DE722852C - Verfahren zum Abdichten von Faessern unter Anwendung von Druck - Google Patents

Verfahren zum Abdichten von Faessern unter Anwendung von Druck

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DE722852C
DE722852C DESCH121449D DESC121449D DE722852C DE 722852 C DE722852 C DE 722852C DE SCH121449 D DESCH121449 D DE SCH121449D DE SC121449 D DESC121449 D DE SC121449D DE 722852 C DE722852 C DE 722852C
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DE
Germany
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barrel
sealing
pressure
overpressure
barrels
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Expired
Application number
DESCH121449D
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English (en)
Inventor
Ludwig Drexler
Johann Tiefenthaler
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MECHANISCHE FASSFABRIK MUENCHE
Original Assignee
MECHANISCHE FASSFABRIK MUENCHE
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27HBENDING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; COOPERAGE; MAKING WHEELS FROM WOOD OR SIMILAR MATERIAL
    • B27H5/00Manufacture of tubes, coops, or barrels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zum Abdichten von Fässern unter Anwendung von Druck Es ist schon vorgeschlagen worden, de Dauben von Fässern, insbesondere von Bierfässern, dadurch dicht zu machen, daß man von der Hirnholzfläche her mit Überdruck ein später erstarrendes Dichtungsmittel, z. B. Paraffin, einpreßt. Dabei ist es gleichgültig, ob man jede Daube einzeln behandelt Moder ob man das Dichtungsmittel in die Hirnholzfläche des schon zusammengesetzten Fußkörpers einpreßt.
  • Es hat sich gezeigt, 'daß dieses Verfahren eine günstige Voraussetzung dafür schafft, um das Faß auch einer an sich bekannten innenseitigen Behandlung mit einem später erstarrenden Dichtungsmittel zu unterziehen, in der Weise, daß die Dichtungsflüssigkeit im Fußinnern unter überdruck gesetzt wird. Dadurch, daß durch die schon vorgeschlagene Behandlungsweise die an den Hirnholzflächlen ausmündenden Poren bereits abgedichtet sind, ist eine sichere Gewähr dafür geboten, daß der innere Überdruck rasch und in ausreichender Höhe, .etwa 3 Atm., @erzeugt @@"rden kann. In welcher Weise der innere Überdruck erzeugt wird, ist an sich gleichgültig. Man kann z. B. so vorgehen, daß man die Dichtungsflüssigkeit in das Faßinnere einfüllt und dann auf den Flüssigkeitsspiegel den überdruck, z. B. Preßluft oder auch Dampf, wirken läßt. Man kann aber auch das flüssige Dichtungsmittel in bekannter Weise mit hohem Druck in das nach außen abgeschlossene und abgedichtete Faß so lange einspritzen, bis der gewünschte innere Überdruck erreicht ist. Der Überdruck entsteht auch dadurch, daß der Spiegel der in das Fußinnere eingeführten Dichtungsflüssigkeit in dem abgeschlossenen und abgedichteten Faß steigt und dadurch die eingeschlossene Luft komprimiert. Zweckmäßig läßt man den Flüssigkeitsspiegel so hoch steigen, daß @er über der Verjüngung steht, welche die Fußdauben gegen die Mitte zu in der Regel aufweisen und wo demzufolge die Jahresringe angeschnitten sind, so daß unter der Einwirkung des inneren Überdruckes die Dichtungsflüssigkeit in diese in das Fußinnere mündenden Poren eingepreßt wird, sofern sie nicht schon durch die vorausgegangene Behandlung von der Hirnholzfläche her mit Flüssigkeit gefüllt sind. Beide Möglichkeiten, nämlich das Einspritzen und das Unterdrucksetzen eines eingefüllten Imprägniermittels, lassen sich auch kombinieren, und zwar in der Weise, daß von beiden Möglichkeiten gleichzeitig oder hintereinander Gebrauch gemacht wird.
