DE72767C - Pflücker für Baumwoll-Erntemaschinen - Google Patents

Pflücker für Baumwoll-Erntemaschinen

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DE72767C
DE72767C DE189372767D DE72767DD DE72767C DE 72767 C DE72767 C DE 72767C DE 189372767 D DE189372767 D DE 189372767D DE 72767D D DE72767D D DE 72767DD DE 72767 C DE72767 C DE 72767C
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Germany
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cotton
picker
plant
rotating
mass
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Expired
Application number
DE189372767D
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English (en)
Original Assignee
G. BEEKMAN in New-York. 5 East 34^ Street
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D46/00Picking of fruits, vegetables, hops, or the like; Devices for shaking trees or shrubs
    • A01D46/08Picking of fruits, vegetables, hops, or the like; Devices for shaking trees or shrubs of cotton
    • A01D46/14Picking of fruits, vegetables, hops, or the like; Devices for shaking trees or shrubs of cotton using lint-from-plant pickers

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Ropes Or Cables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die bisher im Gebrauch befindlichen rotirenden Plücker können in zwei verschiedene Klassen getheilt werden.
Bei der einen Klasse sind die rotirenden Plückerstiele von solchem Durchmesser, dafs sie jeweilig der Baumwolle auf der Pflanze nur eine Seite des sich drehenden Theiles darbieten und das Herausziehen der Baumwolle durch vorstehende Barte oder durch die anderweitig rauh gemachte Oberfläche des sich drehenden Theiles bewirken. Die Faser wird dabei aus der Samenkapsel der Pflanze gewissermafsen herausgehakt.
Bei der anderen Klasse sind die rotirenden Stiele von so kleinem Durchmesser, dafs sie, gleichviel ob ihre Oberfläche rauh ist oder nicht, die Baumwolle dadurch aufnehmen, dafs sie die Faser um den drehbaren Theil rund herum wickeln, sobald sie mit derselben !in Berührung kommen und bevor noch das Abreifsen beginnt. Nachdem die in der Samenkapsel befindliche Baumwolle auf den Stiel aufgewickelt ist, wird das Abreifsen dadurch herbeigeführt, dafs beim Vorwärtsgang der Maschine die Faser über das Ende oder über die Berührungsstelle des Pflückers hinaus zu einem Faden zusammengedreht wird.
Aehnlich dieser letzteren Art von Plückern arbeitet der Pflücker, welcher den Gegenstand dieser Erfindung bildet. Er unterscheidet sich aber von der letzterwähnten Art dadurch, dafs seine Wirkung nicht von der Form, sondern von seiner Zusammensetzung abhängt, und dafs das Aufwickeln der auf der Pflanze befindlichen Baumwolle durch die Berührung derselben mit einem den Pflücker bildenden Materialpfropfen von möglichst grofsem Volumen bewirkt wird, wodurch das Absuchungsfeld des Pflückers erweitert wird. Die Verbindung der Baumwolle in der Samenkapsel mit dem Materialpfropfen des Pflückers findet durch Zusammendrehen der Baumwollfaser statt, aber an einer Stelle, die vorher nicht bestimmt werden kann, weil man nicht weifs, wo die Baumwollfaser an dem Materialpfropfen haften bleiben wird.
Dieser rotirende Material pfropfen, welcher somit das Wesen der vorliegenden Erfindung bildet, besteht aus Baumwollfaser oder anderer Faser in rohem bezw. nicht gesponnenem Zustande.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der Pflücker dargestellt. Fig. ι zeigt denselben in Seitenansicht und Fig. 2 zeigt ihn in Thätigkeit. Fig. 3 stellt den rotirenden Stiel für sich dar, in einer Form, die sehr geeignet ist für die Aufnahme des Pflückmaterials.
Fig. 4 zeigt in senkrechtem Schnitt eine Vereinigung mehrerer Pflücker in einem gemeinsamen Gestell, und Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie x-x der Fig. 4.
A stellt einen passenden, sich drehenden Stiel dar, der je nach Wunsch biegsam oder steif sein kann.
B ist ein röhrenförmiges, biegsames Lager für den sich drehenden Stiel A, und C ist das bewegliche oder schwingende Gestell.
D ist das Fasermaterial des Pflückers, welches aus roher Baumwollfaser in ihrem natür liehen Zustande, oder aus einem anderen rohen
Fasermaterial von ähnlichen Eigenschaften bestehen kann. Dieses Fasermaterial darf nicht in gewebtem Zustande verwendet werden; es mufs aus biegsamen, äufserst dünnen, anhaftenden Fasern bestehen, die zu einer unregelmäfsigen Masse vereinigt sind und Zwischen-. räume zwischen sich lassen, so dafs die Fasermasse verschieden ist von anderen aus Fasern gebildeten Körpern, wie Schnüre, Tuch oder anderen Textilerzeugnissen, in denen die Fasern gesponnen und verwebt sind, wodurch sie eng mit einander in bleibender Form vereinigt sind.
