DE70034C - Selbsttätiger Zeitverschlufs zum Verriegeln einer Fahrstrafse - Google Patents

Selbsttätiger Zeitverschlufs zum Verriegeln einer Fahrstrafse

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Publication number
DE70034C
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DE
Germany
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locking
time delay
pedal
automatic time
bolt
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT70034D
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English (en)
Original Assignee
H. BÜSSING in Braunschweig
Publication of DE70034C publication Critical patent/DE70034C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L21/00Station blocking between signal boxes in one yard
    • B61L21/02Mechanical locking and release of the route; Repeat locks; Coupling of semaphores

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Bei der Sicherung von Weichenstrafsen ist die Einrichtung jetzt allgemein, die, dafs alle Weichen richtig stehen müssen, bevor das Signal auf Fahrt gestellt werden kann, und dafs durch das Auffahrtstellen des Signals sämmtliche Weichen verriegelt werden, die für den Zug in Frage kommen. Ist nun ein Zug am Signal vorbeigefahren und das Signal auf Halt zurückgestellt, während der Zug sich noch in der Weichenstrafse befindet, so sind auch die Weichen bereits wieder beweglich, und es kann dann vorkommen, dafs durch das Umstellen einer Weiche der Zug gefährdet wird. Der vorliegende Zeitverschlufs soll dies dadurch verhindern, dafs die verriegelte Fahrstrafse durch den einfahrenden Zug selbst für eine bestimmte einstellbare Zeit verschlossen gehalten wird.
In die doppelte Drahtleitung zum Abschlufssignal (Situation) ist eine Rolle a, Fig. 1 und 2, eingeschaltet, deren Drehung unmöglich gemacht wird, wenn ein Riegel b zwischen zwei an der Rolle sitzende Knaggen c c tritt. Die Stange, die den Riegel trägt, greift mit ihrem oberen Ende an einem zweiarmigen Hebel d, mit ihrem unteren an einem Winkelhebel e an und wird durch ein vorher gehobenes Gewicht g, das den Hebel if belastet, nach oben gezogen, sobald die mit dem anderen Schenkel des Winkelhebels e verbundene Stange f diese Bewegung zuläfst.
Das Ende der Stange f liegt nämlich gegen ein Pedal h an, das neben dem Gleis in das Normalprofil hineinragt und, vom ersten Rade des Zuges getroffen, nach unten gedrückt wird. Sobald dies geschieht, wird die Stange/ durch das Gewicht g in ein längliches Loch i des Pedals hineingedrückt; hierdurch wird das Pedal in seiner unteren Stellung festgehalten, die Riegelstange geht in die Höhe und die Drehung der Rolle α wird durch den Riegel b an den Knaggen c c verhindert, bis der Riegel zwischen den Knaggen oben wieder heraustritt.
Es ist nun die Zeit von dem Herunterdrücken des Pedals an bis zur Wiederfreigabe der Knaggen durch den Riegel einstellbar gemacht und dadurch der Zeitverschlufs erzielt. Zu diesem Zwecke ruht das Gewicht g auf einem Blasebalg k, dessen Ausströmungsöffnung durch eine durchbohrte Stiftschraube verschlossen ist. Der Blasebalg bildet einen sogen. Katarakt und kann demnach auch durch einen Cylinder mit Kolben ersetzt werden, der statt mit Luft, mit irgend einem anderen Druckmittel arbeiten kann; durch Einstellen der Schraube an der Ausströmungsöffnung wird das Sinken des Gewichts nach der Länge der zu befahrenden Weichenstrafse und entsprechend der Fahrtgeschwindigkeit geregelt.
An die Stelle des gehobenen Gewichts können auch gespannte Federn, zusammengeprefste Luft u. s. w. treten, da es sich nur um ein »Spannwerk« irgend welcher Art handelt, dessen Aufgabe ist, die aufgespeicherte Spannkraft zu einem beliebigen Zeitpunkt in Wirksamkeit treten zu lassen.
Das Wiederheben des Gewichts und Aufziehen des Blasebalges geschieht bei dem Stellen des Signals auf »Halt«. Hierfür trägt die Rolle α eine Curve I zur Verschiebung eines Zapfens \ an der Riegelstange. Um aber zu verhüten, dafs bei dem Herabgehen der Riegelstange der Riegel sofort wieder zwischen die
Knaggen tritt und die Drehung der Rolle a unmöglich macht, sitzt der Riegel nicht fest an der Stange, sondern ist mit einem Schlitz auf einem Bolzen ni derselben verschiebbar und wird durch eine Feder η in seiner Lage gehalten. Tritt der Riegel nach oben zwischen den Knaggen hindurch, so setzt er sich hinter ein vorspringendes Schleifkranzsegment s, auf dem er beim Niederdrücken der Riegelstange unter Anspannung der Feder η gleitet, bis hinter den Knaggen, wo der Schleifkranz aufhört, die Feder η ihn nachzieht.
Fig. 3 'und 4 -zeigen die Stellung, bei der die Curve /, auf den Zapfen ζ wirkend, die Riegelstange bereits herabgedrückt hat, der Riegel jedoch gerade noch von dem Schleifkranz s zurückgehalten wird; bei weiterer Drehung der Rolle in der Pfeilrichtung wird der Riegel frei und die Feder η zieht ihn nach.
Die herabgehende Riegelstange dreht den Winkelhebel e, die Stange f tritt aus dem Pedal h heraus, das nun von der Feder ο wieder in das Normalprofil gebracht wird. Hiermit ist die Stellung wieder herbeigeführt, in der nach erfolgtem Ziehen des Signals der einfahrende Zug den Zeitverschlufs zur Wirkung bringen kann.
In der Haltstellung des Signals verhindert die Curve / das Hinaufgehen der Riegelstange, so dafs dann bei dem Befahren eines Zuges keine Verriegelung erfolgt, sondern nur das Pedal herabgedrückt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein selbstthä'tiger Zeitverschlufs zum Verriegeln einer Fahrstrafse, dadurch gekennzeichnet, dafs das Schliefswerk durch eine in die Sighalleitung eingeschaltete Rolle a mit Knaggen c c und einen Riegel b gebildet ist, und das Wiederheben des als Spannwerk dienenden Gewichts g durch eine Schubcurve / an der Rolle α beim Aufhaltstellen des Signals bewirkt wird, wobei der verschiebbar gelagerte Riegel b zunächst zurückgehalten wird, bis ihn eine Feder η nachzieht, während die Verriegelungsstange f, die bei dem Niederdrücken des Pedals h frei wird und das Sinken des Gewichts dadurch ermöglicht, zugleich das Pedal h in der tiefsten Stellung sichert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT70034D Selbsttätiger Zeitverschlufs zum Verriegeln einer Fahrstrafse Expired - Lifetime DE70034C (de)

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