DE820139C - Verfahren zur Herstellung von Ammoniumverbindungen von sulfonierten schwefelhaltigenErdoelen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammoniumverbindungen von sulfonierten schwefelhaltigenErdoelen

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DE820139C
DE820139C DEP22825D DEP0022825D DE820139C DE 820139 C DE820139 C DE 820139C DE P22825 D DEP22825 D DE P22825D DE P0022825 D DEP0022825 D DE P0022825D DE 820139 C DE820139 C DE 820139C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/62Sulfonated fats, oils or waxes of undetermined constitution

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Ammoniumverbindungen von sulfonierten schwefelhaltigen Erdölen Es wurde gefunden, daB aus schwefelhaltigen Erdölen, insbesondere des Grundtyps Etzelöl, reine Sulfonierungsprodukte mit nur sehr geringem Gehalt an anorganischen Verunreinigungen (Ammonsulfat, Ammonsulfit) durch das nachstehend beschriebene Verfahren hergestellt werden können, die sich als Arzneimittel eignen.
  • Das Grundsätzliche in diesem Verfahren besteht darin, daB das durch Sulfonierung geeigneter Fraktionen des Erdöls gewonnene Sulfonierungsgut in organischen Lösungsmitteln, insbesondere Methyl-oder Äthylalkohol, gelöst und in diese Lösung trockenes Ammoniakgas eingeleitet wird. Hierbei fallen nicht nur das durch Neutralisation noch eingeschlossener Schwefelsäure entstehende Ammonsulfat, sondern auch andere noch nicht näher bekannte Bestandteile aus, die sonst die Wasserlöslichkeit des Erzeugnisses beeinträchtigen. Nach der Neutralisation wird die Lösung filtriert und das Lösungsmittel verdampft, wobei es durch Destillation zurückgewonnen werden kann. Durch geeignete Auswahl der Lösungsmittel lassen sich auch die Eigenschaften der entstehenden Erzeugnisse variieren. So kann z. B. bei der Verwendung von Äthanol als Lösungsmittel ein besonders gut wasserlösliches Erzeugnis gewonnen werden, das zudem wegen seiner geringen hygroskopischen Eigenschaften auch pulverförmig hergestellt und für puderförmige Arzneimittel verwandt werden kann. Vor dem Behandeln des Sulfonierungsgutes mit Lösungsmitteln müssen die von der Sulfonierung herrührenden Reste schwefliger Säure sowie besonders der Schwefelsäure möglichst weitgehend entfernt werden. Dies wird dadurch erreicht, daß das Sulfonierungsprodukt mit etwa der vierfachen Menge Wasser auf 8o bis 9o° erhitzt wird. Dabei schmilzt es und kann durch Rühren gut im Wasser verteilt und dadurch von der Schwefelsäure befreit werden. Bei der anschließenden Abkühlung setzt sich das Sulfonierungsgut als feste Masse auf der darunter stehenden Waschflüssigkeit ab, die jetzt ohne weitere Filtration abgelassen werden kann. Durch die hohe Elektrolytkonzentration der Waschflüssigkeit gehen nur sehr geringe Anteile des sulfonierten Erdöles in diese über.
  • Wie schon bemerkt, eignet sich besonders das Etzeler Erdöl aus Bohrungen bei Etzel in Ostfriesland zur Verarbeitung. Das 01 selbst oder die bei seiner Verarbeitung in der Industrie anfallenden Destillationsrückstände, die verschiedene sich u. a. von thiophenartigen Körpern ableitende Schwefelverbindungen enthalten, werden einer Vakuumdestillation unterworfen. Die Destillation ist durch Einhaltung einer bestimmten Vakuumhöhe so zu lenken, daß zwar durch beginnende Krackung leichter destillierende Anteile entstehen, die Zersetzung dabei aber so niedrig wie möglich gehalten wird. Hierdurch wird ein unnötig starker Zerfall der schwefelhaltigen Verbindungen vermieden, der sich besonders durch eine starke Entwicklung von Schwefelwasserstoff kundtut. Das günstigste Destillationsvakuum liegt bei io bis 18 mm Hg. Für die Verarbeitung geeignet sind beim Etzelöl die Fraktionen von 24o bis 33o°/12 bis 15 mm Hg. zur Herstellung von Arzneimitteln. Die Sulfonierung ist durch Zusatz ausreichender Mengen Sulfonierungsmittel und Auswahl geeigneter Temperaturen so zu leiten, daB möglichst viel wasserlösliche Stoffe entstehen.
