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Ablegevorrichtung für Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen Die Erfindung
betrifft eine Ablegevorrichtung für Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen. Es sind
bereits Ablegevorrichtungen mit einem Vorordner für die gleichzeitig abzulegenden
Matrizensätze zweier Magazine bekannt, dessen Auslesebrücke gleichzeitig beim Umschalten
der Magazine durch ein Fühlgestänge nach Anschlägen an den Magazinen eingestellt
wird. Ferner sind auch Ausführungen bekannt, bei denen im Ablegeschloß ein den Durchgang
falscher Matrizen sperrender Sperranschlag vorgesehen ist, der mit kennzeichnenden
Schfitzen an den Matrizen eines Satzes zusammenwirkt und den Durchgang von Matrizen,
die diesen Schlitz nicht aufweisen, verhindert und darauf die Ablegevorrichtung
stillsetzt.
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Gemäß der Erfindung ist nun bei einer Ablegevorrichtung mit einem
Vorordner der ersterwähnten Art Vorsorge dafür getroffen, daß bei Verwendung des
an sich bekannten, in dem Ablegekasten vorgesehenen Sperranschlages, der zu dem
Vorordner nur Matrizen mit seiner Einstellung entsprechendem Schlitz durchläßt und
der beim Schalten .der Magazine ebenfalls durch ein Fühlgestänge
nach
Anschlägen an den Magazinen eingestellt wird, für das Zusammenwirken der einstellbaren
Auslesebrücke und des einstellbaren Sperranschlages in den Matrizen beider Sätze'
finit dem Sperranschlag übereinstimmende, Fußnuten für den Durchgang zu dein Vorordner
und in den Matrizen wenigstens eines: der Sätze andere, von den ersterwähnten Fußnuten
abweichend angebrachte Fußnuten vorgesellen sind, welche mit der Auslesebrücke übereinstimmen.
Durch die Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß die beiden vorgenannten Vorrichtungen
gemeinsam benutzt und beide selbsttätig einstellbar gestaltet werden können. Dieser
Umstand ist besonders deswegen von Wert, weil dadurch das Mischen von Matrizen aus
zwei Magazinen ermöglicht-und gleichzeitig der Durchgang einer falschen Matrize
durch eines der Magazine verhindert ,wird. Außerdem hat die Zusammenarbeit der beiden
erwähnten Teile den zusätzlichen Vorteil, daß diese nicht nach Belieben eingestellt
werden können, sondern die Stellung des einen von der des anderen abhängig ist.
Somit können beide Vorrichtungen sich nicht in der gleichen Lage gegenüber den durchgehenden
Matrizen befinden, da sonst der Vorordner nicht wirksam sein könnte.
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Zweckmäßig enthalten die mit den Magazinen schaltbaren Einrichtungen
Scheiben, die entsprechend den in Benutzung befindlichen Sätzen einstellbar und
jede mit zwei Abteilungen versehen sind, von denen die eine oder die andere verwendet
wird, je nachdem, nach welchem Nutensastem die Matrizen mit Tuten versehen sind.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigen Fig: i eine Seitenansicht des oberen Teiles einer Maschine gemäß
der Erfindung mit den Ilatrizenabfalltrichtern und der Ablegevorrichtung, Fig. =
eine Rückansicht von Fig. i, Fig.3 eine Ansicht von hinten auf einen Teil des Ablegekastens
und veranschaulicht seine Verbindung mit der oberen Ablege-Stange zum Ablegen der
Matrizen in das untere Magazin des in Arbeitsstellung befindlichen Paares, Fig.4
einen waagerechten Schnitt nach der Linie in Fig. 3, Fig. j einen senkrechten Schnitt
nach der Linie ig-ig in Fig. 3, Fig.6 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 20-2o
in Fig. 3, Fig. 7 eine Einzeldarstellung einer Matrize mit einem Artenunterscheidungsschlitz
und veranschaulicht, wie sie abgeändert werden kann,. um in der Maschine gemäß der
Erfindung verwendet zu werden,
| Fig. ä eine Einzeldarstellung einer Matrize, |
| die mit einer Brückennut versehen ist, und die |
| Art, in der sie für die vorliegende Erfindung |
| ' abgeändert «-erden kann, |
| `'l" ig. 9 eine Vorderansicht einer Lehren- |
| 1' te, mit der die Maschine gemäß der Er- |
findung ausgerüstet ist und die selbsttätig arbeitet, um die Brücke der Ablegevorrichtung
in die richtige Lage einzustellen, wenn die Magazine geschaltet werden, um das untere
Magazinpaar an Stelle des oberen Paares in die Arbeitsstellung zu bringen oder uingekehrt,
und Fig. io einen Schnitt nach der Linie 24-2,1 in Fig. g.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Matrizensetz- und
Zeilengießmaschine mit vier Magazinen vorgesehen, die in einem Stapel übereinander
angeordnet sind und in bekannter Weise gehoben und gesenkt «-erden können, um entweder
das obere oder das untere Magazinpaar in die Arbeitsstellung zu bringen, so daß
aus ihm di,e Matrizen beim Sammeln ausgelöst werden. Um die Matrizenabfalltrichter,
durch die die ausgelösten Matrizen zu dem Sammler gelangen, so einzustellen, daß
sie mit dein einen oder dem anderen Magazinpaar -zusammenarbeiten, können Mittel
verwendet werden, wie sie beispielsweise in dem deutschen Patent 6.1.7
097 beschrieben sind, und die Einrichtungen zum Sammeln und zum Überführen
der Zeile zum Abgießen und zu ihrer Bewegung nach der Ablegestelle können in beliebiger
Weise ausgeführt sein.
