DE730048C - Einrichtung zur Ermittlung des Treibdruckes verkokender Kohle - Google Patents

Einrichtung zur Ermittlung des Treibdruckes verkokender Kohle

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Publication number
DE730048C
DE730048C DEK158242D DEK0158242D DE730048C DE 730048 C DE730048 C DE 730048C DE K158242 D DEK158242 D DE K158242D DE K0158242 D DEK0158242 D DE K0158242D DE 730048 C DE730048 C DE 730048C
Authority
DE
Germany
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motor
lever
driving pressure
determining
coking coal
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Expired
Application number
DEK158242D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Bodo Asbach
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Krupp Stahl AG
Original Assignee
Krupp Stahl AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/22Fuels; Explosives
    • G01N33/222Solid fuels, e.g. coal

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Description

  • Einrichtung zur Ermittlung des Treibdruckes verkokender Kohle Gegenstand des Patents 726 002 ist eine Einrichtung zur Ermittlung des Treibdruckes verkokender Kohle. Die Kohle wird dabei in einem von einem beweglichen Kolben verschlossenen zylindrischen Tiegel auf Verkokungstemperatur erhitzt, wobei der Temperaturanstieg festgelegt und mittels eines Temperaturreglers mit Programmstreifen genau eingehalten wird. Es werden während des Verkokungsvorganges die Kräfte gemessen bzw. aufgezeichnet, die der Kolben,gegebenenfalls unter Vermittlung eines Hebel gestänges, auf einen Kraftmesser ausübt, nachdem durch eine an diesem angreifende Zugvorrichtung der Kolben in seine Ausgangsstellung zurückgebracht worden ist.
  • Erfindungsgemäß besteht die an demKraft; messer angreifende Zugvorrichtung aus einer Zahnstange, die mittels eines in seiner Drehrichtung umsteuerbaren Motors über ein Zahnradgetriebe verstellt wird.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
  • Abb. 1 stellt, zum Teil, im Schnitt eine schematische Gesamtansicht der lerfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bestimmung des Treibdruckes dar.
  • Abb. 2 zeigt die Zugvorrichflmg mit dem Antrieb.
  • Abb. 3 veranschaulicht die Schaltung der Relais zur Umsteuerung des die Zahnstange bewegenden Motors.
  • Die Kohle wird in dem elektrisch beheizten Tiegel I erhitzt. Der Treibdruck wfrd von dem beweglichen Kolben 2 über die Kolbenstange 3 auf den um den Punkt 4 drehbaren Hebel 5 übertragen, an dem im Punkte 6 ein Kraftmesser 7, vorzugsweise ein Bederdynamometer, angreift. Der Iiraftmesser 7 wird von einer Zahnstange 8 verstellt, die von dem Motor 10 mittels eines Getriebes g angetrieben wird. An dem Ende des Hebels 5 sowie an dem Ende des lS;raftmessers 7 befinden sich Zeiger mit Schreibstiften 1 1 bzw. 12 die auf der Papierwalze der Schreibvorrichtung 13 die jeweilige Stellung des Hebels 5 sowie die Spannung des Kraftmessers 7 verzeichnen. An dem Ende des Hebels 5 befindet sich ferner eine Metailfeder I4, die zusammen mit dem Hebel 5 zwischen den in geringem Abstand übereinander angeordneten elektrischen Kontakten 15 und 16 beweglich ist. Durch Berührung der Metallfeder 14 mit den Kontakten 15 oder I6 wird je ein Hilfsstromkreis gesdilossen, auf dessen Aufgabe noch eingegangen werden wird.
  • Der Elektromotor I0 treibt (vgl. Abb. 2) iiber das Ritzel 17 das Zahnrad 18, das über die Welle 19 und die Schnecke 20 das Schneckenrad 21 betätigt. Hierdurch wird das auf der Schneckenradwelle 22 aufgekeilte Zahnrad 23 in Bewegung gesetzt.
  • Letzteres treibt dann die Zahnstange 8, die das Federdynamometer 7 spannt.
  • Bei Berührung der Feder I4 mit dem Kontakt I5 (vgl. Abt.3) wird ein Hilfsstromkreis mit den Erregerspulen 24 und 25 der Relais R1 und R von Strom durchflossen und dadurch die Kontakte 28 und 29 geschlossen. Dadurch erhält der E1ektromotor an seinen Anschlußklemmen x und y Spannung, derart, daß die beiden Phasen U und V des beispielsweise verwendeten Drehstromnetzes an den Klemmen x und y liegen.
  • Der Motor 10 läuft an, und zwar in der Richtung, daß die Zahnstange durch das Getriebe nach unten bewegt wird.
  • Bei der Berührung der Feder 14 mit dem Kontakt I6 wird ein anderer Hilfsstromkreis geschlossen, in dem sich die Erregerspulen 26 und 27 der Relais R3 und R. befinden.
