DE718252C - Verfahren zur Erzeugung schwefelwasserstoffbestaendiger galvanischer Silberueberzuege - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung schwefelwasserstoffbestaendiger galvanischer Silberueberzuege

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DE718252C
DE718252C DED80531D DED0080531D DE718252C DE 718252 C DE718252 C DE 718252C DE D80531 D DED80531 D DE D80531D DE D0080531 D DED0080531 D DE D0080531D DE 718252 C DE718252 C DE 718252C
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Germany
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silver
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hydrogen sulfide
coatings
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DED80531D
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Dr Eberhard Menzel
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Evonik Operations GmbH
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Degussa GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/56Electroplating: Baths therefor from solutions of alloys
    • C25D3/64Electroplating: Baths therefor from solutions of alloys containing more than 50% by weight of silver

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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Erzeugung schwefelwasserstoffbeständiger galvanischer Silberüberzüge Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung galvanischer Überzüge aus Silber, die schwefielwasserstoffbeständig sind, wobei Silber- und zinnenthaltende Überzüge auf leitenden, insbesondere metallischen Flächen aus alkalischen Cyanidbädern niedergeschlagen werden, und ist dadurch gekennzeichnet, daß Silber-Zinn-Legierungen mit Zinngehalten von 5 bis 2o %, vorzugsweise I o bis I5 %, aus Bädern kathodisch niedergeschlagen werden, die o,8 bis I6g Silber, 25 bis I5og Zinn in Form von Stannat, 5o bis 2oog Ätznatnon und 5o bis 35o9' Natriumcyanid im Liter enthalten. Diese galvanischen Überzüge können auf sämtliche Metalle direkt als Schwefelwasserstoffbeständiger Silberüberzug durch galvanische Abscheidung aufgebracht werden, oder ein bereits vorhandener Silber- oder Nickel- oder anderer Metallüberzug kann mit der erfindungsgemäßen Schicht überzogen werden, um den Gegenstand gegenüber Schwefelwasserstoff beständig zu machen. Diese Üblerzage zeigen außer ihrer Schwefelwasserstoffbeständigkeit noch weitere Vorzüge in chemischer und physikalischer Hinsicht gegenüber den bisher üblichen Silberüberzügen. Man kann z. B. härtere und dichtere überzüge im Vergleich zu den reinen Silberüberzügen herstellen.
  • In Ausübung der Erfindung wird ein Bad verwendet von etwa folgender Zusammensetzung I bis 2o g/l Silbercyanid, 50 - 250g/l Kaliumstannat, 5o - 2oo g/l Natronlauge, 50 - 3 50 g/l Natriumcyanid, o - 5g/l Kalium-Gold-Cyanid, o - 2o g/l Palladiumnchlorid.
  • Diese silberhaltigen Überzüge können auf sämtliche metallische Unterlagen, z. B. Zink, Kupfer, Aluminium, Alpaka, Eisen und deren Legierungen, aufgebracht werden. Als besonders geeignet haben -sich Unterlagen vom Messing und Silber erwiesen. Die galvanisch zu überziehenden Körper können in üblicher Weise auf chemischem oder elektrolytischem Wege entfettet werden. Mitunter erweist es sich noch als notwendig, vor allem bei rostfreien Stählen, eine Beize einzuschalten. Aluminiumgegenstände werden zweckmäßig mit einer Zwischenschicht aus anderen Metallen vor der Aufbringung der erfindungsgemäßen Silberschicht versehen.
  • Das kathodische Niederschlagen der silberhaltigen Überzüge geschieht in der auf dem Gebiete des Elektroplattierens üblichen Weise., Es werden zweckmäßig niedrige kathodische-Stromdichten, z.B.von etwa o,I bis I Amp/dm%, verwendet. Durch geeignete Wahl der Bedingungen in bezug auf Stromdichte, Silber-, Zinn-, Gold- und Palladiumgehalt ist man in der Lage, Überzüge von gewünschtem Silbergehalt zu erzeugen. Vorteilhafterwäse wird bei erhöhter Temperatur, jedoch nicht über 7o° gearbeitet. Die günstigste Temperatur liegt zwischen etwa 4o bis 6o°. Außerdem ist es notwendig, um eine möglichst gleichmäßige Zusammensetzung des Überzuges zu gewährleisten, den Silbergehalt des Bades möglichst konstant zu halten.
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird den Silber-Zinn-Überzügen noch Gold und/oder Palladium in Mengen von 2 bis 2o%, vorzugsweise 5 bis Io %, einverleibt. Die gold- und/oder palladiumhaltigen Silber-Zinn-Überzüge übertreffen die Silber-Zinn-Überzüge in bezug auf Dichtigkeit und Abscheidung aus dem Cyanidbad, außerdem zeichnen sie sich durch einen besonders weichen Silberton aus und erhöhen außerdem die Schwefielwasserstoffbeständigkeit.
  • Da Schwermetalle, z. B. Blei und Queck-Silber, Störungen bei der Abscheidung hervorrufen, ist es erforderlich, die Bäder auch von Spuren dieser Metalle zu befreien. Die-,es kann auf einfache Weise dadurch geschehen, daß man dem Elektrolyten vor dem Zusatz der Edelmetallsalze geringe Mengen von Zinkstaub oder Alkalisulfid zusetzt-, wodurch die störenden Metalle praktisch quantitativ ausgefällt werden.
  • Es ist bereits bekannt, die noch Zink bzw. Cadmium enthalten, auf galvanischem Wege herzustellen. Hieraus ließ sich aber kein Schluß auf das vorliegende Verfahren und die damit erzelbaren überlegenen Wirkungen ziehen. Es ist fernerhin vorgeschlagen worden, durch Zusatz von Zinn Silber anlaufbeständig zumachen. Der beste Beweis jedoch dafür, daß die Abscheidung von Silber Mild Zinn für sehr schwierig ge6-halten wunde, geht daraus hervor, daß man frühem das Zinn oder die anderen Metalle auf umständliche Weise in das Silber eindiffundieren ließ, indem man die Beimetalle schichtenweise aufbrachte und einer Wärmebehandlung unterwarf.
  • , Entsprechend einer Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens ist es vorteilhaft, Störungen, welche fremde Metalle, wie Blei oder Quecksilber, bei der Anwendung der vorliegenden Bäder verursachen, dadurch zu beheben, daß man geringe Mengen Zinkstaub zufügt. Diese Maßnahme, welche eine vollständige Entfernung der störenden Bestandteile in ausreichendem Maße ermöglicht, kann nicht verglichen werden mit der an sich bekannten Reinigung von elektrolytischen Bädern durch Verwendung von Zinkanoden. Durch solche Maßnahmen lassen sich Reinigungseffekte nicht erzielen, wie sie für das vorliegende Verfahren wünschenswert oder mitunter sogar wesentlich sind.
  • Beispiel I Messingbleche von 8X8 cm werden einige Sekunden in verdünnte Salzsäure getaucht und hierauf etwa I bis 2 Minuten in einer wäßrigen Lösung, die Io % Natronlauge und 5 % Natriumphosphat enthält, kathodisch entfettet, anschließend in Wasser gespült und in einem Bad folgender Zusammensetzung elektroplattiert 5g/l Silbercyanid (8o%ig), 8o g/l Kaliumstannat, 5og/l Natronlauge, Sog/l Natriumcyanid.
  • Dem Bad werden vor Zugeben des Silbersalzes 2 g Zinkstaub zugesetzt und die Lösung filtriert. Die kathodische Stromdichte beträgt o,2 Amp/dm2. Es werden einwandfreie, homogene Überzüge erhalten, die aus 9o % Silber und Io % Zinn bestehen und gegenüber. Schwefelwasserstoff außerordentlich beständig sind. Auch bei starker Beanspruchung zeigen die Bleche keinerlei Ablösung oder Rißbildung der Überzüge.
  • Beispiel 2 Kupferbleche werden entsprechend Beispiel I galvanisch versilbert unter Verwendung eines Bades folgender Zusammensetzung: I2,5g/l Kalium-Silber-Cyanid (54%ig), I2,5 g/l Palladiumchlorid (69%o-ig), I g/l Kalium-Gold-Cyanid-(68%ig), I2,5 g/l Zinntetrachlorid, 5o g/l Natronlauge, 5o g/l Natriumryanid.
  • Es werden sehr haltbare, schesefelwasserstoffbeständige, homogene Überzüge exhälten,. die aus ' etwa 7o % Silber,- -r5 % Zinn, jo o)/o Gold lind etWä; .5 % - Pallaiiiüm tee"-tehixi.V

