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Schaltungsanoidnung für Fernmeldeanlagen mit Anrufspeicherung Der
Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen
mit Anrufspeicherung bei Besetztsein einer gewünschten Leitung und Aufrechterhaltung
der Anrufspeicherung während anderer abgehender oder ankommender Verbindungen der
wartenden Stelle sowie selbsttätigem Rückruf nach Freiwerden einer gewünschten Leitung
gemäß Patent 664 177.
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Gegenstand der Erfindung ist eine besonders zweckmäßige Weiterbildung
für Anlagen der gekennzeichneten Art.
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Gemäß der Erfindung verhindern die dem Teilnehmer in der Vermittlung
zugeordneten Schaltmittel bei Freiwerden einer gewünschten Leitung die Einstellung
eines Wählers dieser Leiturig auf den Anschluß des besetzten Teilnehmers mit gespeichertem
Anruf und den Rückruf zu diesem Teilnehmer und veranlassen dagegen .die Einstellung
des Wählers und den Rückruf, wenn der Teilnehmer mit gespeichertem Anruf frei wird.
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Bei Anordnungen mit Anrufspeicherung bei Besetztsein einer gewünschten
Leitung und Aufrechterhaltung der Anrufspeicherung während anderer abgehender und
ankommender Verbindungen braucht der Teilnehmer nach Erhalt des selbsttätigen Rückrufes
nach Freiwerden der gewünschten Leitung die Wahl der gewünschten Leitung an sich
nicht noch
einmal vorzunehmen. Er ist bereits durch die der Anrufspeicherung
vorangegangene Wahl der gewünschten Leitung all diese angeschaltet.
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L m dem Teilnehmer die Unterscheidung:,' abzunehmen, ob die @Valil
der gewünsclüeit Leitung sofort oder erst nach Rückruf erfoi-gi.. sind gemäß weiteren
--Merkmalen der Erfindung Schaltmittel vorgesehen, die der gewünschten Leitung zugeordnet
sind und unterscheiden, ob die gewünschte Leitung sofort oder erst nach Anrufspeicherung
erreicht wird. Die Wahl der gewünschten Leitung kann dann unabhängig davon erfolgen,
ob der Anruf gespeichert würde oder sofort die gewünschte Leitung frei war. Der
Teilnehmer hat auch nach dem Rückruf erneut die zur Wahl der gewünschten Leitung
erforderlichen Schaltmaßnahmen auszuführen. Er hat z. B. bei Richtungswahl durch
Kennziffern in jedem Falle, also auch nach Anrufspeicherung, die Kennziffern der
gewünschten Leitung zu wählen, bevor die Wahl der Ziffern des gewünschten Teilnehmers
vorgenommen wird. Erfolgt nach Rückruf keine erneute Kennziffernwahl, so erhält
der Teilnehmer Besetztzeichen.
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In den Zeichnungen sind als Ausführungsbeispiele Systeme gezeigt,
bei welchen die gewünschten Leitungen in fremde Vermittlungsstellen abgehende Verbindungsleitungen
sind.
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Die Fig. i und i a beziehen sich auf eine Schaltung für vollautomatische
Landzentralen mit Unteramt und Hauptamt und Kennziffernwahl zur Herstellung einer
Verbindung vom U nteraint zum Hauptamt.
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Es sind nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Einzelheiten
dargestellt und beschrieben.
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Der Verkehr innerhalb des Unteramtes spielt sich bei den in den Figuren
gezeichneten Ausführungsbeispielen über die Wähler OAS, OLW und der ankommende
Amtsverkehr über den Wähler FAS oder einen besonderen Fern1,-itungswähler
FLW der Verbindungsleitung 7 'L in der üblichen Weise ab. Für die Erfindung ist
lediglich der abgehende Verkehr zu einem anderen Amt von Interesse.
