DE7318634U - Befestigungsvorrichtung für Firstziegel - Google Patents
Befestigungsvorrichtung für FirstziegelInfo
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Description
17.Mai 1975
Max Getaner, 838 Landau/Isar und
Or.Franz Gerhaher, 844 Straubing
Befestiffungsvorrichtung für Firstziegel
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, zur Befestigung von Firs+,ziegeln auf dem Dach, welche aus einer das überdeckende
Firstziegelende umgreifenden Klammer besteht. Sinngemäß kann die Vorrichtung auch zur Befestigung von Gratziegeln verwendet
werden.
Firstziegel werden üblicherweise auf dem Dachfirst vermörtelt, was aber sehr lohnintensiv ist; außerdem hat die Mörtelfuge ein
unschönes Aussehen. Da sie im Laufe der Zeit leicht herausbröckelt, ist keine sichere Befestigung mehr gewährleistet, so
daß man auf steilen Dächern und in windreichen Gegenden die Firstziegel häufig zusätzlich mit Draht am Gebälk befestigt.
Der Draht wird dabei üblicherweise an einer Öse eingehängt, die etwa in der Mitte der Firstziegelunterseite vorgesehen ist.
Nachteilig an der Öse im Firstziegel ist, daß sie nur mit erheblichem maschinellen Aufwand oder manuell hergestellt werden kann,
da sie in der Firstziegel-Längsachse verläft und ΛβΛ· otc dadurch
den Firstziegel wesentlich verteuert. Außerdem besteht die Gefahr, daß der Draht die Öse ausreißt, so daß der Firstziegel wertlos
bzw. nicht mehr befestigt ist. Außerdem ist bei Verwendung von einem Draht pro Firstziegel jeder einzelne Firstziegel nur einmal
befestigt, was ein relativ hohes Unfallrisiko bedeutet«
Eine andere bekannt gewordene Art der Befestigung von Firstziegeln
ist das Annageln des mit einem Loch versehenen überdeckten Firstziegelendes mittels eines sehr langen Nagels an der Firstpfette
oder eines kurzen Nagels an einer Firstbohle, welche unmittelbar unier dem Firstziegel zusätzlich angebracht ist.
Nachteilig daran ist insbesondere das große Risiko, den Firstziegel zu sprengen, wenn das Loch zu klein bzw. die
zum Durchnageln vorgesehene verdünnte Stelle zu dick geraten ist, vas bei der Herstellung kaum zu vermeiden ist· Beim
Einschlagen des Nagels wird dann häufig der Firstziegel selbst zerschlagen und zwar entweder dvrch Danebenschlagen
Firstziegel berührt. Um ein sauberes Verfalzen des überdeckenden Firstziegel zu ermöglichen, muß aber der Nagel bis zum
Kopf eingeschlagen werden.
Neuerdings werden Firstziegel häufig trocken, also ohne Vermörtelung auf dem Fist verlegt besonders in Kombination mit
sogen. Firstanschlußziegeln, welche eine durchgehende ebene Kopfleiste haben, auf welcher der Firstziegelfuß exakt und
lückenlos aufliegt. Ohne Vermörtelung ist eine zusätzliche Befestigung der Firstziegel auf dem Dachfirst z.B. mit Draht
aus Sicherheitsgründen unumgänglich.
Eine andere gebräuchliche Art, Firstziegel zu befestigen, ist die Befestigung mittels einer gebogenen Klammer, welche auf
einer dafür vorgesehenen Firstbohle angenagelt wird, das überdeckte Ende des einen Firstziegels niederhält und oar das überdeckende Ende des anderen Firstziegels umgreift. Nachteilig
daran ist, daß seitlich an den Spitzen der Dachsparren Brettlaschen und auf diesen eine zusätzliche Firstbohle angebracht
werden müssen, was erhebliche Kosten verursacht.
Bei einer Abwandlung dieser gebräuchlichen Art, die durch die
Auslegeschrift 1 709 312 bekanntgemacht wurde, handelt es sich
um eine Klammer, welche nicht nur das überdeckende, sondern auch das überdeckte Firstziegelende umgreift und welche ebenfalls an einer dafür vorgesehenen Firstbohle angenagelt wird.