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Wenn die Matrizenzeile in die Lage gelangt ist, in der das Ablegen
erfolgen soll, wird sie von einer Ablegevorrichtung aufgenommen, die geiniiß der
Erfindung aus zwei Ablegern L' und L"1 besteht (Fig. i). Der obere Ableger ist durch
einen Matrizenabfalltrichter L" finit dem unteren, in Arl)eitsstellung befindlichen
Magazin in Verbindung und der untere Ableger durch einen kürzeren Matrizenabfalltrichter
L'3 mit lern oberen, in Arbeitsstellung befindlichen Magazin. Die Matrizen k werden
in der üblichen Weise nach einem Ablegekasten L'' befördert. der mit dem oberen
Ableger in Verbindung ist (Fig. 2 und 3) und in dem sie durch ihre oberen Ohren
auf Schienen u gestützt werden, während sie durch den Kasten hindurchgehen. Der
Ablegekasten U' ist von üblicher Bauart und hat einen senkrecht hin und her beweglichen
Schlitten U5, welcher dazu dient, die Matrizen einzeln auf einen höheren Teil u1
der Schienen zt anzulteben. Der Ablegekasten ist ferner mit einer Auslesebrücke
%'6 versehen, die in der Richtung von vorn nach hinten einstellbar ist, so daß sie
gegenüber Nuten in den unteren Kanten der Matrizen ausgerichtet werden kann.
Diese
Brücke bestimmt, ob die Matrizen durch den oberen Ableger abgelegt werden oder in
einen zweiten Ablegekasten U' geschoben werden sollen, der zu dem unteren Ableger
gehört. Damit die Matrizen mit dieser Brücke zusammenwirken können, sind sie an
ihren unteren Kanten mit Nuten versehen, und während die Brückennuten für einen
bestimmten Satz in der gleichen Lage an der unteren Kante der Matrizen sind, ist
die Stellung dieser Nuten bei den verschiedenen Sätzen eine verschiedene. Wenn infolgedessen
die Brücke UI so eingestellt ist, daß sie mit den Nuten in den Matrizen übereinstimmt,
die in den . unteren Ablegekasten U' abgelegt werden sollen, dann fallen die Matrizen,
wenn sie von den höheren Teilen u1 der Schienen heruntergleiten, entweder auf einen
etwas vertieften Teil u2 der Schienen, nämlich dann, wenn die Nute mit der Brücke
übereinstimmt, oder sie reiten in der höheren Lage über die Brücke, wenn die Nute
nicht mit der Brücke übereinstimmt. Die in der höheren Lage reitenden Matrizen gehen
an der Ablegeschiene U3 entlang, die zu dem oberen Ableger gehört, der die Matrizen
in das untere Magazin ablegt, während diejenigen Matrizen, die finit Nuten entsprechend
der Brücke versehen sind, an dein Teil U= der Schienen entlang gehen, bis sie in
eine Rinne U9 fallen, die nach dem unteren Ablegekasten U' führt, der ebenfalls
mit einem senkrecht- beweglichen Schlitten Ulu ausgerüstet ist, um die Matrizen
einzeln der Reihe nach an die Ablegeschiene u3 heranzubringen, die zu dem unteren
Ableger gehört und an der die Matrizen entlang gleiten, um in das obere Magazin
abgelegt zu werden.