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In der Fig. i erfolgt die Einleitung einer abgehenden Verbindung zu
einer anderen Vermittlungsstelle wie folgt: Bei Abheben des Teilnehmers N kommt
das Teilnehmerrelais R über den Kontakt i t, Teilnehmerschleife, Kontakt a
t, Wicklung I zum Ansprechen. Durch den Kontakt 3 r wird über den Kontakt
d. t der Anlaßstrom für den Wähler OAS geschlossen. Das Relais
R
kommt über Kontakt i2v zum Ansprechen und schließt mit seinem Kontakt
5 ra über Kontakt 6c und 7z, einen Stromkreis für das Relais O, Wicklung
I. Cber Kontakt 8q bekommt der Drehmagnet AS Strom. Der Wähler OAS dreht im Wechselspiel
mit Relais C_) und Kontakt gas, bis das Relais C über den c-Arm des Wählers
OAS auf den durch Konkt 1o r gelcennzeichnetenTeilnehmeranschluß aafpriift,
und zwar über Erde, Kontakt i i ra, ': E%`-iclclungen I und II des Relais C, cArrn
des . rV ählers OAS, Bontakt i o r, Wicklung I I des Relais R, umgelegten
Kontakt io4r, Wicklung I des Relais T, Batterie. Das Relais C kommt zum Ansprechen,
setzt über Kontakt 6c den Wähler still und schließt die Sprechadern über Kontakte
18 c und 19 e. Über Kontakte 13 c und i- v hält sich das Relais
C, schließt seine Wicklung 1I und sperrt den Wähler gegen weitere Belegung. Über
den Kontäkt i 5 c kommt das Relais d - zum Ansprechen, das über Kontakt 16z, und
d-Ader des Wählers OAS einen Stromkreis für das Relais F des Wählers vorbereitet.
Kontakt; v bringt das Relais 0 wieder zum Abfall.
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Über den in Ruhe befindlichen Kontakti7 v1, obere Wicklung des Übertragers,
a -Ader, den umgelegten Kontakt i8c, a-Arin des Wählers OAS, Teilnehmerstelle, b-Ader,
bArm des Wählers OAS, umgelegten Kontakt igc, untere Wicklung des Übertragers und
Kontakt 20v1, Erde kommt das Relais A zum Allsprechen. Kontakt 21 a bringt
das Relais J und Kontakt 22 i das Relais l "1 zum Allsprechen. Das
Relais L"1 hält sich während der Stromstoßgabe. Das Relais A hält sich über den
umgelegten Kontakt i 7 hl, Relais J hält sich nach Umlegen von Kontakt 2oz,l über
Erde an der Drossel Dr. Über Kontakt 23a und Wellenkontakt 24,a, des Wählers
OLLI-erhält .der Teilnehmer das Amtseichen bzw. Wählzeichen W7_.
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Es sei angenommen, daß der Teilnehmer. der ein Amts- bzw. Ferngespräch
führen will, zu diesem Zweck die Kennziffer o wählt. Bei Schleifenunterbrechung
kommt das Relais J zum Abfall. Über Kontakte 37i und 36z,1 kommt das Relais L'=
zum Ansprechen, das sich während der Stromstoßabgabe hält und mit seinem Kontakt
27 v= die Drossel Dr- kurzschließt. Über den umgelegten Kontakt 28v1, dein in die
Ruhelage zurückgekehrten Kontakt 24i, Kontakt 25 lz und Wellenkontakt
26u, des Wählers OLW kommt der Hebniagnet H des Wählers OLTV zum Ansprechen.
Die Schaltarme des Wählers OLTV werden nun entsprechend der Zahl der Schleifenunterbrechungen
gehoben.
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Nach Anheben in die der Richtungswahl, das ist im angenommenen Fall
die der Kennziffer o entsprechende Stellung, wird der Kopfkontakt 27
ho des Wählers OL vf-' und -dad urch erneut das Relais n über seine
Il. Wicklung betätigt, Relais D hält sich bei Eindrehen des Wählers über den Sammelkontakt-19s1""
der o. Dekade. Über Erde, Kontakte 70 q,
16v, d-Arm des Wählers
OAS kommt das dem Teilnehmer zugeordnete Relais F zum Ansprechen, das sich
über seinen Kontakt 71 f
hält, unabhängig davon, ob der Teilnehmer N wieder
auflegt.
