DE710935C - Selbsttaetige Feststellvorrichtung fuer Kompass- oder Bussolennadeln an Vermessungsgeraeten - Google Patents
Selbsttaetige Feststellvorrichtung fuer Kompass- oder Bussolennadeln an VermessungsgeraetenInfo
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
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- G01C17/02—Magnetic compasses
- G01C17/04—Magnetic compasses with north-seeking magnetic elements, e.g. needles
- G01C17/10—Comparing observed direction with north indication
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Description
Bei Verinessungsgeräten, wie Theodoliten,
Richtkreisen, die mit einem Kompaß, ζ. Β. einer Röhren-, Kasten- oder Vollbussole ausgerüstet
sind, besteht die Notwendigkeit, die S Kompaß- oder Bussolennadel während der Einstellbewegiüigen des Geräts, z. B. während
des Ausrichtens des Fernrohres festzulegen, um die Nadel und ihre Lagerung gegen Beschädigungen
zu schützen. Zu diesem Zweck ist bei bekannten Geräten eine von Hand bedienbare
Feststellvorrichtung für die Nadel vorgesehen. Vorzugsweise geschieht die Feststellung dadurch, daß die Nadel mittels
eines Hebels von ihrer Lagerung abgehoben und gegen ein feststehendes Widerlager angeklemmt
wird.
Die Erfahrung lehrt, daß die Festlegung der Nadel aus Unachtsamkeit, aus Zeitmangel
oder aus anderen Gründen häufig unterbleibt.
Man hat zwar schon bei Bussolen eine selbsttätige Feststellvorrichtung für die Nadel angebracht,
die durch das Niederklappen des als Fernrohrträger dienenden Bussolendeckels
wirksam wird, eine solche Feststellvorrichtung kann aber auch nicht verhindern, a5
daß bei den Einstellbewegungen, insbesondere bei der Grobeinstellung des Zielgerätes, die
Nadel in starke Pendelbewegungen versetzt wird., so daß sie gegen das zugehörige Gehäuse
anschlägt, wodurch leicht Beschädigungen der Nadel und insbesondere der hochempfindlichen
Spitzenlagerung eintreten können. In der Regel stellt sich, schon nach
kurzer Zeit eine erhebliche Verminderung der Empfindlichkeit und der Genauigkeit der
Bussole ein. ,.v
Die Erfindung beseitigt ,diesen Übelstand. Das wesentlichste Neuheitsmerkmal besteht
darin, daß das bewegliche Feststellglied für die Nadel derart unter der Einwirkung der
Einstellmittel für das Zielgerät oder einer diesen Einstellmitteln zugeordneten Sperrvorrichtung
steht, daß es selbsttätig vor oder bei Beginn der Einstellbewegung des Zielgerätes
zur Wirkung kommt.
Für die praktische Verwirklichung dieses
Vorschlages gibt es verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise kann bei der bekannten
Verwendung eines handbedienbaren Antriebes für das bewegliche Feststellglied in
Verbindung mit dem letzteren ein Übertfa-^ gungsglied, z. B. Hebelgestänge, vorgeseBeiiv
sein, auf welches die Einstell- oder Sperrmittel für das Zielgerät durch Mitnehmeranschläge
im Sinne des Feststellens der Nadel
ίο einwirken. Unabhängig von der beim Gebrauch
des Gerätes sich ergebenden selbsttätigen Festlegung der Nadel kann in diesem Falle auch eine Festlegung von Hand, beispielsweise
für den Transport des Gerätes, erfolgen.