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Die Maschine gemäß der Erfindung ist ferner mit einem Sperranschlag
versehen, der ' eine Rippe Ull enthält, die in dem oberen Ablegekasten gerade vor
dem senkrechten Schlitten U5 angeordnet ist und die-nach vor- und rückwärts einstellbar
ist, um mit den Artenunterscheidungsschlitzen in Eingriff zu kommen, die in ähnlicher
Weise, wie vorher angegeben, an den unteren Kanten der Matrizen angeordnet sind.
Die Artenunterscheidungsschlitze liegen bei jedem Matrizensatz an einer bestimmten
Stelle, damit nur diejenigen Matrizen, die zu einem bestimmten Satz gehören, durch
den Ablegekasten hindurchgehen und abgelegt werden können. Wenn der Artenunterscheidungsschlitz
nicht mit der Rippe U'1 des Sperranschlages in dem Ablegekasten übereinstimmt,,
wird der Durchgang verhindert; die- Ablegevorrichtung wird in diesem Falle angehalten,
so daß der Setzer die störende Matrize entfernen kann. Bei der vorliegenden. Maschine
sind die Artenunterscheidungsschlitze an den Matrizen bei beiden Sätzen, die sich
in der Arbeitsstellung befinden, an der gleichen Stelle angebracht, so daß nur diejenigen
Matrizen, die zu diesen beiden Sätzen gehören, ungehindert abgelegt werden können,
und die Trennung zwischen den Matrizen dieser beiden Sätze erfolgt durch die vorher
erwähnte Brücke UG.
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Da bei der Maschine der Stapel von vier Magazinen so einstellbar ist,
daß entweder das obere oder das untere Paar in die Arbeitsstellung kommt, sind Mittel
vorgesehen, um die einstellbare Brücke und den Sperranschlag selbsttätig einzustellen,
wenn die Magazine in dieser Weise geschaltet werden, wobei die richtige Einstellung
der Brücke und des Sperranschlages durch Handeinstellung vorher bestimmt wird entsprechend
den besonderen Sätzen, mit denen die Maschine zu der betreffenden Zeit ausgerüstet
ist.
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Die einstellbare Brücke U6 zum Leiten der Matrizen zu den betreffenden
Magazinen (Fig. d und 6) hat die Form einer nach oben ragenden Lippe, die an dem
vorderen Ende eines waagerechten Schlittens U1' angeordnet ist. Der Schlitten selbst
gleitet in einer Nut eines Blockes U13, der zwischen den Seitenwänden an dem rechten
Ende des Ablegeka.stens L'4 liegt. Der Schlitten (il-' ist in der Richtung von vorn
nach hinten einstellbar, und zwar dient hierzu ein langer Hebel U14, der in seiner
Mitte hinten an der Maschine angelenkt_ ist und sich mit seinem oberen Ende gegen
einen nach unten ragenden Teil U15 des Schlittens legt. Wenn der Hebel entgegen
der Uhrzeigerrichtung geschwungen wird, stößt er den Schlitten um eine Entfernung
vorwärts, die von der Größe der Bewegung des Hebels abhängt, und zwar entgegen der
Wirkung einer Feder.UIG, die eine Stange U1' umgibt, die sich durch den Block U13
hindurcherstreckt und in ihm gleiten kann. Die Feder wirkt gegen die hintere Fläche
des Ablegekastens und einen Ring UlB, der ebenfalls die Stange umgibt und sich gegen
die innere Fläche des nach unten ragenden Teilen U15 legt. Die Stange U1' geht auch
durch den Teil U15 des Schlittens hindurch und begrenzt die Bewegung des letzteren
nach beiden Richtungen durch einen Knopf U19; der auf das eine Ende der Stange aufgesetzt
ist und sich gegen die äußere Fläche des nach unten ragenden Teiles UI' legt, und
durch einen Knopf U'° an dem anderen Ende der Stange, der sich gegen die Vorderfläche
des Ablegekastens legt. Die Einstellung des Schlittens nach rückwärts geschieht
durch die Feder U1°, die den Schlitten so weit bewegt, wie es der Hebel U14 zuläßt,
wenn letzterer in der Uhrzeigerrichtung gedreht wird.