Das Fasermaterial D ist auf dem Stiel A in geeigneter Weise dauernd oder nur zeitweilig befestigt. Beispielsweise ist in der Zeichnung die Befestigung mittelst einer Schnur α dargestellt, welche mehrere Male um das Fasermaterial herumgeschlungen und deren Enden durch einen Knoten mit einander verbunden sind. Der Stiel A ragt in die Baumwollmasse bis auf eine gewisse Länge hinein, um eine Tragseele zu bilden, welche die Masse auf ihrer ganzen Länge möglichst concentrisch zu der Achse hält, um welche sich das äufserste Ende des Stieles A dreht.
In Fig. 3 ist der Stiel A mit spitzen Barten b versehen, welche so angeordnet sind, dafs die rohe Baumwolle, mit der Hand über die Barte gedrückt, auf denselben verbleibt, und zwar so lange, bis es nöthig erscheint, dieselbe wieder zu entfernen.
Der Mechanismus, welcher die Pflückerstiele in Drehung versetzt, kann beliebig sein. In Fig. 4 und 5 ist ein geeigneter Mechanismus für diesen Zweck dargestellt. Mehrere aus einer Gruppe von rotirenden Stielen bestehende Pflücker, wie deren einer in Fig. 4 dargestellt ist, sind auf einem rotirenden Träger angeordnet, so dafs jeder Pflücker sich in dem Mafse rückwärts dreht, als die ganze Erntemaschine auf dem Boden vorwärts bewegt wird. Durch diese rückläufige Bewegung der Pflücker wird erreicht, dafs die einzelnen Pflückerstiele leicht zwischen die Zweige der Baumwollsträucher hinein- und herausgehen und dieselben auf reife Samenkapseln absuchen.
Die in Fig. 4 und 5 dargestellte Bewegungsvorrichtung für die Pflückerstiele besteht aus einer Antriebswelle E mit Zahnrädern F, in welche kleine Triebe G eingreifen, welche durch die losen Rollen H in Eingriff gehalten werden, die in geeigneter Weise in dem Gehäuse C gelagert sind. Jeder Trieb G treibt zwei biegsame Stiele A, welche sich vom Trieb aus nach entgegengesetzten Richtungen hin erstrecken und an ihren freien Enden die in Drehung zu versetzende Fasermasse tragen. Das Gehäuse C ist mit biegsamen Armen B versehen, welche aus schraubenförmig gewundenem Draht oder aus anderem Material bestehen, welches sich biegt, sobald es in Berührung mit den Zweigen der Pflanze kommt. Die Stiele A drehen sich frei in den rohrartigen Armen B.
An Stelle dieser Antriebsvorrichtung kann auch eine andere geeignete angewendet werden, wie z. B. die in den amerikanischen Patenten Nr. 427218 vom 6. Mai 1890 und No. 436770 vom 23. September 1890 beschriebenen Vorrichtungen.
Die Wirkungsweise des Pflückers ist in Fig. 2 dargestellt; dieselbe ist folgende: Das Fasermaterial D, welches schnell rotirt, während er durch die Pflanze bewegt wird, bildet, sobald er mit irgend einem Theile seines äufseren Umfanges mit der Baumwolle der Samenkapsel in Berührung kommt, eine Zusammendrehung c durch Spinnwirkung, durch welche die Fasern des Pflückers und der Samenkapsel, mit einander verbunden, sich in die Richtung der Rotationsachse des Pflückers einstellen. Da das Spinnen fortfährt, so entsteht aus der Zusammendrehung c sehr bald eine Schnur oder ein Seil, und ehe noch die rotirende Masse D sich durch den Vorgang der Maschine weit genug durch die Pflanze hindurch und von der Samenkapsel J fortbewegt hat, sind die beiden Fasermassen D und / durch die gesponnene Schnur c genügend fest mit einander verbunden, um die Baumwolle J mitsammt dem Boden der Samenkapsel von der Pflanze abzureifsen. Die auf diese Weise herausgezogene Baumwolle hängt dann an der Verbindung c, bis sie die Abstreifvorrichtung der Maschine in bekannter Weise von der Pflückermasse D entfernt.
Das zusammengedrehte Verbindungsstück c zwischen -D und / bildet sich aus dem Material D des Pflückers, und zwar an einem Punkte, der so lange unbestimmt ist, bis eine Berührung zwischen D und J stattgefunden hat. Alsdann ist auch die Rotationsachse bestimmt, an welchem Theil der Oberfläche von D auch immer die anfängliche Berührung stattgefunden haben mag. Da nun bei mehreren hinter einander folgenden Operationen die verbindende Zusammendrehung c an verschiedenen Punkten der Oberfläche von D stattfinden wird, und da die aus der Samenkapsel herausgerissene Baumwolle vor jedem neuen Eindringen des Pflückers zwischen die Zweige der Pflanze von der Pflückermasse D abgerissen wird, so tritt ein gewisser Ausgleich in der Abnutzung der rotirenden Pflückermasse D ein, der eine nachtheilige Verdrehung oder Verzerrung derselben verhütet.
Der beschriebene Pflücker besitzt nach Angabe des Erfinders folgende Vortheile:
Der Absuchungsbereich innerhalb der Pflanze wird erhöht.

