DE730242C - Schaltungsanordnung fuer Telegrafenvermittlungsanlagen mit Vierdraht- und Einfachleitungen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Telegrafenvermittlungsanlagen mit Vierdraht- und Einfachleitungen

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DE730242C
DE730242C DES130392D DES0130392D DE730242C DE 730242 C DE730242 C DE 730242C DE S130392 D DES130392 D DE S130392D DE S0130392 D DES0130392 D DE S0130392D DE 730242 C DE730242 C DE 730242C
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DE
Germany
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relay
arrangement according
line
switching
telegraph
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Expired
Application number
DES130392D
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English (en)
Inventor
Heinrich Fuelling
Friedrich Kreuzer
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L12/00Data switching networks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Telegrafenvermittlungsanlagen mit Vierdraht- und Einfachleitungen Bei Telegrafenanlagen ist es häufig nötig, für die Ferneinschaltung der Apparate oder zur Übertragung von Verkehrszeichen und Einstellung von Wählern Schaltkriterien zu übertragen.
  • Die Fernleitungen der Telegrafie können aus Leitungen bestehen, über ,die nur ein absatzweiser Gegenverkehr möglich ist, z. B. aus Zweidrahtleitungen, Einfachleitungen mit Erdrückleitung oder einfachen Kanälen der Wechselstrom- oder Unterlagerungstelegrafie. Solche Leitungen werden nachstehend als Einfachleitungen bezeichnet. Andere Fernleitungen bestehen aus Vierdrahtleitungen, bei denen jeder Verkehrsrichtung getrennte Leitungen zugeordnet sind. Für die Schaltkriterienübertragungen können auch Leitungen mit Duplexverkehr als solche betrachtet werden. Besteht eine Telegrafenfernverbindung zu einem Teil aus Leitungen für absatzweisen Gegenverkehr und zum anderen Teil aus Leitungen, die für jede Verkehrsrichtung getrennt verlaufen, so macht die Übertragung von Schaltkriterien erhebliche Schwierigkeiten. In Vermittlungssystemen, bei denen die Schaltkriterien nach dem Verfahren der sogenannten Dauertrenn- und Dauerzeichenlage (falsche und richtige Ruhelage) übertragen `werden, benutzt man zwar für die Teilnehmerschaltungen Einfachätromschleifen, die im Amt durch Umset,zerschaltungen mit den Vierdrahtfernleitungen verbunden werden. Die Kriterien in diesen @ Einfachstromschleifen sind jedoch die gleichen wie auf der Fernleitung, nur mit dem Unterschied,daß statt derDoppelstrombedingungen Einfachstrombedingungen eingeführt sind:' Bisher war es nicht möglich, für die Fernleitungsstrecke neben den Vierdrahtfernleitungenauch Einfachfernleitungen mit absatzweisem Gegenverkehr und Einfachstrombetrieb zu benutzen. Wie weiter unten an Hand des Ausführungsbeispiels dargelegt, treten nämlich bei Übertragung dieser Schaltkriterien auf Einfachfernleitungen Schaltvorgänge auf, die ein Abschalten des Empfangsrelais und damit eine Selbstsperrung zur Folge haben.
  • Bei einem bekannten Vermittlungssystem bestehen die Schaltkriterien auf den Vierdrahtleitungen in Stromzuständen unbegrenzter Dauer, z. B. Dauertrenn- und Dauerzeichenstrom. Um derartige Schaltkriterien auch über Einfachleitungen der obenerwähnten Art übertragen zu können, geht ein bekannter Vorschlag dahin, die Schaltkriterien unbegrenzter Dauer zur Überrtagung über die Einfachleitung in solche bestimmter, aber für die einzelnen Kriterien unterschiedlicher Dauer umzusetzen.
  • Die bekannten Schaltungen sind jedoch nur für Doppelstrombetrieb auf der Einfachleitung zu verwenden.