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Das Relais F kennzeichnet über seinen Kontakt 72 f den Teilnehmer
N, der die Kennziffer .gewählt hat, an der c-Ader des Wählers FAS. Damit
ist gleichzeitig der Anruf des Teilnehmers unabhängig davon, ob eine Verbindungsleitung
frei ist oder nicht gespeichert. Der Teilnehmer kann, ohne daß das die Speicherung
bewirkende Relais F zum Abfall kommt, innerhalb des Unteramtes Gespräche sowohl
ankommend wie .abgehend führen.
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Über den #umgelegten Kopfkontakt 29 k des Wählers OLW, die umgelegten
Kontakte 3ö a,
31 q,' die in Ruhe !befindlichen Kontakte 33
p und 32rc kommt der Drehmagnet D des Wählers OLW zum Ansprechen. Wellenkontakt
34.d des Wählers OLW schaltet Relais U ein, das über Kontakt 32 2a den Drehmagneten
D steuert. Der Wähler OLW sucht nun eine freie Verbindungsleitung. Das Relais P
prüft über den c-Arm des Wählers OLW, Kontakte 35z4 38v", 3o a und 29k auf Spannung
an der cA,cler.
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Verbindungsleitung frei Es sei zunächst angenommen, daß eine Verbindungsleitung
VL bzw. ein Wähler FAS frei und der Kontakt 4o g in Ruhe ist. Das Relais G, das
allen Wählern FAS gemeinsam ist, kommt erst bei Belegen eines Wählers
FAS zum Ansprechen und sperrt alle übrigen Verbindungsleitungen durch Umlegen
aller dem Kontakt 4o g entsprechenden Kontakte bis . zum Aufprüfen eines Wählers
FAS auf die Teilnehmeranschlußleitung.
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Auf diese Weise werden Kreuzverbindungen durch gleichzeitiges Aufprüfen
von. mehreren Wählern FAS -auf eine Teilnehmeranschlußleitung vermieden.
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Das .Relais P des Wählers OLW spricht dann über Spannung, Kopfkontakt
39 k1 des Wählers FAS; Kontakt 40 g, Wicklung .des Relais Cl, Kontakt-.4i
pla und c-Ader an. Durch Kontakt 42 p wird eine Wicklung des Relais P kurzgeschlossen
und die Leitung, auf die der Wähler OLW aufprüfte, gesperrt. Über Kontakt 33p wird
der 1VI:agriet D abgeschaltet und der Wähler OLW stillgesetzt. Über die Kontakte
43p und 44p werden die Sprechadern des Wählers durchgeschaltet. Über Kontakt 45
p und 46 q wird über die Leitung Bes Erde an den z-Arm des Wählers OAS gelegt
und dadurch der Teilnehmer N im Vielfach z des Wählers FAS
gekennzeichnet.
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Durch Kurzschluß der Wicklung I des Relais P kommt .das der Verbindungsleitung
VZ zugeordnete Relais Cl zum Ansprechen und hält sich unabhängig von Kontakt 40g'
über seinen Kontakt 47 cl. Kontakt 48 cl erregt das Relais G, das Kontakt 4o g öffnet.
Über Kontakt 50 cl wird Erde von der c-Ader des Wählers
FAS abgetrennt, so daß das Relais PI nicht mehr aufprüfen kann. Mit Kontakt
51 cl wird der Prüfstromkreis des RelaisPr- vorbereitet. Über Kontakt
52 cl kommt das Anlaßrel.ais Ara des Wählers FAS zum Ansprechen und bringt
über Kontakt 53 an, 55 pr und P P1 den Drehmagneten DFAS zum Ansprechen.,
der über den Unterbrecher U1 den Wähler FAS dreht.
