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Die Erfindung bezieht sich auf solche Reduktionsgetriebe, bei denen eine exzentrische Scheibe als treibendes Glied drehbar innerhalb eines hohlen Getriebegliedes vorgesehen ist, welch letzteres eine mit nockenartige Erhebungen versehene Innenseite aufweist, und bei denen zwischen den genannten treibenden und getriebenen Gliedern eine Anzahl von umlaufenden Rollen vorgesehen ist, wobei die Drehbewegung des treibenden Gliedes mit verringerter Geschwindigkeit auf das getriebene Glied übertragen wird und wobei jede der genannten Rollen sich um eine fixe Achse nach Art eines Exzenters dreht. Vorliegende Erfindung bezieht sich namentlich auf solche Getriebe mit hohlen Rollen, wie sie z. B. im D. R. P. Nr. 377435- beschrieben sind.
Gemäss der Erfindung werden hohle Rollen oder Hülsen verwendet, deren Zahl immer um eins grösser ist als die Zahl der genannten noekenartigen Erhebungen.
Bei der Ausführung mit hohlen Rollen, deren Zahl um eine Einheit geringer als diejenige der Zähne
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jede der Rollen sich stets stützen muss, sich immer auf der Seite befindet, wo die Exzenterscheibe und der jeweilige Zahn zu drehen bestrebt sind. Unter diesen Umständen liegt bei einem-leicht begreiflichen Mitnehmen der Rolle in der gleichen Richtung stets die Gefahr vor, dass die Rolle auch nur für einen geringen Zeitraum die Berührung mit ihrem Zapfen verliert. Es tritt dann sofort ein Festsetzen ein, die Rolle wird noch weiter mitgenommen, und ein Abbrechen oder eine Deformierung derselben ist unvermeidlich.
Bei der Ausführung gemäss der Anmeldung kann eine solche Wirkung nicht vorkommen, weil hier die antreibenden Rollen auf dem betreffenden Zapfen in der Drehrichtung der Exzenterscheibe selbst abgestützt werden (siehe die rechtsseitigen Rollen in Fig. 1 und 2). Die Rollen stützen sich demnach stets gegen ihren Zapfen und können sich in keinem Falle lösen, was die Tatsache erklärt, dass bei der angemeldeten Einrichtung die Rollen sich nie festsetzen.
In den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch das Getriebe, der senkrecht zur Achse desselben verläuft, Fig. 2 eine teilweise Ansicht der
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die Achsen von zwei Rollen und die Getriebeaehse verlaufend.
In den Zeichnungen ist 1 die mit hoher Geschwindigkeit laufende Welle, deren Achse mit 30 bezeichnet ist und auf der eine exzentrische Scheibe 2 gegen Drehung gesichert ist, deren Mittelpunkt mit 31 bezeichnet wurde. 3 sind die Kugeln oder Rollen eines konzentrisch zur Scheibe 2 angeordneten Wälz-
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Bewegung von der exzentrischen Scheibe 2 auf die Rollen 20 vorstellt.
Die Rollen 20 stehen ständig einerseits mit dem äusseren mit nockenartige Erhebungen versehenen Rade 7 in Verbindung, anderseits mit der exzentrischen Scheibe 2 oder den Ring 4. Sie sind derart geführt, dass ihre Achsen ausser der eigentlichen Drehbewegung einen Kreis beschreiben, der identisch ist mit jenem, den der Mittelpunkt 31 der exzentrischen Scheibe 2 um den Mittelpunkt 30 der Welle 1
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weise dadurch erhalten werden, dass jeder Rollenzapfen um einen Zapfen 21, der in der Wand 34 des Gehäuses (Fig. 3) vorgesehen ist.
Wie in Fig. 3 gezeigt, können die Bolzen 8Y auch mittels eines Ringes 26 miteinander verbunden sein.
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7 bezeichnet ein Getrieberad, das beispielsweise mit 8 geeignet geformten Nocken versehen ist und konzentrisch zur getriebenen Welle 9 liegt und mit dieser über die Wand 8 in Verbindung steht.
Die Anzahl der Nocken und Rollen ist an sich veränderbar, muss aber in Übereinstimmung mit folgender
Beziehung bleiben, wobei e die Anzahl der Rollen und d die Anzahl der nockenartige Erhebungen be- zeichnet. d + 1 = e.
Wird angenommen, dass sich die Welle 1 und Scheibe 2 im Sinne des Uhrzeigers drehen, so werden die Rollen 20 eine doppelte Bewegung erhalten, u. zw. eine Bewegung um ihre Achsen 33 in Richtung des Pfeiles 23, d. h. im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers, während gleichzeitig die Achsen 33 der Rollen in Richtung des Pfeiles 24 einen Kreis llm die Achse 37 des Bolzens 21 beschreiben, aber im entgegengesetzten
Sinne durchlaufen werden.
Die Tangentialkomponente der vom Exzenter 2 auf die Rolle 20 abgegebenen Kraft wirkt entsprechend dem Pfeil 40, die Radialkomponente dieser Kraft in Richtung des Pfeiles 41. Es ist leicht einzusehen, dass diese beiden Komponenten derart auf die Rolle einwirken, dass Kräftepaare entstehen, die denselben Drehsinn, entsprechend den Pfeilen 23 und 24, aufweisen. Die Rolle, die ständig im Berührungspunkt 42 um den Bolzen 21 rotiert, übt auf das getriebene Glied eine Kraft 43 aus, die eine bedeutende Komponente 44 ergibt, die tangential zum Kreis verläuft, den das getriebene Glied beim Durchgang durch Punkt 39 beschreibt.
Betrachtet man alle Kräfte, die zwischen den treibenden und getriebenen Gliedern auftreten, so ergibt sich, dass die resultierende Kraft 43 am getriebenen Glied tangentialer verläuft als bei bereits bekanntgewordenen Vorrichtungen dieser Art, woraus eine günstigere Wirkungsweise vorliegender Vorrichtung resultiert.
Bei einer derartigen Einrichtung mit hohlen Rollen ist das Übersetzungsverhältnis gleich der Anzahl Rollen, d. h. wenn wie bei dem erwähnten Beispiel neun Rollen vorhanden sind, so macht die treibende Welle neun Umdrehungen für eine Umdrehung der getriebenen Welle.
Es sei Z dieses Übersetzungsverhältnis : Z = + l == e.
Zum besseren Verständnis dieser Formel kann angenommen werden, dass das Rad 7 in Fig. 1 fest ist, während alle Rollen drehbar sind. Dieser Fall kann praktisch dadurch verwirklieht werden, dass die Rollen in einem beweglichen auf der Welle 9 sitzenden Käfig angeordnet sind, wobei die getriebene Welle im gleichen Sinne wie die treibende Welle dreht.
Wenn die treibende Welle im Uhrzeigersinne in Fig. l dreht, so wird nach jeder vollen Umdrehung dieser Welle jede Rolle die Stellung der nächsten zur Rechten oder im Uhrzeigersinne liegenden Rolle einnehmen. Für eine volle Umdrehung der ganzen Rolleneinrichtung müssen demnach nacheinander alle Rollen gezählt werden, d. h. neun Umdrehungen der treibenden Welle.