DE69932142T2 - Verfahren zur herstellung von nickelpulver - Google Patents

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Description

  • Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Nickelpulvern, die zu verschiedenen Anwendungszwecken geeignet sind, wie für Füllstoffe von leitfähigen Pasten, die in elektronischen Teilen von keramische Mehrschicht-Kondensatoren verwendet werden, für Titanhaftmittel und für Katalysatoren.
  • Zugrundeliegender Stand der Technik
  • Leitfähige Metallpulver wie diejenigen des Nickels, Kupfers und Silbers sind in internen Elektroden in keramischen Mehrschicht-Kondensatoren brauchbar. Insbesondere ist Nickelpulver erforscht worden, und im einzelnen erscheint ein ultrafeines Nickelpulver versprechend, welches in einem Trockenverfahren hergestellt worden ist. Entsprechend dem Trend zur Miniaturisierung und größerer Kapazität von Kondensatoren sind ultrafeine Pulver mit Teilchengrößen von nicht nur weniger als 1,0 μm, sondern auch weniger als 0,5 μm aufgrund der Erfordernis der Bildung von dünnen Schichten und wegen ihres geringen Widerstandes gefragt.
  • Es sind Verfahren verschiedener Arten, wie das vorstehende, zur Herstellung von Metallpulvern vorgeschlagen worden. Als eines der Verfahren zur Herstellung von ultrafeinen, sphärischen Nickelpulvern mit einer durchschnittlichen Teilchengröße im Bereich von 0,1 μm bis zu wenigen μm offenbart zum Beispiel die japanische Patentanmeldung, zweite Veröffentlichung, Nr. 59-7765 (7765/84) ein Verfahren bei dem eine feste Masse aus Nickelchlorid zur Bildung eines Nickelchloriddampfes erwärmt und dann Wasserstoffgas mit hoher Geschwindigkeit in den Nickelchloriddampf eingestrahlt wird, wodurch in instabilen Grenzflächenbereichen eine Kernbildung bewirkt wird. Die japanische Patentanmeldung, erste Veröffentlichung Nr. 4-365806 (365806/92) offenbart ein Verfahren, bei dem ein durch Verdampfen einer festen Masse aus Nickelchlorid erhaltener Nickelchloriddampf auf einen Partialdruck im Bereich von 0,05 bis 0,3 eingestellt und in einer Gasphase bei einer Temperatur im Bereich von 1004 bis 1453°C reduziert wird.
  • Bei den wie vorstehend vorgeschlagenen Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern erfolgt die reduzierende Reaktion bei einer Temperatur von ungefähr 1000°C oder mehr, wobei die Teilchen des Metallpulvers durch Agglomeratbildung bei Temperaturen im Temperaturbereich des Reduktionsvorgangs und der nachfolgenden Vorgänge leicht sekundäre Teilchen bilden. Als Folge bleibt ein Problem, wonach das benötigte ultrafeine Metallpulver nicht in zuverlässiger Weise hergestellt werden kann.
  • Die WO-A-98/24577 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Nickelpulvers, welches ein Inkontaktbringen eines Nickelchloridgases mit einem reduzierenden Gas in einem Temperaturbereich für eine Reduktionsreaktion zur Bildung eines Nickelpulvers, und ein Inkontaktbringen des Nickelpulvers mit einem Inertgas an einer stromabwärts liegenden Seite des Reduktionsvorgangs zum Abkühlen des Pulvers von dem Temperaturbereich der reduzierenden Reaktion auf eine Temperatur von 800°C oder weniger umfasst. Das gebildete Metallpulver wird rasch gekühlt, um das Wachstum der Metallteilchen in dem Gasstrom einzuschränken oder zu unterbinden.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Gemäß dem Anspruch 1 sieht die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Nickelpulvers vor, bei welchem in den Nickelpulvern, die in einem Reduktionsvorgang gebildet worden sind, das Wachstum von Teilchen als sekundäre Teilchen durch Agglomeratbildung nach dem Reduktionsvorgang unterdrückt wird, und ein ultrafeines Nickelpulver mit einer Teilchengröße von zum Beispiel 1 μm oder weniger in zuverlässiger Weise herstellbar ist.
