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Die
Erfindung betrifft Ladevorrichtungen für die Pressformen von Fliesenformpressen.
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Die
Aufgabe dieses Patentes besteht in der Bereitstellung eines Ladesystems
für die
Formgebungspressform, welche die Formung einer Fliese ermöglicht,
deren sichtbare Oberfläche
verschieden verteilte, nebeneinanderliegende oder teilweise übereinander
gelagerte einzelne ein- oder mehrfarbige Äderungen oder Flecken aufweist.
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Dieses
Patent stellt auch das Verfahren zur Herstellung der Fliese und
die Fliese selbst bereit.
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Beim
Stand der Technik werden mehrfarbige Wirkungen auf der Fliesenoberfläche durch
die Beschickung der Formgebungspressform mit verschiedenartig miteinander
gemischten farbigen Pulvern erhalten, um eine sogenannte, in ihrer
Masse gefärbte Fliese
zu erhalten, das heißt
bei der die verschiedenfarbigen Äderungen über ihre
gesamte Dicke verteilt sind und auf der sichtbaren Oberfläche der
Fliese erscheinen.
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In
der
EP 605930 ist ein
Verfahren zur Herstellung von trocken pressgeformten Keramikfliesen offenbart,
die in dem Keramikkörper
verteilte Äderungseffekte
aufweisen, und welches die Formung einer Masse von Körnchen oder
Pulvern umfasst, wobei Strömungsrohre
mindestens in den oberen Bereichen der Masse deutlich unterscheidbar
fließen,
wobei durch die Schwerkraft von dem unteren Teil der Masse eine
Pulverschicht mittels separater ausgewählter Beschickungsöffnungen
herausgezogen wird. Das Verfahren wird mittels einer Anlage mit
einem Fülltrichter
realisiert, der die von einem alternativen Verteiler mit mindestens
zwei Beschickungskanälen
zugeführten
Pulver enthält.
Unter dem Fülltrichter
ist ein Gitter zur Beschickung eines Matrizenstempels mittels einer
die Beschickungsöffnungen
für das
Pulver festlegenden Mehrheit von Umlenkblechen verschiebbar angebracht.
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In
der
EP 822044 ist ein
System zum Laden einer weichen Masse aus mehreren Komponenten in die
Pressformen von Keramikfliesen formenden Pressen offenbart, wobei
die Pressformen mindestens einen Formgebungshohlraum zur Verdichtung von
Fliesen, aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine
Schicht aus Pulverwerkstoff vorübergehend
auf einem beweglichen horizontalen Band positioniert, und mittels
des Bandes mindestens eine Schicht von Pulverwerkstoff in den mindestens
einen Hohlraum übertragen
wird, ohne dass diese eine horizontale Verlagerung erfährt.
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In
der
EP 894591 , die unter
Art. 54(3) EPC fällt,
ist ein System zum Laden von in Keramikpressformen vorgesehenen
Formgebungshohlräumen
mit einer weichen Masse offenbart, die aus mindestens zwei übereinanderliegenden
Schichten von Pulverwerkstoffen mit unterschiedlichen Merkmalen
besteht, welches das Füllen
des Pressformhohlraumes mit einer ersten Mischung aus Pulverwerkstoff,
das Verdichten des Werkstoffes auf gesteuerte Art und Weise, und
Ablagern eines zweiten Pulverwerkstoffes auf dem verdichteten Werkstoff
in einer solchen Menge umfasst, dass die Befüllung des Formgebungshohlraumes
vor dem Pressen vollendet wird. Die Anlage zur Realisierung des
Systems weist einen Lade-Trägerschlitten
auf, der mit einem gitterartigen Abteil versehen ist, welches eine
Rahmenkonstruktions-Trägereinrichtung
aufweist, die zum Verdichten einer ersten Schicht von weicher Masse
innerhalb des Pressformhohlraumes mittels einer Walze auf gesteuerte
Art und Weise angeordnet ist, und weist einen kleinen Fülltrichter
zum Zuführen
einer zweiten Schicht von weicher Masse direkt in den Pressformhohlraum
nach dem Verdichten der ersten Schicht auf.
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Beim
Stand der Technik ist es jedoch nicht möglich, Fliesen zu erhalten,
bei welchen die sichtbare Oberfläche
bei jedem Hub der Presse wesentliche programmierte Farbunterschiede
aufweist.
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Die
Aufgabe dieses Patentes besteht genau darin, ein Herstellungsverfahren
und eine Pressformhohlraumlade vorrichtung bereitzustellen, die es
ermöglichen,
dass das Erscheinungsbild der oberen Oberfläche jeder Fliese in dem Moment
seiner Ausbildung in der Pressform programmiert wird.