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Die Sperrvorrichtung (Fi,g. 5) enthält eine kurze, waagerechte Stange
U'1, die sich quer durch den Ablegekasten erstreckt und elwa
in
ihrer Mitte die dünne, nach oben reichende Rippe U11 enthält, die, wie bereits erwähnt,
ein Hindernis in dein Wege derjenigen Matrizen ist, die durch den Ablegekasten hindurchgehen
und nicht zu dem richtigen Satz gehören. Die Stange L1=1 ist an den beiden Enden
mit Kopfstücken U22 und U23 versehen, die .ihre Bewegung nach beiden Richtungen
hin begrenzen, und wird in der Querrichtung des Ablegekastens eingestellt, um die
Rippe U11 in verschiedene Stellungen zu bringen; die Einstellung geschieht durch
einen in seiner Mitte drehbar gelagerten Hebel U24, der ähnlich wie der Hebel U14
und auf derselben Welle angeordnet ist. Wie bei der Einstellung der Brücke kommt,
wenn der Hebel U24 entgegen der Uhrzeigerrichtung gedreht wird, sein oberes Ende
in Eingriff mit dem Kopf U23 der Stange U21 und stößt die Stange nach vorn entgegen
der Wirkung einer Feder U25, die um die Stange herumgelegt ist und zwischen dem
Kopf U23 und der Rückwand des Ablegekastens wirkt, während bei einer Drehung des
Hebels in der entgegengesetzten Richtung die ,Stange und infolgedessen auch die
Rippe unter der Wirkung der Feder nach der hinteren Seite des Ablegekastens zu bewegt
werden. . Um ein Brechen der Teile zu verhindern, falls ein Hindernis der Bewegung
des Brükkenschlittens oder des Sperranschlages entgegensteht, wird die Bewegung
der Hebel U14 und U24 auf die betreffenden Teile, die durch sie betätigt werden,
durch federnde Kolben U21 übertragen (Fig. d.), die je einen abgesetzten Teil U2'
haben, der durch den Kopf des Hebels hindurchgeht und in ein tassenartiges Element
U28 und einen Kordelknopf U29 eingeschraubt ist, die gemeinsam als Sperrmuttern
wirken und mit deren Hilfe der Kolben eingestellt werden kann, um die richtige Einstellung
der Brücke und des Sperranschlages zu sichern. Die Federn, die zu den Kolben U21
gehören, sind stärker als die Federn, die dem Schlitten U12 und der Stange U21 zugeordnet
sind.
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Die Bewegung der Hebel U14 und U24 zum Einstellen der Brücke und des
Sperranschlages geschieht selbsttätig, wenn der Schaltrahmen ein Magazinpaar in
die Arbeitsstellung zwischen Sammlereintritt und Matrizenabfalltrichter bringt.
Die diesem Zwecke dienende Vorrichtung enthält zwei Scheibenpaare v', L'1 und 1'2,
V3 (Fig. i) an einem Rahmen h4, .der an der Rückseite,des Schaltrahmens angeordnet
ist und mit den Hebeln Uj14 und U 24 an deren unteren Enden in'Eingriff kommt. Wenn
das obere Magazinpaar in Arbeitsstellung ist, dann arbeitet das obere Scheibenpaar
h, I'1 mit den Hebeln zusammen, während in der Arbeitsstellung des unteren Magazinpaares
das untere Scheibenpaar b'2, L'3 wirksam wird. Die unteren Arme der Hebel L'14 und
U24 sind gegenüber den oberen Armen versetzt, damit sie mit den Scheiben in Eingriff
kommen können. Von den Armen des. Hebels U14 sitzt je einer zu beiden Seiten des
Hebels U24; sie sind aber miteinander an dem Gelenkpunkt durch einen Bügel L13°
verbunden (Fig. i), so daß die Scheiben V und TJ2 an der linken Seite (von hinten
auf die Maschine gesehen) bei der Einstellung des Sperranschlages mitwirken, während
die Scheiben V1 und V3 an der rechten Seite die Einstellung der Brücke bewirken.
