DE355388C - Verfahren zur Gewinnung von reinem, von homologen Kresolen freiem Phenol aus Steinkohlenteeroelen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von reinem, von homologen Kresolen freiem Phenol aus Steinkohlenteeroelen

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DE355388C
DE355388C DEG50721D DEG0050721D DE355388C DE 355388 C DE355388 C DE 355388C DE G50721 D DEG50721 D DE G50721D DE G0050721 D DEG0050721 D DE G0050721D DE 355388 C DE355388 C DE 355388C
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tar oils
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/005Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by obtaining phenols from products, waste products or side-products of processes, not directed to the production of phenols, by conversion or working-up
    • C07C37/007Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by obtaining phenols from products, waste products or side-products of processes, not directed to the production of phenols, by conversion or working-up from the tar industry

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von reinem, von homologen Kresolen freiem Phenol aus Steinkohlenteerölen. Es hat sich gezeigt, daß nach den bisher bekannten Verfahren der Phenolgewinnung aus Steinkohlenteerölen nur unreine und gefärbte Produkte erhalten werden.
  • Nach den Angaben der in H. von Fehlings neuem Handwörterbuch der ChemieBd. 5 (189o), S. 3, Abs. 3 von unten ff und in Lunge-Köhlers Industrie des Steinkohlenteers und Ammoniaks, 5. Auflage, Bd. _, S. 733-746 (1912) beschriebenen Verfahren kann man kein kristallisierbares farbloses Phenol, wie nach dem vorliegenden Verfahren, darstellen. Die Erzeugnisse, die nach diesen langwierigen, schwierigen und kostspieligen Verfahren hergestellt werden, sind, kristallisiert, mehr oder weniger gefärbt, flüssig geradezu rotbraun und hinterlassen einen eigenartigen recht unangenehmen Geruch, der ihre Verwendungsmöglichkeit beschränkt.
  • Übrigens beruhen alle diese Verfahren auf der gleichen Grundlage: Behandlung der Teeröle mit mehr oder weniger verdünnter Natronlauge, Abziehen der alkalischen Phenollösung und Neutralisation mit einer Säure, z. B. Salz oder Schwefelsäure, von verschiedenem spezifischen Gewicht; darauf Destillation, Waschung, Reinigung usw., um mit großen Kosten und Anstrengungen ein kristallisiert, schmutzig, weißes, im flüssigen Zustande jedoch braunes und schwer zu verwendendes Erzeugnis zu erhalten.
  • Mit Rücksicht auf die Siedepunkte des Phenols und der Kresole destillieren alle Verfahren in gleicher Weise bei bestimmten unveränderlichen Temperaturen.
  • Aus den vielen kritischen Bemerkungen in den Beschreibungen des Verfahrens in den genannten Druckschriften geht aber die Geringfähigkeit der Ergebnisse zur Genüge hervor.
  • Auf Grund -nachstehenden neuen Verfahrens wird ein farbloses reines Phenol erhalten. Zum Zwecke der Phenolgewinnung aus Steinkohlenteeröl benutzt man die phenolreichen, etwa? bis 8 Prozentdes Gesamtdestillates betragenden, mittleren Fraktionen, die zwischen 175 und Zoo ° C überdestillieren. Phenol destilliert bei 18o' C.
  • Die 7 bis 8 Prozent betragende Fraktion behandelt man für sich.
  • Beispiel. Die gut abgekühlte und von auskristallisierendem Naphthalin abfiltrierte Flüssigkeit wird mit so viel hochkonzentrierter gesättigter Natronlauge versetzt, bis sie davon nichts mehr aufnimmt. Dazu verfährt man auf folgende Weise. Man löst festes Ätznatron in Wasser bis zur vollkommenen Sättigung der Lösung. Von dieser hochkonzentrierten Lauge fügt man zur bezeichneten Teerölfraktion so viel, bis von der Natronlauge ein geringer Überschuß vorhanden ist, was man daran erkennt, daß sich unverbrauchte Lauge auf dem Boden des Gefäßes zu sammeln beginnt. Je nach dem Prozentgehalt des Destillates an Phenol wird eine entsprechende Menge der Natronlauge verbraucht.
  • Dann neutralisiert man mit so viel Schwefelsäure von 66' Be, wie der angewandten Natronlauge entspricht, indem man dafür Sorge trägt, daß die Temperatur nicht über 8o bis 85' C steigt.
  • Wenn die Neutralisation beendet ist - man erkennt das daran, daß sich die Schwefelsäure nicht mehr beim Einfliessenlassen in die Flüssigkeit auflöst -, läßt man erkalten und dekantiert derart ab, daß das sich abscheidende schwarze Öl sich gut von der wässerigen Phenollösung und vom Natriumsulfat trennt. Die hinterbleibende Lösung destilliert man auf bekannte Weise.
  • Das so erhaltene Phenol ist rein und frei von Homologen. Die Ausbeute an Phenol entspricht dem Phenolgehalt des angewandten Ausgangsteeröls.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCFI: Verfahren zur Gewinnung von reinem, von homologen Kresolen freiem Phenol aus Steinkohlenteerölen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine zwischen 175 und Zoo ° C übergehende, von auskristallisierendem Naphthalin befreite Steinkohlenteerfraktion mit überschüssiger, stark konzentrierter Natronlauge behandelt, dann mit Schwefelsäure von 66 ° B6 unter Vermeidung einer Temperatursteigerung über 8o-85° neutralisiert, vom ausgeschiedenenschwarzen Öl und vom Natriumsulfat ab dekantiert und die hinterbleibende wässerige Flüssigkeit destilliert.
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