DE708200C - Regeleinrichtung fuer die Fuehrung von Stoffbahnen in Textil-, Papier- oder sonstigen Maschinen - Google Patents
Regeleinrichtung fuer die Fuehrung von Stoffbahnen in Textil-, Papier- oder sonstigen MaschinenInfo
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- DE708200C DE708200C DES140192D DES0140192D DE708200C DE 708200 C DE708200 C DE 708200C DE S140192 D DES140192 D DE S140192D DE S0140192 D DES0140192 D DE S0140192D DE 708200 C DE708200 C DE 708200C
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
- Regeleinrichtung für die Führung von Stoffbahnen in Textil-, Papier- oder sonstigen Maschinen Die Erfindung betrifft ,eine Regeleinrichtung für die Führung von Stoffbahnen. Die Einrichtung kann zur Steuerung von zum Führen und Breitspannen des Gewebes dienenden Nadelketten bei Textilmaschinen, von Lenkrollen für Papierbahnen u. dgl. dienen. Es ist bekannt, Papierbahnen für das Umrollen und Aufwickeln dadurch zu steuern, daß die Seitenkante der Bahn einen auf eine Photozelle gerichteten Lichtstrahl mehr oder minder abdeckt und hierdurch die Erregung von eine Verstellvorrichtung für die Lenkrollen oder den Aufwickelhaspel antreibenden Motoren b:eeinflußt. Hierbei hat man zwei dauernd laufende Motoren verwendet, die über ein Differentialgetriebe die Verstellspindel bewegten, sobald das Geschwindigkeitsverhältnis beider Motoren sich änderte. Die Einrichtung ist insofern ungünstig, weil die Motoren dauernd laufen und das Differentialgetriebe die Regeleinrichtung unnötig verwickelt und teuer macht.
- Es ist ferner auch bekannt, beiden Seiten einer Stoffbahn je zwei Photozellen zuzuordnen, die einen die Bahn mittels eines Spindeltriebes verstellenden Motor im einen oder anderen Drehsinne steuern. Die Vielzahl der Zellen macht die Anordnung unnötig verwickelt und in der Wirkung unsicher. Auch hat man auf beiden Bahnseiten von Randfühlern gesteuerte, mit der Verstellspindel verbundene elektromagnetische Kupplungen, deren Antriebsreibräder von je einem Motor angetrieben werden, benutzt. Auch diese Anordnung war unnötig verwickelt und kostspielig. Schließlich ist auch eine grundsätzlich sehr einfache Anordnung für die Seitensteuerung von Papierbahnen bekanntgeworden, bei der zwei gegensinnig wirksame Turbinenräder auf einer Steuerweile angeordnet sind. die von Wasser- oder Luftstrahlen getrosten werden, sofern die Kanten der Filze oder Siebe den einen oder anderen Strahl freigeben. Die Anordnung ist infolge der Antriebsart und der Eigentümlichkeit, daß die Turbinen bei richtigem Lauf der steuernden Kanten drehmomentlos sind, praktisch nicht brauchbar.
- Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile der bekannten Anordnungen dadurch vermiedet:, dal'3 zwei für die Verstellspindel der Einstellvorrichtung für die Nadelketten, Lenkrollen o. dgl. vorgesehene Elektromotoren im entgegengesetzten Drehsinne auf die Spindel wirkend an die Stromquelle angeschaltet sind und daß der eine dieser Motoren durch den von der Stoffbaltnkante beeinflußten Kantenfühler derart gesteuert wird, daß nur bei richtigem Lauf der Seitenkante die Motordrehmotnente einander .aufheben und die Motoren bzw. die Spindel in Ruhe sind, sich sonst .aber die erforderliche Spindelverstel-Jung ergibt. Zweckmäßig werden Gleichstromreihenscltlußmotoren verwendet, die parallel über Vorschaltwiderstände an eine Stromquelle angeschlossen sind. Im Stromkreis des einen liegt eine gittergesteuert: Ent-Ladungsröhre, deren Leitfähigkeit gemäß der Verlagerung der Seitenkante der Stoffbahn geändert wird, so dah der zugehörige Motor bei Abweichungen der Seitenkante in dem einen oder anderen Sinne ein vergrößertes oder verringertes Drehmoment ausübt. Der Stromkreis des anderen Motors ist derart eingestellt, daß er ein bestimmtes Durchschnittsdrehmoment ausübt, das nach der Änderung im Stromkreis des ersten Motors entweder von dessen Drehmoment überwunden wird, so daß sich die Verstellspindel in dem einen Sinne bewegt, oder das seinerseits stärker als das andere Drehmoment ist, so daß sich die Spindel im umgekehrten Sinne dreht. Die Steuerung durch die Seitenkante der Stoffbahn erfolgt am einfachsten in der bekannten `-eise durch die Belichtung einer Photozelle.