  • Während eines Verfahrens zur Herstellung von Nickelpulver in einer Gasphase werden Metallatome zu dem Zeitpunkt erzeugt, an dem ein Nickelchloridgas mit einem reduzierenden Gas in Kontakt kommt, und ultrafeine Teilchen werden gebildet und wachsen infolge von Kollisionen und einer Agglomeratbildung der Atome. Die Teilchengröße des gebildeten Nickelpulvers hängt von Bedingungen wie dem Partialdruck und der Temperatur des Nickelchloridgases in der Atmosphäre des Reduktionsvorgangs ab. Nach der Bildung des Nickelpulvers mit der benötigten Teilchengröße wird allgemein das Nickelpulver gewaschen und rückgewonnen. Deshalb ist ein Kühlvorgang für das aus dem Reduktionsvorgang übergeführte Nickelpulver vorgesehen.
  • Da jedoch der Reduktionsvorgang bei ungefähr 1000°C oder bei einer Temperatur in einem höheren Bereich durchgeführt wird, agglomerieren die Teilchen wieder zur Bildung von sekundären Teilchen während das Pulver von einem Temperaturbereich der reduzierenden Reaktion auf die Temperatur abkühlt, bei der das Wachstum der Partikel aufhört, und deshalb kann kein Nickelpulver der benötigten Teilchengröße in zuverlässiger Weise hergestellt werden. Deshalb haben die Erfinder ihre Aufmerksamkeit auf die Abkühlgeschwindigkeit im Abkühlvorgang gerichtet und die Beziehung zwischen der Abkühlgeschwindigkeit und der Teilchengröße des Nickelpulvers untersucht. Als Folge entdeckten sie, dass eine Agglomeration von Teilchen nicht auftritt, wenn das Abkühlen rasch erfolgt, und insbesondere, dass sehr ultrafeines Nickelpulver herstellbar ist, wenn das Pulver mit einer Kühlgeschwindigkeit von 30°C/s oder mehr von einer Temperatur im Temperaturbereich der reduzierenden Reaktion auf eine Temperatur von 800°C oder weniger abgekühlt wird.
  • Die vorliegende Erfindung erfolgte aufgrund der vorstehenden Forschungen und sieht ein Verfahren zur Herstellung eines Nickelpulvers vor, bei dem ein Nickelchloridgas in einem Temperaturbereich von 900 bis 1200°C für eine reduzierende Reaktion mit einem reduzierenden Gas zur Bildung eines Nickelpulvers in Kontakt gebracht wird, und das Nickelpulver dann zum Abkühlen des Pulvers mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 200 °C pro Sekunde von dem Temperaturbereich der reduzierenden Reaktion auf eine Temperatur von 800°C mit einem Inertgas in Kontakt gebracht wird, wobei das Inertgas mit einer Fließgeschwindigkeit im Bereich von 10 bis 50 Nl/min pro 1 g des Nickelpulvers zugeführt wird. Erfindungsgemäß wird eine Agglomeratbildung der Teilchen in dem Nickelpulver nach dem Reduktionsvorgang unterdrückt, und es bleibt die Teilchengröße des in dem Reduktionsvorgang gebildeten Nickelpulvers erhalten. Folglich kann ein Nickelpulver mit den benötigten ultrafeinen Teilchen in zuverlässiger Weise hergestellt werden.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist eine Zeichnung eines Senkrechtquerschnitts, welcher ein Beispiel einer Vorrichtung für die erfindungsgemäße Herstellung eines Nickelpulvers zeigt.
  • 2 ist eine Zeichnung eines Rasterelektronen-Mikroskopbilds eines im Beispiel 1 erfindungsgemäß hergestellten Nickelpulvers.
  • 3 ist eine Zeichnung eines Rasterelektronen-Mikroskopbilds eines im Vergleichsbeispiel 1 zum Vergleich mit der Erfindung hergestellten Nickelpulvers.
  • Bester Modus zur Durchführung der Erfindung
  • Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung erläutert.
