DE46056C - Vorrichtung an Drahtzügen, um bei deren Reifsen das Umstellen der Weiche zu verhindern - Google Patents
Vorrichtung an Drahtzügen, um bei deren Reifsen das Umstellen der Weiche zu verhindernInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L7/00—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
- B61L7/02—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using mechanical transmission, e.g. wire, lever
- B61L7/028—Indicating or fixing arrangements in the event of breaking or tension difference of transmission wires for points, signals or similar
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Electric Cable Installation (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im deutschen Reiche vom l. Mai 1888 ab.
Bei den durch doppelten Drahtzug bedienten Weichen erfolgt unter Umständen beim Bruch
eines Drahtes infolge der natürlichen oder durch ein Gewicht erzeugten Spannung des
Drahtes ein selbstthätiges Umstellen der Weiche. Ist beispielsweise a, Fig. 1, die Stellvorrichtung
einer Weiche, b der Stellhebel und c ein auf der Drahtleitung ruhendes Gewicht, so wird
das letztere, wenn Draht d reifst, vermittelst Drahtes e die Stellvorrichtung so in Bewegung
setzen, dafs die Weiche umgelegt wird. Kommt dagegen bei derselben Weichenlage Draht e
zum Bruch, so wirkt die Spannung des
Drahtes d auf die Stellvorrichtung im Sinne der letzten Stellbewegung ein und läfst die
Weichenlage unbeeinflufst.
Gefährlich mit Bezug auf das selbstthätige Umstellen ist also bei der Weichenlage, Fig. 1,
nur das Reifsen des Drahtes d. In demselben Sinne gefährlich wirkt im ersten Falle die
Spannung des Drahtes e, d. h. derjenige Draht, welcher bei der zuletzt ausgeführten Stellbewegung
der nachlassende war.
Diese selbstthätige Wirkungsweise des nachlassenden Drahtes soll durch die vorliegende
Einrichtung verhindert werden.
Bei jeder Stellbewegung wird der jeweilig nachlassende Draht in solcher Weise festgelegt,
dafs derselbe nicht direct wieder zurückgezogen werden kann und daher auch ein selbstthätiges
Umstellen der Weiche nicht bewirken kann. Um eine einmal gemachte Stellbeweguiig zurück
machen zu können, mufs am Stellhebel eine besondere kleine Auslöse bewegung ausgeführt
werden, welche den festgelegten Draht erst zurückbewegbar macht. In der Zeichnung,
Fig. i, ist in solcher Weise der Draht e festgelegt, während Draht d nach beiden Richtungen
hin bewegt werden kann. Das Umstellen geschieht dadurch, dafs der Hebel b
aus der Lage I zunächst in die Lage II und aus derselben in die Lage III gebracht wird.
Die Bewegung von I nach II bewirkt das Auslösen von e bezw. ertheilt der Fangvorrichtung
desselben eine solche Stellung, dafs die Rückwärtsbewegung des Drahtes danach erfolgen
kann.
Die Fangvorrichtung ist in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellt. Dieselbe besteht aus den
beiden theilweise über einander liegenden flügelartigen Sperrscheiben / und g mit je einem
länglich runden, beim Zusammendrücken der Scheiben als schiefe Ebenen wirkenden Ausschnitt
f1 und g]. An die Flügelscheiben sind
einerseits mittelst Bolzen h und Kloben i und andererseits mittelst Kloben k und Bolzen /
(welcher in die schrägen Ausschnitte/1 und gl
eingehängt ist) die Drahtzugtheile angeschlossen. Diese Fangvorrichtung ist in jeden Drahtzugarm eingeschaltet, wie dies Fig. 1 veranschaulicht.
Fig. 2 zeigt die Stellung der Fangvorrichtung bei festgestelltem Draht, wie bei e, und
Fig. 4 die Stellung bei frei beweglichem Draht, wie bei d. Das directe Zurückfedern bezw.
Zurückbewegen des Drahtes e in der Richtung des Pfeiles wird verhindert durch die Flügelscheiben
f und g, Fig. 2, welche sich gegen die feste Hülse m legen.
Durch die Auslösebewegung des Hebels aus Lage I in Lage II sind die Flügelscheiben f
und g in die bewegliche Hülse η in Fig. 3 getreten, wodurch die Scheiben zusammenge-
drückt werden und der Bolzen / genöthigt wird, an den schiefen Ausschnitten f1 und g1
derselben vorwärts zu gleiten und sich, wie Fig. 3 zeigt, einzustellen.
Der Bolzen I hat aber, sobald der Draht zur Ausführung einer Stellbewegung gespannt
wird, das beständige Bestreben, in den schrägen Ausschnitten f1 und g1 wieder zurück zu
gleiten und sich nach Fig. 2 einzustellen. Aus diesem Grunde wirkt der Bolzen / bei der
Bewegung des Weichenhebels aus der Lage II in die Lage III, auf die Flügelscheiben f und g
ausspreizend.
Infolge hiervon wird zunächst die lose Hülse η auf f und g festgeklemmt und folgt
der Bewegung des Drahtzuges, bis η an der festen Hülse m einen Widerstand findet und
den Uebergang der zusammengedrückten Scheiben aus η in m vermittelt.
Sobald die feste Hülse ni passirt ist, spreizen
die Scheiben f und g, dem Druck des Bolzens / folgend, aus einander. Bei der umgekehrten
Stellbewegung hat die lose Hülse η die Lage Fig. 4. Die Flügelscheiben passiren zunächst
die feste Hülse m, werden zusammengedrückt und Bolzen Z gleitet wie zuvor in fl und g1
vorwärts. Beim Austritt aus m nimmt der Kloben i die mit Bezug auf m tief liegende
lose Hülse η mit zurück und der Bolzen / spreizt die Scheiben f und g wieder aus einander,
so dafs Fig. 2 hergestellt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Weichendrahtzügen die mittelst der Bolzen h und / an die beiden Theile des Drahtzuges angeschlossenen Sperrscheiben f und g mit den schrägen Schlitzen f1 und g1 in Verbindung mit den beiden festen Hülsen m und 0 und einer losen Hülse n, zum Zwecke, die Umstellbewegung einer durch doppelten Drahtzug bedienten Weiche erst dann zu ermöglichen, nachdem der eigentlichen Umstellbewegung eine derselben entgegengesetzte Auslösebewegung vorausgegangen ist.Hierzu.ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE46056C true DE46056C (de) |
Family
ID=321189
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT46056D Expired - Lifetime DE46056C (de) | Vorrichtung an Drahtzügen, um bei deren Reifsen das Umstellen der Weiche zu verhindern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE46056C (de) |
-
0
- DE DENDAT46056D patent/DE46056C/de not_active Expired - Lifetime
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