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Umsteuervorrichtung für Gasreinigungsanlagen Z
Bei den bekannten
Umsteuervorrichtungen für Gasreinigungskästen besteht der schwerwiegende Nachteil,
daß für jeden einzelnen Kasten eine Vielzahl von Ventilen erforderlich ist.
Nach einem der bekannten Vorschläge müssen sechs Ventile für jeden Kasten vorgesehen
sein. Ein anderer Vorschlag schreibt immerhin noch drei Ventile vor, die zudem verschiedener
Art sind, da zwei Trok# kenventile mit einem Wasserwechselventil in Gemeinschaft
angeordnet werden müssen. Infolgedessen sind die bekannten Umsteuervorrichtungen
nur sehr beschränkt verwendbar, weil sie die Anlagen, für die -sie bestimmt
sind, umständlich im Aufbau und in der Wirkungsweise und zudem auch teuer machen.
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Die Umsteuervorrichtung für Gasreinigungsanlagen gemäß der Erfindung
hat den großen' Vorteil, daß die Zahl der Umsteuervorrichtungen diejenigen der Kästen,
für die sie bestimmt sind, nur um eins übersteigt. So ist es z.B. mit der Umsteuervorrichtung
nach der Erfindung möglich, für zwei Kästen mit drei Umsteuervorrichtungen auszukommen,
während man bei Anwendung der bekannten Umsteuervorrichtungen die doppelte Anzahl
derselben braucht.
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Die Umsteuervorrichtung nach der Erfuidung ist im wesentlichen dadurch
gekennzeichne t ' daß ein Abteil eines in zwei übereinanderliegende Abteile
unterteilten Ventilgehäuses in drei oder mehr Kammern mit äußeren Gasdurchtrittsöffnungen
unterteilt ist. In dem oberen Abteil des Ventilgehäuses ist ein U-Rohr schwenkbar
angeordnet, von dem der eine Schenkel stets mit der in dieses Abteil einmündenden
öffnung der gleichen Kammer verbunden ist, während der andere Schenkel mit
je einer der ebenfalls in dieses Abteil einmündenden öffnung#en der übrigen
Kammern unter Beibehaltung der räumlichen
Verbindung der jeweils
nicht an das U-Rohr Z>
angeschlossenen Kammern in Verbindunor gebracht werden
kann.
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Es sind zwar bereits Gasumsteuerungsventile mit drehbarem Rohrkrümmer
bekannt. Diese Ventile sind jedoch für Regenerativöfen und nicht für Gasreinigungskästen
bestimmt. Sie weisen außerdem nicht vvei Ab-
teile auf, von denen das eine
in mehrere Kammern aufgeteilt ist. Infolgedessen sind diese bekannten Umsteuervorrichtungen
nicht für die vielseitigen Zwecke verwendbar, für die die Vorrichtung
- mäß der Erfindung gee eignet ist.
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Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindun- -ehen aus der folgenden
Beschreie ZD bung eines Ausführungsbeispiels hervor, das an Hand verschiedener,
im wesentlichen schematisch gehaltenen Abbildungen beschrieben ist.
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Es zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt durch das Ventil nach der
Linie I-I der Abb. 2, Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-II der Abb. i in Richtun-
der Pfeile gesehen, Abb. 3 einen der Abb. i ähnlichen, senkrechten Schnitt
durch das Ventil mit den einzelnen Teilen in anderer Lage, Abb.4 eine der Abb.2
ähnliche Draufsicht mit in punktierten Linien eingezeichtietem Umsteuerorgan, Abb.
5 einen in 'größerem Maßstab gezeichneten Schnitt durch die Stellvorrichtung
und Abb. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Abb. 5.
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Ein als Kasten ausgebildetes Unterteil 2 ist durch Zwischenwände
3 in vier Kammern 4 unterteilt. jede dieser Kammern weist oben eine als Rohrstutzen
ausgebildete öffnung auf. Eine dieser Kammern hat die Gaseinlaf.'#öfinung
5, während die anderen Kammern mit Gasauslaßöhnungen 6, 7 und
8 versehen sind. Ein Einlaßstutzen 9 führt in die Gaseinlaßkammer
hinein. Von den übrigen Kammern f ühren Gasauslaßstutzen i o, i i bzw. 12
ab. Das in die Einlaßkammer durch den Stutzen 9 einströmende Gas wird den
gewünschten Auslaßstutzen 6, 7 bzw. 8 durch das Umsteuerorgan oder
Ventil 13 zugeführt, daß aus einem U-förmigen Rohr besteht. Der Schenkel
14 -des Umsteuerorgans 13 ist drehbar und in axialer Richtung auf dein Stutzen
5
der Einlaßkaminer verschiebbar gelagert, so daß der andere Schenkel 15
des Umsteuerorgans oder Ventils 13 über die Rohrstutzen 6,
7
oder 8 dichtend angeordnet werden kann, um da-, Gas den Auslaßstutzen i o,
i i bzw. 12 zuführen zu können. Der Schenkel 14 kann sieh auf dem Stutzen
5 drehen und ist auch ma Bezug auf diesen axial beweglich.