  • Damit die Poren beim Einpressen des Dichtungsmittels im Fußinnern geöffnet und gut aufnahmefähig für das Dichtungsmittel sind, empfiehlt es sich, das Faß vorher in bekannter Weise einer Hitzebehandlung zu unterwerfen, z. B. zu dämpfen.
  • Auch kann man neben dieser Maßnahme oder .ohne dieselbe das Faß vor der Behandlung mit innerem Überdruck ganz oder teilweise evakuieren, damit die in den Poren eingeschlossene Luft entweicht und beim darauffolgenden Einpressen des Dichtungsmittels Luftpolster nicht entstehen können.
  • Als besonders zweckmäßig erweist sich das erfindungsgemäße Verfahren zur Abdichtung der Böden der Fässer, und zwar sowohl zur Abdichtung der in den Böden selbstvorhandenen Poren wie auch zur Abdichtung der Daubenfugen, in welche die Böden einbesetzt sind. Die Böden sind in der Regel an den Rändern eingeschnitten, wodurch Poren freigelegt werden. Diese Poren müssen in erster Linie abgedichtet werden. Zum Abdichten der Böden geht man in der Weise vor, daß der innere Überdruck auf den Flüssigkeitsspiegel über dem Boden des stehenden Fasses ausgeübt und anschließend, nach Umstellung des Fasses auf den anderen Boden, der Vorgang wiederholt wird. Zwischen der Behandlung der beiden Bodenseiten kann der Überdruck nachgelassen oder abgestellt werden, damit die in den undichten Stellen und Poren der noch nicht behandelten oberen Bodenseite infolge des vorher herrschenden Überdruckes angesammelte Luft entweichen kann. Bei der nachfolgenden Behandlung dieser Bodenseite trifft dann das in die undichten Stellen und Poren dieser Seite zu pressende flüssige und später erstarrende Dichtungsmittel nicht auf Polster aus komprimierter Luft.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders wertvoll für die Behandlung von Fässern aus gesägtem Fußholz, weil hierbei, im Gegensatz zu Fässern aus gespaltenem Holz, das Anschneiden von Poren so gut wie unvermeidlich ist und diese angeschnittenen Poren eine ständige Fehlerquelle in bezug auf die Dichtheit des Fasses darstellen. Gespaltene Hölzer können, weil sie fast restlos aus dein Ausland bezogen werden mußten und weil das Spalten nur .eine schlechte Ausnutzung des Materials gestattet, nicht mehr oder nur in ganz beschränktem Umfange Verwendung finden; sie sollen, wenn überhaupt möglich, nicht mehr hergestellt werden. Man ist daher auf die Verwendung gesägter Hölzer angewiesen, deren Tauglichkeit für die Fußfabrikation durch das erfindungsgemäße Verfahren wesentlich erhöht wird.
  • Auch ist das erfindungsgemäße Verfahren von Bedeutung für die Anwendung von Hölzern, wie Buchenholz, die infolge ihrer Struktur und ihrer kurzen Lebensdauer bisher zur Fußfabrikation weniger geeignet waren und die durch das erfindungsgemäße Verfahren der Fußfabrikation nutzbar gemacht werden können, weil dieses Verfahren nicht bloß die für die Fußfabrikation erforderliche Dichtheit gewährleistet, sondern darüber hinaus auch infolge der damit verbundenen Imprägnierung die Lebensdauer günstig beeinflußt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Abdichten von Fäs. gern, insbesondere Bierfässern, mit Hilfe eines später erstarrenden Dichtungsmittels unter Anwendung von Druck, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst Dichtungsflüssigkeit mit Überdruck von der Hirnholzfläche her in die Dauben eingepreßt wird und daß anschließend in an sich bekannter Weise im Innern des Fasses Dichtungsflüssigkeit unter Überdruck gesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Überdruck im Fußinnern auf den Flüssigkeitsspiegel über dem Boden des stehenden Fasses ausgeübt und hierauf, nach Umstellung des Fasses auf den anderen Boden, der Vorgang wiederholt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Behandlung der beiden Bodenseiten der Überdruck nachgelassen oder abgestellt wird.
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