  • Nickelpulver sind zu verschiedenen Anwendungszwecken geeignet, wie für Füllstoffe von leitfähigen Pasten, für Titanhaftmittel und für Katalysatoren.
  • Wasserstoffgas und Schwefelwasserstoffgas und dergl. sind als reduzierende Gase zur Bildung eines Nickelpulvers geeignet; jedoch ist in Anbetracht ungünstiger Auswirkungen auf das gebildete Metallpulver das Wasserstoffgas mehr geeignet.
  • Die Art des Inertgases zum raschen Abkühlen des gebildeten Nickelpulvers ist nicht eingeschränkt, so lange das Inertgas das gebildete Metallpulver nicht beeinflusst; jedoch werden Stickstoffgas und Argongas bevorzugt eingesetzt. Von diesen Gasen ist Stickstoffgas kostengünstig und vorzuziehen.
  • Die Verfahrensweisen und Bedingungen für die erfindungsgemäße Herstellung von Nickelpulvern werden nachstehend erläutert.
  • Bei der Erfindung wird zuerst ein Nickelchloridgas mit einem reduzierenden Gas in Kontakt gebracht und umgesetzt, und als Verfahren dafür können gut bekannte Verfahren eingesetzt werden. Zum Beispiel kann ein Verfahren eingesetzt werden, bei dem eine feste Masse Nickelchlorid erwärmt und zu einem Nickelchloridgas verdampft wird, welches mit einem reduzierenden Gas in Kontakt gebracht wird.
  • Bei diesem Verfahren, bei dem ein festes Nickelchlorid als Ausgangsmaterial eingesetzt wird, sind das Erwärmen und Verdampfen wesentlich, und deshalb ist es schwierig, den Dampf in stabiler Weise zu erzeugen. Als Folge schwankt der Partialdruck des Nickelchloridgases, und die Teilchengröße des hergestellten Nickelpulvers kann nicht stabil sein. Darüber hinaus ist Wasser in einer festen Masse Nickelchlorid in einer Kristallmatrix enthalten, welche vor der Anwendung einer Entwässerung bedarf, und führt zu einer Verunreinigung des hergestellten Nickelpulvers mit Sauerstoff, falls die Entwässerung unzulänglich ist. Deshalb ist ein Verfahren vorzuziehen, bei dem Nickel mit Chlorgas in Kontakt gebracht wird, um Nickelchloridgas kontinuierlich zu erzeugen, welches direkt einem Reduktionsvorgang zugeführt wird, um das Nickelchloridgas mit einem reduzierenden Gas in Kontakt zu bringen.
  • Da bei dem zuletzt angegebenen Verfahren ein Nickelchloridgas in einer Menge erzeugt wird, welche der Menge des zugeführten Chlorgases entspricht, kann die Menge des dem Reduktionsvorgang zugeführten Nickelchloridgases durch Steuern der Menge an zugeführtem Chlorgas gesteuert werden. Da des weiteren das Nickelchloridgas durch die Reaktion des Chlorgases mit dem Metall erzeugt wird, kann der Verbrauch an einem Trägergas reduziert werden, und es ist unter Herstellungsbedingungen, im Vergleich mit dem Verfahren bei dem zur Bildung eines Nickelchloridgases eine feste Masse Nickelchlorid erwärmt und verdampft wird, kein Trägergas erforderlich. Deshalb kann der Verbrauch an Trägergas reduziert werden, und dem gemäß kann die Energie zum Erwärmen reduziert werden, so dass Herstellungskosten gesenkt werden können.
  • Der Partialdruck des Nickelchloridgases bei dem Reduktionsvorgang kann durch Zumischen eines Inertgases zu dem in einem Chlorierungsvorgang erzeugten Nickelchloridgas gesteuert werden. Durch Steuern der Menge des zugeführten Chlorgases oder des Partialdruckes des dem Reduktionsvorgang zugeführten Nickelchloridgases kann die Teilchengröße in dem gebildeten Metallpulver gesteuert werden.