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e im
Die rohrförmigen Stutzen 6, 7 und 8 der Auslaßkammern
sind ctwas kürzer als der Stutzen 5 der Einlaßkammer, so daß das Umsteuerorgan
13, nachdern es gegenüber dem Stutzen 5 angehoben worden ist, gedreht
werden kann, ohne daß sein Schenkel 14 von dem Stutzen 5 abgleitet. Sein
anderer Schenkel 15
liegt jedoch etwas oberhalb der Stutzen 6, 7
und
8. Das Ventil 13 kann mithin gedreht werden und, nachdem es in die
gewünschte Stellung gebracht worden ist, über den entsprechenden Stutzen
6, 7 oder 8 gesenkt werden. Auf dem kastenförmigen Unterteil 2 ist
ein Gehäuse 15a befestigt, in welchem das Umsteuerorgan oder Ventil 13 frei
bewegt werden kann.
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jede Kammer 4 ist mit einer üffnung 16
versehen, durch die die
Kondensationsprodukte nach einem auf der Zeichnung nicht veranschaulichten Syphon
abgeleitet werden. 17 bezeichnet eine Klappe.
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Der Schenkel 14 des Umsteuerorgans oder Ventils 13 ist auf einer Welle
18 befestigt, die sich durch den Stutzen 5 hindurch erstreckt und von außen
her gedreht sowie axial verstellt werden kann. Das untere Ende der Welle läuft in
einer am Boden des Kastens 2 vorgesehenen Lagerbüchse ig, während das obere Ende
in einem am Gehäuse i 5a vorgesehenen Lager 2o drehbar angeordnet ist. Der oberhalb
des Lagers 2o sich erstreckende Teil der Welle 18 hat eine mit Muttergewinde versehene
Bohrun- 2 1. Außen ist dieser Teil der Welle 18 so gestaltet, daß er in eine in
einer zweiten Welle 22 vorgesehenen axialen, von der Kreisform abweichenden Aussparung
23 paßt. Die Welle 22 ist in einem am Ge-
häuse 15a befestigten- Gehäuse
24 gegen Verschiebung, in der Län.-srichtung gesichert drehbar gelagert. In die
in der Welle 18 vorgesehene, mit Gewinde versehene Aussparung 21 kann eine
Spinde125 eitigeschraubt werden, die in einer in der Welle 22 vorgesehenen Bohrung
angeordnet und durch ein Handrad 26 von außen drehbar, jedoch nicht verschiebbar
ist. Wenn das Handrad 26 gedreht wird, wird das Umsteuerorgan oder Ventil
13 in senkrechter Richtung gehoben oder gesenkt. Wenn das Ventil 13 gedreht werden
soll, wird die Welle:22 mit Hilfe eines Handhebels 27 gedreht. Auf dem oberen
Gehäuse 24 ist ortsfest ein Sektor 28 angeordnet, der drei Absätze 29 o.
dgl. aufweist, so daß, wenn der Handhebel 27 gegenüber einem der
Ab-
sätze 29 liegt und das Ventil 13 durch das Bad 26 und die
Spindel 2 5 abwärts geschraubt worden ist, das Gas von dem Einlaßstutzen
5
nach den -ewililten Auslaßstutzen 6, 7 oder 8
ZD strömt. Bei
Anwendung der Umsteuervorrichtung bzw. des Ventils wird in nachstehend beschriebener
Weise
verfahren. Sind zwei Reinigungskästen A und B vorgesehen, so genügen drei
Ventile, die zweckmäßig in Reihen vor, zwischen und hinter den Kästen
A und B folgendermaßen geschaltet werden: Bei dem ersten Ventil werden der
eine Auslaß mit dem anschließenden Teil des Kastens A, der zweite Auslaß
mit einer äußeren Umlaufleitung und ein dritter Auslaß mit einer weiter-en Umlaufleitung
verbunden. Das Gas strömt nun durch einen Einlaß ein.
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Bei dem zweiten Ventil wird die zweite Umlaufleitung ebenfalls mit
dem Eitilaß verbunden, während der eine Auslaß mit dem hinteren Teil des Kastens
A, ein weiterer Auslaß mit dem anschließenden Teil des Kastens B und schließlich
ein dritter Auslaß mit der zweiten Umlaufleitung verbunden werden.
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Bei dem dritten Ventil wird die zweite Umlaufleitung an den Einlaß
gelegt, während der eine Auslaß mit dem hinteren Teil des Kastens B und der andere
Auslaß. mit der äußerenersten Umlaufleitung verbunden werden, wobei das Gas durch
-einen dritt-en Auslaß hindurch entweicht.
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Durch Verstellen der schwenkbaren U-Rohre der Ventile kann das Gas
in jeder beliebigen Richtung durch jeden der Kästen oder auch durch beide zusammen
hindurchgeleitet werden.
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Die Umsteuervorrichtung nach der Erfindung kann auch so ausgebildet
sein, daß sie nur in waagerechter Ebene einstellbar ist, wobei dann die Rohrstutzen
6, 7 und 8 entsprechend ausgebildet sein und besondere Abdichtungen
vorgesehen werden müssen.