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Beim Auftreffen des c -Armes des FAS auf die über die Leitung
Bes, Kontakte 45p, 46q an der z-Ader des Wählers OAS liegende Erde kommt
das Relais Pr zum Ansprechen, schaltet über Kontakt 55 pr den Drehmagneten DFAS
des Wählers FAS ab.
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Weiterwahl Nach Wahl der Kennziffer kann der Teilnehmer sofort die
nächste Stromstoßreihe mit der Nummernscheibe geben. Er braucht nicht mit .der Stromstoßgabe
zu warten, bis über den Wähler FAS eine Verbindung zur Verbindungsleitung
VZ zustande gekommen ist.
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Der Wähler OLW hat bei Freisein einer Verbindungsleitung unmittelbar
Zugang zu dem der Verbindungsleitung VL zugeordneten Stromstoßrelais Al, das über
die c-Ader, OLW, Kontakte 80 i, 43 p und 8 1 q angesprochen
ist. Kontakt 9 1 a1 bringt das Relais V3, das sich während der Stromstoßgabe
hält. Kontakt 97 a1 legt über die Drossel Dr Spannung an die aAder der Verbindungsleitung
LL.
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Bei Betätigung der I\Tummernscheibe wird das Relais J des Ortsverbindungsweges
wie bei der Kennziffernwahl zum Abfall gebracht und trennt mit seinem Kontakt 8o
i .die nunmehr nach Erregung von h= an der a-Ader über Kontakte 8 1
q, 82v', 43 p liegende Erde ab. Dadurch kommt das an -der a-Ader der
Verbindungsleitung VL liegende Relais Al zum Abfall, das mit Kontakt 97 a1 die Spannung
im Takte der Stromstöße von der a-Ader der Verbindungsleitung VZ trennt. Bei Abfall
des Relais Al kommt über Kontakte 93 v3, 94 ai und 95 il Relais V- zum Ansprechen,
das sich während einer Stromstoßreihe hält und die Drossel Dyl mit seinem Kontakt
96 v4 kurzschließt.
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Um mit Sicherheit eine Verstümmelung von Stromstößen zu vermeiden,
ist die Anordnung so getroffen, däß die Durchschaltung der der Verbindungsleitung
zugeordneten WählerFAS erst nach Beendigung einer Stromstoßreihe möglich ist.
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Dieses wird dadurch erreicht, daß in Abhängigkeit von dem Relais TV4,
das während einer Stromstoßreihe angesprochen ist, ein zusätzliches
Relais
Tr beeinflußt wird, das das Durchschalterelais PH steuert.
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In der Fig. i ist,der Stromkreis des Relais Tr während einer Stromstoßreihe
durch Kontakt 61 v4 aufgetrennt. -Nach Beendigung einer Stromstoßreihe kehrt der
Kontakt 61 v4 in die Ruhelage zurück. Hat inzwischen das Relais Pr° des Wählers
FAS auf die Teilnehmeranschlußleitung aufgeprüft, wie vorher beschrieben, so kommt
das Relais Tr über Kontakte 61 v4 und 62 pr- zum Ansprechen und hält
sich über seinen eigenen Kontakt 63 tr. Kontakt 64tr legt Erde an den c-Arm des
Wählers FAS, so daß das Durchschalterelais C des Wählers OAS kurzgeschlossen
und der interne Verbindungsweg ausgelöst wird. Durch Kontakt 65 tr wird das Durchschalterelais
PH gebracht, das die Durchschaltung der Sprechadern des Wählers FAS mit seinen
Kontakten 7.I pla und 75 p1 bewirkt.
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Über Kontakt 73P11- wird Erde an den d-Arm des FAS und die
zum dArm des OAS führende Leitung gelegt. Das die Speicherung aufrechterhaltende
Relais F wird dadurch kurzgeschlossen und kommt zum Abfall. Die Speicherung ist
aufgehoben. Über Kontakt 4.1 plt wird die c-Ader zum Wähler OLW aufgetrennt. Das
der Verbindungsleitung zugeordnete Relais Cl kommt zum Abfall.