Claims (1)

  1. Der Pflücker bildet ein so zartes Mittel zum Absuchen der Zweige, dafs das' Abschlagen und Vergeuden irgend welcher reifen Theile von Baumwolle oder ein Beschädigen der erst theilweise reifen Theile, oder ein Beschädigen der Pflanze ausgeschlossen ist.
    Der Pflücker gestattet das Abtrennen der von der Pflanze abgerissenen Baumwolle vor jedem neuen Eindringen zwischen die Zweige der Pflanze, ohne dal's es nöthig wäre, die Drehung des Pflückers zu unterbrechen, wodurch die Anwendung einfacher Antriebsvornchtungen ermöglicht ist.
    Der Pflücker kann leicht und ohne Kosten auf dem Erntefelde ersetzt werden, da man nur nöthig hat, Baumwolle von der Pflanze auf dem Stiel des Pflückers zu befestigen.
    Paten τ-Ansprüche:
    Ein Pflücker für Baumwoll-Erntemaschinen, bestehend aus einer sich drehenden Masse aus Baumwolle oder anderer ähnlicher Faser, welche sich im natürlichen, nicht gewebten Zustande befindet, sich mit der Baumwolle der Pflanze durch Zusammendrehen verbindet und die Baumwolle von der Pflanze beim Weiterfahren der Maschine abreifst. Ein Pflücker der unter Anspruch ι. bezeichneten Art, sofern die sich drehende Masse aus Baumwoll- oder ähnlicher Faser auf einem rotirenden Stiel angeordnet ist, der sich mitten in die Masse hinein erstreckt, mit ihr fest verbunden ist und die Seele der Masse bildet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE189372767D 1893-03-08 1893-03-08 Pflücker für Baumwoll-Erntemaschinen Expired DE72767C (de)

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