-
Trockenanlage für Tonwaren Die Erfindung betrifft eine Trockenanlage
für keramisches Gut b,z,#v. Tonwaren, bei der mehrere Trockenkammern nebeneinanderliegend
angeordnet sind. Unterhalb der Sohle der Trockenkammern ist ein Kanal angeordnet,
durch dessen Deckenöffnungen die Überleitung der Trockenluft in die Trockenkammern
erfolgt.
-
Die vom Lufterhitzer oder vom Ziegelofen kommende; zum Trocknen dienende
Heißluft wird den Trockenkammern durch einen Kanal zugeführt, der unterhalb der
Sohle der Trokkenkamm:ern angeordnet ist. Diese Zuleitung der Heißluft kann ,also,
durch die räumlichen Verhältnisse bedingt, nur an einem oder einigen wenigen Stellen
an der Sohle der jeweiligen Trockenkammer erfolgen. Da es aber notwendig ist, diese
Trockenluft über die ganze Trockenkammer zu verteilen, wird die Trockenluft in einen
Kanal eingeblasen, der sich in Längsrichtung der einzelnen Trockenkammern erstreckt
und ,der gegen die Trokkenkammer selbst durch eine Decke mit einigen wenigen Öffnungen
abgeschlossen ist. Um nun eine möglichst gleichmäßige Zuführung der Heißluft zu
den Trockenkammern zu erreichen, müssen die Öffnungen in der Decke dieses Kanals
verhältnismäßig klein. gehalten werden, und zwar derart, daß etwa der gesamte freie
Querschnitt dieser öffnungen dem Durchmesser des Luftzuführungskanals entspricht.
Werden die Öffnungen weiter gehalten, so tritt der Hauptteil der Heißluft durch
die Öffnungen in der Kanaldecke aus, die sich in nächster Nähe der Heißluftzuführung
befinden; die Trockenkamm,er wird dadurch also sehr ungleichmäßig erwärmt.
-
Die vorstehend . geschilderte bekannte Anordnung besitzt für das Trocknen
von empfindlichen
Tonwaren Nachteile. Denn da der freie Querschnitt
der Öffnungen in der Kanaldecke und die Zahl der Öffnungen beschränkt ist, tritt
die Heißluft mit verhältnismäßig großer Geschwindigkeit aus den Öffnungen der Kanaldecke
in die Trockenkammer selbst über. Einseitige Erhitzung eines mehr oder weniger großen
Teils der zu trocknenden Formlinge, Verziehen und Rissigwerden ist die Folge. Es
ist daran zu erinnern, daß Tonwaren bei der Trocknung entsprechend dem Wasserverlust
schwinden, einseitige Trocknung also verschieden starkes Schwinden im Formling hervorruft.
-
Die Erfindung beseitigt die bestehenden Mängel dadurch, daß zwischen
der Kanaldecke und den Auflagerosten für das Gut ein Siebboden mit vielen Durchlirechungen
angeordnet ist. Es wird also zwischen dem Heißluftüberführungskanal und der Sohle
der Trockenkammer selbst ein Zwischenraum geschaffen. In diesen Raum tritt von unten
her die Heißluft durch die wenigen Öffnungen von geringem Gesamtquerschnitt mit
verhältnismäßig großer Geschwindigkeit ein, und durch die Decke dieses Kanals tritt
die Luft mit nur geringer Geschwindigkeit, in sehr viele Teilströme zerlegt, aus
und in die Trockenkaminer über. In dem Zwischenraum findet überdies noch eine Durchwirbelung
des Luftstromes statt, so daß die Temperatur über die ganze Länge des Trockenkanals
sehr gleichmäßig gehalten wird.
-
Die Abmessungen der Öffnungen im, Boden dieses Zwischenkanals sind
beispielsweise derart, daß die Luft mit einer Geschwindigkeit von q. bis 6 m in
der Sekunde eintritt, die Zahl und Abmessungen der Öffnungen in der Decke des Zwischenraumes
dagegen so gestaltet, daß hier die Luft mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa
i m in der Sekunde ausströmt und in die Trockenkammer übertritt: Die Zahl der Öffnungen
in dem vorstehend als Siebboden gekennzeichneten Zwischenboden ist an sich beliebig,
nur ist Bedingung, daß der gesamte freie Querschnitt der in der Decke befindlichen
Öffnungen wesentlich größer ist als der freie Querschnitt der Offnungen im Boden
des Zwischenraumes.
-
In der Zeichnung ist der untere Teil einer Trockenkammer im Schnitt
schematisch dargestellt und die Ausgestaltung des Bodenkanals nach der Erfindung
in einem Ausführungsbeispiel gezeigt.
-
Die Kammerwände a haben in bekannter Weise Auflager b für die Ziegelträger.
Unterhalb der Kammer c befindet sich der Luftzuführungskanald mit dem Zwischenbolzeng,
in dem sich :eine geringere Anzahl von Durchtrittsöffnungen. e befindet. Der Raum
über diesem Zwischenboden f wird durch den zweiten Boden k mit vielen Öffnungen
nach oben begrenzt. Dieser zweite Zwischenboden befindet sich beispielsweise in
der Höhenlage der Träger k, die das Gleis und den üblichen Lattenrost i stützen.
Trockenluft, die in den Luftzuführungskanal d hineingedrückt wird, gelangt durch
die Öffnungen e zunächst in den Zwischenraum/ und wird durch den Boden h teilweise
bezwungen, wieder nach abwärts zu gehen und sich so gleichmäßig zu verteilen, um
schließlich durch die Öffnungen des Bodens 1a in die Kammer c zu gelangen. Dadurch
kommt es zu einer völlig gleichmäßigen Umspülung des Trockengutes, und es wird eine
besondere Beanspruchung sowie ein Voreilen des unteren Teils des Einsatzes verhütet.