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Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m. b. H. in Berlin
-Zehlendorf Einstellvorrichtung für Hochfrequenzgeräte Es ist bereits eine Einstellvorrichtung
für die Drehkondensatoren eines Empfängers bekannt, bei der auf der Drehkondensatorwelle
eine Wählerscheibe sitzt, die auf ihrem Umfang in gleichmäßiger Verteilung mehrere
Druckknöpfe zur Einstellung auf vorbesimmte Senderfrequenzen trägt. An der Rückseite
jedes Druckknopfes ist ein Anschlagstift befestigt. An der Gehäusewand des Empfängers
ist ein einziger Gegenanschlag derart angeordnet, daß bei Drehung der Wählerscheibe
nur der Anschlagstift an den Gegenanschlag stößt, der an dem gerade eingedrückten
Druckknopf befestigt ist und dadurch mit diesem nach hinten, also in Richtung auf
die Gehäusewand, gedrückt war. Der Anschlagstift ist in einem kleinen Bereich verstellbar,
um dem Druckknopf innerhalb des entspZechenden kleinen Frequenzbereichs einen beliebigen
Sender zuordnen zu können. Die Erfindung ermöglicht dagegen, jedem Druckknopf einen
beliebigen Sender des ganzen Wellenbereichs zuzuordnen. Es ist daher eine Reihenfolge
der Druckknöpfe möglich, welche von den Senderfrequenzen unabhängig, z. B. alphabetisch
ist. Dies konnte man bisher nur bei Empfängern mit Motorabstimmung durchführen.
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Bei Empfängern mit Handabstimmung hat man dieses Problem dadurch zu
lösen versucht, daß man an einer Trommelskala mit alphabetischer Reihenfolge der
Namen je einen einstellbaren Anschlagstift für die zu dem eingestellten Sendernamen
gehörige Drehkondensatorstellung anbrachte. Zur Bedienung waren hierbei jedoch zwei
unabhängige Einstellbewegungen, nämlich die Einstellung der Trommelskala und damit
die Einstellung der Anschlagstifte und dann mit einem zweiten Bedienungsgriff eine
Bewegung
des Drehkondensators bis zum Anschlag, erforderlich. Die
Erfit:dting bezieht sich dagegen auf die anfangs geschilderte Einstell= vorrichtung,
bei welcher mehrere je einer vorbestimmten Stellung; des einzustelle!iden Abstinimittels
zugeordnete und beim Eindrücken je eine Rastvorrichtung in Wirksamkeit setzende
Druckknöpfe auf einer mit dem Abstimmittel gekuppelten Wählerscheibe angeordnet
sind, welche bei Betätigung eines Druckknopfes bis zti der ausgewählten Raststellung
drehbar ist.
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Nach der Erfindung sind hinter der finit der Welle des Abstinimittels,
z. B. eines Dr:likondetisators, gekuppelten Wählerscheibe parallel zti dieser mehrere
konzentrische, je eine Rastklinke tragende Ringscheiben angeordnet und fest finit
der Wälilersclieibe verbunden. Ferner ist hinter jeder Ringscheibe je eine feststehende.
eine federnde Rast tragende konzentrische Ringscheibe angeordnet, welche zur Erzielung
einer von der Reihenfolge der Senderfrequenzen unabh:i.ngigen Reihenfolge der Druckknöpfe
in eine beliebige Stellung gebracht werden kann. Jeder Druckknopf trägt auf der
Rückseite je einen bis zu der ihni zugeordneten Ringscheibe reichenden Stift,
welcher beim Betätigen des Druckknopfes die Rastklinke dieser Ringscheibe in die
Ebene der zugehörigen feststehenden Ringscheibe drückt.
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Unter einer Rastvorrichtung kann bei der Erfindung auch eine Anschlagvorriclitting
verstanden sein. -Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in ALL. 3 und .f dargestellt.