  • Wenn, zum Beispiel, ein Nickelpulver durch das vorstehende Verfahren hergestellt wird, ist die Form des metallischen Nickels als Ausgangsmaterial nicht eingeschränkt, sondern besteht vorzugsweise aus Massen, Platten, oder Granulaten mit einer Teilchengröße im Bereich von 5 bis 20 mm, unter Berücksichtigung der Kontaktwirksamkeit und der Unterdrückung von Druckverlusten. Die Reinheit des metallischen Nickels beträgt bevorzugt etwa 99,5 % oder mehr. Zum Fördern der Reaktion beträgt die Temperatur bei der Chlorierungsreaktion 800°C oder mehr, und die obere Grenze der Temperatur bei der Chlorierungsreaktion liegt bei 1483°C, dem Schmelzpunkt des Nickels. Die Temperatur bei der Chlorierungsreaktion liegt bevorzugt im Bereich von 900 bis 1100°C unter Berücksichtigung der Reaktionsgeschwindigkeit und einer Verlängerung der Haltbarkeit des Chlorierungsofens.
  • Der Temperaturbereich der reduzierenden Reaktion, in welcher das Nickelchloridgas zur Herstellung von Nickelpulver mit dem reduzierenden Gas in Kontakt gebracht wird, liegt allgemein im Bereich von 900 bis 1200°C, bevorzugt im Bereich von 950 bis 1100°C und mehr bevorzugt im Bereich von 980 bis 1050°C.
  • Danach wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das in dem Reduktionsvorgang gebildete Nickelpulver mit einem Inertgas wie Stickstoffgas zwangsläufig gekühlt. Für das Kühlverfahren können Kühleinrichtungen unabhängig von der Anlage für die reduzierende Reaktion vorgesehen werden, jedoch wird zur Berücksichtigung der Unterdrückung einer Agglomeratbildung der Teilchen des Nickelpulvers, was die Aufgabe der Erfindung ist, der Kühlvorgang bevorzugt unmittelbar nach der Bildung des Nickelpulvers in der reduzierenden Reaktion durchgeführt. Durch ein direktes Inkontaktbringen des gebildeten Nickelpulvers mit einem Inertgas wie Stickstoffgas wird das Pulver mit einer Kühlgeschwindigkeit von 30 bis 200°C pro Sekunde und bevorzugt im Bereich von 50 bis 200°C/s von einer Temperatur im Bereich der reduzierenden Reaktion auf eine Temperatur von 800°C oder weniger, bevorzugt 600°C oder weniger und mehr bevorzugt 400°C oder weniger zwangsläufig gekühlt. Es wird bevorzugt, das Pulver danach mit der gleichen Kühlgeschwindigkeit wie die vorstehende auf eine Temperatur unterhalb der vorstehenden (zum Beispiel Raumtemperatur bis etwa 150°C) weiter abzukühlen.
  • Insbesondere wird das in der Anlage zur reduzierenden Reaktion gebildete Nickelpulver sobald wie möglich in eine Kühlanlage eingespeist, in die ein Inertgas wie Stickstoffgas eingeführt wird, um mit dem Nickelpulver in Kontakt zu kommen und dieses dadurch abzukühlen. Die Menge des zugeführten Inertgases liegt im Bereich von 10 bis 50 Nl/min pro 1 g des gebildeten Nickelpulvers. Es ist anzumerken, dass die wirksame Temperatur des zugeführten Inertgases allgemein im Bereich von 0 bis 100°C und bevorzugt im Bereich von 0 bis 80°C liegt.
  • Nachdem das gebildete Nickelpulver auf eine Weise wie die vorstehende abgekühlt worden ist, wird das Nickelpulver abgetrennt und aus dem Gemisch aus dem Nickelpulver, Salzsäuregas und dem Inertgas rückgewonnen, um das Nickelpulver zu erhalten. Zum Abtrennen und Rückgewinnen wird eine Kombination aus einem oder mehreren Beutelfiltern, ein Abtrennen durch Sammeln in Wasser oder Öl und ein magnetisches Abtrennen bevorzugt, jedoch liegt hier keine Einschränkung vor. Vor und nach dem Abtrennen und dem Rückgewinnen kann das gebildete Nickelpulver, falls erforderlich, mit Wasser oder einem Lösungsmittel wie ein einwertiger Alkohol mit einer Kohlenstoffanzahl von 1 bis 4 gewaschen werden.
