DE719040C - Getriebe fuer Steuerbewegungen, insbesondere fuer die Erzeugung von Stillstaenden - Google Patents
Getriebe fuer Steuerbewegungen, insbesondere fuer die Erzeugung von StillstaendenInfo
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- DE719040C DE719040C DEW99413D DEW0099413D DE719040C DE 719040 C DE719040 C DE 719040C DE W99413 D DEW99413 D DE W99413D DE W0099413 D DEW0099413 D DE W0099413D DE 719040 C DE719040 C DE 719040C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H21/00—Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides
- F16H21/10—Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides all movement being in, or parallel to, a single plane
- F16H21/40—Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides all movement being in, or parallel to, a single plane for interconverting rotary motion and oscillating motion
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Description
- Getriebe für Steuerbewegungen, insbesondere für die Erzeugung von Stillständen Es sind Getriebe bekannt, die Koppelbahnkurven erzeugen, von denen mit Hilfe eines Lenkers Steuerbewegungen für Maschinenteile abgeleitet werden. Als einfachste Getriebeform findet die Viergelenkkette Verwendung, deren Koppel die verschiedensten Bewegungen ausführt. Lenkt man eine Stange an irgendeinen Punkt der Koppel an und führt diese Bewegung auf das Abtriebsglied weiter, so erhält man ein sechsgliedriges Getriebe, welches dem Abtriebsglied einen oder mehrere Stillstände erteilt, wenn der Lenker, der an der Koppel angreift, genau oder annähernd dem Radius des Krümmungskreises eines Teiles der Bahnkurve entspricht.
- Um die verlangten Bewegungen zu erzeugen und auf die Dauer zu gewährleisten, müssen aber diese Getriebe sehr genau gearbeitet sein. Sobald in den Gelenken Spiel entsteht, fangen diese Getriebe an zu schlagen. Bei hoher Umdrehungszahl machen sich auch Schwingungen bemerkbar, die, durch die Koppelbewegung hervorgerufen, große Kräfte auslösen und einen schnellen Verschleiß des Getriebes herbeiführen. So haben sich bisher diese Getriebe bei schnellaufenden Maschinen und bei solchen, bei denen es auf eine genaue Endbewegung ankommt, noch nicht einführen können.
- Durch die Erfindung werden diese Nachteile behoben, indem ein Kniehebeltrieb durch einen Punkt der Koppel betätigt wird und das Stützgelenk des Kniehebeltriebes am ruhenden Maschinengestell angeordnet ist. Sobald nun der Kniehebeltrieb in die Totlage geht, wird der gesamte Antrieb entlastet, und die Ungenauigkeiten, die sich im Koppelgetriebe gebildet haben, sowie die auftretenden Kräfte werden durch den Kniehebeltrieb abgefangen und berichtigt.
- Das Getriebe für den Antrieb kann außerdem klein gebaut werden. Wenn auch dadurch schon erhebliche Schwingungskräfte vermieden sind, so werden die im Koppeltrieb noch auftretenden Schwingungen nicht auf das Abtriebsglied weitergeleitet, sondern durch den Kniehebeltrieb abgefangen. Durch diesen freien Auslauf ungewollter Bewegungen vervielfältigt sich auch nicht das in den Gelenken auftretende Spiel. Außerdem ist es möglich, den Maschinenteilen eine genaue Begrenzung einer Hubbewegung au geben. Soll z. B. das Abtriebsglied in der einen Endstellung einen genauen Stilltand erhalten, so wird man schon von der Koppel in bekannter Weise einen guten Stillstand ableiten können. Dieser Stillstand wird aber durch den in die Totlage gehenden Kniehebeltrieb noch verbessert, so daß man einen Stillstand von äußerster Genauigkeit erhält.
