DE707637C - Herstellung von Schwefelkohlenstoff - Google Patents

Herstellung von Schwefelkohlenstoff

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DE707637C
DE707637C DED79013D DED0079013D DE707637C DE 707637 C DE707637 C DE 707637C DE D79013 D DED79013 D DE D79013D DE D0079013 D DED0079013 D DE D0079013D DE 707637 C DE707637 C DE 707637C
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carbon disulfide
carbon
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DED79013D
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Dr Friedrich Siegmann
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/70Compounds containing carbon and sulfur, e.g. thiophosgene

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Herstellung von Schwefelkohlenstoff Es ist bekannt, Schwefelkohlenstoff derart herzustellen, daß man Kohlenoxysulfid 'bei höheren. Temperaturen zur Umsetzung bringt. Hierbei hat man auch das Arbeiten in Gegenwart von Katalysatoren vorgeschlagen. Die Umsetzung erfolgt unter Bildung von Kohlendioxyd und Schwefelkohlenstoff. Da zufolge der. Gleichgewichtslage, die dieser Reaktion zugrunde liegt, nur eine unvollständige Umsetzung zu Schwefelkohlenstoff erzielt werden kann, so erhält man als Reaktionsprodukt im wesentlichen Schwefelkohlenstoff, Kohlenoxysulfid und Kohlendioxyd. Während die Abtrennung des Schwefelkohlenstoffs aus diesem Gemisch zwar ohne weiteres durchführbar ist, gelang es bisher nicht, die verbleibenden Restgase, die im wesentlichen aus Kohlenoxysulfid und Kohlendioxyd bestehen, in einfacher und wirtschaftlicher Weise zu zerlegen. Eine direkte Verwendung der Restgase im Kreislauf verbietet sich aus dem Grunde, weil hierdurch eine übermäßige Verdünnung des Gasgemisches durch Kohlendioxyd und infolgedessen Erlahmung der Reaktion die Folge ist. Dies ist offenbar der Grund dafür, warum die Technik bisher aus dieser Reaktion keimen Nutzen ziehen konnte.
  • Es wurde schon vorgeschlagen, Schwefelkohlenstoff, Kohlenoxysulfid und Kohlendioxyd durch fraktionierte Kondensation oder durch Adsorption an Aktivkohle zu trennen. Diese Maßnahmen sind jedoch für das vorliegende Verfahren ungeeignet. Abgesehen davon, daß bei der fraktionierten Kondensation auf tiefe Temperaturen gekühlt und das Kondensat wieder verdampft werden muß oder bei Verwendung von Aktivkohle das adsorbierte Material wieder ausgetrieben werden muß, ist auf diese Weise ein kontinuierliches Arbeiten unmöglich.
  • Es wurde gefunden, daß man diese Re-, aktion in technisch vorteilhafter Weise verwerten kann, wenn man die bei der Umsetzung von Kohlenoxysulfid und Abtrennung von Schwefelkohlenstoff verbleibenden Restgase einem Waschprozeß, vorteilhaft bei niedrigen Temperaturen, unterzieht und das hierbei abgetrennte Kohlenoxysulfid einer weiteren Umsetzung zu Schwefelkohlenstoff unterwirft.
  • Zur Durchführung des Waschprozesses eignen sich einerseits hydrophobe Flüssigkeiten aller Art, wie Kohlenwasserstoffe, Mercaptane, Thioäther, Halogenkohlenwasserstoffe, Ester u. dgl. Die Durchführung des Waschprozesses kann in an sich bekannter Weise in Waschapparaturen, Füllkörpersäulen o. dgl. erfolgen. Die jeweils günstigste Waschtemperatur läßt sich durch Vorversuche leicht ermitteln. Jedenfalls war es nicht zu erwarten, daß die beiden ähnlichen Gase, nämlich Kohl.endiotyd und Iiohlenoxysulfid, durch einen einfachen Waschprozeß so weitgehend getrennt werden können, daß das letztere ohne weiteres in den Erzeugungskreislauf zurückgeführt werden kann.
  • Weiterhin kann es von Vorteil sein, den Waschprozeß bei höheren, vorteilhaft wesentlich erhöhten Drucken durchzuführen. In diesem Falle hat man u. a. den Vorteil, daß auch niedrigsiedende Lösungsmittel verwendet werden können, wie Benzin oder Dimethylsulfid, wodurch noch bessere Trennungseffekte erzielbar sind.
