüllgehäuses an. Die auf dem Preßstempel aufgeschweißte Leiste m wird in diesem Fall in einer Aussparung s des Schiebers geführt; Auch hier ist der Schieber durch eine Feder i gespannt.
  • Eine noch einfachere Form des Abschlusses ist in den Abb.7 und 8 dargestellt. Hierbei ist der Schieber als Verlängerung-des Preßsternpels,e ausgebildet, .die sich in einer Aussparung der Schwalbung c führt. Bei der dargestellten Ausführungsform bestehen der Preßstempel und Schieber aus einem Stück. Der Preßstempel ist daher mit einem nach oben vergrößerten Querschnitt ausgeführt und die voni Schieber überkragte Schlagfläche der Brikettform entsprechend ausgebildet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i,. Strangpresse zum Brikettieren von staubförmiger Braunkohle mit einem im Anschluß an den.Formkanal angeordneten allseitig geschlossenen Füllschacht -zur Zuleitung des Brikettiergutes und einem parallel zum Preßstempel in dem Füllschacht vorgesehenen Schieber, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber unmittelbar oder mit geringem Abstand über dem Preßstempel vorgesehen ist und daß in dem Formkanal eine Nut angeordnet ist, in welche der vordere Rand des Schiebers in seiner Abschlußstellung hineinragt.
  2. 2. Strangpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auch in den Seitenwänden des Füllkanals Nuten zur Führung und Abdichtung des Schiebers vorgesehen sind.
  3. 3. Strangpresse nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, d.aß der Schieber durch eine Schleppkupplung mit dem Preßstempel verbunden ist. q.. Strangpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber als Verlängerung des Preßstempiels ausgebildet ist, die sich in einer Aussparung der Schwalbung (c) führt.
DEK156152D 1939-12-05 1939-12-05 Strangpresse zum Brikettieren von staubfoermiger Braunkohle Expired DE731887C (de)

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DE731887C true DE731887C (de) 1943-02-24

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DE (1) DE731887C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2614831A1 (fr) * 1987-05-07 1988-11-10 Piernas Ange Machine a extruder un materiau pateux

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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