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Eine
weitere Aufgabe besteht darin, in der Lage zu sein, die Programmierung
zwischen einem Hub und dem nächsten
in Echtzeit zu verändern.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird durch eine Vorrichtung oder ein Verfahren
gelöst,
wie sie/es jeweils in den unabhängigen
Ansprüchen
1 und 14 beansprucht wird.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen
2 bis 13 und 15 bis 18 offenbart.
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Die
Erfindung löst
die Aufgabe auch durch eine Beschickungsvorrichtung für die Pressformen der
Fliesenformungspresse, die einen gewöhnlichen Lade-Trägerschlitten
aufweist, der unter der Einwirkung bekannter Einrichtungen zwischen
einer Werkstoffladeposition und mindestens einer Werkstoffentladeposition
in Übereinstimmung
mit dem Pressformhohlraum hin- und herbewegbar ist. Genauer ausgedrückt weist
der Trägerschlitten
eine Anzahl von Tonladeabteilen auf, die gleich der Anzahl von Pressformhohlräumen ist,
und die dieselben Abmessungen wie die Hohlräume aufweist. Die Ladehohlräume werden
mittels bekannter Einrichtungen mit Ton beschickt.
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Gemäß der Erfindung
ist vor jedem Ladeabteil ein erster Fülltrichter vorgesehen, der
dieselben Abmessungen wie der Pressformhohlraum aufweist und angeordnet
ist, um innerhalb des Hohlraumes kleine Mengen von Pigmenten oder
von zerstäubtem Ton
zu verteilen, der mit hohen Konzentrationen an Pigmenten gefärbt ist,
die das Erscheinungsbild der sichtbaren Trittfläche der Fliese festlegen.
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Die
Pigmente werden dem ersten Fülltrichter mittels
Spendereinrichtungen zugeführt,
welche die genaue und programmierte Verteilung von Massen in der
Form ermöglichen,
die sich teilweise miteinander vermischen sollen.
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Die
Pigmentbeschickungseinrichtungen weisen eine Reihe von Mikrospendern
auf, die entweder aneinander angrenzend, oder in einer Gruppe gruppiert über einem
zweiten Fülltrichter
ausgerichtet sind, der dieselbe Querabmessung wie der darunterliegende
erste Fülltrichter
aufweist, der starr mit dem Trägerschlitten
verbunden ist.
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Die
Mikrospender sind als eine Gruppe über dem zweiten Fülltrichter
mit einer programmierten Hin- und Herbewegung verschiebbar, während welcher
jeder von ihnen oder mindestens einer von ihnen ein oder zwei Mal
kleine Mengen des jeweiligen Pigmentes entlädt.
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Jeder
Mikrospender ist mit seiner eigenen unabhängigen Öffnungs- und Verschlussblende
versehen.
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Der
zweite Fülltrichter
ist mit einem unteren Schieber versehen, der unterschiedlich ausgebildete Öffnungen
aufweist und zum Öffnen
veranlasst wird, wenn der zweite Fülltrichter über dem starr mit dem Trägerschlitten
verbundenen ersten Fülltrichter
liegt.
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Nachfolgend
wird auf Pigmente Bezug genommen, wobei dieser Begriff auch zerstäubten und gefärbten Ton
umfasst.
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Die
betriebsmäßigen und
baulichen Merkmale der Erfindung werden an Hand der Beschreibung
einiger bevorzugter Ausführungsformen
desselben offensichtlicher, die nachfolgend mittels eines nicht
begrenzenden Beispiels gegeben, und in den dazugehörigen Zeichnungen
veranschaulicht sind.
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1 ist eine Teilschnitt-Seitenansicht
einer ersten Ausführungsform
der Vorrichtung der Erfindung.
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2 ist eine Grundrissansicht
der ersten Ausführungsform
der Vorrichtung der Erfindung.
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3 ist ein Schnitt auf der
Linie III-III von 2.
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4 ist eine vergrößerte Ansicht
einer der Komponenten der Vorrichtung der Erfindung.
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5 ist eine Teilschnitt-Seitenansicht
einer zweiten Ausführungsform
der Vorrichtung der Erfindung.
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6 ist eine Grundrissansicht
der zweiten Ausführungsform
der Vorrichtung der Erfindung.
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7 ist eine Teilschnitt-Seitenansicht
einer dritten Ausführungsform
der Vorrichtung der Erfindung.
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8 ist eine Teilschnitt-Seitenansicht
einer vierten Ausführungsform
der Vorrichtung der Erfindung.
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9 ist eine Teilschnitt-Seitenansicht
einer fünften
Ausführungsform
der Vorrichtung der Erfindung.
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10 ist ein Diagramm eines
in dem Prozessor der Vorrichtung der Erfindung programmierten möglichen
Glasierpulververteilungszyklus.
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In 1 ist eine mit einer Pressform 2 versehene
gewöhnliche
Presse 1 mit einem einzelnen Hohlraum 3 dargestellt.