  • Somit kann eine Bildung und ein Wachstum von sekundären Teilchen aufgrund einer Agglomeratbildung von Teilchen des Nickelpulvers durch ein Abkühlen des gebildeten Nickelpulvers unmittelbar nach der reduzierenden Reaktion unterdrückt werden, und deshalb kann die Teilchengröße in zuverlässiger Weise gesteuert werden. Folglich kann ultrafeines Nickelpulver mit einer engen Verteilung von Teilchengrößen und einer gewünschten Teilchengröße, zum Beispiel 1 μm oder weniger, ohne grobe Teilchen in zuverlässiger Weise hergestellt werden.
  • Vorteile und Wirkungen der vorliegenden Erfindung werden durch eine Erläuterung von Beispielen der Herstellung von Nickelpulver als Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren aufgezeigt.
  • Beispiel 1
  • Zuerst wurden als Chlorierungsvorgang 15 kg eines Nickelpulvers mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 5 mm als Ausgangsmaterial aus einem Materialzuführrohr 11 in einen Chlorierungsofen 1 aufgegeben, wie in 1 gezeigt, und die Temperatur der Atmosphäre in dem Ofen wurde auf 1100°C eingestellt. Dann wurde Chlorgas mit einer Fließgeschwindigkeit von 1,9 Nl/min aus einem Chlorgaszuführrohr 14 in den Chlorierungsofen eingespeist, wodurch das Nickelmetall chloriert und NiCl2 Gas erzeugt wurde. Stickstoffgas wurde mit einer Fließgeschwindigkeit von 10% der Fließgeschwindigkeit des Chlorgases (Molverhältnis) aus einem an der Bodenseite des Chlorierungsofens 1 vorgesehenen Inertgaszuführrohr 15 in den Chlorierungsofen eingespeist und mit dem NiCl2-Gas vermischt. Ein Sieb 16 ist vorzugsweise am Boden des Chlorierungsofens 1 vorgesehen, um darauf das Nickelpulver-Rohmaterial zu sammeln.
  • Danach wurde als Reduktionsvorgang das Mischgas aus NiCl2-Gas und Stickstoffgas mit einer Fließgeschwindigkeit von 2,3 m/s aus einer Düse 17 in einen Reduktionsofen 2 eingespeist, in dem die Temperatur der Atmosphäre durch eine Heizvorrichtung 20 bei 1000°C gehalten wurde. Gleichzeitig wurde Wasserstoffgas mit einer Fließgeschwindigkeit von 7 Nl/min aus einem am oberen Teil des Reduktionsofens 2 vorgesehenen Zuführohr 21 für reduzierendes Gas in den Reduktionsofen 2 eingespeist, wodurch das NiCl2-Gas reduziert wurde. Während die reduzierende Reaktion zwischen dem NiCl2-Gas und dem Wasserstoffgas ablief, erstreckte sich eine leuchtende Flamme F, welche der Flamme eines brennenden flüssigen Brennstoffs wie LPG ähnlich war und sich ab dem Ende der Düse 17 bildete, nach unten.
  • Nach dem Reduktionsvorgang wurde als Kühlvorgang Stickstoffgas mit einer Fließgeschwindigkeit von 24,5 Nl/min aus einem an der Seite des unteren Endes des Reduktionsofens 2 vorgesehenen Kühlgaszuführrohr 22 eingespeist und mit dem in der reduzierenden Reaktion gebildeten Nickelpulver P in Kontakt gebracht, wodurch das Nickelpulver P von 1000°C auf 400°C abgekühlt wurde. Die Kühlgeschwindigkeit betrug 105°C/s.
