DE709248C - Verfahren zum Schaerfen von Feilen - Google Patents

Verfahren zum Schaerfen von Feilen

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DE709248C
DE709248C DEU14762D DEU0014762D DE709248C DE 709248 C DE709248 C DE 709248C DE U14762 D DEU14762 D DE U14762D DE U0014762 D DEU0014762 D DE U0014762D DE 709248 C DE709248 C DE 709248C
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sharpening
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DEU14762D
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Wilhelm Ullmann & Co Kom Ges
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Wilhelm Ullmann & Co Kom Ges
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F1/00Etching metallic material by chemical means
    • C23F1/06Sharpening files

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Schärfen von Feilen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schärfen von Feilen auf chemischem Wege. Im Sinne der Erfindung werden feilenähnliche Werkzeuge, wie Raspeln, zu den Feilen gerechnet. Das vorliegende Verfahren kann ebenso zum Schärfen neuer, also bisher nicht gebrauchter Feilen dienen, wie es auch dazu verwendet werden kann, durch den Gebrauch abgestumpfte oder sonstivie in ihrer Leistung beeinträchtigte Feilen wieder gebrauchsfähig zu machen.
  • Es ist eine bekannte Tatsache, daß man die Mehrzahl der abgearbeiteten Feilen nicht wieder zu regenerieren vermag, so daß dieselben verworfen werden müssen. Dies gilt insbesondere für kleinere und mittelgroße Feilen. Man kennt zwar mechanische Verfahren, bei denen die ausgeglühte und so ihrer. Härte beraubte Feile zunächst durch Schleifen mit einer glatten Oberfläche versehen wird, worauf man sie in Besonderen Spezialmaschinen wieder aufhaut, um sie dann unter Zufuhr von Kohlenstoff wieder zu härten. Hierbei verliert die Feile nicht nur erheblich an Substanz, es werden außerdem bei diesem Verfahren eine große Anzahl von Feilen durch Verbiegen und Zerreißen unbrauchbar. Abgesehen davon ist die Regenerierung dier Art teurer als die Neuherstellung einer Feile, da die Manipulation eine umfangreichere und mehrstufigere ist.
  • Diese Nachteile lassen sich durch die bekannten chemischen Verfahren -,mitgehend vermeiden. Nach diesen werden die Feilen zunächst gereinigt, um dann in ein Ätzbad zu gelangen. Als gut brauchbar haben sich vor allem solche Bäder erwiesen, die neben Schwefel- und Salpetersäure, gegebenenfalls auch- geringen Mengen an Salzsäure, Kupfersalz und daneben einen Depolarisator enthalten. Als Depolarisator erwies sich dabei besonders ein Chromat oder Bichromat als geeignet. Unter bestimmten bekannten Bedingungen lassen sich auf diesem Wege nicht nur die Verunreinigungen von der Feile entfernen, sondern es gelingt auch, einen neuen Zahn zu erhalten. An solchen Verfahren hatte die Praxis aber noch mancherlei, auszusetzen. Insbesondere ergab sich, daß durch das Ätzen die Feilenoberfläche aufgerauht wurde, der Zahn oder Zahnkamm also ebenfalls eine raube und nicht die eru ünschte glatte Schneidkante zeigte. Durch die Zakkenbildung an den Zahnkämmen erschei zwar die Feilleistung erhöht, aber eine bricht eine solche Zacke leichter aus, zum, anderen neigt sie dazu, sich zuzusetzen, also' abgefeilte Teilchen festzuhalten, wodurch die Leistung bald zum Absinken kommt oder gar auf 1u11 absinkt. Es kann unter Umständen eriviinscht sein, den Zahnkämmen eine gewisse Rauliigkeit und damit eine zusätzliche Schärfe zu geben, das darf aber nicht so weit führen, daß die Dauerleistung bzw. die Leistungsdauer absinkt.
  • . Diese Nachteile lassen sich nun nach dem Gegenstande der vorliegenden Erfindung weitgehend vermeiden: man erhält verhältnismäl-ig glatte Oberflächen und nur wenig zackige Zahnkimme oder Zähne.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß man Bäder verwendet, die den Depolarisator, also das Chromat, vorzugsweise das Kaliumbichromat, in Mengen von mehr als i 0'o, vorzugsweise von mehr als 20 '0, enthalten.
  • Weiterhin hat sich als vorteilhaft erwiesen, solchen Bädern eine schwache Säure, wie Borsäure, Zuzugeben. Da alle salpetersäurehaltigen Ätzfl.üssigkeiten dazu neigen, salpetrige Gase zu entiv ickeln, erwies es sich weiterhin als vorteilhaft, dein Bade Harnstoff zuzugeben, welches die Entwicklung der Stickoxyde verhindert oder zurückzudrängen vermag.