  • Der Doppelstrombetrieb hat aber dein Einfachstrombetrieb gegenüber den Nachteil, daß bei der Gleichstromtelegrafie Verzerrungen auftreten, die durch die verschiedenen Einschwingvorgänge der Zeichenimpulse entstehen. Diese können nämlich aus dem Potential Null oder aus dein Potential Plus heraus beginnen. Bei der Wechselstromtelegrafie, die als Übertragungsmittel der größeren Leitungsausnutzung wegen ebenfalls auf der Ein-_iachleitung angewendet -werden kann, ergibt ,ich bei Doppeltonbetrieb nur die halbe Anzahl voneinander unabhängiger Kanäle als bei Eintonbetrieb.
  • Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß durch die Umsetzerschaltung die verschiedenen Schaltkriterien für die Einfachleitung mit absatz`veisem \,erkehr als Impulse gleicher Stromart, aber verschiedener Dauer derart erzeugt werden, daß für die vor Beginn des telegrafischen Verkehrs zu übertragenden Kriterien die Stromzustände auf der Einfachleitung ihrem Sinn nach gegenüber dem Telegrafierbetrieb so umgekehrt werden, daß einem Zeichenstromzustand auf der Vierdrahtleitung ein Trennstromzustand auf der Einfachleitung und einem Trennstrornzustand auf der Vierdrahtleitung ein Zeichenstromzustand auf der Einfachleitung entspricht.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Fig. i, 2 und 3 nachstehend beschrieben.
  • Die Beschreibung der Fig. i zeigt dabei die Schwierigkeiten, die bei den bisher üblichen Schaltungen auftreten, während die Fig. :z und 3 Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen, bei denen eine übliche Vierdralitfernleitung mit einer Leitung für absatzweisen Gegenverkehr zusammenarbeitet. Es ist dabei beispielsweise eine solche mit Erdrückleitung für absatzweisen Arbeitsstroinbetrieb gewählt.
  • In der Fig. i ist- dargestellt, wie man in normaler Weise Vierdrahtschaltungen mit einer Einfachfernleitung für absatzweisen Arbeitsstrombetrieb zusammenschalten würde. Dabei ist die übliche Schaltung für absatzweisen Betrieb im eingeschalteten Zustand gezeichnet.
  • Iin Schreibzustand (die Fernschreibmaschinen laufen) geben die Kontakte sr, und si-,, der Teilnehmeranschlüsse TA, und T<3. Plusstrom (Trennstrom i auf die Senderelais SR" und SR;, der Fernleitungsabschlu13-schaltungen FAl und FA.. Die Wicklungen der neutralen Empfangsrelais ER_ und ER_, liegen über die Senderelaisanker sr.= und .sr, an der stromlosen Einfachfernleitang EFI_. Die Anker er. und er, der Empfangsrelais «-erden von den Rückzugfedern an ihre Trennkontakte tr gezogen, so daß auch zu den Empfangsrelais der Teilnehmeranschlüsse "Trennstrom verläuft.
  • Die Übertragung der Telegrafierimpulse über die Einfachleitung geht bekanntlich so vor sich, <iaß bei jedem Zeichenimpuls der Sendekontakt sr. bzw. srs das Ernpfangrelais von der Leitung abtrennt und dafür die Telegrafierspannung anlegt.
  • Als Betri-ebsvoi-aussetzung für die Vierdrahtschaltungen ist dabei angenommen. daß die Fernschreibmaschinen nach dein bekannten Prinzip der Dauertrenn- und Dauerzeichenlage fernem- und -ausgeschaltet werden können.
  • Eine ordnungsgemäße Stillsetzung beider Fernschreibmaschinen durch Umlegen auf Dauerzeichenstrom kann nach einer Nachrichtenüberträgung jedoch nicht stattfinden. Wird beispielsweise von dem Teilnehmeranschluß TA, aus nach Beendigung der Nachrichtenübermittlung der Anker srl aus der Dauertrennlage, d. h. vom -=Pol, in die Dauerzeichenlage, d. h. an den -Pol. zurückgelegt, so wird durch den Anker sr., des Senderelais SR, das Empfangsrelais ER@ von der Leitung abgetrennt. per Fernschreibempfänger, der an den Teilnehrneranschluß TA_ angeschlossen ist, wird durch den weiterverlaufenden Minusimpuls auch stillgesetzt. In der üblichen Weise wird dieser Minusimpuls vom Empfänger beim Tei.lnehmeranschluß T_9: zurückgegeben und durch das Senderelais SR, beim Fernleitungsabschluß FAdas Empfangsrelais ER, auch hier von der Fernleitung EFL abgetrennt. Beide FernleitungsahschlüsseFA, und FA2 sind dadurch :gegen einen erneuten Anruf von der Gegenstation aus gesperrt, wenn die Verbindung getrennt wird.