  • Danach wurde als Rückgewinnvorgang das Gemisch aus Stickstoffgas, Salzsäuredampf und Nickelpulver P über ein Rückgewinnrohr 23 in einen Öl-Nassreiniger eingespeist und das Nickelpulver P abgetrennt und rückgewonnen. Dann wurde das rückgewonnene Nickelpulver P mit Xylol gewaschen und getrocknet, um das Produkt-Nickelpulver zu erhalten. Das Nickelpulver hatte eine durchschnittliche Teilchengröße von 0,16 μm (gemessen nach der BET-Methode). Ein Rasterelektronen-Mikroskopbild des bei dem Beispiel der Erfindung erhaltenen Nickelpulvers ist in 2 dargestellt, welches gleichmäßige kugelförmige Teilchen ohne eine Agglomeration zeigt.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Ein Versuch gemäß dem Vergleichsbeispiel 1 wurde nach der gleichen Verfahrensweise wie im Beispiel 1 durchgeführt, mit der Ausnahme, dass die Fließgeschwindigkeit von Stickstoffgas aus dem Kühlgaszuführrohr 22 4,5 Nl/s betrug und die Kühlgeschwindigkeit von 1000°C auf 400°C 26°C/s betrug. Die durchschnittliche Teilchengröße des entstandenen Nickelpulvers betrug 0,29 μm (gemessen nach der BET-Methode). Ein Rasterelektronen-Mikroskopbild des bei dem Vergleichsversuch erhaltenen Nickelpulvers ist in 3 gezeigt, welches durch Agglomerieren gebildete sekundäre Teilchen darstellt.
  • Wie vorstehend erläutert, ist das Verfahren zur Herstellung von Nickelpulver gemäß der vorliegenden Erfindung eines, bei dem durch Inkontaktbringen des Nickelpulvers, welches in der reduzierenden Reaktion mit einem Inertgas gebildet worden ist, das Pulver mit einer Kühlgeschwindigkeit von 30°C/s oder mehr von dem Temperaturbereich der reduzierenden Reaktion auf eine Temperatur von 800°C oder weniger abgekühlt wird, eine Agglomeratbildung der Teilchen des Metallpulvers aus dem Reduktionsvorgang unterdrückt und die Teilchengröße des in dem Reduktionsvorgang gebildeten Metallpulvers beibehalten wird, und deshalb ist das erzielte ultrafeine Metallpulver in zuverlässiger Weise herstellbar.

Claims (7)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Nickelpulvers, bei dem: – ein Nickelchloridgas in einem Reduktionsvorgang bei einer Temperatur von 900 bis 1200°C mit einem reduzierenden Gas zur Bildung eines Nickelpulvers in Kontakt gebracht wird, – ein Gas, welches das in dem Reduktionsvorgang erzeugte Nickelpulver enthält, in einen Kühlvorgang übergeleitet wird, welcher an einer stromabwärts liegenden Seite des Reduktionsvorgangs durchgeführt wird, – ein Inertgas in den Kühlvorgang eingeführt wird, und – das Nickelpulver zum Abkühlen des Nickelpulvers bei einer Kühlgeschwindigkeit von 30 bis 200°C pro Sekunde von dem Temperaturbereich der Reduktionsreaktion auf eine Temperatur von 800 °C oder weniger mit dem eingeführten Inertgas in Kontakt gebracht wird, wobei – das Inertgas mit einer Fließgeschwindigkeit im Bereich von 10 bis 50 Nl/min pro 1 g des Nickelpulvers zugeführt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Inertgas Stickstoffgas oder Argongas ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Nickelpulver aus dem Temperaturbereich der Reduktionsreaktion auf eine Temperatur von 400°C abgekühlt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Kühlgeschwindigkeit im Bereich von 50 bis 200°C/s liegt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das Nickelpulver auf eine Temperatur im Bereich von Zimmertemperatur bis 150°C weiter abgekühlt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem das Inertgas bei einer Temperatur im Bereich von 0 bis 80°C gehalten wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem zum Erzeugen des Nickelchloridgases Chlorgas mit Nickel in Kontakt gebracht wird, und das Nickelchloridgas dem Reaktionsvorgang zum Kontakt mit dem reduzierenden Gas im Temperaturbereich der Reduktionsreaktion und zum Herstellen des Nickelpulvers direkt zugeführt wird.
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