Claims (5)

  1. I. Verfahren zur Erzeugung galvanischer, Silber und Zinn enthaltender, schwefelwasserstoffbeständiger Überzüge auf Gegenständen mit leitenden, insbesondere nietallischen Flächen aus alkalischen Cyanidbädern, dadurch gekennzeichnet, daß Silber-Zinn-Legierungen mit Zinngehalten von 5 bis 2o%, vorzugsweise Io bis I5%, aus Bädern kathodisch niedergeschlagen werden, die o, ä bis I6 g Silber, 25 bis I 5o g Zinn in Form von Stannat, 5o bis 2oog Ätznatron und 5o bis 35o9 Natriumcyanid im Liter enthalten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß Niederschläge aufgebracht werden, die außer Silber und Zinn noch Gold und/oder Palladium in Mengen von 2 bis 2o %, vorzugsweise 5 bis I o %o, enthalten unter Verwendung von Bädern mit Zusätzen von bis zu 2,5 g Gold und/oder I2 g Palladium im Liter.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I und 2, gekennzeichnet durch Anwendung von Bädern, die von Störungen durch fremde Metalle, wie Blei oder Quecksilber, z. B. durch Ausfällen mit geringen Mengen von Zinkstaub, praktisch vollständig befreit sind.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Temperaturen bis 70°, vorzugsweise zwischen 40 bis 6o°, gearbeitet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, gekemlzeichnet durch Anwendung von Stromdichten von etwa o, i bis i Amp/dm2.
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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4330068A1 (de) * 1993-09-06 1995-03-09 Heraeus Gmbh W C Verfahren zum Regenerieren und Stabilisieren von cyanidischen Silber-Zinn-Bädern
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DE102015003285A1 (de) * 2015-03-14 2016-09-15 Diehl Metal Applications Gmbh Verfahren zur Beschichtung eines Einpresspins und Einpresspin

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