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Das Relais H2, das über Kontakt 78 cl zum Ansprechen kam, hält
sich über Kontakt 79 pr. Kontakt 881a= schließt die a-Ader des Wählers
FAS und legt über Kontakt 891a und Drossel Dr2 Erde an die b -Ader
der Verbindungsleitung TL.
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Das Relais Pr hält sich selbst über Kontakt 58 pr- und 61 vg, der
während der Stromstoßgabe umgelegt ist.
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-Nach Schließen: des endgültigen Verbindungsweges von der Verbindungsleitung
VL über den Wähler FASzumTeilnehmeranschluß OAS-LW verläuft die Schleife für die
Nummernstromstöße von Erde, Drossel Dr'=, Kontakte 891a=, 75 pic, b -Arm
des FAS, b -Ader,
Teilnehmerstelle X, a-Ader, a -Arm des FAS,
Kontakte
74 pft, 88 ph2, Relais Al, --. Die Ansprechverzögerung des Durchschalterelais
PH
des Wählers FAS und die Abfallzeit des Durchschal.terelais C des Wählers
OAS infolg; Kurzschlusses ist so zu wählen, daß keine Stromstöße verlorengehen.
Um jedoch eine gleichzeitige Steuerung des Stromstoßrelais Al im Zugang zur Verbindungsleitung
VL über den internen und den endgültigen Verbindungsweg zu vermeiden, werden beide
Zeiten zweckmäßig gleichgemacht.
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Alle Verbindungsleitungen zunächst besetzt Ist keine Verbindungsleitung
zur fremden Vermittlungsstelle frei, so erhält der Teilnehmer über Kontakte 45 p,
24Ul, 23 a. das Besetztzeichen Bes. Er kann auflegen und während der
Wartezeit interne Gespräche führen. Sein Anruf bleibt über das Relais F gespeichert.
Während des Ortsgespräches des Teilnehmers mit gespeichertem Anruf stehen etwa frei
werdende Verbindungsleitungen anderen Teilnehmern zur Verfügung.
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Liegen mehrere gespeicherte Anrufe von Teilnehmern vor, die empfangsbereit,
d. h. nicht ortsbesetzt sind, so bekommt der Teilnehmer, auf den der der Verbindungsleitung
VL zugeordnete Wähler FAS zuerst aufläuft, die Verbindung zur fremden Vermittlungsstelle.
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Es sei angenommen, daß der Teilnehmer X
mit gespeichertem Anruf
zuerst .wieder empfangsbereit wird.
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Rückruf Wird bei Freisein einer Verbindungsleitung VL der Teilnehmer
!N wieder frei und legt auf, so wird über Kontakt ioo f und ioi
t der der freien Verbindungsleitung VL zugeordnete Wähler FAS angelassen,
indem das Relais Art zum Ansprechen kommt.
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Der Wähler FAS der Verbindungsleitung VL steht also unter dem Einfluß
zweier An rufempfangseinrichtungen, einmal unter dem Einfluß des nur über den internen
Verbindungsweg erreichbaren Belegungsrelais Cl im besonderen Zugang zur VZ und zum
anderen unter dem Einfluß des den Anruf bei Besetztsein aller Verbindungsleitungen
1%'L speichernden Relais F.
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Über Kontakte 53 alt, @55 pr und 56 p1 kommt der Drehmagnet DFAS
zum Ansprechen, der mit Hilfe des Unterbrechers U1 den Wähler FAS
so lange dreht, bis das Prüfrelais P1 über Kontakt 50C1 und 1o3 an, c-Arm des Wählers
FAS, Kontakt 72 f, Wicklung 1I des Relais R, Kontakt 99
t, Wicklung I des Relais T
aufprüft. Der Kontakt 50 cl
ist in Ruhe, wenn die zugehörige Verbindungsleitung 1'L frei ist.
