DE709499C - Als Drehturm in einer Flugzeugkanzel angeordneter Gefechtsstand - Google Patents

Als Drehturm in einer Flugzeugkanzel angeordneter Gefechtsstand

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DE709499C
DE709499C DEH137404D DEH0137404D DE709499C DE 709499 C DE709499 C DE 709499C DE H137404 D DEH137404 D DE H137404D DE H0137404 D DEH0137404 D DE H0137404D DE 709499 C DE709499 C DE 709499C
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ERNST HEINKEL FLUGZEUGWERKE
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ERNST HEINKEL FLUGZEUGWERKE
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D7/00Arrangement of military equipment, e.g. armaments, armament accessories or military shielding, in aircraft; Adaptations of armament mountings for aircraft
    • B64D7/02Arrangement of military equipment, e.g. armaments, armament accessories or military shielding, in aircraft; Adaptations of armament mountings for aircraft the armaments being firearms

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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Als Drehturm in einer Flugzeugkanzel angeordneter Gefechtsstand Bisher wurden Gefechtsstände auf Flugzeugen meistens als in der Rumpfmitte eingebaute, ausfahrbare oder den Rumpf überragende Drehtürme, als seitlich am Rumpf angeordnete Nischen, besonders aber als sog. .Kanzeln in der Rumpfspitze ausgebildet. Gefechtsstände in Rumpfmitte oder seitlich am Rumpf haben ein durch das Flugzeug selbst sehr beschränktes Schußfeld. Bei den Kanzeln war zwar der Schußbereich größer, jedoch nicht ausreichend, denn der Einbau des MG-Ringes, der Rand der Rumpföffnung, der Standort des Schützen usw. standen hindernd im Wege. Es ist auch ein in einer Kanzel eingebauter,drehbarer Gefechtsstand bekannt, bei dem der Schußbereich etwa 90º nach rechts und links und etwas über 90º in der Höhe umfaßt.
  • Demgegenüber hat der Gefechtisstand nach der Erfindung den Vorteil ausreichender Raumgröße für den Schützen usw. und den eines wesentlich geringeren Widerstandes. Dadurch, daß eine Grundplatte, auf der sich der Gefechtsstand dreht, nicht nötig ist, kann die 'ganze Höhe des Luftfahrzeuges an der he-. treffenden Stelle ausgenutzt werden, wodurch sich eine hohe zylindrische Form ergibt, die sich dem Körper des Schützen wesentlich besser anpassen läßt als die bekannte breite Form. Durch eine im Längsschnitt oben kreisförmige und unten rechteckige Ausbildung des Gefechtsstandes und eine zwischen den Beinen des Schützen angeordnete Einbuchtung wird ein außerordentlich großes Schußfeld erreicht. Dieses umfaßt alle Ziele, die in und vor einer in bezug auf das Luftfahrzeug senkrechten Ebene liegen. Das ist besonders dadurch möglich, daß der Drehturm. an einer Stelle eingebaut ist, die über die anderen Teile ödes- Luftfahrzeuges hinausragt, also z.B. als Rumpfspitze, Bug- oder Heckteil einer Motorgondel u.dgl. ausgebildet ist, und daß außerdem der Gefechtsstand einen von oben bis unten durchlaufenden Schlitz hat. Wird der Drehturm noch nach oben und unten ausschiebbar gemacht, dann ist es sogar möglich, daß jeder tote Winkel, vermieden wird, denn der Turm kann dann sowohl über als auch unier dem Flugzeugrumpf u. dgl. ganz herumgedreht werden, während der Schlitz alle Zwischenstellungen von oben bis unten ermöglicht. Der Drehturm kann dabei als Gefechtsstand lediglich zur Unterbringung des oder der Schützen, Waffen (Maschinengewehre oder Geschütze) sowie der Munition oder auch als Kommandantenstand eingerichtet sein.
  • Bei der Ausbildung als Kommandoturm wird man weitgehendste Fernbetätigung verwenden. Diese Fernbetätigung kann so eingerichtet sein, daß sie nicht nur die Bewaffnung des ganzen Flugzeuges, z. B. mehrere Maschinengewehre, Geschütze, Bomben, Torpedos usw., sondern auch die Steuerung des Luftfahrzeugges umfaßt. Die Abzugsvorrichtungen für die einzelnen Waffen werden vorzugsweise an den Visiervorrichtungen angebracht, die im Kommandantenturm eingebaut sind. Der Turm kann ausreichend gepanzert sein:; auch eine verschiebbare Abdeckung des. Schlitzes ist zweckmäßig. Oben- hat der erfindungsgemäße Turm Kugelform, unten ist er zylindrisch und besitzt eine Einbuchtung für die senkrechte Stellung des Maschinengewehrs u. dgl. nach unten.
  • I b Die Befestigung des Turmes am Körper des Luftfahrzeuges geschieht am besten durch Schienen und Rollen seitlich und hinten oder auch durch Zapfen oben und unten. Um das Ausfahren des Turmes zu ermöglichen, kann man die Befestigungswand des Luftfahrzeugkörpers -, z. B. Flugzeugrumpfes, nach oben -und unten verschiebbar machen. Zum Drehen des Turmes und zum Aus- und Einfahren ist mechanischer, elektrischer, hydraulischer und auch selbsttätig (durch das Visier oder die Waffen) gesteuerter Antrieb geeignet.