  • Durch die Einführung der erfindungsgetnäßen Umsetzerschaltung, die in Fig. i durch SU, und SU, angedeutet ist, werden diese Nachteile vermieden, wie an Hand der Fig. z dargelegt -,verden soll. In der Fig. ist der Einfachheit halber nicht die :gesamte aufgebaute Verbindung dargestellt, sondern nur die Abschlußschaltung. der Einfachfernleitung EFL an. dem einen Ende. Zum Unterschied von Fig. i, bei der Schreibzustand der Schaltung angenommen wurde, ist Fig. a im ausgeschalteten Zustand dargestellt. Zur Betrachtung der Vorgänge bei der anderen Fernschreibstelle muß die gleiche Schaltung als Empfangsschaltung betrachtet werden.
  • Im einzelnen sind die Schaltvorgänge beim Nachrichtenverkehr folgende: Der Fernschreibteilnehmer ist über eine Vierdrahtleitung TL mit den Adern a1, b1 und cr., b. an die Umsetzerschaltung angeschlossen. Zur fernen Umsetzerschaltung führt eine Einfachfernleitung EFL mit Rückleitung über Erde, die nur absatzweise in den beiden Verkehrsrichtungen betrieben werden kann. An ihrer Stelle kann auch eine Doppelleitung oder ein Tonfrequenz!kanal vorgesehen sein. Im Ruhezustand liegt wie bei dem Schaltzustand nach Fig. i das Empfangsrelais ERg über den Senderelaisanker sr. empfangsbereit -an der Einfachfernleitung EFL.
  • Im Ruhezustand kommt von dem Kontakt srl des Senderelais SR, des rufenden Teilnehmers Dauerzeichenstrom zur Umset7erschaltung. Da der Kontakt srl und das andere Ende der Wicklung des Relais A am Minuspol .der Batterie liegen, ist das Relais A kurzgeschlossen. Das Relais SR. der Relaisabschlußschaltung führt Trennstrom über folgenden Weg: +OB, Kontakte a., b1, Re-IaIS SR., Mitte OB. Das Empfangsrelais ERi des Teilnehmers erhält im Ruhezustand Zeichenstrom über folgenden Weg: -OB, Kontakt cl, Relais ER", Mitte OB. Das Relais D ist erregt: +OB, er" Relais D -OB. Das Relais C ist nicht erregt, da es über dl, c_ an der a-Ader und damit beiderseitig an +OB liegt.
  • Wenn der rufende Teilnehmer zum Zweck des Anrufs die Stromrichtung der Teilnehtnerschleife umkehrt, so legt auch das Relais SR, aus der Zeichenlage (-) in die Trennlage (+) um. Das Relais A spricht an (+OB, srl, A, -OB) und polt mit seinem Kontakt a2 die Stromrichtung des Ortsstromkreises für das Relais SR. um, so daß der Anker sr, an die Telegrafenbatterie TB gelegt wird (-OB, a2, b" SR- i4Zitte 0B2. Dadurch wird auf die Einfachfernleitung ein Impuls gegeben, der aber durch das Relais T in seiner Länge begrenzt wird. Beim Ani sprechen von A wird nämlich gleichzeitig über den Kontakt a1 das Relais B erregt. Beim Ansprechen des Relais B wird der Kontakt b1 umgelegt, so daß das Relais SR.. auch wieder seine Lage ändert: -[-OB, srl, b1, SR., Mitte OB. Der über die Einfachfernleitung verlaufende Einschaltimpuls ist daher von nur kurzer Dauer, .die bestimmt wird durch die Ansprechzeit des Relais B.