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Bei Aufprüfen auf den über Kontakt 72 f gespeicherten Anruf des Teilnehmers
Nkommt das Relais P1 zum Ansprechen, setzt über Kontakt 56p1 den FAS still
und schließt mit Kontakt io5pl seine zweite Wicklung kurz.
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Über den umgelegten Kontakt 56p1 kommt das Relais PH zum Ansprechen,
das die Sprechadern des FAS über die Kontakte 74P11' und 75P11 durchschaltet. Über
die Kontakte 88B2 und 89 h*' und die Wicklungen I und 1I des Relais R1 erhält der
Teilnehmer 1" über die Sprechadern den Rufstrom. Der Anruf vorn Amt unterscheidet
sich zweckmäßig durch Länge des Rufzeichens von einem internen Anruf.
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Der Teilnehmer N hebt nach Empfang des Anrufes ab und bekommt jetzt
sofort vorn Wähler FAS das Amtszeichen.
Der Teilnehmer kann nach
dem Abheben die auf .die Kennziffer folgenden Nummernstromstoßreihen entsprechend
der Nummer des gewünschten Teilnehmers aussenden. Es werden dann in bekannter Weise
die Wähler im Hauptamt entsprechend den folgenden Nummernstromstößen !eingestellt
und die Verbindung zurrt gewünschten Teilnehmerhergestellt.
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Die Anordnung kann jedoch auch zweckmäßig so getroffen werden, daß
der Teilnehmer nach dem Rückruf erneut die vollständige Nummer des Teilnehmers zu
wählen bat, d. h. erneut mit der Kennziffernwahl beginnen muß. Er braucht dann nicht
zu unterscheiden zwischen dem Wählen ohne Anrufspeicherung und dem Wählen nachAnrufspeicherung.
Vergißt der Teilnehmer .bei .der zuletzt beschriebenen Anordnung das erneute Wählen
der Kennziffer, so erhält er Besetztzeichen.
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Die Weiterwahl gemäß dieser Anordnung soll an Hand der Fig. i und
i a näher erläutert werden.
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Die Anordnung ist hier so getroffen, daß ein Schaltmittel im Zugang
zur Verbindungsleitung unterscheidet, ob die VerbindtIngsleitung zum Hauptamt über
interne Verbindungseinrichtungen und den besonderen Zugang bei Freisein seiner Verbindungsleitung
oder nach Besetztsein aller Verbindungsleitungen und Rückruf unmittelbar über lediglich
dem Verbindungsverkehr zur fremden Vermittlungsstelle dienende Wähler erreicht wurde.
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Bei Wahl über den internen Verbindungsweg zur anderen Vermittlungsstelle
wird durch das die Unterscheidung treffende Schaltmittel sofort die Übertragung
der Nummernstromstöße freigegeben, dagegen bei Wahl unmittelbar über Wähler der
Verbindungsleitung erst bei Wahl der Kennziffer die Übertragung von Stromstößen
freigegeben. Die Prüfung auf Wahl der Kennziffer erfolgt durch einen Mitläufer,
der durch die die Unterscheidung treffenden Schaltmittel bei Wahl unmittelbar über
Wähler der Verbindungsleitung unter dem Einfluß der Nummernstromstöße gebracht wird.
Bei Wahl der Kennziffer werden durch den Mitläufer Schaltmittel beeinflußt, die
die Weitergabe der Stromstöße zum Hauptamt ermöglichen. Bei Wahl von Ziffern, die
nicht der Kennziffer entsprechen, wird dagegen die Stromstoßgabe zum Hauptamt verhindert
und dem rufenden Teilnehmer Besetztzeichen gegeben.