  • Die Zeichnung stellt einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar. Die Abb. i und 2 zeigen, von der Seite und von oben gesehen, die Spitze eines Flugzeugrumpfes, eine sog. Kanzel, in die der erfindungsgemäße Drehturm eingebaut ist. Abb. 3 ist eine vergrößerte Darstellung im Schnitt, die Abb. -i und 5 zeigen die Schnitte 4-4 und 5-5 nach Abb. 3. Abb. 6 ist eine Ansicht von vorn. Die größte Bedeutung hat die Erfindung bei mehrmotorigen Flugzeugen, deren Rumpfspitze als sog. Kanzel weit nach vorn liegt. Eine solche Kanzel a ist in den Abb. i und 2 dargestellt. Der Turm b ist in der Kanzel drehbar gelagert. Mit der Waffe c können alle Ziele erreicht werden, die nicht hinter dem Flugzeug liegen. Aus der vergrößerten Abb. 3 ist die Lagerung der Waffe c durch Gleitstücke d zu ersehen. Die Haltegabel c ermöglicht außerdem noch einen kleinen Ausschlag nach oben, unten und den beiden Seiten. Die Lagerung des Turmes b an der Kanzel a geschieht durch in Nuten, die rings um den Turm laufen, gleitende, am Rumpf fest angeschlossene Rollen f. Selbstverständlich ist auch die Umkehrung: Nuten in der Rumpfkanzel, Rollen am Drehturm, möglich. Die zylindrische Führungswand der Kanzel a kann selbst auf- und abschiebbar sein, was z. B. durch sog. Schwalbenschwanzführungen oder auf andere im Maschinenbau an sich bekannte Weise möglich ist, so daß der Drehturm nach oben und unten ausgefahren werden kann.
  • Die Abb. 4 zeigt den Ansatz h zur Führung der Waffe c mittels des Gleitstückes d. Abb. 5 ist ein Schnitt weiter unten. Die Einbuchtung! des Drehturmes ermöglicht die Stellung der Waffe c senkrecht nach unten. Die beiden danebenliegenden Räume k braucht der Schütze zur bequemen Unterbringung seiner Beine.
  • Abb. 6 sind neben dem durch Scheiben abgedeckten Schlitz 1, der zur Führung der ,...Waffe c nach oben und unten dient, zwei Schienen m gezeigt, gegen die die Waffe oder das Visier beim seitlichen Verfolgen eines Zieles anschlägt, wodurch ein Kontakt geschlossen wird, der die Vorrichtung zum Drehen des Turmes einschaltet. Wie die strichpunktierten Linien in einigen Abbildungen andeuten, ist die Waffe innerhalb eines Winkels beweglich, ohne daß der Turm gedreht wird und ohne daß das Gleitstück d verschoben werden muß.
  • Da man vom Drehturin aus eine außerordentlich gute Sicht hat, können mehrere kleine Öffnungen vorhanden sein, an denen die Visiere für verschiedene Waffen angeordnet sind. Die Waffen selbst können an beliebigen Stellen, z. B. am Schwanzende, an den Flügelspitzen usw., eingebaut sein. Der übliche Einbau von Maschinengewehren annähernd in der Rumpfmitte oben hat den Nachteil, daß das Leitwerk, die Flügel, Motorengondeln usw. das Schußfeld sehr verkleinern. Die nach vorn, nach den beiden Seiten und besonders nach unten uneingeschränkte Sicht vom Drehturin aus ist auch sehr vorteilhaft für die Betätigung der Ab- zugsvorrichtungen für Bomben u.dgl.
  • Die Erfindung ist nicht nur bei Kanzeln von Flugzeugen brauchbar, sie kann auch an anderen Stellen von Flugzeugen, Flugbooten, Luftschiffen u. dgl. verwendet werden; z. B. kann die Motorengondel, das hintere Rumpfende eines Flugzeuges, die Spitze -eines, Schwimmers u. dgl. mit dem erfindungsgemäßen Drehturm versehen sein.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Als Drehturm in einer Flugzeugkanzel oder einem ähnlichen vorspringenden Punkt eines Luftfahrzeuges angeordneter Gefechtsstand, dadurch gekennz-eichnet, daß er im wesentlichen zylin#drische Gestalt - hat, die im oberen Teil eirke schmale Ausbuchtung, im unteren einee Mulde besitzt, so daß die dem Luftfahrzeug abgewandte Seite des Längsschnittes durch den Gefechtsturm ob-en kreisförmig und unten rechteckig ist.
  2. 2. Gefechtsstand nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehturm ausfahrbar ist. 3. Gefechtsstand -nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehturm als Kommandantenstand mit den Abzugsvorrichtungen für die sowohl im Gefechtsstand als auch im Luftfahrzeug eingebauten Waffen oder auch mit einer Steuerung. versehen ist. 4. Gefechtsstand nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der obere, im Längsschnitt kreisförmige Teil einen Schlitz für die Bewegung des Maschinengewehrs, Geschützes u.dgl. besitzt, während die Mulde im unteren Teil für die Stellung der Waffe senkrecht nach unten .dient. 5. Gefechtsstand nach Anspruch i bis 4, .dadurch gekennzeichnet, daß für die Drehung -des Turmes in an sich bekannter Weise Schienen und Rollen vorhanden sind. 6. Gefechtsstand nach Anspruch i bis- 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungswand für den Drehturm samt diesem nach oben und unten verschiebbar ist. 7. Gefechtsstand nach Anspruch i bis' 6, .dadurch gekennzeichnet, daß seitlich vom Schlitz, in dem die Waffe geführt wird, Kontaktschienen vorhanden sind, die die Drehvorrichtung für den Turm in Gang setzen.
DEH137404D 1933-09-07 1933-09-07 Als Drehturm in einer Flugzeugkanzel angeordneter Gefechtsstand Expired DE709499C (de)

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