DE70693C - Stoff drück erfufs für Nähmaschinen zur selbsttätigen Ueberwindung gröfserer Ungleichheiten im Stoff - Google Patents

Stoff drück erfufs für Nähmaschinen zur selbsttätigen Ueberwindung gröfserer Ungleichheiten im Stoff

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DE70693C
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Germany
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fabric
sewing machines
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presser foot
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DENDAT70693D
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H. MUNDLOS & Co. in Magdeburg-Neustadt, Breiter Weg 8
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B29/00Pressers; Presser feet
    • D05B29/06Presser feet
    • D05B29/10Presser feet with rollers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
im Stoff.
Die im Nachfolgenden beschriebene Erfindung betrifft einen Stoffdrückerfufs, der bei Maschinen aller Systeme anwendbar und dadurch gekennzeichnet ist, dafs derselbe an seinem Befestigungsstück bezw. an dem Stoffdrückerträger beweglich, d. h. um ein Scharnier drehbar angeordnet ist, so dafs also nicht nur eine verticale Auf- und Niederbewegung des ganzen Stoffdrückers, sondern aufserdem noch eine besondere schwingende Bewegung des Stoffdrückerfufses ermöglicht wird.
Es hat diese Anordnung des Stoffdrückerfufses den Zweck, ein selbstthätiges Ueberschreiten von dicken Stofflagen bezw. von aufgenähten Litzen und sonstigen Erhöhungen zu ermöglichen, ohne dafs also zum Anheben des Stoffdrückers oder zur Fortbewegung des Stoffes unter ihm auch nur die geringste Nachhülfe mit der Hand nothwendig wird.
Diese beiden zuletzt erwähnten Punkte sind bei Stoffdrückern bezw. Stoffdrückerfüfsen der bis jetzt bekannten Constructionen nicht zu umgehen,, sofern man eine nur einigermafsen brauchbare Naht zu erhalten wünscht. Ein wirklich vollständig selbstthätiges Ueberschreiten dickerer Stofflagen tritt bei den älteren Stoffdrückern nur dann ein, wenn die zweite Stofflage von nur geringer Höhe ist, während Litzen u. dergl. nicht überschritten werden können, sondern die Mithülfe der Hand nothwendig machen.
Bei dem neuen Stoffdrückerfufs hingegen ist diese Mithülfe nicht nothwendig, ganz gleichgültig, wie stark die zu überschreitende Stofflage ist.
Es wird dies insbesondere dadurch ermöglicht, dafs der Stoffdrückerfufs an beiden Enden mit kleinen Rollen oder Walzen versehen ist, die einestheils das Auftreten von Reibung verhindern, anderentheils das Anheben der Fufsspitze erleichtern.
Eine derartige Ausführungsform des neuen Stoffdrückerfufses ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Hierbei ist zunächst zu bemerken, dafs das Befestigungsstück a, mittelst dessen der Stoffdrückerfufs an der vertical en Führungsstange angebracht wird, in seiner Gestalt und Befestigungsweise dem betreffenden Nähmaschinensystem angepafst ist, so dafs also die Vorrichtung thatsächlich bei jedem Maschinensystem Anwendung finden kann.
Der Stoffdrückerfufs b, Fig. 1 bis 6, ist mit dem Befestigungsstück α bei c durch einen mit Kopf c1 versehenen Scharnierstift verbunden und trägt bei d eine erhöhte Gleitrolle, bei e eine tiefer liegende, zweite Rolle, welche in der Normallage die Stoffbahn stets berührt. Wird nun die Stoff lage ff durch den Stoffschieber in der Richtung des Pfeiles über die Nähplatte der Maschine geschoben, so nimmt der Stoifdrückerfufs normale Stellung ein, wie in den Fig. 1, 3 und 4, wobei die vordere Gleitrolle d aufser Thätigkeit ist. Nähert sich nun dem Stoffdrückerfufs ein Hindernifs g, Fig. ι und 2, wie z. B. eine stärkere Stoff-
lage, eine Quernaht oder ein aufgelegter Riemen (bei Sattlerarbeit), so tritt die Gleitrolle d in Thä'tigkeit; das Hindernifs g selbst stellt dann durch Anstofsen an die Gleitrolle d den Stoffdrückerfufs selbstthätig in den Winkel ein, welcher zur leichteren Ueberschreitung des Hindernisses erforderlich ist, wobei die hintere Gleitrolle e jede Reibung des Hakens h verhindert.
Hat dann der Stoffdrückerfufs b das Hindernifs theilweise (Fig. 5) oder ganz überwunden, so nimmt derselbe bezw. der ganze Stoffdrücker unter dem auf ihm lastenden Federdruck selbstthätig wieder die normale Stellung ein, wobei zuerst die vordere Rolle d wieder auf die Stoffbahn gelangt.
In Fig. 7 ist eine Modification der vorbeschriebenen Einrichtung gezeigt, bei welcher der Fufs b mit dem Befestigungstheil α nicht nur durch den Scharnierstift c c1, sondern aufserdem noch durch eine Feder i verbunden ist, welch letztere beständig bestrebt ist, den vorderen Theil des Fufses auf den Stoff zu drücken. Der Druck der Feder ist so leicht, dafs dem Ansteigen der vorderen Rolle d (wie in Fig. 2) keine nennenswerthe Kraft entgegenwirkt, während doch andererseits beim Senken der Rolle d (wie in Fig. 5) dieses durch die Feder befördert wird, wobei vor allem der Druck zwischen Stoffschieber und Stoffdrücker während dieser Zeit in der Gröfse erhalten wird, dafs der Transport des Stoffes f ungehindert weiter vor sich geht.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . .Ein Stoffdrückerfufs für Nähmaschinen aller Systeme, welcher eine leichte selbsttätige Ueberschreitung dickerer Stofflagen und anderer Erhöhungen auf dem Stoff dadurch ermöglicht, dafs er beweglich an seinem BefestigungsstUck (a) angeordnet ist, wobei der Fufs (b) mit Gleitrollen (d e) versehen sein kann.
  2. 2. Ein Stoffdrückerfufs der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welchem eine Feder i angeordnet ist, durch die der'· vordere Theil des Fufses b noch besonders auf den Stoff gedrückt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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