Bei Geräten, welche als Einstellmittel ein Schneckengetriebe haben, dessen Schnecke in
einem schwenkbaren Träger gelagert und durch Verschwenken des Trägers für die Fein- und Grobeinstellung ein- und ausrückbar
ist, empfiehlt es sich, sowohl an dem schwenkbaren Schneckenträger als auch in Verbindung mit der Schnecke selbst Mitnehmeranschläge
für das mit dem beweglichen Feststellglied für die Nadel verbundene Übertragungsglied
(Hebelgestänge) anzuordnen. Hierbei sind Vorkehrungen zu treffen, daß die zwecks Feineinstellung des Gerätes erforderlichen
Drehbewegungen der Schnecke durch die in Verbindung mit ihr vorgesehenen Mitnehmeranschläge
nicht behindert werden. Diese Aufgabe läßt sich auf verschiedene Weise lösen. Zum Beispiel kann für die Mitnehmeranschläge
an dem Übertragungshebelgestänge ein aus dem Bewegungsbereich der Mitnehmeranschläge ausrückbarer Gegenanschlag
angeordnet sein. Dieser Gegenanschlag kann beispielsweise federnd nachgiebig
angeordnet sein, so daß er von Hand ausrückbar ist und durch Federwirkung
selbsttätig in seine Arbeitsstellung gebracht wird. Statt dessen kann auch die Anordnung
getroffen sein, daß die Einrückbewegung des Gegenanschlages von der die Freigäbe
der Nadel bewirkenden Bewegung des handbedienbaren Antriebes für das Feststellglied
abgeleitet wird, während die Ausrückbewegung sprungwerkartig unter der Einwirkung
der Mitnehmeranschläge selbsttätig erfolgt. Bei einer besonders einfachen· Ausführungsform
dieser Lösung besteht der Gegenanschlag für die Mitnehmeranschläge der Schnecke aus einem längs verschiebbaren
Schwenkhebel, der mittels eines Lenkers an einer Schubstange angreift, die ihrerseits sich
gegen einen mit dem Feststellglied sprungwerkartig zusammenwirkenden Nocken, des
handbedienbaren Antriebes abstützt. Durch Anordnung eines festen Anschlages für diesen
Schwenkhebel läßt sich in einfacher Weise erreichen, daß der Schwenkhebel in beiden Schwenkrichtungen, also bei beliebiger
Drehrichtung der Schnecke, das bewegliche Feststellglied der Nadel zur Wirkung bringt.
'.'•'Statt dessen kann auch die Anordnung ge-,troffen
sein, daß für die beiden. Drehrichtun- ^geri der Schnecke verschiedene zweckmäßig
ausweichbar gelagerte Mitnehmeranschläge auf den Schwenkhebel so zur Einwirkung
kommen, daß dieser unabhängig von der Drehrichtung der Schnecke stets im gleichen
Sinne verschwenkt wird.
In den Abb. 1 und 2 der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsbeispiele schematisch
dargestellt.
In beiden Ausführungsbeispielen ist die Bussolennadel α in ihrem Gehäuse b, welches
mit dem nicht näher dargestellten Vermessungsgerät fest oder abnehmbar verbunden
ist, dadurch feststellbar, daß sie mittels eines bei c schwenkbaren Hebels d von der Spitzenlagerung
e abgehoben und gegen ein festes Widerlager f angeklemmt wird. Der Hebel d,
welcher zweckmäßig aus einer Blattfeder besteht, ist durch eine Feder g belastet und steht
unter der Einwirkung eines Nockens h, der auf einer in dem Gehäuse b gelagerten und
mit einer Handhabe i versehenen Welle k sitzt. Durch Drehen der Welle k mittels der
Handhabe i wird der Hebel d zwecks Feststellens oder Lösens der Nadel α verschwenkt.
Die beschriebenen Merkmale sind beiden Ausführungsformen gemeinsam. Ein weiteres gemeinsames Merkmal besteht
darin, daß ein mit dem Hebel d fest verbundener oder aus einem Stück bestehender
Hebel / aus dem Gehäuse b herausragt und außerhalb des Gehäuses mit einer Zugstange
m verbunden- ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 ist die Zugstange m neben einem zur Erzeugung
der Einstellbewegungen des Gerätes, beispielsweise zum Ausrichten eines Fernrohres
n, dienenden Schneckengetriebes ο, ρ angeordnet, dessen Schnecke in einem
schwenkbaren Träger q gelagert ist, so daß sie durch Verschwenken des Trägers für die
Fein- und Grobeinstellung ein- und ausgerückt werden kann. An diesem schwenkbaren
Träger q ist ein Mitnehmeranschlag qx angeordnet, welcher bei der zur Ausrückung
der Schnecke 0 dienenden Schwenkbewegung des Trägers q mit einem Gegenanschlag JM1
der Zugstange m in Eingriff kommt und der Zugstange eine Abwärtsbewegung erteilt, us
wodurch die Hebel/ und d so verschwenkt werden, daß die Nadel α festgelegt wird.
