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Malteserkreuzgetriebe Die Erfindung bezieht sich auf ein Malteserkreuzgetriebe,
insbesondere für Kinogeräte. Bei Kinogeräten war es bereits bekannt, zwischen der
absatzweise fördernden Filmralle und ihrem Antrieb eine Federkupplung anzuordnen.
Es .ist auch schon vorgeschlagen worden,- von der Idas Malteserkreuz antreibenden
Zahn- und Sperrscheibe eine am Malteserkreuz angreifende Antriebsfeder aufziehen
zu lassen, so daß nach Freigabe des Malteserkreuzes die Weiterschaltung beschleunigt
erfolgt (Patentschrift 355 507). Schließlich ist vorgeschlagen worden, bei Vor-
und Nachwickelrolle, Verschfußscheibe und.Schwungrad das Prinzip :des elastischen
Stoßabfangens anzuwenden (Patentschrift 397-143). Es war ferner bekannt, die Einzahnscheibe
lose auf ihre Antriebswelle zu setzen, auf dieser ein Befestigungsstück fest anzuordnen
und zwischen der losen Einzahnschebe und dem Befestigungsstück auf der Antriebswelle
eine verhältnismäßig lange Schraubenfeder .um die Welle zu -wickeln, und -zwar mit
ziemlich großem Durchmesser (Veröffentlichung des deutschen Gebrauchsmusters
376 147 in »Die fotografische Industrie«, 1909, S. 103r).
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Die Erfindung besteht gegenüber dem Bekannten darin, daß das Antriebszahnrad
für die das Malteserkreuz treibende, fest auf ihrer Welle sitzende Zahn- oder Sperrscheibe
drehbar, z. B. unter Zwischenschaltung einer Buchse, auf der Zahnscheibenwelle gelagert
ist, mit der ein dem Zahnrad benachbarter Stellring fest verbunden ist, wobei Zahnrad
und Stellring in .ihren benachbarten Stirnflächen Aussparungen besitzen, in denen
Schraubenfedern angeordnet sind, zwischen welche am Zahnrad und am Stellring befindliche
Ansätze, z. B. Stifte, eingreifen. Gegenüber den zuerst genannten bekannten Bauarten
wird im Falle der Erfindung bezweckt und erreicht, daß Schwingungen, die durch den
ruckweisen Antrieb der Malteserkreaxzachse in den sie antreibenden Organen entstehen,
nicht auf die in Richtung des Kraftflusses davorl.iegenden sonstigen Getriebeteile
des
Projektors übertragen werden,--wobei sie sonst starke Abnutzung und geräuschvollen
Lauf hervorrufen. Solch; Schwingungen treten auch auf, wenn, wie es vorzugsweise
dei, Fall ist, auf der Achse der das Malteserkreü antreibenden Zahn- und Sperrscheibe
rine' Schwungmasse angeordnet ist. Gegenüber dü zuletzt als bekannt erwähnten Bauart
mit. loser Einzahnscheibe hat diejenige nach der Erfindung den Vorteil, daß -die
zwischen der Einzahnscheibe und den sie antreibenden Teilen gewählte Federung keine
unzulässigen Lageänderungen -zwischen @dies--n Teilen zuläßt. Bei der bekannten
Bauart ist eine lange Schraubenfeder von großem Durchmesser erforderlich, um einerseits
eine genügendweiche Federung und andererseits eine betrieblich zuverlässige Gestaltung
zu schaffen. Die hierbei unvermeidlichen Lageänderungen der Teile gegeneinander,
die sich auch periodisch in Gestalt landwelliger Schwingungen vollziehen können.
haben den Nachteil, daß die Einwirkung der Blendenflügel zeitlich nicht mehr genau
mit der von der Einzahnscheibe bewirkten Bildschaltung zusammenfällt. Diesverursacht
ein Ziehen des Bildes. Bei der Bauart nach der Anmeldung ist dieser Nachteil vermieden.