- Durch die Verbindung von Koppeltrieben finit eingeschalteten Stillstandszeiten und dem in die Totlage gehenden Kniehebeltrieb kann man aber außerdem längere Stillstände bekommen, die mit einfachen sechsgliedrigen Koppeltrieben nicht mehr möglich sind. Ferner kann die ungünstige Wirkung von Koppeltrieben, wenn zwei Stillstände erforderlich werden, vermieden werden, indem der eine Stillstand durch den Koppeltrieb, der andere dagegen im wesentlichen durch den Kniehebeltrieb erzeugt wird.
- In der Zeichnung stellt Abb. i das Schema eines Getriebes, bei dein der Kniehebeltrieb durch Streckung in die Totlage gelangt, dar, Abb. 2 eine andere Totpunktstellung und Abb. 3 ein Ausführungsbeispiel nach Abb. i. Das die Koppelbahnkurve erzeugende Getriebe besteht aus der Kurbel i, der Koppel 2, der Schwinge 3 und dein Maschinengestell d.. Mit der Koppel 2 ist ein Koppelarm 5 fest verbunden, der außerhalb der Koppelgeraden in dem Koppelpunkt 6 eine Bahnkurve 7 erzeugt, wenn sich die Kurbel in Umdrehung befindet. An dem Punkt 6 ist eine Stange 8 angelenkt, die den Arm g in dem Gelenk Io' angreift. Der Arm g ist am Gestell d. gelagert. Im Gelenk Io' ist noch ein zweiter Arm Io angelenkt, welcher mit dem Abtriebsglied i2 bei 13 verbunden ist. Das Abtriebsglied 12 ist schwenkbar um einen Punkt 1:1. des Gestelles d.. In der Abb. 3 ist ein Ausführungsbeispiel dieses Getriebes dargestellt. Die Kurbel i ist zur Zapfenerweiterung i' ausgebildet. Koppel und Koppelarm sind durch den Hebel 25 verkörpert.
- Das Abtriebsglied 12' soll z. B. mit seinem Vorsprung 15 eine genaue Endstellung zum Bock 16 des Gestelles d. erhalten. Selbst bei einer kleinen Kurbel i wird eine verhältnismäßig große Koppelbahnkurve 7 durch die Lage des Koppelpunktes 6 erzeugt. Es ist deshalb notwendig, den Hub der Bahnkurve für das Abtriebsglied zu verkleinern.
- In dem Ausführungsbeispiel wird von der Bahnkurve das Verbindungsglied 8 gesteuert, das die Bewegung auf den Kniehebeltrieb g, Io überträgt. Die Abmessung dieser Glieder kann so gewählt werden, daß man am Abtriebsglied 1 2 eine bestimmte Hubgröße erzielt. Das Gelenk der Arme g, Io liegt zwischen den äußeren Armenden. Man kann aber auch zur Verkleinerung des Hubes die Au-,-führung nach Abb. 2 wählen. Dort liegt das Gelenk auf einer Verlängerung der Verbinclung der äußeren Enden der Arme 17 und 18. Man erhält dadurch einen bedeutend kleineren Hub des Abtriebsgliedes 12. Soll eine bestimmte Endstellung des Abtriebsgliedes 12 erreicht werden, so ist es notwendig, daß der Kniehebeltrieb g, Io bzw. 17, 18 in seine Totpunktstellung gebracht wird. Die auf das Abtriebsglied 12 kommenden Kräfte werden somit durch die beiden Arme g und Io bzw. 17 und 18 aufgenommen. Hierzu ist einer der Hebel im Gestell .I gelagert.
- Aber nicht nur die Kräfte werden im Kniehebeltrieb abgefangen, auch die Schwingungsbewegungen, die sich an dem Koppelpunkt 6 ergeben, haben auf das Abtriebsglied keinen Einfluß mehr. Da die Kraft des Abtriebsgliedes 12 nicht mehr direkt auf den Koppelpunkt wirkt, werden die Gelenke des Koppelgetriebes sehr geschont und entlastet.