Die Wirktitigsweise sei an Hand von .Sieb. i und 2 näher erläutert, welche die wichtigsten
Teile dieser Anordnung in verkleinertem Maßstab zeigen. Jeder vorbestininiten Stellung
des Drelikon-(lensators und damit jedem Druckknopf ist eine Ringscheibe S sowie
eine zweite Ringscheibe S' zugeordnet, deren Formen in Abh. i und 2 dargestellt
sind. Die Scheiben.5' und ,S' sind hinter der die Druckknöpfe D tragenden Drehscheibe
Dr abwechselnd geschichtet angeordnet. Die Scheibe S wird finit der Drehscheibe
mitl)ewegt, während die Scheibe S' räumlich feststeht. Die Scheibe .S' ,vird durch
Betätigung des zugehörigen Druckknopfes niit einem Teil ihres Umfanges derart nach
hinten in die Ebene der Scheibe.S" gedrückt, daß bei Erreichen der ge.wütischten
Stellung die beiden Scheiben ineinanderrasten, wodurch auch die Drelil)ewegtiiig
der einzustellenden Vorrichtung, also etwa des Drehkondensator, gerastet wird. In
die aus dünnem Blech bestehende biegsame Ringscheibe S ist eine längliche, konzentrische
Aussparung U eingestanzt, die so geformt ist, (laß auf der einen Seite der Aussparung
eine Mastklinke R entsteht. Der zugehörige Druckknopf drückt mittels eines auf seiner
Rückseite befindlichen kurzen Stiftes den Rand der Scheibe in der Nähe der Rastklinke
R nach hinten, also in die Ebene der dahinter angeordneten feststehenden Scheibe
S'. Diese besitzt ebenfalls eine längliche Aussparung U' und ist auf den Außenumfang
derart ausgebuchtet, daß eine nach innen federnde Rast R' entsteht, in @velche die
Rastklinke R einrasten kann. Die RingscheibeS enthält auf dem Umfang gleichmäßig
verteilt eine Reihe von gleich großen Löchern L, von denen nur das an der Rastklinke
R befindliche Loch fehlt, so daß der an dem zugehörigen Druckknopf befestibte Stift
die Scheibe nach hinten drückt, w ährend die ;in den nicht zugehörigen Diucki knöpfen
befestigten Stifte durch die Scheibe S hindurchragen und nicht diese. sondern nur
jeweils ihre zugehörigen Ringscheiben betätigen können.
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Eine nach diesen Grundsätzen aufgebaute Anordnung zeigt in angenähert
natürlicher Größe Abl>. 3 zur Hälfte in der Aufsicht, zur anderen Hälfte in einem
parallel zu der Drehscheibenebene verlaufenden Schnitt, =\1I.4 im Querschnitt. In
Abb. q. ist die die Druckknöpfe h,, 77= usw. tragende Drehscheibe Dr titti die Feinstellwelle
lt"- drehbar gelagert. Hinter der Drehscheibe Ar befindet sich eine ebenfalls
drehbare Buchse I3. welche finit der Welle des Drehkondensators C, z. 1>. über die
"Zahnräder 7_,, l_, gekuppelt ist. An der Buchse 13 sind die gemäß :1b1.
i geformten Ringscheiben S" .S'_ usw. mit ihrem äußeren Unifang befestigt. Innerhalb
der Buchse ist eine weitere, ;in dem ortsfesten Gestell G befestigte und mithin
ebenfalls feststehende Buchse B' angeordnet, an welcher die gemäß Abb. 2 geformten
Ringscheiben S,', .S',' usw. befestigt sind. Die -zwölf drehbaren Scheiben .S. «-elche
entsprechend Abb. i die Rastklinken tragen, und die zehn feststehenden Scheiben
S', welche entsprechend Abb. 2 die federnden Rastete tragen, sind in abwechselnder
Reihenfolge aufeinandergeschichtet. Jedes Paar kann in der Weise von einem der Druckknöpfe
h, his D,_ in Wirksamkeit versetzt «-erden, daß bei Betätigung des Druckknopfes
die Rastklinke der zugehörigen drehbaren Ringscheibe in die Ebene der zugehörigen
feststehenden Ringscheibe gedrückt wird.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel tragen die Scheiben S auch neben der
Rastklinke ein Loch, dessen Durchmesser aber kleiner ist als die übrigen Löcher,
sn da!.') der an dem zugehörigen Druckknopf befindliche zylindrische Stift T nur
mit seinem unteren, abgesetzten Teil durch dieses Loch hindurchgelangen kann, während
der obere, dickere Teil mit seiner Kante auf die zugehörige
Ringscheibe
drückt. Die oberen dickeren Teile der Stifte sind also alle von verschiedener Länge.