Die konzentrisch um die Achse ~ler Einzahnscheibe gelegten Schraubenfedern von verhältnismäßig
engem Durchmesser und verhältnismäßig dünnem Draht sind zwar weich genug, um die
Übertragung von Stößen in die- Antriebsteile hinein in genügendem Maße zu unterbinden;
da aber nicht eine einzige lange Schraubenfeder, sondern mehrere voneinander getrennte
kürzere vorhanden sind, können die Lageänderungen der gegen-@inander gefederten
Teile das zulässige Maß nicht überschreiten.
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Außerdem ist die Bauart nach der Ertin- I dune gegenüber der vorbekannt:en
noch insofern vorteilhaft, als sie für die Unterbringung der Feder eine wesentlich
geringere axiale Baulänge erfordert. Die neue Bauart ist also zusammengedrängt,
einfach, billig und betriebssicher.
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Vorteilhaft sind die Aussparungen und die Schraubenfedern so bemessen,
daß die Schraubenfedern mit ihrem- äußeren Umfange die Wände der Aussparungen berühren.
Hierdurch wird der besondere Vorteil einer stark dämpfenden Wirkung erzielt, weil
bei zunehmender Relativbewegung der miteinander verbundenen Teile auch durch Reibung
bremsend wirkende Kräfte- in-- steigendem Maße auftreten. -Die Zeichnung zeigt ein
@tisfiihrungsbeispiel.
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Abb. i ist eine- Seitenansicht der erfindungsgemäßen Anordnung im
Schnitt. Entbehrlich: Teile- sind weggelassen. .ebb. : ist ein Schnitt nach Linie
A-A in Abb. i.
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Das -Malteserkreuz i ist auf einer t@'elle @: befestigt, die in Lagern
3 geführt ist und an j lirem einen Ende die Filniförderrolle 4. trägt. '_h .s 3Ialteserkreuz
wird von einer Zahn- una "' Sperrscheibe angetrieben, die aus einem telleri ar-t.igen.Teil
5 besteht, mit dem ein im wesentliehen -ringförmiger Teil 6 verbunden ist. Zwischen
den -Teilen 5 und 6 ist um die j Achse 7 drehbar die Rolle 8 gelagert, die als I
Schaltzahn fürlos Malteserkreuz wirkt. Teil ; und damit die Zahn- und Sperrscheibe
als Ganzes ist z. B. durch einen Stift a mit einer parallel zur- Welle 2 in Lagern
io; i i umlaufenden, Welle 12 fest verbunden, auf deren einem der Zahnscheibe b,-nachbarten
Ende ein Schwungrad 13 aufgesetzt ist. Die Welle 12 erhält ihren Antrieb von einem
Zahn-, und zwar einem Schraubenrad 14 her, das aber nicht starr mit ihr verbunden
-ist: Das Zahnrad 14 ist vielmehr frei drehbar auf einer mit der Welle ia verbundenen
Buchse 15, die einen Bund 16 besitzt, gegen den sich das Zahnrad 14. mit seiner
einen Stirnfläche legt. Der anderen Stirnfläche des Zahnrades ist ein Stellring
17 benachbart, der z. B. durch- einen Stift iS zusammen mit der Buchse 15 auf der
Welle 12 befestigt ist. Das Schraubenrad i.1 steht mit einem auf einer Antriebswelle
ig befestigten weiteren Scliraübenra d 2n in l:in-"riff.
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In den einander benachbarten Stirnflächen des Zahnrades 14 und des
Stellringes 17 sind Ringnuten 21 und-- 22 ausgespart. Beide Ringnuten zusammen bilden
einen Kanal mit kreisförm.igein Ouerschnitt. In diesen Kanal sind bei dem gezeichneten
Beispiel Schraubenfedern 23 eingelegt, deren Win- i Jungen mit ihrer Aulienfläche
die Kanalwände berühren. Zwischen die Federn 23 greifen Stifte 2.f und 25, die abwechselnd
in dem Zahnrad 1.1 und in dein Stellring 17 befestigt sind, und zwar sind die Stifte
-24. mit dein Stellring 17 und die Stifte 25 mit :dem Zahnrad 1:1 verbunden.
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Durch die beschriebene Anordnung wird verhindert, daß währen.' des
Schaltvorganges vorn Malteserkreuz i aus angeregte Schwingungen auf die Antriebswelle
ig und die anderen ini Projektor mit dieser Antriebswelle verbundenen Teile übertragen
werden.