Mit der Zugstange m ist ein Hebel r schwenkbar und längs verschiebbar verbunden,
welcher mit einem Ende in dem Be wegungsbereich eines oder mehrerer an der Schnecke 0 angeordneter Mitnehmeran-
schlage O1 hineinragt und am anderen Ende
mittels eines Lenkers j mit einer Schubstange t verbunden ist. Letztere wird durch
Federbelastung mit dem ebenfalls federbelastenden Nocken Λ in Eingriff gehalten,
derart, daß bei der Aufwärtsbewegung des Hebels d zwecks Festlegung der Nadel α der
Hebel r sprungwerkartig aus dem Bewegungsbereich der Mitnehineranschläge oi ausgerückt
ίο wird, während das Eindrücken des Hebels r
durch die zwecks Freigabe der Nadel α vorzunehmende Drehung des Nockens h mittels
der Handhabe i bewirkt wird. Dem Hebel r ist ein festes Widerlager u derart zugeordnet,
daß beim Drehen der Schnecke ο sowohl in der einen als auch in der anderen. Richtung
die durch die Mitnehmeranschläge O1 bewirkte Schwenkbewegung des Hebels r eine Abwärtsbewegung
der Stange m und damit die Festlegung der Nadel α zur Folge hat.
Durch die beschriebenen Mittel wird also sowohl beim Ausrücken der Schnecke ο durch
Verschwenken des Trägers q- als auch beim Drehen der Schnecke ο in der eingerückten
Stellung die Nadel α selbsttätig festgelegt. Sie kann dann nur durch Drehen des Nokkens
h mittels der Handhabe/ frei gemacht werden.
Bei dem Aueführungsbeispiel nach Abb. 2 ist die Stange m neben· einer Feststellvorrichtung
für die einstellbaren Teile des Geräts angeordnet. Diese Feststellvorrichtung besteht
aus einer Rastenscheibe V1 die beispielsweise das Fernrohr η trägt und aus einer mit
dieser Rastenscheibe zusammenwirkenden federbelastenden Sperrklinke W1 die an einem
Schwenkhebel χ angeordnet ist. Der Schwenkhebel χ greift mit einem Querzapfen -in ein
Langloch ^1 einer Taste y ein, mittels welcher
die Sperrklinke w ausgelöst werden kann. Die Taste y wirkt als Mitnehmeranschlag mit dem
am unteren Ende der Stange m angeordneten Gegenanschlag W1 zusammen, so daß beim
Auslösen der Sperrklinke w für die Grobeinstellung des Gerätes der Stange m eine Abwärtsbewegung
erteilt und damit die Nadel a in gleicher Weise festgelegt wird, wie bei dem
Ausführungsbeispiel nach Abb. 1. Die Freigabe der Nadel kann ebenfalls nur durch
Drehen des Nockens h mittels der Handhabe i erfolgen. Das Langloch ^1 für den Querzapfen
Xx des Schwenkhebels χ ist so angeordnet,
daß beim Drücken der Taste 3/ zuerst die Festlegung der Nadel α und danach die
Auslösung der Sperrklinke w erfolgt.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Selbsttätige Feststellvorrichtung für Kompaß- und Buseolennadeln an Vermessungsgeräten, wie Theodoliten, Richtkreisen, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Feststellglied (d) für die Nadel (α) derart unter der Einwirkung der Einstellmittel (o, p, q) für das Zielgerät oder einer diesen Einstellmitteln zugeordneten Sperrvorrichtung (V1 w, x, y) steht, daß es selbsttätig vor oder bei Beginn einer Einstellbewegung des Zielgerätes zur Wirkung kommt.