  • Zur Betrachtung der Vorgänge bei der empfangenden Station ist nunmehr die Fig. a als solche anzusehen. Über die Fernleitung EFL kommt entsprechend den oben beschriebenen Schaltvorgängen auf der sendenden Station ein kurzer Impuls an, so daß das neutrale Relais ER, kurzzeitig erregt wird und dessen Anker er:" der im Ruhezustand an der Trennseite (+OB) gelegen hat, kurzzeitig auf die Zeichenseite (- OB) umgelegt wird. Hierdurch wird C erregt: -OB, er., c2, dl, C, +OB. Das Relais C bildet sich einen Haltestrotnkreis beim Umlegen des Kontaktes c. von -OB über c., dl, C nach '-, OB. Der Ortskreis der Umsetzerschaltung im Empfängerteil wird durchgeschaltet durch den Kontakt cl, der umlegt und dementsprechend die Fernschreibmaschine beim gerufenen Teilnehmer, der über die Fernleitung TL angeschlossen sein soll, zum Anlaufen bringt. In der Teilnehmeranschlußschaltung des gerufenen Teilnehmers wird zur Rückmeldung der Sendeortskreis a., b2 umgepolt und dadurch von der Urnsetzerschaltung auf die Einfachfernleitung ein Impuls gegeben, der m gleicher Weise, wie es oben für die rufende Station gezeigt wurde, verläuft. Durch diese Umschaltung wird auch die Fernschreibmaschine der rufenden Station über den Empfangsteil der Umsetzerschaltung und die Adern a1, b1 beim rufenden Teilnehmer in Gang gesetzt.
  • Die Anlage ist nunmehr zur Nachrichtenübermittlung bereit, und die Teilnehmer können miteinander telegrafieren. Beim Telegrafieren bleiben infolge der kurzen Telegrafierimpulse die abfallverzögerten Relais A und D angezogen, so daß über die Umsetzerschaltung nur die Telegrafenrelais betätigt werden.
  • Wird nach Beendigung der Nachrichtenübermittlung, beispielsweise bei der Station des rufenden Teilnehmers, die Schlußtaste gedrückt, so geht das polarisierte Relais SR, an den Minuskontakt zurück, wie dies in der Fig. 2 dargestellt ist. Das Relais SR.. legt um und gibt den Impuls weiter, der zum fernen Teilnehmer übertragen und bei dessen Umsetzerschaltung umgesetzt wird. Bei der Umsetzerschaltung des rufenden Teilnehmer fällt außerdem das Relais.4 finit Verzögerung ab; und der Kontakt a, trennt B.von der Spannung ab. Durch das Zurücklegen des Kontaktes b, wird das Relais SR. wieder ai OB gelegt, so daß auch der Ausschaltimpuls in seiner Länge durch die Abfallzeit der Relais.-1 und B begrenzt ist.
  • Bei der Umsetzerschaltung, die Bern gerufenen Teilnehmer zugeordnet ist, fällt beim Eintreffen des Ausschaltimpulses das Relais D ab. Der Kontakt dl unterbricht den Haltestromkreis von C. Der Kontakt c, gibt weiterhin Zeichenstrom zum Empfänger, so daß die Fernschreibmaschine stillgesetzt wird. Ist der Ausschaltimpuls von bestimmter Länge beendet, so spricht D wieder an. Durch den Kontakt d, wird C zur Aufnahme des nächsten Anrufimpulses wieder an den Ortskreis gelegt.
  • Bei der :Maschine des gerufenen Teilnehmers wird der Ausschaltimpuls über die vorwärtige Übertragungsrichtung a2, b.. zur Umsetzerschaltung zurückgegeben. Diese Rückmeldung wird in der gleichen Weise, "vie dies oben für den vom rufenden Teilnehmer ausgehenden Ausschaltimpuls beschrieben wurde, zum rufenden Teilnehmer zurückgegeben. Dadurch wird auch dessen Maschine in der beschriebenen Weise stillgesetzt.
