DE72628C - Formvorrichtung für Massengufs - Google Patents

Formvorrichtung für Massengufs

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DE72628C
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Germany
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molding boxes
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DENDAT72628D
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English (en)
Original Assignee
Ä. VON GÄLOCSY und E. LECHNER in Ruszkicza, Ungarn
Publication of DE72628C publication Critical patent/DE72628C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C11/00Moulding machines characterised by the relative arrangement of the parts of same

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT;
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und Formerei.
(Ungarn).
Formvorrichtung für Massengurs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. April 1893 ab.
Diese Erfindung betrifft einen Apparat zur Erzeugung von Metallgufsgegenständen.
Durch die Anordnung stehender bezw. hängender Formkästen in Verbindung mit doppelten Modellplatten für die Erzeugung eines Gufsgegenstandes in der n-fachen Zahl sind nach dieser Erfindung nur (n + 1) Formkästen nöthig, während, bisher mindestens zwei Kästen für jeden geformten Gufs, in Summa 2 η erforderlich waren.
Auf dem Gestell A, Fig. ia, sind die beiden Seitenträger B und der Mittelträger B1 angeordnet, auf welche die Formkästen, Modell- und Endplatten gehängt werden. Die Seitenträger sind an ihren Oberkanten in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise abgeschrägt und in ihrer gegenseitigen Stellung durch die Stellschrauben b regulirbar.
Die Formkästen, deren einer in Fig. 2 a und 2 b iri Seitenansicht und Querschnitt dargestellt ist, werden von hufeisenförmig gebogenen Platten gebildet. Sie sind für sich an den beiden Enden und oben offen. An den beiden Vollseiten oberhalb ihres Schwerpunktes sind sie mit den Stützen t versehen, welche letzteren an ihrer Unterkante der Form der abgeschrägten Trägerkanten entsprechende Einschnitte besitzen, vermöge deren sie auf die Träger B gepafst werden können. Nach oben sind sie horizontal begrenzt. Die an der Sohle der Formkästen befindlichen Stützen ^1 passen in die abgeschrägten Oberkanten des Mittelträgers B1 und besitzen überdies in der Mittellinie eine kreisförmige Lochung zum Durchstecken einer Verbindungsstange.
Fig. 3 a und 3 b stellen die Modellplatte in Seiten- und Längenansicht dar. Diese hat einen den Formkästen ähnlichen Querschnitt, besitzt einen (in der Zeichnung nicht dargestellten) Ausschnitt für den Eingufs, von welchem aus Rippen für die Bildung der zu den Gufsformen führenden Kanäle oder Rinnen abzweigen. Auf ihren beiden Flächen werden die Modelle für den zu giefsenden Gegenstand angebracht. Sie sind ferner mit Seitenstützen t von demselben Querschnitt wie jene der Formkästen versehen und besitzen an ihrer Sohle in der Mittellinie entsprechend der diesbezüglichen Lochung in den unteren Formkastenstützen ein Ohr f zum Durchstecken der Verbindungsstange. Ueberdies erhalten sie anschliefsend an die oberen Stützen t zu beiden Seiten Handgriffe m zum Einsetzen in den Ständer bezw. zum Ausheben aus demselben.
Die Endplatten, von denen in Fig. 4a und und 4b Seiten- und Längenansicht gegeben sind, sind einfache Platten vom Querschnitt der Formkästen und haben den Zweck, die aus den Formkästen gebildete Batterie abzuschliefsen. Sie sind mit Stützen t, ähnlich jenen der Formkästen, zu beiden Seiten versehen, deren Unterkante für das Auflager auf den Trägern gestaltet ist, während sie in ihrem die Plattenhöhe etwas überragenden Obertheil einen dreieckigen Ausschnitt enthalten, dessen Basis in der Horizontalen der Stützenoberkanten an den Formkästen und Modellplatten,' während der verticale Schenkel in der von den verticalen Vollwänden der Formkästen gebildeten Ebene liegt. Beide Endplatten be-
sitzen ferner unterhalb ihrer Oberkanten Lochungen ο für die Aufnahme der unten zu besprechenden Verbindungstheile der Deckplatte und unterhalb der Sohle ein Ohryj wie die Modellplatten. Die vordere Endplatte besitzt endlich an geeigneter Stelle, ähnlich den Modellplatten, einen Ausschnitt, das Eingufsloch (in der Zeichnung nicht dargestellt).
Die in Fig. 5 a und 5 b in oberer Ansicht und Seitenansicht dargestellte Deckplatte ist für stehenden Gufs erforderlich. Sie ist von der Breite der Formkästen und hat eine derartige Länge, dafs sie die zu einer Batterie gekuppelten Formkästen bedeckt. Sie ist mit Haken und Dornen ausgestattet, vermöge deren sie in den erwähnten Oeffnungen der Endplatten befestigt wird.
