DE707138C - Verfahren zur Benzolwiedergewinnung bei der Entphenolung - Google Patents

Verfahren zur Benzolwiedergewinnung bei der Entphenolung

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DE707138C
DE707138C DEW104634D DEW0104634D DE707138C DE 707138 C DE707138 C DE 707138C DE W104634 D DEW104634 D DE W104634D DE W0104634 D DEW0104634 D DE W0104634D DE 707138 C DE707138 C DE 707138C
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Germany
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gas
benzene
water
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recovery
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Expired
Application number
DEW104634D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Roehl
Heinrich Wiegmann
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HEINRICH WIEGMANN
Original Assignee
HEINRICH WIEGMANN
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/26Treatment of water, waste water, or sewage by extraction
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F2101/00Nature of the contaminant
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Description

  • Verfahren zur Benzolwiedergewinnung bei der Entphenolung Gegenstand des Patents 7o6 tja ist ein Verfahren zur Wiedergewinnung des Benzols, das bei der Entphenolung des Gaswassers auf Kokereinebengewinnungsanlagen mit sog. indirekter Ammoniakgewinnung vom Gaswasser mitgeführt wird. Die Wiedergewinnung erfolgt in der Weise, daß das Gaswasser vor dem Abtreiben des Ammoniaks von den mit Wasserdampf oder Gas flüchtig werdenden Bestandteilen befreit und diese den vorn den Koksöfen abgesaugten heißen Rohgasen beigemischt werden.
  • Gemäß der Erfindung läßt sich eine derartige Wiedergewinnung des Benzols in besonders einfacher Weise so durchführen, daß ein Teilstrom des Kokereigases hinter dem Sauger abgenommen, mit dem noch amxno,-niak- und benzolhaltigen Gaswasser bei erhöhter Temperatur in Berührung gebracht und danach vor dem Sauger dem Hauptgasstrom wieder zugegeben wird. Es hat sich nämlich überraschenderweise gezeigt, däß bei geeigneter Temperatur des Wassers und des Rohgases, für die vorzugsweise ein Bereich von 4o bis 5o° C in Frage kommt, und bei richtigem Volumenverhältnis des Gaswassers und des Rohgases, für das ein Bestwert von etwa, 1:15 (Wasser zu Gas) gefunden wurde, selbst das noch nicht entbenzolte Rohgas praktisch vollkommen das Benzol aus dem Gaswasser herausnimmt, ohne das im Gaswasser enthaltene Ammoniak und den Schwefelwasserstoff freizumachen; Schwefelwasserstoff und Ammoniak werden im Gegenteil aus dem Rohgasteilstrom sogar zu einem erheblichen Teil ausgewaschen. Je nach den örtlichen Verhältnissen kann man also das bereits entbenzolte oder das noch benzolhaltige Kokereigas für die Behandlung des Gaswassers benutzen. Es ist übrigens bekannt, bei der Benzolauswaschung aus dem Kokereigas mittels Benzolwaschöl das Benzol aus dem angereicherten öl derart zu entfernen, dar Kokereigas zum Abtreiben des öls benutzt und vor den Benzolwäschern in den Rohgasstrom zurückgeführt wird. Dabei wird aber nur eine Rückführung des Benzols ins Rohgas erreicht, keine Benzolgewinnung, für die dann noch ein anderes Verfahren benötigt würde. Gemäß der Erfindung wird Benzol mittels Kokereigas nicht aus dem Waschöl, sondern aus Wasser abgetrieben, wozu überraschend geringe Gasmengen geniigen. Da eine übliche Benzolgewinnung aus dem Kokereigas Voraussetzung für die Anwendung des vorliegenden Verfahrens ist, so findet bei diesem also nicht nur eine Rückführung, sondern eine echte Gewinnung des in der Entphenolungsanlage ins Wasser gelangten Benzols statt.
  • Die Behandlung des Gaswassers mit dem Rohgasteilstrom kann. in einer aus mehreren Tauchböden gebildeten Kolonne,oder In einem mit Füllkörpern, z. B. Holzhorden,oder Streckmetallhorden, ausgefüllten Wascher geschehen. Die Durchführung des Verfahrens gestaltet sich deswegen besonders einfach, weil nur ein geringer Bruchteil des Kokereigases, etwa i 0;0, zurückgeleitet zu werden braucht und der Druck der üblichen Gassauger der Nebengewinnungsanlage für den Druckverlust in dem Wascher mehr als ausreicht, so daß zusätzliche Betriebs- und Überwachungskosten praktisch nicht entstehen.
  • Nach dem neuen Verfahren gelang es, aus einer stündlichen Wassermenge von etwa 20 cbm entphenolten Gaswassers mit einem durchschnittlichen Benzolgehalt von 0,36g/1 und einer Eintrittstemperatur von etwa 42° mit einer stündlichen Rohgasmenge von 3oo cbm und einer Eintrittstemperatur von 50° C das Benzol bis auf Spuren zu entfernen, während gleichzeitig der Schwefelwasserstoff -gehalt des Rohgasteilstromes von etwa 12 gjcbm auf etwa 4 g/cbm, der Ammoniakgehalt von etwa 8,5 g/cbm auf etwa 3, t g/cbm herunterging, beide Stoffe also etwa zu 650;ö aus dem Rohgas durch das entphenolte Wasser ausgewaschen wurden. Die Austrittstemperatur des Wassers war dabei 45` C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Benzolwiedergewinnung bei der Entphenolung des Gaswassers auf Kokereinebengewinnungsanlagen durch Rückführung desselben in den Rohgasstrom nach Patent 7o6 172, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teilstrom des Kokereigases hinter dem Sauger abgenommen, mit dem noch ammoniak- und benzoalhaltigen Gaswasser bei erhöhter Temperatur in Berührung gebracht und danach vor dem Sauger dem Hauptgasstrom wieder zugegeben wird.
DEW104634D 1938-11-27 1938-11-27 Verfahren zur Benzolwiedergewinnung bei der Entphenolung Expired DE707138C (de)

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