- 2. Feststellvorrichtung nach Anspruch 1 mit einem von Hand bedienbaren. Antrieb für das bewegliche Feststellglied, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Feststellglied (d) mit einem- Übertragungsglied (Hebelgestänge /, m) verbunden ist, auf welches die Einstell- oder Sperrmittel (0, p bzw. v, W1 x, y) für das Gerät durch Mitnehmeranschläge im Sinne des Feststeilens der Nadel einwirken.
- 3. Feststellvorrichtung nach den Ansprüchen ι und 2 an Vermessungsgeräten, welche als Einstellmittel ein Schneckengetriebe haben, dessen Schnecke in einem schwenkbaren Träger gelagert und durch Verschwenken des Trägers für die Fein- und Grobeinstellung ein- und ausrückbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl an dem schwenkbaren Schneckenträger (q) als auch in Verbindung mit der Schnecke (0) selbst Mitnehmeranschläge (qt bzw. O1) für das mit dem beweglichen Feststellglied (d) für die Nadel (α) verbundene Übertragungsglied (Hebelgestänge /, m) angeordnet sind.
- 4. Feststellvorrichtung nach den Ansprüchen ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Mitnehmeranschläge (O1) der Schnecke (0) an dem Übertragungshebelgestänge (m) ein aus dem Bewegungsbereich der Mitnehmeranschläge (O1) ausrückbarer Gegenanschlag (r) angeordnet ist.
- 5. Feststellvorrichtung nach den Ansprüchen ι bis 4, dadurch, gekennzeichnet, daß die Einrückbewegung des Gegenanschlages (r) von der die Freigabe der Nadel bewirkenden Bewegung des handbedienbaren Antriebes (i, h) für das Feststellglied (d) abgeleitet wird, während die Ausrückbewegung sprungwerkartig unter der Einwirkung der Mitnehmeranschläge (O1) selbsttätig erfolgt.
- 6. Feststellvorrichtung nach den. Ansprüchen ι bis S, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenanschlag für die Mitnehmeranschläge (O1) der Schnecke (0) aus einem längs verschiebbaren Schwenkhebel (r) des Hebelgestänges (m) besteht, der mittels eines Lenkers (s) an einer Schubstange (t) angreift, die ihrerseits sich gegen einen mit dem Feststellglied(d) sprungwerkartig zusammenwirkenden Nocken (Ji) des handbedienbaren Antriebes (i) abstützt.
- 7. Feststellvorrichtung nach den Ansprüchen ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem als Gegenanschlag für die Mitnehmeranschläge (O1) der Schnecke (o) dienenden Schwenkhebel (r) ein fester Anschlag (u) zugeordnet ist, derart, daß der Hebel ir) in beiden Schwenkrichtungen das bewegliche Feststellglied (d) der Nadel zur Wirkung bringt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER103723D DE710935C (de) | 1938-11-11 | 1938-11-11 | Selbsttaetige Feststellvorrichtung fuer Kompass- oder Bussolennadeln an Vermessungsgeraeten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER103723D DE710935C (de) | 1938-11-11 | 1938-11-11 | Selbsttaetige Feststellvorrichtung fuer Kompass- oder Bussolennadeln an Vermessungsgeraeten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE710935C true DE710935C (de) | 1941-09-24 |
Family
ID=7420921
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER103723D Expired DE710935C (de) | 1938-11-11 | 1938-11-11 | Selbsttaetige Feststellvorrichtung fuer Kompass- oder Bussolennadeln an Vermessungsgeraeten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE710935C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3816936A (en) * | 1972-08-11 | 1974-06-18 | D Parson | Mechanical compass bearing attachment for binoculars and the like with compass card clamping means |
-
1938
- 1938-11-11 DE DER103723D patent/DE710935C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3816936A (en) * | 1972-08-11 | 1974-06-18 | D Parson | Mechanical compass bearing attachment for binoculars and the like with compass card clamping means |
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