Zur Verbindung der Formkästen, End- und Modellplatten behufs Einformung, sowie Aufstellung der Batterie für den Gufs dienen zwei .Winkeleisen ρ, Fig. 6 und 7, welche einerseits einen Knopf, andererseits einen Schlitz für die Anbringung eines Keiles besitzen. Sie sind bestimmt, die einzelnen Apparatbestandtheile im Obertheil zu verbinden, werden durch die dreieckigen Oeffnungen an den Stützen der Endplatten geführt und ruhen mit ihren Schenkeln auf den Oberkanten der Stützen t und an den Verticalwänden der Formkästen bezw. auch der Modellplatten. Zur Verbindung im Untertheil dient eine runde Stange p17 welche durch die unteren Ohren f der Endplatten, die Oeffnungen an den Formkästenstützen t und die Ohreny an den Modellplatten geführt wird. Zum Anziehen der Verbindungsstangen ρ und p{ dienen die Keile e, Fig. 6 und 7. Der Gebrauch des Apparates für die Einformung und den Gufs ist folgender:
Auf die mittelst der Stellschrauben b in gehöriger Entfernung eingestellten Träger B wird zuerst eine Endplatte, hierauf abwechselnd stets ein Formkasten und eine Modellplatte, zuletzt die zweite Endplatte eingehängt. Nun führt man durch die dreieckigen Oeffnungen an den Endplatten die Winkeleisen ρ und durch die Ohren an der Sohle von Endplatten, Formkästen und Modellplatten die Stange px und zieht dieselben mittelst der Keile e fest an.
Man beginnt nun die Füllung der Formkästen mit dem Formsand und die Einstampfung. Sobald der Sand bis zur Höhe des Eingufskanales eingestampft ist, führt man durch den Ausschnitt der vorderen Endplatte einen runden Stab durch sämmtliche Formkästen und die Oeffnungen in den Modellplatten bis zur zweiten Endplatte und setzt hierauf die Einstampfung bis zu ihrer Vollendung fort. Hierauf streicht man die Formkästen ab und zieht den vorerwähnten Stab heraus.
Fig. 6 zeigt die Anordnung des Apparates für die Einstampfung, α die Formkästen, b die Modellplatten, c und d vordere und rückwärtige Endplatte, ρ .und px die Verb'indungsstangen und e die Keile.
Nach beendeter Einstampfung schlägt man die Keile e heraus und entfernt die Stangen ρ und J)1, wodurch die Batterie gelöst ist.
Man fafst nun die erste Modellplatte und rückt mit. dieser den vorstehenden Fomkasten sammt anruhender Endplatte etwas weiter gegen das freie Ende des Ständers, löst die Modellplatte durch ein kleines Rückschieben vom Formkasten, hebt sie aus und stellt sie zur Seite; mittelst der zweiten Modellplatte schiebt man auf die oben beschriebene Weise den zweiten Formkasten, an den, ersten, stellt die Modellplatte wieder zur'Seite und fährt in dieser Weise fort, bis sämmtliche Formkästen neben einander stehen und alle Modellplatten ausgehoben sind. Zuletzt wird die zweite Endplatte mit dem voranstehenden Formkasten angesetzt. Hierauf bringt man die Deckplatte über die Formkästen, führt die Verbindungsstangen ρ und p^ wieder ein und keilt sie fest, womit die Batterie für den Gufs bereitgestellt ist.
Zu bemerken ist noch, dafs die eingeformten Kästen vor dem Giefsen in der üblichen Weise mit Graphitpulver eingestäubt werden.
Soll die Einformung durch Pressen mittelst Seitendruckes erfolgen, so ist die Beiordnung von Hülfskästen zu den oben beschriebenen Formkästen erforderlich. Diese sind im wesentlichen von der Form der eigentlichen Formkästen, nur etwas schmaler, und passen in die letzteren ein.
Sie haben den Zweck, den Formkastenraum vor der Pressung zur Aufnahme des FormT sandes seinem gröfseren Volumen entsprechend zu erweitern. Ihre Länge mufs aufserdem für ein genügendes Auflager der im Formkasten benöthigten Theile bestimmt werden.
Während der Pressung dringen die Hülfskästen und ihr Sandinhalt in die Formkästen ein, so dafs endlich wieder die Formkästen an einander gereiht erscheinen.
In beiliegender Zeichnung sind in Fig. 8, 9 und 10 die Formkästen a, die Modellplatten b, die Endplatte c, die Hülfskästen h dargestellt und zeigen die Anordnung der Hülfskästen an die Formkästen vor der Pressung und ihre Lage nach dem Eindringen in die Formkästen.
Die Führung für die Prefsstange wird am besten an dem verlängerten Ständer selbst anzubringen sein und kann der Betrieb dann für Hand, Dampf, Druckwasser etc. eingerichtet werden.
Die Verkeilung der Verhindungsstangen darf erst nach erfolgter Pressung stattfinden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Formvorrichtung für Massengufs mit stehenden oder hängenden, oben und an beiden Seiten offenen U - förmigen Formkästen, in denen das Einformen mit Hülfe von doppelten, zwischen je zwei Formkästen eingeschalteten Modellplatten erfolgt, wobei die Formkästen zwei Endplatten, sowie während des Formens auch die Modellplatten in ein gemeinsames Gestell eingespannt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT72628D Formvorrichtung für Massengufs Active DE72628C (de)

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