Dabei haben sowohl das überdeckte Firstziegelende als auch die dieses umgreifenden Klammerschenkel Löcher, die sich so decken,
daß eine geradlinige Durchstecköffnung für den Befestigungsnagel entsteht. Diese Befestigungsvorrichtung hat in der Praxis
keinen Eingang gefunden, da sie außer der teuren Firstbohle noch den bereits oben beschriebenen Nachteil hat, daß heim ψ
Einschlagen des Nagels das überdeckte Firstziegelende leicht zerschlagen wird. Der Nagelkopf darf nämlich auch nie*1+, herausstehen,
da sonst das Einschieben des überdeckenden Endes des Firstziegels in den oberen Teil der Klammer nicht möglich
ist. Außerdem ist eine Befestigung durch Nägel relativ starr, so daS es beim Begehen and bei Belegungen des Daobfirates leicht
zum Aussprengen des überdeckten Firstziegelendes kommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung
zu beschreiben, welche einerseits eine einfache, sichere, beschädigungsloee und dauerhafte Befestigung von Firstziegeln
auf dem Dachfirst gewährleistet, andererseits aber eine Verteuerung der Firstziegel bzw. die Notwendigkeit einer zusätzlichen
Unterkonstruktion vermeidet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die das
überdeckende Firstziegelende umgreifende Klammer mittels eines ■ Drahtes oder eines anderen elastischen Befestigungsmitteis
weiches durch ein Loch des übe.vveuktea Firstziegelendss läuft,
an der Dachkonstruktion, z.B. aet Firstpfette, befestigt ist.
Eine vorteilhafte Ausführungsart sieht vor, daß der Draht bzw.
Nagel direkt an der Klammer befestigt ist.
Bei einer weiteren Ausführungsart läuft der mit einem Kopf oder
Knoten versehene Draht bzw. ein Nagel durch ein dafür vorgesehenes Loch in der Klammer, so daß die Klammer festgehalten
-wird.
Bei einer anderen,Ausführungsform umgreift die Klammer auch das
überdeckte Firstziegelende, -wodurch erreicht wird, daß die Klammer fester sitzt und durch den Draht au- Verschieben oder
Herausrutschen gehindert wird.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das obere
Ende der Klammer noch nicht von vorneherein gebogen, sondern wird erst nach der Verlegung des überdeckenden Firstziegels
.t4t...
zugebogen, so daß ein etwa vorhandener Längszwisohenrauni
zwischen überdeckendem Firstziegelende und Klammer ausgeglichen werden kann, so daß die Firstziegel iim ihr Fr.lzspiel
gezogen oder zusammengeschoben werden können, um ο:ηεη
Längenausgleich am Dachfirst zu erniög] ichcn.
Eine v/eitere vorteilhafte Form der Ausgestaltung; sieht vor,
daß das Loch im überdeckten Firstziegeltnde möglichst weit
vom Ende des Firstziegels entfernt ist, weil dann die Klammer, die sich auch auf dem Ende des Firstziegcls abstützt und damit
auch das überdeckende Firstziegelende durch den Droht besser niedergehalten "herden kann*
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß die
Firstziegel durch weitere ihren Fuß seitlich umgreifende Klammern gegen Verrutschen gesichert sind, falls sie auf
Biberschwänzen oder Firstanschlußpfannen verlegt sind» Bei der Verlegung auf Ziegeln mit Kopfverfalzung ist der Firstziegel
durch den Eingriff in die Kopfverfalzung gegen seitliche
Verschiebung gesichert.
Die Vorteile der erfindungsgeniäßen Befestigungsvorrichtung
liegen darin, daß die Firstziegel sehr sicher auf dem Dachfirst befestigt werden können, da trotz der Verwendung von nur einer
Befestigungsvorrichtung pro Firstziegel jeder einzelne Firstziegel
an beiden Enden, also doppelt, befestigt ist. Bio Gefahr des Zerschlagene oder Sprengens bei der Befestigung oder Begehung
entfällt, da kein Nagel eingeschlagen werden muß. Außerdem kann der Befestigungsdraht die Öse nicht ausreißen, da e.
seine Kraft nicht auf die Öse bzw. das Loch, sondern auf die Klammer überträgt. Ein Herausrutschen der Klammer ist ebenfalls
unmöglich, da sie durch den Draht gegen Verschieben auf dein überdeckten Ende des einen Firstziegels gesichert ist, andererseits
aber das überdeckpnde Ende d2s anderen Firstziegel;= federnd
niederhält, so daß dieser nicht aus seinem zur Längsverriegolung dienenden Falz herausrutschen kann. Insgesamt wird dadurch eine
sehr hohe Sicherheit gegen das Herunterfallen von Firstziegeln
erreicht.