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Es sei angenommen, daß die Nummer des gewünschten Teilnehmers im Hauptamt
o365 ist. Der rufende Teilnehmer im Unteramt hat dann immer diese Nummer des Teilnehmers
zu wählen, ganz gleich, ob die Verbindungsleitung zum fremden Amt frei ist oder
zunächst besetzt war. Verbindungsleitung frei Ist die Verbindungsleitung bei Aufbau
der Verbindung zum Hauptamt über den internen Verbindungsweg frei, so erhält der
rufende Teilnehmer nach der Kennziffernwahl das Amtszeichen, wie beschrieben, vom
internen Verbindungsweg her. Bei Wahl der ,auf die Kennziffer folgenden Ziffer 3
wird dann, wie bereits beschrieben, das Relais A1 des Zuganges zur Verbindungsleitung
im Takte der Stromstöße gesteuert und die Stromstöße über Kontakt 97 a1 weitergegeben.
Über Kontakt 96 v4, 97 a1 und 2o5 c2 wird das Relais A? im Takte der Stromstöße
.gesteuert. Bei Erregen des Relais A2 kam über Kontakt 2o6 a2 das Relais T%5 zum
Ansprechen, das sich während der Stromstoßreihen hält.
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Bei Belegen der Verbindungsleitung zum fremden Amt über den besonderen
Zugang war das Relais Cl zum Ansprechen gekommen, das über Kontakt Zoo cl das Relais
Dl bringt. Über Widerstand Wi, * umgelegten Kontakt gor dl, Kontakt 2o2al, der bei
jedem Stromstoß in die Ruhelage zurückkehrt, wird Spannung an die b-Ader der Verbindungsleitung
zum Hauptamt gelegt, worauf über Kontakt 2o3 c2 und 2041a3, die sich in Ruhe befinden,
das Relais S zum Ansprechen kommt. Über Kontakte 2o7 v5, 2o8 s kommt das kelais
U2 zum Ansprechen. Über Kontakt 2092b2 und 2iov5 wird. die Stromstoßga#be zumGruppenwähler
GW im Hauptamt ermöglicht. Durch Steuerung des Kontaktes 2z i a2 wird im Takte der
Stromstöße ----Potential an die a@Ader zum Hauptamt gelegt und der Gruppenwähler,
der nicht dargestellt ist, nach dem gewählten Ziffernbeispiel in die 3. Dekade gehoben.
Über Kontakt 2,21c2 wird der Drehmagnet DM des Mitläufers abgeschaltet und
die Einstellung des Mitläufers verhindert. Relais Uz hält sich über seinen eigenen
Kontakt 213 tc' und Kontakt 107v5. Der Mitläufer DM wird also in diesem Fall
nicht bestätigt.
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Verbindungsleitungen zunächst besetzt. Rückruf Waren alle Verbindungsleitungen
besetzt, so erhält .der rufende Teilnehmer nach der Wahl der Kennziffer o das Besetztzeichen
vom Ortsverbindungsweg. Er hängt ein. Sein Fernanruf wird gespeichert. Er ist für
Ortsverkehr frei. Ist inzwischen eine Verbindungsleitung zur anderen Vermittlungsstelle
und der rufende Teilnehmer frei geworden, so erfolgt, wie beschrieben, der Rückruf
über den Wähler FAS der Verbindungsleitung selbsttätig, wobei der rufende
Teilnehmer bis zum Hauptamt durchgeschaltet ist. -Der Teilnehmer hebt ab und erhält
das Rückrufzeichen. Das Relais R1 der Verbindungsleitung
l'L kommt
zum Ansprechen und schaltet mit Kontakt 22o r1 und 22 i p1 das Relais
H'=
(Fig. i) ein. Durch Umlegen der Kontakte 881c= und 89h' wird das Relais
R1 von den Adern a., b der Verbindungsleitung VL abgeschaltet.