  • Ausführungsbeispiel Herstellung eines als Arzneimittel geeigneten Sulfonierungsproduktes ioo Teile eines Destillationsrückstandes des Etzelöls, Grundöl Nerag 3001, werden der fraktionierten Destillation im Vakuum bei 15 mm Hg. unterworfen. Die zwischen 240 und 33o° übergehenden Anteile sind als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Sulfonierungsprodukten zur Herstellung von Arzneimitteln geeignet. Die Ausbeute beträgt etwa 5o Teile. Die Sulfonierung erfolgt mit rauchender Schwefelsäure. 5o Teile Fraktion werden mit 75 Teilen rauchender Schwefelsäure unter verhältnismäßig schnellern, portionsweisem Zusatz der Schwefelsäure sulfoniert, so daß die Temperatur des Ansatzes etwa 95° erreicht. Wenn die Temperatur zum Schluß abzusinken beginnt, wird das Gemisch etwas erwärmt, so daß die Reaktion erneut einsetzt. Man läßt die Temperatur etwa auf iio° steigen und sorgt durch Kühlung dafür, daß diese Temperatur nicht wesentlich überschritten wird.
  • Jetzt werden etwa'9oo Teile Wasser zugesetzt und mit dem Sulfonierungsprodukt zusammen auf 9o° erhitzt. Das Sulfonierungsgut wird dabei flüssig und läßt sich mit dem Wasser durch Auswaschen gut von den anhaftenden Schwefelsäure- und Schwefligsäureresten befreien. Man läßt erkalten. Dabei erstarrt das Sulfonierungsprodukt und setzt sich als feste Decke auf der Mutterlauge ab, die nun abgelassen werden kann. Das gewaschene Sulfonierungsprodukt wird in etwa Zoo bis 30o g Methyl- oder Äthylalkohol gelöst. Die Lösung erfolgt glatt und vollständig.
  • Es wird dann unter Kühlung trockenes Ammoniakgas in die alkoholische Lösung geleitet. Von der sich bildenden Ausscheidung wird die das Endprodukt enthaltende Lösung- abfiltriert, abgeschleudert oder abgehebert. Das Lösungsmittel wird durch Destillation zurückgewonnen. Ausbeute 5o Teile, bezogen auf ioo Teile des Destillationseinsatzes.
  • Eigenschaften des Sulfonierungsproduktes aus der Fraktion 24o bis 330°/'i5 mm Hg.: trockenes Pulver von geringem eigentümlichem Geruch, löslich in Wasser und Äthylalkohol etwa 2: 1. Die Lösungen sind rotbraun bis schwarzbraun, klar. Gesamtschwefelgehalt 16,5°/o bis I7°/a, Schwefel in Sulfonsäuregruppen 6,5°,10, sulfidisch gebundener Schwefel I0,5°/0. Das Produkt hat emulgierende Eigenschaften; es wirkt als 0l-in-Wasser-Emulgator.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Ammoniumverbindungen von sulfonierten schwefelhaltigen Erdölen, dadurch gekennzeichnet, daß die Sulfonierungsprodukte geeigneter Fraktionen dieser Öle durch Erhitzen mit Wasser und anschließendes Erkaltenlassen von überschüssiger Schwefelsäure und schwefliger Säure befreit, in organischen Lösungsmitteln, insbesondere Methyl- oder Äthylalkohol, gelöst und mit Ammoniakgas neutralisiert werden.
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