- Soll das Abtriebsglied 12 in der unteren Stellung einen genauen Stillstand erhalten, dann braucht auch der Punkt 6 nur eine angenähert kreisbogenförmige Bahn auf der Koppelbahnkurve 7 zurückzulegen, wenn der Drehpunkt Iö des Lenkers 8 in die Strecklage der beiden Steuerglieder g und Io gekommen ist. Ungenauigkeiten von i bis 2 mm in der Bahnkurve i werden durch die Strecklage des Kniehebeltriebes g, Io unwirksam gemacht, weil diese kleine Bewegung in der Strecklage keinen Einfluß auf das Abtriebsglied Iz ausübt.
- Dadurch ist es möglich, einesteils ein größeres Stück der Koppelbahnkurve für den Stillstand zu verwenden, andererseits kann aber auch durch die Totlagen des Kniehebeltriebes g, Io bzw. 17, 18 die Stillstandzeit um ein Beträchtliches verlängert werden.
- Braucht man zwei Stillstandszeiten, so kann die Stillstandszeit, die von einem Koppelkurventeil hergeleitet wird, für den die Länge des Gliedes 8 nicht dein Krümmungsradius entspricht, durch die Totlage des Kniegelenkes verbessert werden.
- Es ist auch möglich, die Stillstandszeit, die durch die Totlage eines Kniegelenkes hervorgerufen wird, durch ein weiteres Kniegelenk mit ähnlichem Antrieb zu verdoppeln.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Getriebe für Steuerbewegungen, insbesondere für die Erzeugung von Stillständen innerhalb einer periodischen Bewegung, zu deren Erreichung an einer hierfür besonders geeigneten Stelle eines Kurbeltriebes zur Verlängerung des Stillstandes noch ein vom Kurbeltrieb bewegter Kniehebeltrieb angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kniehebeltrieb (9, Io) durch einen Punkt (6) der Koppel (5) betätigt wird und daß ein Stützgelenk (i9) des Kniehebeltriebes (9, Io) sich am ruhenden Maschinengestell (4.) befindet.
- 2. Getriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kniehebeltrieb (9, Io) sich dann in der Strecklage befindet, wenn die die Koppelkurve mit ihrem einen Ende durchlaufende Stange (8) mit ' ihrem anderen am Kniegelenk befestigten Ende den Stillstand hervorruft.
- 3. Getriebe nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (8), die die Koppelbewegung weiterleitet, eine derartige Lage zu dem Kniehebeltrieb (9, iö) aufweist, daß die Strecklage des Kniehebeltriebes 'und der von der Koppelbahnkurve (7) abgeleitete Stillstand nicht gleichzeitig zur Wirkung kommen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW99413D DE719040C (de) | 1936-09-04 | 1936-09-04 | Getriebe fuer Steuerbewegungen, insbesondere fuer die Erzeugung von Stillstaenden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW99413D DE719040C (de) | 1936-09-04 | 1936-09-04 | Getriebe fuer Steuerbewegungen, insbesondere fuer die Erzeugung von Stillstaenden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE719040C true DE719040C (de) | 1943-01-12 |
Family
ID=7615160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW99413D Expired DE719040C (de) | 1936-09-04 | 1936-09-04 | Getriebe fuer Steuerbewegungen, insbesondere fuer die Erzeugung von Stillstaenden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE719040C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2865055A (en) * | 1954-03-03 | 1958-12-23 | Schubert & Salzer Maschinen | Driving mechanism for the nippers of combing machines |
| EP0063717A3 (en) * | 1981-04-23 | 1983-11-16 | Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft | Transmission for performing movements with intercalated periods of standstill |
-
1936
- 1936-09-04 DE DEW99413D patent/DE719040C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2865055A (en) * | 1954-03-03 | 1958-12-23 | Schubert & Salzer Maschinen | Driving mechanism for the nippers of combing machines |
| EP0063717A3 (en) * | 1981-04-23 | 1983-11-16 | Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft | Transmission for performing movements with intercalated periods of standstill |
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