Die Feinstellwalze W trägt einen Knopf K, vermittels dessen die Einstellung auch
wahlweise kontinuierlich, also ohne Benutzung der Druckknöpfe, über das aus den
Zahnrädern Z4, Z, Z3 bestehende Untersetzungsgetriebe hohen Untersetzungsverhältnissen
erfolgen kann.
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Die Ringscheiben S' stehen zwar während der Druckknopfeinstellung,
also etwa während der Abstimmung, auf bestimmte Sender, fest. Sie können aber nach
Wahl nachgestellt werden, d.li. in ihrer Lage zu der ortsfesten Buchse B' verändert
werden. Sie sind an dieser mittels je einer Schraube H1, H2 usw. und einer Klemmfeder
F1, F2 usw. befestigt. Die Schraubenköpfe sind von der Vorderseite aus durch Löcher
Ll ; L2 usw. in der Drehscheibe Dr zugänglich. Will man etwa die einem bestimmten
Druckknopf zugeordnete Raststellung verändern, so wird zunächst durch Betätigen
des Druckknopfes und Drehen der Scheibe die bisherige Raststellung eingestellt.
Darauf wird die zugehörige Befestigungsschraube H 'gelöst, welche die zu dem Druckknopf
gehörige Rastscheibe S' an der ortsfesten Buchse B' festklemmt. Nach Lösen der Schraube
wird mit Hilfe des Knopfes K der Drehkondensator C bis zu der gewünschten Stellung
mitgenommen, und erst darauf wird die Scheibe ,S' durch Anziehen der Schraube wieder
festgeklemmt.
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Die Vorderseiten der Druckknöpfe können etwa bei einem Empfänger mit
den Namen oder Frequenzen der einzustellenden Sender beschriftet sein. Zweckmäßigerweise
wird bei Betätigung eines Druckknopfes ein Schalter betätigt, der die Wiedergabe
unterbricht.
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Bei der bisher beschriebenen Ausführungsform besteht noch der Nachteil,
daß der Einstellende bei Betätigung eines Druckknopfes nicht weiß, ob er die Drehscheibe
in Richtung rechtsherum oder in Richtung linksherum drehen muß, um auf dem kürzesten
Wege zu der zugehörigen Raststellung zu gelangen. Es ist aber möglich, bei jedem
Scheibenpaar S und S' zusätzliche Sperrvorrichtungen vorzusehen, welche von jeder
Anfangsstellung aus eine Drehung nur in der Richtung zulassen, welche auf dem kürzesten
Wege zu der Raststellung führt. Eine solche Anordnung ist in den Abb. 5 bis 7 dargestellt.
Die Aussparung C' der bewegten Ringscheibe S ist so geformt, daß zwei Sperrzungen
P,. und P, entstehen, welche normalerweise in der Ebene der Ringscheibe liegen und
von dem äußeren Rand der Aussparung aus nach innen gehen. Die feststehende Scheibe
S' trägt auf ihrer Oberseite, also auf der der Scheibe S zugewandten -Seite, auf
dem ganzer. Umfang eine Reihe von Sperrnasen Nj bzw. _V,.. Die Nasen sind so geformt,
daß die steil abfallenden Kanten stets der Rastfeder R' zugekehrt sind. Auf dem
der Rast gerade gegenüberliegenden Teil des Umfanges kehrt sich demgemäß der Richtungssinn
der Sperrnasen um. -Bei Betätigung des zugehörigen Druckknopfes werden nicht nur
die Rastklinken R, sondern auch die beiden Sperrzungen P,. und P, nach unten auf
die Scheibe S" gedrückt. Dabei können die Enden der Sperrzungen P,. und P, mit den
Sperrnasen U,. und N1 ineinandergreifen. Es ist infolgedessen, wie Abb. 7 zeigt,
eine Drehbewegung nur in der Richtung möglich, die ein Aufgleiten der der Bewegung
entgegenstehenden Zunge auf dem flach abfallenden Teil der Sperrnasen gestattet.
Die richtige Einstellung wird daher auf dem kürzesten Wege erreicht, und es ist
niemals möglich, daß man zunächst bis zum Anschlag des Kondensators dreht.