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Der Teilnehmer muß jetzt erneut die Nummer des Teilnehmers
0365- wählen. Bei der Stromstoßabgahe komnnt das Relais Al der Verbindungsleitung
VL, das beim Umlegen der Kontakte 881c= und 89 dz-' zum Ansprechen gekommen
war, im Takte ,der Stromstöße zum Abfall. Das Relais Ug hält sich in der beschriebenen
Weise über Kontakt gi a1 und das Relais V'4 über Kontakte 93 a3, 9.1.a1 und
95 il. Die Stromstöße werden in der bereits beschriebenen Weise über
Kontakt g7 tzl auf das Relais A= weitergegeben. Bei Erregen des Relais A= kam über
Kontakt 2o6 a= in der beschriebenen Weise das Relais V5 zum Ansprechen, das sich
während der Stromstoßreihen hält. Relais U= kommt nicht zum Ansprechen. Der Drehmagnet
DM des Mitläufers wird daher im Takte der Stromstöße über Kontakte 2o6 a=,
220 VJ, 221 zl und 212 t1° gesteuert, d. h. bei Wahl der Kennziffer o in
die Stellung o gebracht.
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In der Stellung o spricht .das Relais U'= an über Kontakt
207 v5 und Dreharm 2o8 dm des Mitläufers. Über Kontakt 21211' wird der Drehmagnet
DM des Mitläufers abgeschaltet. Über Kontal.:t 2i5 v5 kommt das Relais H3 zum Ansprechen,
das mit seinem Kontakt 216h' Erde an die c-Ader zum Gruppenwähler GW im Hauptamt
legt. Kontakt 20971', der eine Weitergabe der Stromstöße zum Gruppenwähler GW bisher
verhinderte, wird geschlossen. Über Kontakte 2ogu°, 210V5 und 2 i i a= werden die
auf die Kennziffer folgenlen Stromstöße nunmehr auf den Gruppenwähler GW im Hauptamt
gegeben. DerGruppenwähler GIi' wird wie vorher entsprechend der Wahl der Ziffer
3 in -die 3. Dekade gehoben.
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Wählt der Teilnehmer statt der vollen Teilnehmernummer 0365
nach Erhalt des Rückrufes nur die Ziffern 365, so erhält er das Besetztzeichen.
Die Weitergabe der Stromstöße zum Hauptamt wird verhindert.
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Dies wird dadurch erreicht, daß das die Stromstoßweitergabe bewirkende
Relais U-nicht zum Ansprechen kommt, wenn der Mit= Läufer nicht in die Stellung
o gebracht wird.
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Bei Wahl der Ziffer 3 nach Erhalt des Rückrufes wird der Drehmagnet
DM des Mitläufers, wie beschrieben, über Kontakt 206a°, 220v5, -72i zi und
212112 gesteuert, welcher entsprechend der Ziffer 3 den Arm 2o8 dm in die Stellung
3 bringt. In den Stellungen i bis 9 bzw. kleiner als o des Schaltarmes 2o8 dm kommt
das Relais Z1 über Kontakt 2o7 v5 und Schaltarm 2o8 dyn zum Ansprechen, das
sich über Kontakt 217z' hält. Kontakt 221Z' trennt den Stromkreis des DrehmagnetenD_11
auf. Das Relais U= kann nicht zum Ansprechen kommen wie bei der Kennziffernwahl.
Die Stromstoßgabe zum Gruppenwähler GW wird durch den @n der Ruhelage befindlichen
Kontakt Zog tc= verhindert. Der rufende Teilnehmer bekommt- über die Wicklungen
1I der Relais S und A°- und Schaltann 2igdstt Besetztzeichen.
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Auf diese Weise ist der rufende Teilnehmer gezwungen, die volle Nummer
des gewünschten Teilnehmers zu wählen.
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In dem dargestellten Ausführungsbeispiel Fig. i wird bei Belegung
einer Verbindungsleitung VL über einen Leitungswähler OL6i@' des internen Verbindungsweges
durch das entsprechende Relais Cl .das allen Verbindungsleitungen gemeinsame Sperrelais
G erregt, das, wie bereits beschrieben, durch öffnen der dem Kontakt .log entsprechenden
Kontakte in den Zugängen der anderen @7erbindungsleitungen b'L eine Belegung einer
weiteren Verbindungsleitung so lange verhindert, bis der Wähler FAS der belegten
Verbindungsleitung die Anschlußleitung des anrufenden Teilnehmers N erreicht hat.