  • Wie weiterhin gefunden wurde; läßt sich mit besonderem Vorteil als Waschmittel Schwefelkohlenstoff selbst verwenden. Zu diesem Zweck werden die Restgase, gegebenenfalls ohne vorherige Abtrennung des gebildeten Schwefelkohlenstoffs, d. h. also das Reaktionsgemisch so wie es anfällt, bei niedrigen Temperaturen bis herunter zu o' und noch tiefer mit Schwefelkohlenstoff behandelt. An Stelle oder neben der angegebenen Kühlung kann man auch, wie oben erwähnt, unter erhöhtem Druck, etwa in Größenanordnung von 3 bis i o Atmosphären oder noch höher, arbeiten. Diese Ausführungsform weist den Vorteil auf, daß zur Durchführung des Waschprozesses keine reaktionsfremden Lösungsmittel eingeführt werden müssen.
  • In allen diesen Fällen erhält man zunächst eine Lösung von Kohlenoxysulfid in dem betreffenden Waschmittel, während die gasförmig verbliebene Kohlensäure abgeleitet bzw. verwendet «erden kann. Aus der Waschlösung wird sodann das gelöste Kohlenoxysulfid durch partielle Entspannung bzw. Erwärmung in Freiheit gesetzt und in den Kreislauf nach Zufügung neuer Mengen Kohlenoxysulfid zurückgeführt. Das zurückbleibende Lösungsmittel wird in den Waschkreislauf wieder zurückgeführt. Verwendet man in Sonderheit Schwefelkohlenstoff als Waschmittel, so kann man gegebenenfalls die bei der Umsetzung erhaltenen Mengen Schwefelkohlenstoff so weit anreichern, als für eine genügende Zerlegung des Gasgemisches notwendig ist. Ist dieser Zustand eingetreten, so kann man aus der Waschflüssigkeit jeweils periodisch oder kontinuierlich so viel Schwefelkohlenstoff abziehen, als der jeweils frisch erzeugten Menge entspricht.
  • Eine andere Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß man aus den Restgasen das Kohlendioxyd auswäscht. Für diesen Zweck eignen sich hydrophile Flüssigkeiten, wie Wasser, Alkohole, Pottaschelösung o. dgl. Hierbei verbleibt im wesentlichen das Kohlenoxysulfid gasförmig und fällt in einer solchen Konzentration an, daß es unmittelbar in den Kreislauf zurückgeführt werden kann. Je nach den Verfahrensbedingungen empfiehlt es sich, auch hierbei unter erhöhtem Druck zu arbeiten, besonders dann, wenn man Wasser oder Alkohole als Waschmittel verwendet. Andererseits ist es mitunter von Vorteil, den Waschprozeß bei niedrigen Temperaturen durchzuführen, soweit dies der Gefrierpunkt bzw. die Viscosität des betreffenden Lösungsmittels zuläßt. Auch bei dieser Ausführungsform kann man auf eine vorherige Abtrennung des Schwefelkohlenstoffes aus dem Reaktionsgemisch verzichten. Leitet man das Reaktionsgemisch etwa unter erhöhtem Druck und bei einer Temperatur von etwa 5° in Wasser, so wird Kohlensäure von dem Wasser gelöst, während unter der Lösung sich Schwefelkohlenstoff absetzt. Der letztere wird abgezogen, während das Waschwasser entspannt wird und die hierbei freigegebene Kohlensäure abgeleitet wird. Das bei dem Waschprozeß gasförmig verbleibende Kohlenoxysulfid wird wieder in den Reaktionskreislauf zurückgeführt. Auch diese Verfahrensweise war keineswegs vorauszusehen. Vielmehr war zu erwarten, daß unter dem Einfluß der hydrophilen Lösungsmittel, insbesondere des Wassers oder der Pottaschelösung, unerwünschteZersetzungen des Kohlenoxysulfids eintreten würden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Schwefelkohlenstoff durch Umsetzung von Kohlenoxysulfid, dadurch gekennzeichnet, daß die gegebenenfalls nach Abtrennung des gebildeten Schwefelkohlenstoffes anfallenden, im wesentlichen aus Kohlenoxysulfid und Kohlensäure bestehenden Restgase einem Waschprozeß mit hydrophoben oder hydrophylen Flüssigkeiten, vorteilhaft bei niedrigen Temperaturen, unterworfen werden und das hierbei abgetrennte Kohlenoxysulfid im Kreislauf in den Betrieb zwecks Erzeugung weiterer Mengen von Schwefelkohlenstoff zurückgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ,gekennzeichnet, daß der Waschprozeß unter vorteilhaft wesentlich erhöhtem Druck durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Waschmittel Schwefelkohlenstoff verwendet wird.
DED79013D 1938-10-09 1938-10-09 Herstellung von Schwefelkohlenstoff Expired DE707637C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2004089824A1 (en) * 2003-04-10 2004-10-21 Winston David Fink The manufacture of carbonyl sulphide

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2004089824A1 (en) * 2003-04-10 2004-10-21 Winston David Fink The manufacture of carbonyl sulphide

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