  • Dadurch werden die Kontakte 30 und 3I geschlossen und damit die Phasen U und V des Drehstromnetzes an den Klemmen x und y des Motors 10 gelegt, jedoch so, daß diesmal U mit y und V mit x verbunden wird. Durch diese Phasenvertauschung läuft der Motor in entgegengesetzter Richtung an, und die Zahnstange 8 bewegt sich nach oben.
  • Statt des Phasenwechsels bei deFn beispielsweise als Antriebsmaschine angenommeinen Drehstrommotor kann bei Verwendung eines Universalmotors durch Schließung der Hilfsstromkreise nach Betätigung der Kontakte 14, I5 und I6 bei gleicher Anordnung der Relais eine urechselweise Vertauschung von Feld- und Ankerstromrichtung erreicht und so eine Umsteuerung des Motors erzielt werden.
  • Die Wirkungsweise der geschilderten Vorrichtung ist folgende: Bei Beginn der Verkokung drückt der Treibdruck der Kohle den Kolben 2 nach außen, so daß die Feder 14 den Kontakt 15 berührt. Der dadurch geschlossene Hilfe stromkreis bringt die Relais R1 und R zun Ansprechen, deren Kontakte 28 und 29 sich schließen und dadurch den Motor 10 in solcher Richtung in Bewegung setzen, daß die Zahnstange über das Getriebe 9 nach unten bewegt wird. Diese spannt das Federdynamometer 7, bis der Hebel 5 sich so weit abwärts bewegt, daß die Feder 14 sich von dem Kontakt 15 löst und sich wieder in ihrer Ausgangslage zwischen den Kontakten I5 und I6 befindet. Dadurch wird der Hilfsstromkreis unterbrochen, die Kontakte 28 und 29 geöffnet und so die Phasen U und V vom Motor. 10 getrennt, wodurch dieser zum Stillstand kommt. Durch die Bewegung des Hebels 5 nach abwärts wird ferner der Kolben 2 in seine Ausgangslage zurückgebracht, der Rauminhalt der verkokenden Kohle also gleichbleibend gehalten. Der Zeiger 12 registriert dabei die Kraft, die erforderlich ist, um dem Treibdruck das Gleichgewicht zu halten. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis das Treiben der Kohle zu Ende gelangt ist. Dann hat der Kraft messer 7 seine höchste Spannung erreicht.
  • Im weiteren Verlauf der Verkokung sinkt der Treibdruck. Das hat zur Folge, daß das gespannte Federdynamometer 7 den Hebel 5 abwärts zieht und die Feder 14 mit dem Kontakt I6 in Berührung kommt. Dadurch wird der Hilfsstromkreis geschlossen, der die Relais R3 und R4 zum Ansprechen bringt. Die Kontakte 30 und 3I werden geschlossen und die Phasen U und V so an die Klemmen des Motors 10 gelegt, daß diesmal U an y und V an x liegt. Diese Phasenvertauschung bedingt eine Umkehrung der Drehrichtung des Motors 10, wodurch die Zahnstange 8 über das Getriebe 6 nach oben bewegt wird. Dies geschieht so lange, bis die Feder 14 sich von dem Kontakt 16 abhebt. Dann wird der Hilfsstromkreis unterbrochen, und der Motor 10 kommt zum Stillstand. Dabei gelangen zugleich der Hebel 5 und der Kolben 2 in ihre Ausgangsstellungen. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrfach, bis die Verkokung der Kohle beendet ist.
  • An der Schreibvoriichtung 13 kann der gesamte Verlauf des Treibens der Kohle abgelesen werden. Der Schneckentrieb 20, 21 wird zweckmäßig selbsthemmend ausgebildet, damit die Zahnstange 8 in ihrer Lage ,erhalten bleibt, auch wenn der Motor in Ruhe ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Ermittlung des Treibdruckes verkokender Kohle nach Patent 726 002, dadurch g,ekennzeichnet, daß die Zugvorrichtung aus einer Zahnstange besteht, die mittels eines Getriebes durch ,einen in seiner Drehrichtung umsteuerbarren Motor verstellt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Kolben verbundene Hebelgestänge bzw. ein daran angebrachter besonderer Hebel zwischen zwei in geringem Abstand übereinander angeordneten elektrischen Kontakten beweglich ist und durch Berührung des Hebels mit den Kontakten je ein Hilfsstromkreis geschlossen und dadurch je ein Relaispaar betätigt wird, das entweder b,ei Verwendung eines Drehstrommotors eine Phasenvertauschung oder bei Verwendung eines Gleich- oder vi7V;echselstrommotors eine Umkehrung der Feld-und Ankerstromrichtung bewirkt.
DEK158242D 1940-07-23 1940-07-23 Einrichtung zur Ermittlung des Treibdruckes verkokender Kohle Expired DE730048C (de)

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