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Diese Scheiben V, V1, V2, V3 (Fig. 9 und io) sind alle einander ähnlich
und je mit einer Reihe von abgesetzten Außenflächen v versehen, die in verschiedenen
Entfernungen von den Mitten der Scheiben liegen, und gegen diese Flächen legen sich
die Hebel U14 und U24. Infolgedessen bewirkt eine verschiedene Einstellung der Scheiben
auch eine verschiedene Einstellung der Brücke und des Sperranschlages durch die
Hebelverbindungen in der vorbeschriebenen Weise. Die Scheiben sind je mit einem
Stift v1 versehen, der in eines einer Reihe von Löchern v2 einfaßt, die in den Rahmenteil
V4 eingebohrt und rings um eine Kreisteilung in einem Abstand voneinander angeordnet
sind, der den verschiedenen wirksamen Stellungen der abgestuften Oberflächen der
Scheiben entspricht. Die Scheiben sind drehbar auf je einer mit einer Schulter versehenen
Schraube h5 angeordnet, die in den Rahmenteil eingeschraubt sind, und werden in
ihren verschiedenen Lagen durch eine Druckfeder h1 gehalten, die zwischen dem Kopf
der Schraube und,der Scheibe wirkt. Zum Einstellen einer Scheibe ist es nur notwendig,
sie entzezen der Wirkunz der Feder V1 vor- i zuziehen, bis der Stift v1 aus dem
betreffenden Loch v2 herauskommt; alsdann kann sie gedreht werden, um die gewünschte
Anschlagfläche v in die wirksame Stellung zu bringen.
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Die abgesetzten Anschlagscheiben sind in besonderer Weise bezeichnet,
um die Einstellung für die verschiedenen Sätze, die in Gebrauch sind, zu erleichtern.
Da die Maschine sowohl mit einem Sperranschlag als auch mit einer Auslesebrücke
versehen ist, haben die Matrizen eines jeden 72 bzw. 9o Schriftzeichen enthaltenden
Satzes, die gemeinsam als ein Paar benutzt werden, ihre Satzunterscheidungsschlitze
in gleicher Weise angeordnet, so daß sie durch den oberen Ableger hindurchgehen.
Zusätzlich haben die Matrizen des 72 Schriftzeichen enthaltenden Satzes Brückennuten,
die in einer anderen Lage angebracht sind, damit sie nach dem unteren Ableger gelangen.
Mit anderen Worten, der a7-Schriftzeichensatz besitzt zwei Ntiten ider Schlitze
an den Matrizen. Die handelsüblichen
Matrizen sind entweder mit
einem Satzunterscheidungsschlitz oder einer Brükkennut versehen, aber nicht mit
beiden. Die Satz- oder Artenunterscheidungsschlitze x (Fig. 7) sind in einer von
zwölf verschiedenen Stellungen angebracht, während die Brückennuten y (Fig. S) in
einer von acht verschiedenen Stellungen angeordnet sind. Damit diese Matrizen in
der Maschine gemäß der Erfindung verwendet werden können, müssen diejenigen Matrizen,
die mit Artenunterscheidungsschlitzen ausgerüstet sind, auch noch mit einem anderen
Schlitz versehen sein, und zwar in einer anderen der zwölf verschiedenen Stellungen
nach einer bestimmten Aufstellung. Wenn z. B. .die Matrizen X eines 72-Schriftzeichensatzes
einen Artenunterscheidungsschlitz x an der Stelle 9 haben (Fig. 7), so wird noch
ein weiterer Schlitz x1 beispielsweise an der Stelle i eingeschnitten, und für diesen
Satz wird dann die Brücke in die Stellung i gebracht. Die Matrizen des 9o-Schriftzeichensatzes,
die zusammen mit dem 72-Schriftzeichensatz verwendet werden, haben einen Artenunterscheidungsschlitz
an der Stelle 9,,aber keinen entsprechenden Schlitz an der Stelle i. Ein ähnliches
Verfahren wird angewendet bei den Matrizen, die nur mit Brückennuten ausgerüstet
sind. Wenn z. B. die Matrizen Y des 72-Schriftzeichens.atzes mit Brückennuten y
an .der Stelle 3 ausgerüstet sind (Fig. $), dann müssen noch Nuten an einer anderen
Stelle angebracht werden, z. B. in der Stellung 8; für diesen Satz ist dann der
Sperranschlag in der Stellung B. Die Matrizen des go-Schriftzeichensatzes, der ,gleichzeitig
verwendet wird, haben eine Nut an der Stelle S, so daß sie ebenfalls an dem Sperranschlag
vorbeikommen, sie besitzen aber keine entsprechende Nut in der Stellung 3.