- In der Zeichnung ist schaubildlich ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung zur Steuerung der zum Führen und Breitspannen des Gewebes dienenden Nadelketten an Textilmaschinen dargestellt. Die Stoabahn a soll sich in der Pfeilrichtung v:m unten nach oben bewegen. Der Nadelkettenhalter, von dem nur der Kupplungsstift c dargestellt ist, wird, wie bekannt, durch eine Mutter b senkrecht zur Bewegungsrichtung der Stoffbahn verstellt. Diese Mutter ist auf eine Spindel d aufgeschraubt, die erfindungsgemäß mit den Ankern zweier in entgegengesetztem Drehsinn wirkender Gleichstrommotoren ml, n12 fest verbunden ist. Die Motoren sind mit einer Reihenschlußerregerwicklung f versehen. je ein Vorschaltwiderstand g ist jedem vorgeschaltet. In den Stromkreis des Motors ml ist eine Entladungsröhre lt eingeschaltet, deren Steuergitter i von einer Photozelle k beeinflußt wird. In dem Stromkreis des zweiten Motors m, liegt ein Zusatzwiderstand n, dessen Größe dem Widerstand der Entladungsröhre 1i bei normaler Gitterspannung entspricht. Die Photozelle k wird bei richtigem Lauf der Stoffbahn a von dieser zur Hälfte gegen einen nicht dargestellten Lichtstrahl abgedeckt, wobei sich eine derartige Spannung am Gitter i der Entladungsröhre h ergibt, d.aß der Stromfluß in dem Kreis des Motors in, gleich dem des Motors m2 ist und damit die Drehmomente beider Motoren einander aufheben. Sobald die Stoffbahn nach rechts ausweicht, verdeckt ihre Seitenkante einen geringeren Teil der Photozelle, und die dem Gitter i der Entladungsröhre h aufgedrückte Spannung nimmt zu, so daß der Motor in, erhöhten Strom führt und ein größeres Drehmoment entwickelt, wodurch die Spindel d in solchem Sinne gedreht wird, daß die Mutter b und damit der Nadelkettenträger nach links bewegt wird, bis die Stoffbahn die richtige Lage einnimmt, wobei die Photozelle wieder die normale Belichtung erhöht und die Gitterspannung selbsttätig so weit herabgesetzt wird, daß das Drehmornent des Motors ml nur noch demjenigen des Motors in2 entspricht und die Regelvorrichtung in die Ruhelage zurückkehrt.
- Bei einer Ausbiegung der Stoffbahn nach links wird die Photozelle stärker abgedeckt, das Potential am Gitter i herabgesetzt und damit das Drehmoment des Motors ml geschwächt, so da.ß der Motor m2 seinerseits die Nadelkettenmutter b nach rechts verstellt.