731863A 4.10.73
Ein weiterer, wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
ist darin zu sehen, daß sie sehr preie·- vert ist und sehr einfach und schnell montiert werden kann
ohne daß zusätzliche teure Vorrichtungen wie Firstbohlen usw. nötig sind.
Weitere Vorteile liegen darin, daß für jedes marktgängige
Firstziegelmodell passende Befestigungsvorrichtungen der erfindungsgemäßen
Art hergestellt -werden können und daß die Firstziegel keine in ihrer Längsrichtung verlaufende Ösen
benötigen und deshalb einfacher herzustellen sind,,
Fig 1 ist ein Längsschnitt der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
uiid von befestigten Firstziegeln. Dabei ist an der das überdeckende Firstziegelende 1 umgreifenden Klammer 2 ein
Draht 3 befestigt, der durch das Loch 4 im überdeckten Firstziegelende 5 gesteckt ist und mit seinem unteren Ende an der
Dachkonstruktion z.B. der Firstpfette, befestigt ist.
Fig 2 ist ein Längsschnitt ähnlich wie Fig 1. Dabei ist der zwischen den Firstziegeln befindliche Schenkel 6 der Klammer
mit einem Loch 8 versehen, durch welches der mit einem Kopf 9 versehene Draht 10 läuft. Das Loch 9 der Klammer 7 ist über
dem Loch 11 des überdeckten Firstziegelendes 12 angeordnet, durch welches ebenfalls der Draht 10 führt.
Fig 3 ist ein Längsschnitt ähnlich Fig I. Dabei umgreift die
Klammer 13 nicht nur das überdeckende Firstziegelende 14,
sondern mit ihrem unteren Schenkel 15 auch das überdeckte
Firstziegelende l6.
Fig 4 ist ein Längsschnitt durch Firstziegel und Befestigungsklammer.
Dabei liegt die Klammer 17 mit ihrem unteren Schenkel 18 nur auf dem äußersten Rand 19 des überdeckten Firstziegelendes
20 auf, so daß sich in Verbindung mit einem straff gespannten Draht 21 eine elastische, spielfreie Befestigung der
Firstziegel ergibt.
Fig 5 ist ein Querschnitt durch einen Firstziegel 23» der Af)
durch Klammern 24 und 25, welche an den Dachziegeln 26 oder
den Latten 27 eingehängt sind, gegen seitliches Verrut&chen
festgelegt ist.
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Claims (8)
1. Vorrichtung zur Befestigung von Firstziegeln auf dem Dach, welche aus einer das überdeckende Firstziegelende (l) umgreifenden
Klammer (2) besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammer (2) mittels eines Dr-hte 3 (3)» welcher durch
ein Loch (4) des überdeckten Firstziegelendes (5) läuft, an der Dachkonstruktion befestigt ist. /
2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
das obere Ende des Drahtes (3) unmittelbar an der Klammer (2) befestigt ist. /
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht fjff) durch ein Loch (8) der Klammer (7) läuft und
an seinem oberen Ende mit einem Kopf (9) versehen istJ
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet,
daß die Klammer (13) mit ihrem Teil (15) das überdeckte Ende (16) des einen Firstziegels nach unten umgreift.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 mit 4, dadurch gekennzeichnet,
daß dar das überdeckende Firstziegelende (14) übergreifende 'feil der Klammer (13) vor der Verdeckung des
überdeckenden Firstziegels nicht herunter gebogen ist,/
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 mit 5>
dadur»,- gekennzeichnet,
daß das Loch (22) möglichst weit vom Ende des überdeckten Firstziegels (20) entfernt ist«,
7. Vorrichtung nach einer.· der Ansprüche 1 mit (>, ;1Ίι.:<ί. !gekennzeichnet,
daß die Klammer (l?) nur auf t'.ei.i ii uiJcr.- · ι η
Rand (19) dos überdeckten Firstzieje 1endcs (20) auilir^t,
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 mit 7, cadiirc I: ·ΐ(.·-·
kennzeiciinet, daß sie gleichzeitig mit Klammern (2Ί Lzv,
25) kombiniert ist, die den Fuß des Firstzie^cls (2~) si-it
lich umgreifen.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE7318634U true DE7318634U (de) | 1973-10-04 |
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ID=1293327
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7318634U Expired DE7318634U (de) | Befestigungsvorrichtung für Firstziegel |
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|---|---|
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