  • Die. Schaltung nach Fig. 2 hat noch den Nachteil, daß die Ansprechschnelligkeit der Umsetzerschaltung durch die zwischengeschalteten neutralen Relais niclA allen Ansprüchen, besonders im Telegrafiewählerbetrieb, gerecht zu werden vermag. In der Fig. 3 ist eine Schaltung dargestellt, die diesen Nachteil vermeidet, indem die neutralen Relais nur die Länge der von der Umsetzerschaltung ausgesendeten Schaltkriterien bestimmen, während ihr Beginn durch die Telegrafenrelais selbst bestimmt wird. Das Schaltbild zeigt den stromlosen Zustand. Befindet sich die Schaltung in Ruhe, so führt das Relais D Strom. Seine Kontakte befinden sich also in einer Lage, die der dargestellten entgegengesetzt ist. Der Erregerstromkreis des Relais D hat folgenden Verlauf: -(-OB, Anker er. des neutralen Telegrafenrelais ER., Relais D, -OB.
  • Drückt nun der an die Leitung TL angeschlossene Teilnehmer seine Ruftaste, so legt das Relais SR, infolge des über die Doppelleitung a2, b2 eintreffenden Trennstromes (-(-TB) seinen Kontakt sr, nach +OB um. Das polarisierte Telegrafenrelais SR. legt infolge dieser Stromumkehrung nach der anderen Seite um (+ OB, Anker sr,, b2, SR., h" Mitte 0B1, und sein Anker sr. gibt über die Einfachfernleitung den Einschaltimpuls «-eiter. Der Beginn des Einschaltimpulses ist daher nur von dein Telegrafenrelais abhängig, und seine Beendigung wird durch die Relais A und B bestimmt.
  • Beim Umlegen des Ankers sr, spricht nämlich das A-Relais an und bringt über seinen Kontakt a., das B-Relais. Dieses polt finit seinen Kontakten b, und b2 die Stromrichtung im Relais SR. wieder um, so daß der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wird. Die Länge des Einschaltimpulses, der über die Fernleitung EFL verläuft, ist daher durch die Ansprechzeit der Relais A und B bestimmt.
  • Beim Eintreffen des Einschaltirnpulses bei der Gegenstation (als solche ist nunmehr Fig.3 zu betrachten) wird ER, kurzzeitig erregt, so daß sein Anker er@ für die Länge des Einschaltimpulses an -OB gelegt wird. Dadurch wird das polarisierte Telegrafenrelais ER, über folgenden Weä umgelegt: -OB, er-., e., c., d@, RelaisE'Rl, d2, er, ei, Mitte OB. Durch den Kontakter, wird unverzögert die Einschaltung der gerufenen Teilnehmerstelle v eran.laßt. Vor Beendigung des Einschaltimpulses, d. h. bevor er2 an +OB zurücklegt, spricht das Relais C an- - OB, er., Relais C, Kontakt e4, dl, -(- OB. Durch das Umlegen der Kontakte c, und c2 wird der für das Relais ER, bestehende Stromzustand aufrechterhalten und von dein darauffolgenden Umlegen des Kontaktes er= unabhängig gemacht. Der Kontakt c, bereitet einen Stromkreis für das Relais E vor, das bei Beendigung des Einschaltimpulses anspricht: + OB, Kontakte er., c3, es, Relais E, -OB. Das Relais F_ schafft einen Haltestromkreis: +OB, d,, e3, P.elais E, -OB. Der Kontakt e4 unterbricht den Stromkreis für das Relais C, so daß dieses abfällt. Durch das Umlegen der Kontakte e, und e2 sowie c, und c2 wird der Telegrafierweg von er, nach Relais ER, für die Nachrichtenübermittlung endgültig durchgeschaltet.
  • Die Teilnehmermaschine des gerufenen Teilnehmers, die infolge des Einschaltimpulses angelaufen war, gibt als Rückmeldung an das Relais SR, über die Adern a2, b2 Trennstrom zurück, und diese Rückmeldung wird nach Umsetzung durch den unteren Teil der Umsetzerschultung SLT, über die Einfachfernleitung EFL in der gleichen Weise zum rufenden Teilnehmer zurückgegeben, wie weiter oben die Umsetzung des Einschaltirnpulses beschrieben -wurde. ' Nach Schluß der Nachrichten4bermittlring drückt der Teilnehmer die Schlußtaste. Der Beginn des Ausschaltimpulses (-OB) ist durch das Umlegen des Ankers sr, festgelegt. Er wird unverzögert zum Relais SR, weiter- i gegeben und verläuft über die Fernleitung EFL. Beim Umlegen des Relais SR, fallen die Relais A und B verzögert ab. Dadurch wird die Wicklung des Relais SR, wieder umgepolt und der Ausschaltimpuls begrenzt.
