DE723116C - Herstellung von organischen Schwefelverbindungen - Google Patents
Herstellung von organischen SchwefelverbindungenInfo
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- DE723116C DE723116C DEI62463D DEI0062463D DE723116C DE 723116 C DE723116 C DE 723116C DE I62463 D DEI62463 D DE I62463D DE I0062463 D DEI0062463 D DE I0062463D DE 723116 C DE723116 C DE 723116C
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- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C303/00—Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
- C07C303/02—Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof
- C07C303/04—Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof by substitution of hydrogen atoms by sulfo or halosulfonyl groups
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Description
- Herstellung von organischen Schwefelverbindungen Das Patent 715 846 betrifft die Herstellung von neuartigen organischen, Schwefel und Sauerstoff enthaltenden Verbindungen, bei der man die durch die bekannte gleichzeitige Einwirkung von Halogen und Schwefeldioxyd auf gesättigte, aliphatische Kohlenwassierstofe in flüssiger Phase erhältlichen, Schwefel, Sauerstoff und Halogen enthaltenden Erzeugnisse mit Alkoholmoder Phenolen umsetzt.
- Es wurde nun gefunden; daß man ebenfalls zu Schwefel und Sauerstoff enthaltenden Verbindungen gelangt, wenn man zur gleichen Umsetzung mit Alkoholen und Phenolen nunmehr solche Erzeugnisse verwendet, die bei der gleichzeitigen, Einwirkung von: Schwefeldioxyd und Halogen auf alipbatische Halogenkohlenwasserstoffe in flüssiger Phase entstehen. Diese Erzeugnisse -enthalten neben leicht hydrolysierbaren Halogenatomen stets unmittelbar an Kohlenstoff gebtuidene Halogenatome; sie zeigen also ähnliche Eigenschaften wie Halogensufohaliogenäde. Die Herstellung dieser Ausgangsverbindungen kann in an -sich bekannter Weise derart durchgeführt werden, daß man beispielsweisse Chlor und Schwefeldioxyd durch einen flüssigen, geschmolzenen oder in einem irnerten Lösungsmittel gelösten Chlorkohlenwasserstoff der Paraffinreihe bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur leitet, wobei man- Stoffe erhält, die neben dem säurechloridartig gebundenen Chlor und neben den aliphatisch gehundenen Chloratomen gegebenenfalls auch noch zusätzlich schwer hydrolysierbare CWoratome enthalten. Für die Umsetzung mit KI6 koholen und Phenolen besonders geeignet sind ferner die säureh:alogenidähnlichen Stoffe, die durch Einwirkung von Halogen und Schwefeldioxyd auf gesättigte Halogenkohlenwasserstoffe unter Bestrahlung mit kurzwelligem Licht gewonnen worden sind. Sie werden nachstehend als Halo,gensulfoh:al@oge-n!ide bezeichnet.
- Für die Umsetzung geeignete Alkohole und Phenole sind die im Hauptpatent aufgeführten Vertreter dieser beiden Klassen. Ihre Umsetzung mit Halogensulfohalogeniden kann ebenfalls in der im Hauptpatent beschriebenen Weise bewirkt werden. Die entstandenen, Schwefel und Sauerstoff sowie schwer hvdrolysierbares Halogen enthaltenden Verbindungen: sind ölig oder auch fest, manchmal Bobar kristallisiert. Sie können in einem Molekül eine, zwei oder auch mehr aus Schwefel und Sauerstoff bestehende Gruppen enthalten. Sie eignen sich in hervorragender Weise als Lösungs- und Weichmachungsmittel für filmbildende Massen, z. B. 'für Polyvinylverbindungen, Cellulosederivate u. dgl. Durch Ändierung der Zahl der nicht hydrolysierbaren Halogenatome, die vor der Einwirkung von Halogen und Schwefeldioxyd in dem Ausgaugshalogenkohlenwasserstoff vorhanden waren., lassen sich die Eigenschaften der Ümsetzungserzeugnisse, insbesondere ihre Flüchtigkeit, in weiten Grenzen verändern.
- Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Beispiel i ioö Teile eines i4,6% Chlor und 6,30,16 Schwefel sowie Sauerstoff enthaltenden Erzeugnisses (hergestellt durch Behandeln von 6oo Teilen eines Kohlenwasserstoffgemisches vom Siedebereich Zoo bis 35o', das durch katalytische Hydrierung von Kohlenoxyd bei gewöhnlichem Druck gewonnen wurde, mit i 2o Te.ilen Chlor unter Bestrahlung mit kurzwelligem Licht und Umsetzung des erhaltenen, durchschnittlich 9, i % Chlor enthaltenden Gemisches chlorhaltiger Kohlenwasserstoffe mit 12o Teilen Chlor und 12o Teilen Schwefeldioxyd bei etwa 18' im Laufe von i o Stunden unter Bestrahlung mit kurzwelligem Licht) werden mit einer Lösung von 9,5 Teilen Natriumhydroxyd und 3o Teilen Kresol in 47,5 Teilen Wasser innig verrührt, wobei man durch Kühlung dafür sorgt, daß die Temperatur nicht über 6o' steigt. Die Mischung wird dann 15 Minuten lang bei der gleichen 'Temperatur weitergerührt. Man läßt die bei =rtm Stehen sich absetzende wäßrige " ,ntere Schicht ab, wäscht die darüber beliche ölschicht zweimal mit der gleichen I*mmenge 4o%igem wäßrigem Methylalkohri'1I#tin;ci säuert dann durch Zugeben wäßriger Salzsäure schwach an. Man bläst das unveränderte Phenol und andere flüchtige Bestandteile mit Wasserdampf ab. Hierbei bleibt in einer Ausbeute von 9i Teilen ,ein viscoses, schwach flüchtiges, gelblich gefärbtes öl zurück, das sich als Weichmachungsmittel für Polyvinyl,ch.lorid gut eignet. Beispiel 2 Als Ausgangsstoff dient ein Chlorpropansulfochlorid, wie man es durch gleichzeitiges Einleiten eines Gemisches gleicher Raumteile Chlor und Schwefeldioxyd in eine von außen gekühlte Lösung von z Teil Monochlorpropan-i in 3 Teilen Tetrachlorkohlenstoff unter gleichzeitigem Bestrahlen mit einer Quecksilber dampflampe erhält. i oo Teile dieser Verbindung werden am Rückflußkühler mit 54 Teilen Phenol und 15 Teilen Zinkchlorid langsam unter Rühren auf i3o- erhitzt, auf dieser Temperatur 45 Minuten lang gehalten und dann kurze Zeit auf i 6o' erwärmt. Das Umsetzungsgemisch wird dann mit Wasser und io%iger Natronlauge gewaschen und in Äther aufgenommen. Die ätherische Lösung wird mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach .dem Verdampfen des Äthers erhält man ein bräunliches, leicht bewegliches öl. Beispiel 3 iooTeile eines entsprechend den Angaben des Beispiels 2 aus i-Monochlorbutan hergestellten Chlorbutansulfochl,orids erhitzt man 4 Stunden lang am RückflußkühIer mit 34 Teilen Methylalkohol. Man wäscht mit Wasser und Sodalösung aus und erhält so ein schwach gelbes, nicht destillierbares öl, das sich ausgezeichnet als Weichmachungsmittel für Cellulosees,ter eignet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Weiterbildung des Verfahrens zur Herstellung von organischen Schwefelverbindungen nach Patent 715846, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch gleichzeitige Einwirkung von Halogen und Schwefeldioxyd auf gesättigte, aliphatische Halogenkohlenwas.sers,toffe in flüssiger Phase erhältlichen, Halogen, Schwefel und Sauerstoff enthaltenden organischen Verbindungen mit Alkoholen oder Phenolen umsetzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI62463D DE723116C (de) | 1938-09-17 | 1938-09-17 | Herstellung von organischen Schwefelverbindungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI62463D DE723116C (de) | 1938-09-17 | 1938-09-17 | Herstellung von organischen Schwefelverbindungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE723116C true DE723116C (de) | 1942-08-03 |
Family
ID=7195691
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI62463D Expired DE723116C (de) | 1938-09-17 | 1938-09-17 | Herstellung von organischen Schwefelverbindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE723116C (de) |
-
1938
- 1938-09-17 DE DEI62463D patent/DE723116C/de not_active Expired
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