  • Beispielsweise schärft man wie folgt: Die Feile oder das feilenartige Werkzeug, vor allem gefräste oder gehauene Feilen, Raspeln, Feilenbezugsblätter, Inlaisfeilen, Feilenscheiben. -ringe und -kegel, wird in alkalischem Bade gut gereinigt. Sie werden dann mit der Angel nach oben in das Ätzbad eingehängt. Zur Herstellung des Bades wurden in ioo Teilen Wasser gelöst: i i bis i i,5 Gewichtsteile Kupfersulfat (kristalline Ware des Handels), 27,5 Gewichtsteile * konzentrierte arsenfreie Schwefelsäure, 36,3 Gewichtsteile Salpetersäure vom spezifischen Gewicht 1,385, @' bis io Gewichtsteile haliumbichromat. Hierzu gibt man gegebenenfalls noch 2 Gewichtsteile Harnstoff in 4. Teilen Wasser. Vor Gebrauch wird diese Mischung mit der vierfachen Menge an Wasser verdünnt. Mit einem solchen Bade kann man 3 bis q Monate lang schärfen, wobei man von Zeit zu Zeit einen Teil des Bades entnimmt und die deiche 1-lenge an unverdünntem Bade zusetzt. Dies kann man fortsetzen, bis man ein Bad \,()m spezifischen Gewicht 1,26 vorliegen hat, welches dann zweckmäßig verworfen, wird. Es zeigte sich, daß man dem Bade vorteilhaft bis zu 20j10 an Borsäure zutz,#n kann; größere Zusätze sind unschädlich,
    he@yr. aber keinen Effekt. Die Schärfedauer
    tragt', je nach dem Grade der Abnutzung
    der.:''fIie>rt io bis 30 Minuten. Das Verfahwen-eignet sich besonders für kleine und mihtlhse Feilen feiner und mittelfeiner Hiebarten.
  • Man setzt auf einmal etwa bis zu 5 kg Feilen in ein Bad von i oo kg Ätzlüssigkeit ein und beschickt je Tag etwa 6- bis 8mal (bei 8 Arbeitsstunden). Ausnahmsweise könnte man aber auch i o- bis i 2mal beschicken. Bei der Ätzung läßt sich natürlich ein Materialverlust nicht vermeiden. Dieser liegt jedoch beim vorliegenden Verfahren unterhalb i %, und zwar in den meisten Fällen noch erheblich darunter.
  • Die Nachbehandlung erfolgt in einer heißen alkalischen Lösung, vorteilhaft in einer siedenden Lösung dieser Art. Besonders geeignet erwies sich eine konzentrierte Lösung des Trinatriuniphosphats, die Alkalisilicat gelöst enthält. Deren Siedepunkt liegt ungefähr bei i o5'. In einem solchen Bade beläßt man die Feilen 15 bis 2o Minuten. Dann läßt man trocknen, nachdem man gegebenenfalls vorher kurz in siedendes Wasser getaucht hatte.
  • Die so geschärften Feilen zeigen eine hervorragende Schneidwirkung bei guter Schneiddauer.
  • lm obigen Beispiel kann die Zusammensetzung des Bades weitgehend variieren; Forderung ist lediglich, daß der Chromatgehalt hoch gehalten wird. Den Gehalt an Kupfersalz kann man unbedenklich auf die Hälfte reduzieren, aber auch um 5o 0;o' oder mehr erhöhen. Das Verhältnis der Säuren kann geändert werden, wenn man auch Salpetersäure vorzugsweise im überschuß gegenüber Schwefelsäure verwenden wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Schärfen von Feilen auf chemischem Wege unter Einhängen der gereinigten Feilen in ein Ätzbad, welches Schwefel- und Salpetersäure, Kupfersalz und ein Chromat als Depolarisator enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man das Chromat, vorzugsweise das Kaliumbichromat, in Mengen von mehr als i %, vorzugsweise von mehr als 2 %, und daneben gegebenenfalls Harnstoff und/oder eine schwache Säure, wie Borsäure, zusetzt.
DEU14762D 1939-06-01 1939-06-01 Verfahren zum Schaerfen von Feilen Expired DE709248C (de)

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DEU14762D DE709248C (de) 1939-06-01 1939-06-01 Verfahren zum Schaerfen von Feilen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0797512A4 (de) * 1994-12-15 1998-04-15 Anthony J Tumminaro Jr Lösungsmittel und chemisches verfahren zum nachschleifen von schleifwerkzeugen, formwerkzeugen und schneidwerkzeugen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0797512A4 (de) * 1994-12-15 1998-04-15 Anthony J Tumminaro Jr Lösungsmittel und chemisches verfahren zum nachschleifen von schleifwerkzeugen, formwerkzeugen und schneidwerkzeugen

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