  • Bei der Umsetzerschaltung des Gegent.eiln.ehmers wird durch den Kontakter, das Relais D kurzgeschlossen und fällt daher ab. Die Kontakte d2 und d3 halten diesen Stromzustand für das Relais ER:( aufrecht, so daß zum Teilnehmer dauernd Zeichenstrom ausgesendet wird.' Abhängig von D fällt auch das Relais E ab, da sein Haltestromkreis bei dl aufgetrennt wird. Die Kontakte ei und e2 gehen in den Ruhezustand. Nach Beendigung des Ausschaltimpulses spricht das Relais D wieder an und bereitet den Stromkreis des Relais C für einen .neuen Anruf vor.
  • Nach Stillsetzung der Maschine des gerufenen Teilnehmers kommt auch über das Relais SR:t Zeichenstrom zurück, und der Auslöserückimpuls wird zum rufenden Teilnehiner in der gleichen Weise zurückgegeben, wie dies für den von ihm ausgegangenen Ausschaltimpuls oben beschrieben wurde.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung für Telegrafenvermittlungsanlagen, bei denen die auf den Vierdrahtleitungen in Stromzuständen unbegrenzter Dauer bestehenden Schaltkriterien zur Übertragung über Einfachleitungen mit äbsatzweisem Verkehr durch Umsetzerschaltungen in Stromänderungen begrenzter Dauer umgewandelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Umsetzerschaltung die verschiedenen Schaltkriterien (z. B. Anruf- und Schlußzeichen) für die Einfachleitung mit absatzweisem Verkehr als Impulse gleicher Stromart, aber verschiedener Dauer derart erzeugt werden, .daß für die vor Beginn des telegrafischen Verkehrs zu übertragenden Kriterien die Stromzustände auf der Einfachleitung ihrem Sinn nach gegenüber dem Telegrafierbetrieb so umgekehrt werden, daß einem Zeichenstromzustand auf der Vierdrahtleitung ein Trennstromzustand auf der Einfachleitung tind einem Trennstromzustand auf der Vierdrahtleitung ein Zeichenstromzustand auf der Einfachleitung entspricht.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Übertragung verschiedener Kriterien die Einfachfernleitungen Impulse verschiedener Dauer verwendet werden.
  3. 3. Anordnung nach-Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung des Einschaltkriteriums ein kurzer Impuls verwendet wird. d.
  4. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung des Ausschaltkriteriums ein langer Impuls verwendet wird.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch i bis d., dadurch gekennzeichnet, daß in der Umsetzerschaltung beim Auftreten eines Schaltkriteriums der Vierdrahtleitung ein Relais (A) wirksam wird, das für die Dauer seiner Wirksamkeit ein entsprechendes Schaltkriterium an die Einfachleitung weitergibt.
  6. 6. Anordnung- nach Anspruch 5,. dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der Wirksamkeit dieses Relais (A) durch die Ansprech- oder Abfallzeit von Hilfsrelais (B) bestimmt wird.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch i bis d., dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltkriterien der Einfachleitung bei der Umsetzerschaltung der Empfangsstation das Ansprechen eines Relais (C) zur Folge haben, das den entsprechenden Stroinzustand auf der Vierdrahtleitung erzeugt (über Kontakt cl) und ihn aufrechterhält, indem ein Haltestromkreis gebildet wird, der erst beim Eintreffen eines anderen Kriteriums über die Zweidrahtleitung geöffnet wird. B. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Beginn der Schaltkriterien durch die Telegrafenrelais bestimmt wird (SR" SR" ER" ER..), die mit der Umsetzerschaltung verbrunden sind, während ihre Beendigung von den Ansprech- undloder Abfallzeiten der Relais der Umsetzerschaltung abhängig ist. g. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an den Telegrafieradern der Umsetzerschaltung Relais (z.B. A, D) liegen, die im Ruhezustand die Telegräfierschleife der Uinsetzerschaltung umpolen, während nach ihrem Ansprechen die Telegräfierschleife im richtigen Sinn gepolt ist.
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