DE699440C - Herstellung von Leder aus dem fetthaltigen Bindegewebe von Wassertieren - Google Patents

Herstellung von Leder aus dem fetthaltigen Bindegewebe von Wassertieren

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DE699440C
DE699440C DE1937G0096777 DEG0096777D DE699440C DE 699440 C DE699440 C DE 699440C DE 1937G0096777 DE1937G0096777 DE 1937G0096777 DE G0096777 D DEG0096777 D DE G0096777D DE 699440 C DE699440 C DE 699440C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/28Processes or apparatus for the mechanical treatment of hides or leather not provided for in groups C14B2700/01 - C14B2700/27

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Description

  • Herstellung von Leder aus dem fetthaltigen- Bindegewebe von Wassertieren Wale hat man bisher in. der Weise verwertet, daß man #nach dem Töten die Speckschicht abtrennte, diese zerkleinerte, auskochte und den Tran abtrennte. Das zerkleinerte Bindegewebe wurde auf mechanischem Wege zur Gewinnung des Fettes oder von Leim ausgepreßt. Auch hat man erkannt, daß die Bindegewebeschicht von Walen, wenn sie in zusammenhängender Schicht auf schonende Weise durch abwechselndes Behandeln mit Salzlösungen oder Wasser, also durch Osmose, von dem Öl befreit, zu Leder verarbeitet werden kann, das jedoch ein weiches und schwammiges Gefüge aufweist rund nicht sehr haltbar ist.
  • Demgegenüber betrifft die vorliegende Erfindung die Herstellung von Leder aus dem fetthaltigen Bindegewebe von Wassertieren, insbesondere Seesäugetieren, durch mechanisches Auspressen der Bindegewebeschichten in zusammenhängender Form bis zur Verfestigung zu einer dichten Bahn.
  • - Beispiel Eine Bahn Walspeck, die in üblicher Weise von deinem erlegten Wal abgetrennt und mittels, einer Winde o: dgl. abgezogen ist, wird entweder unmittelbar oder nach Kühlen, Einsalzen, Pökeln und/oder Räuchern usw. gepreß.t. Die Speckbahn wird dabei auf -eine Stärke von schließlich 2 bis 15 mm zusammengepreßt, und es bleibt das Bindegewebe der Speckschicht als platten- oder lederartige feste Bahn von großer mechanischer Festigkeit zurück, deren Stärke von der Stärke der Speckschicht, der Art der verarbeiteten Seetiere usw. abhängt. Der Preßdruck ist hierbei je nach dem abzupressenden Speck zwischen etwa 6o und 5oo atü zu wählen und allmählich zu steigern. Die Bahnen können auch vor oder nach dem Pressen der Fläche noch in dünnere Bahnen gespalten und/oder quer oder längs geteilt werden. . Andererseits können durch Längsschälen oder schraubiges Abschälen des Specks :auch Bahnen von mehr als zöo m Länge und entsprechender Breite herhalten -werden.
  • Der abgepreßte Tran zeichnet sich im Gegensatz zu dem nach dem Kochverfahren gewonnenen durch große Reinheit und geringe Zersetzung- aus. Die wertvollsten Anteile werden schon bei geringen Drucken -abgepreßt; die letzten Anteile enthalten etwas Wässer, das, wie üblich, abgeschieden wird. Es wird ein wertvolleres Öl erhalten als bisher, das in an sich -bekannter Weise weiterverarbeitet werden kann.
  • Die nach dem Abpressen :erhaltene lederartige, noch etwas fetthaltige Bahn aus Bindegewebte kann entweder ummittelbar :der Sämischgerbierei unterworfen werden, oder; wenn eine Entfernung der .Fettreste des tranigen oder fischigen Geruchs oder der Zersetzungsstoffe gewünscht wird, von diesen durch Extraktion mit Lösungsmitteln, wie Aceton, Dioxan; Benzol, Benzin, Chloroform, Äther, Tetralin usw., vollständig von den letzten Resten arteigenen Fettes befreit werden. Die Bindegewebebahnen können darauf in beliebiger bekannter Weise gegerbt werden: Sie 'können auch mit anderen Fetten oder Ölen behandelt werden, um sie geschmeidig zu machen. Vorzugsweise verwendet man hierzu (51e oder Fette; die keinen unangenehmen Geruch aufweisen und die nicht zersetzlich sind, z. B. Mandelkernöl, teilweise gehärtete Öle oder Fette oder andere geeignete tierische oder pflanzliche Fette oder öle oder fettähnliche Stoffe. Diese Öle, Fette oder fettähnliche Stoffe werden zweckmäßig in Form einer Lösung in. organischen Lösungsmitteln, beispielsweise in Benzin, Benzol, Chloroform o. dgl., gelöst; in das Bindegewebe eingeführt und darauf das Lösungsmittel, z. B. durch Verdampfen, entfernt.
  • Nach der vorliegenden Erfindung wird unmittelbar ein sehr reiner Tran und daneben ein wertvolles Leder aus dem Bindegewebe von ,großer mechanischer Festigkeit erhalten; das man nach den bisherigen Verfahren nicht gewinnen konnte. "-Die Lederbahn zeigt etwa die Eigenschaften von starkem Kern- oder Sohlenleder aus Rinderhäuten und zeichnet sich dadurch aus, daß sie in sehr großer Länge und großer Breite; z. B. einer Länge von 2o m und darüber, erhalten werden kann. Derartige Bahnen lassen sich' zu Treibriemen und Lederwaren aller Art verwenden und stellen einen ganz neuen Werkstoff von vorteilhaften Eigenschaften dar, der mancherlei Verwendung zugänglich ist und der Kunststoffe, wie Kautschuk, wasserdichte Stoffe u. dgl., weitgehend ersetzen kann und in den meisten Fällen eire größere Festigkeit aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Herstellung .von Leder -aus dem fetthaltigen Bindegewebe von Wassertieren, insbesondere Seesäugetieren, durch mechanisches Auspressen der Bindegewebeschichten in zusammenhängender Form bis zur Verfestigung zu ,einer dichten Bahn.
DE1937G0096777 1937-11-30 1937-11-30 Herstellung von Leder aus dem fetthaltigen Bindegewebe von Wassertieren Expired DE699440C (de)

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