- An Stelle der Photozellensteuerung kann auch eine andere der für derartige Zwecke sonst bekannten Einrichtungen verwendet werden, beispielsweise kann die Kante der Stoffbahn auf eine Tastrolle einwirken, die zur Einstellung eines Widerstandes dient, der die Gitterspannung der Entladungsröhre beeinflußt. Die Verwendung von Reihenschlußmotoren ist besonders wirksam, weil bei ihnen die Änderung der Motorstromstärke sowohl im Anker als auch im Feld zur Geltung kommt. Es kann aber auch eine Regelung, beispielsweise von Nebenschlußmotoren, im Feld allein stattfinden. Hierbei kann die im Ankerkreis des Motors liegende Entladungsröhre auch in Wegfall kommen. Schließlich ist es unter Umständen zweckmäßig, zwischen den Motoranker und die Verstellspindel je eine übersetzung einzuschalten, damit für eine geringe Vexstellbewegung der Spindelmutter ein verhältnismäßig größerer Verstellweg der Motoren selbst erforderlich ist.
Claims (1)
- PATLNTANSPRÜCHC: i. Regeleinrichtung für die Führung von Stoffbahnen in Textil-, Papier- oder sonstigen Maschinen, bei der durch einen von einer Bahnkante beeinflußten Kantenfühler eine Lenkvorrichtung für die Bahn durch Motorkraft verstellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwei für die Verstellspindel der Lenkvorrichtung an deren Enden angeordnete elektrische Antriebsmotoren in entgegengesetztem Drehsinn geschaltet sind und deren einer durch den von der Bahnkante beeinflußten Kantenfühler derart gesteuert wird, daß bei richtigem Lauf der Seitenkante die Motordrehmomente einander aufheben und die Motoren. in Ruhe sind, bei Abweichungen der Bahnkante aber das Drehmoment des einen Motors das des anderen überwiegt und die Spindel entsprechend verstellt wird. a. Regeleinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, Saß die Anker der beiden Verstellmotoren (ms, m.) unmittelbar auf die Verstellspindel (d) aufgekeilt sind. 3. Regeleinrichtung nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet, daß .zwei Gleichstromreihenschlußmotoren (ml, m.) über Widerstände (g) parallel an die Stromquelle (-I-, -) angeschlossen sind und mit einem von ihnen eine Entladungsröhre (h) in Reihe geschaltet ist, deren Steuergitter (i) an eine durch die Seitenkante beeinflußte Photozelle (k) o. d-1. angeschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES140192D DE708200C (de) | 1940-02-18 | 1940-02-18 | Regeleinrichtung fuer die Fuehrung von Stoffbahnen in Textil-, Papier- oder sonstigen Maschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES140192D DE708200C (de) | 1940-02-18 | 1940-02-18 | Regeleinrichtung fuer die Fuehrung von Stoffbahnen in Textil-, Papier- oder sonstigen Maschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE708200C true DE708200C (de) | 1941-07-15 |
Family
ID=7541293
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES140192D Expired DE708200C (de) | 1940-02-18 | 1940-02-18 | Regeleinrichtung fuer die Fuehrung von Stoffbahnen in Textil-, Papier- oder sonstigen Maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE708200C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1010489B (de) * | 1953-03-13 | 1957-06-19 | Monforts Fa A | Verfahren und Vorrichtung zum Geradefuehren einer Warenbahn, insbesondere einer Gewebe-, Kunststoff- oder Papierbahn |
| DE1046742B (de) * | 1955-09-05 | 1958-12-18 | Licentia Gmbh | Regelanordnung fuer die Fuehrung von durchlaufenden Bahnen, insbesondere Gewebebahnen |
| DE1097399B (de) * | 1955-06-25 | 1961-01-19 | Erhardt & Leimer O H G | Breitenverstellbarer Warenbahnfuehrer |
-
1940
- 1940-02-18 DE DES140192D patent/DE708200C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1010489B (de) * | 1953-03-13 | 1957-06-19 | Monforts Fa A | Verfahren und Vorrichtung zum Geradefuehren einer Warenbahn, insbesondere einer Gewebe-, Kunststoff- oder Papierbahn |
| DE1097399B (de) * | 1955-06-25 | 1961-01-19 | Erhardt & Leimer O H G | Breitenverstellbarer Warenbahnfuehrer |
| DE1046742B (de) * | 1955-09-05 | 1958-12-18 | Licentia Gmbh | Regelanordnung fuer die Fuehrung von durchlaufenden Bahnen, insbesondere Gewebebahnen |
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