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Schutzschild für Schußwaffen und Schutzräume Schutzschilde für Schußwaffen,
z. B. Geschütze, zum Schutze der Bedienungsleute sowie für Schutzräume (Panzertürme,
Bunker) zum Schutze von Kommandostellen, Beobachtungen usw. sind bekannt und werden
allgemein in vielen Ausführungen verwendet.
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Eine Ausnahme machen hierbei- die Handfeuerwaffen, bei denen sich
Schutzschilde in den bisher bekannten Ausführungen wegen ihres hohen Gewichtes nacht
einführen konnten.
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Umeine Sicht zu ermöglichen, besitzen diese bekannten Schutzeinrichtungen
Sehschlitze oder Sehlöcher bzw. beides. Trotzdem die Sichtöffnungen. in ihren Abmessungen
groß gehalten sind, besitzen sie nur ein kleines Blickfeld. Sie haben weiter den
Nachteil; daß die Schlitzbreite oder der Durchmesser der Sehlöcher allgemein größer
ist als der Durchmesser eines Infanteriegeschosses. Hierdurch wird der erwartete
Schutz stark gemindert, da beim Unterfeuernehmen der Sichtöffnungen diese den Infanteriegeschossen
und kleineren Granatsplittern glatten Durchgang gewähren.
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Einen Schutz gegen Flammenwerfer gewähren Schutzeinrichtungen mit
derartigen Sichtöffnungen überhaupt nicht, da sie von der Flamme des Flammenwerfers
durchschlagen werden. Alle diese Nachteile werden bei der Erfindung vermieden. Die
Sichtöffnung von Schutzschilden für Schußwaffen und Schutzräume nach der Erfindung
besteht aus schmalen, kreuzförmig sich schneidenden, waagerechten und senkrechten
Längsschlitzend. Durch ihre Anordnung ergibt sich in waagerechter und senkrechter
Richtung ein sehr großer Blickwinkel. Die Breite der Schlitze kann dem Verwendungszweck
entsprechend gewählt werden.. Auf Schiffen, z. B. dort, wo es auf, Fern"virkung
der Feuerwaffen ankommt, wird :eine breitere, jedoch gegenüber bekannten Ausführungen
eine wesentlich geringere Breite der Schlitze gewählt. Durch diese geringere Breite
ergibt sich bei größerem Blickwinkel ein größerer Splitterschutz und eine geringere
Schwächung des Panzers.
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Bei Verwendung der Erfindung an Nahkampfwaffen ist eine schmale Ausführung
am Platz, d. h. die Langschlitze d besitzen eine Breite von wenigen Millimetern,
dem Bruchteil des Durchmessers eines Infanteriegeschosses. Die Sichtöffnungen können
daher nicht mehr von Infanteriegeschossen durchschlagen werden. Die Flamme von Flammenwerfern
dringt nicht durch derartig schmale Schlitze.
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Beides sind Vorteile, wie sie keipes der bisher bekannten, mit Sehschlitzen
ausgeführten
Schutzschilde, auch keine der bisher bekannten Ausführungen
von Sichtschutzeinrichtungen in Schutzräumen besitzen.
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Durch die schmalen Abm.esstmgen der Langschlitze können diese erfindungsgemäß
vor beiden Augen angeordnet sein. Die Sichtverhältnisse sind dadurch weiter verbessert.
Hierdurch wird gerade die Verwendung von Schutzschilden an Handfeuerwaffen, Maschinengewehren,
Entfernungsmessern, Ferngläsern, Scherenfernrohren usw. ermöglicht. da solche Schutzschilde
mit diesen Sehschlitzen nach der Erfindung sehr kleine Abmessungen und daher ein
geringes Gewicht besitzen können.
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Die Zeichnung zeigt die beispielsweise Verwendung eines Schutzschildes
mit der neuen Schlitzanordnung bei einer Handfeuerwaffe.
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Der Schutzschild g besteht aus einer Panzerplatte, die auf der Schußwaffe
so angebracht ist, daß sich der Schild vor beiden Augen des Schützen befindet. Solche
schmalen., senkrecht und waagerecht verlaufenden Schlitzed von wenigen Millimetern
Breite, d. h. dem Bruchteil. des Durchmessers eines Infanteriegeschosses, ermöglichen
eine gute Sicht für beide Augen und eineinwandfreies Zielen, da Schutzschild und
Sehschlitze dicht vor den Augen des Schützen liegen.. Durch ihre Anordnung ergibt
sich in waagerechter und senkrechter Richtung ein sehr großer Blickwinkel für beide
Augen, wie er auch nicht annähernd bei bisher bekannten Schutzschildausführungen
erreicht wird.
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Die schmalen Schlitze ergeben auch eine gute Diopterwirkung. Die senkrechten
Schlitze 'können als Visier dienen. Durch eingebohrte Löchere kann das Blickfeld
noch vergrößert werden. Die Schnittpunkte der Mittellin ie a der Schlitzed mit den
Mittellinienb und c liegen in Augenhöhe. Der Schnittpunkt der Mittellinie a mit
der Mittellinie b bildet die fisierlinie. Durch diese Visierlinie liegt die Lage.
des Schützen zum Schild zwangsläufig fest. Der Schutzschild kann daher in seinen
Abmessungen 'klein gehalten werden, da, um den Bedienungsmann zu schützen, nur der
Kopf desselben gedeckt zu werden braucht. Diese geringen Abmessungen ergeben ein
geringes Gewicht des Schildes und ermöglichen seine Benutzung bei Fußtruppen.