DE709539C - Verfahren zur Herstellung von ª‰-alkylsubstituierten AEthylaminderivaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von ª‰-alkylsubstituierten AEthylaminderivatenInfo
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- DE709539C DE709539C DESCH112239D DESC112239D DE709539C DE 709539 C DE709539 C DE 709539C DE SCH112239 D DESCH112239 D DE SCH112239D DE SC112239 D DESC112239 D DE SC112239D DE 709539 C DE709539 C DE 709539C
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Description
- Verfahren zur Herstellung von ß-alkylsubstituierten Äthylaminderivaten Im Patent 688 2i9 sind ,B-alkylsubstituierte Äthylaminderivate beschrieben, die,eine außerordentlich hohe spasmolytische Wirksamkeit aufweisen. Es handelt sich hierbei um Äthylamine der allgemeinen Formel in der R, R' und R" gleiche oder voneinander verschiedene Alkylreste darstellen und die im Molekül mindestens II und höchstens 18 Kohlenstoffatome aufweisen.
- Es wurde nun gefunden, daß auch die entsprechenden disubstituierten ß-Äthylamine der allgemeinen Formel in der R und R' gleiche oder voneinander verschiedene Alkylreste darstellen und die im Molekül mindestens i i und höchstens 18 Kohlenstoffatome aufweisen, eine wenn auch nicht so hohe, so doch sehr beträchtliche und überraschende spasmolytische Wirksamkeit besitzen.
- Man erhält diese neuen Verbindungen in technischem Maßstab mit guten Ausbeuten, wenn man die entsprechenden Nitrile oder Säureamide der allgemeinen Formeln worin die Symbole R und R' für die obengenannten Reste gesetzt sind, mit katalytisch aktiviertem Wasserstoff reduziert. Als Katalysatoren eignen sich vor allem Nichtedelrnetallkatalysatoren, wie zweckmäßig auf Trägersubstanzen, wie Kieselgur oder Bariumcarbonat, niedergeschlagenes Nickel. Besonders gute Ergebnisse werden erzielt, wenn man sich eines sogenannten Raney-Katalysators bedient, wie er nach dem amerikanischen Patent 1915473 erhältlich ist. Während bei Verwendung der üblichen Nickelkatalysatoren bei wesentlich erhöhten Temperaturen von' etwa I2o bis I4o° gearbeitet werden muß, gelingt es unter Verwendung von Raney-
Das beanspruchte Verfahren sei an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert. Beispiel 1 76 Teile Di-n-hexylacetonitril (Kp22=164 bis i67°) wurden in einem Schüttelgefäß unter Zusatz von 3 Teilen Raney-Nickelkatalysator bei 70' unter einem Druck von etwa 30 cm Wassersäule mit reinem Wasserstoff behandelt, so lange noch Wasserstoff (etwa 16,51 im ganzen) aufgenommen wurde. Das Reaktionsprodukt wurde dann vom Katalysator getrennt und fraktioniert destilliert. Das erhaltene ß-Di-n-hexyläthylamin zeigt dien Kp15 = i46 bis 148'. Ausbeute: 92 0l0. Sein Pikrat schmilzt bei 162° (Blättchen aus Methanol). Das Chlorhydrat hat den F = 124 bis 1a5', es löst sich leicht in Petroläther, Äther, Benzol, Tetrachlorkohlenstoff, wenig in kaltem Wasser: die heißen wäßrigen Lösungen gestehen bei Abkühlen zu einer Gallerte. - Das als Ausgangsmaterial dienende Di-nhexylacetonitril wurde nach einem bekannten Verfahren in der Weise hergestellt, daß Cyanessigsäureäthylester durch Umsetzung mit Natriumalkoholat und Hexylbromid in Di-nhexylcyanessigsäureäthylester vom Kp10,5=I74 bis 1780 übergeführt wurde. Durch Verseifung mit alkoholischer Natronlauge bei Zimmertemperatur erhält man hieraus das Natriumsalz der Di-n-hexylcyanessigsäure. Die freie Säure spaltet bei 35o' Kohlensäure ab und liefert in über 30 % Ausbeute das Di-nhexylacetonitril.
- Beispiel 2 2o,7 Teile Di-n-hexylacetamid (Kp16 = 20; bis 209' und F = i20 bis 121'; hergestellt aus dein Nitril durch Verseifung) werden im Autoklaven bei l20 bis 130' unter Zusatz von 2o Teilen Nickelkatalysator, der auf Kieselgur niedergeschlagen ist und i Stunde bei 45o' reduziert worden war, mit Wasserstoff reduziert. Das gebildete Reaktions-Katalysatoren, die Reduktion bereits bei etwa 70' durchzuführen.