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Kurz zusammengefaßt, die Matrizen des 72-Suhriftzeic'hensatzes müssen
zwei Schlitze an ihrer unteren Kante haben, die beide entweder in der Lage der Brückennuten
oder in der Lage der Artenunterscheidungsnuten angeordnet sein können, aber unabhängig
von der Art, in welcher die Schlitze eingeschnitten sind, wird der Sperranschlag
in der vorliegenden Maschine so eingestellt, daß er mit einem Schlitz in seiner
Stellung übereinstimmt und die Auslesebrücke mit dem anderen Schlitz. Die Matrizen
des Satzes mit 9o Schriftzeichen, der gleichzeitig benutzt wird, haben einen Schlitz
nach derselben Art, der mit dem Sperranschlag zusammenarbeitet, es ist aber kein
Schlitz in der anderen Lage vorhanden.
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Das Verfahrender Einstellung der abgestuften Anschlagscheiben zum
Einstellen der Brücke und des Sperranschlages läßt sich aus der obigen Beschreibung
leicht entnehmen. Die Bezeichnung der Scheibe, wie sie aus Fig.9 ersichtlich ist,
ist maßgebend für alle Scheiben der Maschine, und es sei darauf hingewiesen, daß
die Scheibe in zwei Abteilungen eingeteilt ist, eine mit der Beschriftung Artenunterscheidungsschlitze
und die andere mit der Beschriftung Brückennuten. Die Abteilung, die mit Artenunterscheidungsschlitze
bezeichnet ist, hat stufenweise abgesetzte Flächen in zwölf verschiedenen Höhenlagen,
und diejenige, die mit Brückennuten bezeichnet ist, hat Abstufungen in acht verschiedenen
Höhenlagen. Wenn die Matrizen der in Benutzung befindlichen Sätze nach dem Artenunterscheidungsschlitzsystem
genutet sind, dann werden die mit Artenunterscheidungsschlitze bezeichneten Teile
der Scheiben V, TI, V2 und h3 beim Einstellen sowohl der Brücke als auch des Sperranschlages
verwendet. Mit anderen Worten, wenn die Matrizen der beiden oberen Magazine ihre
Artenunterscheidungsschlitze an der Stelle 9 haben, dann wird die Scheibe V, .die
den Sperranschlag steuert, auf die Stellung 9 eingestellt, und wenn die Matrizen
des 72-Schriftzeichensatzes Schlitze in der Stellung i für die Brücke haben, dann
wird die Stufenscheibe V1 zur Bestimmung der Lage der Auslesebrücke ebenfalls auf
die Stelle i eingestellt an der Seite, die mit Artenunterscheidungsschlitze bezeichnet
ist. Die Stufenscheiben h2 und V3 dienen zur Einstellung für die unteren Magazine
in der gleichen Weise entsprechend der Anordnung der Schlitze in den zugehörigen
Matrizen. Ein ähnliches Verfahren zur Einstellung der Maschine wird eingeschlagen,
wenn die Matrizen mit Nuten nach dem Brückennutensysteln ausgerüstet sind. Es werden
dann nämlich die Brückennutenteile der Scheiben verwendet, um die Brücke und den
Sperranschlag einzustellen. Wenn einmal die Seheiben für eine bestimmte Reihenfolge
von Magazinen in der Maschine eingestellt sind, dann werden Auslesebrücke und Sperranschlag
selbsttätig für die - verschiedenen Magazinpaare eingestellt; wenn diese sich in
die Arbeitsstellung bewegen, und zwar geschieht dies durch die abgestuften Scheiben
mit Hilfe der Hebel U14 und U24 in der beschriebenen Art.
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Um die Genauigkeit bei der Einstellung des Sperranschlages und der
Brücke sicherzustellen, gleitet der Rahmen h4, an dem die Stufenscheiben angebracht
sind, an einer Rolle V' entlang (Fig. i und 2), die drehbar in einem festen Rahmen
Tee angeordnet ist, wenn der Schaltrahmen bewegt wird, um die verschiedenen Magazinpaare
in die Arbeitsstellung zu bringen. Die Rolle liegt unterhalb des Rahmens h4 unmittelbar
gegenüber den Hebeln U14 und U24, so daß der Rahmen genau an dieser Stelle eingestellt
wird. Es
| ist dies wünschenswert, da jede Ungenauig- |
| keit in der Lage des Rahmens, die beispiels- |
| weise aus einer Verbiegung entstehen könnte. |
| auch ein ungenaues Einstellen der Brücke und |
| des Sherranschliges ergäbe. |