- Ein entsprechend den Angaben im Hauptpatent durchgeführter Vergleich der Wirksamkeit der beanspruchten Verbindungen sei in der folgenden Tabelle angegeben. Wasser bläst man zweckmäßig einige Male während der Reduktionsdauer ab. Nach 3 Stunden wird Wasserstoff nicht mehr aufgenommen. Das Reaktionsprodukt wird nun vom Katalysator durch Filtration getrennt und das Filtrat fraktioniert. Man erhielt mit einer Ausbeute von etwa 8o0/0 fast ausschließlich ß-(Di-n-hexyl)-äthylamin vom Kp"= 146 bis i48° neben geringen Mengen Di-ß-(dihexyl-)äthylamin vom Kp15= i75°. Das Chlorhydrat der ersten Base hat den F= i24 bis 1250.
- Beispiel 3 115 Teile n-Hexyl-n-octylacetonitril (Kp20 =175 bis 18O'; hergestellt aus Cyanessigester, Natrium und i Mol n-Octylbromid und Behandlung des gebildeten Monooctylesters mit einem weiteren Mol Na und i Mol n-Hexylbromid, Verseifung des Cyanessigesters und Abspaltung von C02) werden im Autoklaven unter Zusatz von 5 Teilen eines Nickelkatalysators und Einleiten von Wasserstoff auf etwa 12o0 erhitzt. Im Laufe von 3 bis 4 Stunden ist die theoretische Menge Wasserstoff aufgenommen. Der Katalysator wird nur durch Filtration abgetrennt, und aus dem Filtrat erhält man dann durch Fraktionierung mit einer Ausbeute von 88 bis 89 % das ß-n-Hexyl-n-octyläthylamin vom Kp15 = 145 bis 15o0. Das Chlorhydrat schmilzt bei 122 bis 1240.
- Die Reduktion im Autoklaven läßt sich auch in Gegenwart eines Lösungsmittels für das Ausgangsmaterial, zweckmäßig Äthylalkohol, durchführen.
- Beispiel 4 125 Teile Di-n-octylacetonitril (Kp15 = i80 bis 185'; hergestellt analog der Di-n-hexylverbindung im Beispiel i aus Cyanessigester, Natrium und n-Octylbromid) werden in Gegenwart von 2 Teilen aktiviertem Platin in der Schüttelbirne bei 6o' mit Wasserstoff nach Zugabe von ioo Teilen Alkohol behandelt. Nach Aufnahme der theoretischen Wasserstoffmenge wird vom Katalysator abfiltriert, der Alkohol entfernt und der Rückstand .im Vakuum (destilliert. Dias so in einer Ausbeute von 85 bis 86 01, erhaltene Di-noctyläthylamin hat einen Kp15 = i 6o bis i 64`. Beispiel 5 Zoo Teile n-Butylisoamylacetonitril (Kp" = 1180; hergestellt aus Isoamylcyanessigester, Natrium und Butylbromid in Alkohol, Verseifung des entstandenen n-Butylisoamylcyanessigesters vom KN, = 1570 zur entsprechenden Cyanessigsäure und Abspaltung des C02 aus dieser) werden mit Io Teilen Nickelkatalysator auf Silicagel (hergestellt durch Reduktion im Wasserstoffstrom bei q.500) im Autoklaven bei 140" unter Wasserstoffdruck reduziert, bis kein Wasserstoff mehr aufgenommen wird. Nach Abfiltration des Katalysators wird das Reaktionsprodukt im Vakuum destilliert. Ausbeute: 19o Teile n-Butylisoamyläthylamin vom Kp" = 1a5 bis 13o0, eine farblose Flüssigkeit von stark basischem Geruch.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Abänderung des Verfahrens zur Herstellung von B-alkylsubstituierten Äthylaminderivaten von hoher spasmolytischer Wirksamkeit nach Patent 688 2i9, dadurch gekennzeichnet, daß man Nitrile der allgemeinen Formel oder Säureamide der allgemeinen Formel worin R und R' gleiche oder voneinander verschiedene Alkylreste darstellen und die im Molekül mindestens i i und höchstens 18 Kohlenstoffatome enthalten, der Einwirkung von Wasserstoff in an sich bekannter Weise in Gegenwart von Katalysatoren s zweckmäßig eines Nickelkatalysators und bei erhöhter Temperatur unter Druck, unterwirft. Z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator ein sogenannter Raney-Katalysator, wie er z. B. nach dem amerikanischen Patent 19 15 473 herstellbar ist, Verwendung findet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH112239D DE709539C (de) | 1937-03-02 | 1937-03-02 | Verfahren zur Herstellung von ª‰-alkylsubstituierten AEthylaminderivaten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DESCH112239D DE709539C (de) | 1937-03-02 | 1937-03-02 | Verfahren zur Herstellung von ª‰-alkylsubstituierten AEthylaminderivaten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE709539C true DE709539C (de) | 1941-09-23 |
Family
ID=7449581
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DESCH112239D Expired DE709539C (de) | 1937-03-02 | 1937-03-02 | Verfahren zur Herstellung von ª‰-alkylsubstituierten AEthylaminderivaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE709539C (de) |
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1937
- 1937-03-02 DE DESCH112239D patent/DE709539C/de not_active Expired
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