Unter Bezugnahme auf 1 ist
auf der Seite der Presse 1 ein Rahmen 4 vorhanden,
der einen Tisch 40 trägt,
dessen Vorderkante mit der Hinterkante der Presse 1 in
Kontakt steht, und entlang welcher sich der gewöhnliche Lade-Trägerschlitten 5 unter
der Einwirkung bekannter, nicht dargestellter Einrichtungen bewegt.
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Der
Trägerschlitten 5 weist
einen äußeren Rahmen 50 auf,
der an sich ein Ladeabteil 51 aufweist, welches mit einem
inneren Gitter 510 versehen ist, welches dieselben Abmessungen
wie der Hohlraum 3 der Pressform 2 aufweist. Der
Trägerschlitten 5 weist
an seiner Vor derseite einen Schieber mit Schaber 52 und
einer Bürstenwalze 53 auf.
Der erste Fülltrichter 54 liegt
auf der Rückseite
der Bürstenwalze 53.
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Genauer
ausgedrückt
weist der erste Fülltrichter 54 zwei
aus Metall konstruierte schräge
Teile 540 und 541 auf, wovon mindestens eines
oben drehbar angebracht und unten mittels nicht dargestellter, bekannter
Einrichtungen mit dem anderen in Kontakt steht, die dasselbe öffnen und
schließen.
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Wenn
sich der Trägerschlitten 5 in
seiner eingefahrenen Position befindet, liegt der erste Fülltrichter 54 unter
der Vorrichtung 7 zum Verteilen der farbigen Pulver zum
Dekorieren der sichtbaren oder Trittfläche der Fliese.
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Die
Verteilvorrichtung 7 weist einen von einem nicht dargestellten,
an der Basis befestigten Rahmen getragenen zweiten Fülltrichter 8 auf,
und weist einen sich entlang des zweiten Fülltrichters 8 bewegenden
Trägerschlitten 9 auf,
der identische Mikrospender 10, 11, 12 und 13 trägt, deren
Anzahl in dem veranschaulichten Beispiel vier beträgt.
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Genauer
ausgedrückt
weist der zweite Fülltrichter 8 dieselbe
Querabmessung wie der Hohlraum 3 der Pressform 2 auf,
und ist unten mit einem Schieber 80 zum Öffnen und
Schließen
versehen. Der Schieber 80 weist verschieden geformte, nicht dargestellte Öffnungen
auf, wodurch eine zufällige Verteilung
der in dem zweiten Fülltrichter 8 enthaltenen
farbigen Pulver innerhalb des darunterliegenden ersten Fülltrichters 54 ermöglicht wird.
Der Schieber 80 wird durch eine gewöhnliche Zylinder-Kolben-Einheit 14 betätigt.
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Der
Trägerschlitten 9 bewegt
sich so entlang der oberen Öffnung
des zweiten Fülltrichters 8,
dass er in denselben hinein die in den Mikrospendern 10, 11, 12, 13 enthaltenen
verschiedenfarbigen Pulver zuführt.
Der Trägerschlitten 9 wird
insbesondere entlang von zwei Führungen 15 und 16 mittels
Rädern 150 verschoben,
die mit der Führung 15 und
dem mit der Führung 16 verbundenen
Gleitstück 160 verbunden
sind. Der Trägerschlitten 9 wird
von einem Schrittmotor 17 angetrieben, dessen Welle an
einer Rolle 18 befestigt ist, über die der Zahnriemen 19 läuft und
die mittels bekannter Einrichtungen mit der starr mit dem Trägerschlitten 9 verbundenen
Halterung 20 verbunden ist.
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Jeder
Mikrospender 10, 11, 12, 13 ist
mit seiner eigenen Blende 21 zum Öffnen und Schließen seiner
unteren Öffnung
versehen. Wie in 3 dargestellt,
werden die Blenden von einer Zylinder-Kolben-Einheit 22 bekannter
Art betrieben.
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Schließlich sollte
bemerkt werden, dass die Vorrichtungen 10, 11, 12, 13 Pulver
mit derselben oder einer anderen Farbe enthalten, welche ihnen mittels
bekannter, nicht dargestellter Einrichtungen zugeführt werden.
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Der
Betrieb der Motorisierung der gesamten Anlage und Antriebseinrichtungen
wird von einem Prozessor gesteuert, der deren Betrieb auf die folgende
Art und Weise lenkt.
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In 1 ist der Trägerschlitten 5 in
der eingefahrenen Position dargestellt, wobei der Prozessor die
Befüllung
des Ladeabteils 51 mittels bekannter, nicht dargestellter
Einrichtungen veranlasst. Gleichzeitig durchläuft der Trägerschlitten 9 mindestens
einen Bewegungshub entlang der oberen Öffnung des Fülltrichters 8,
so dass die unteren Öffnungen 100, 110, 120, 130 der
Mikrospender 10, 11, 12, 13 den gesamten
Bereich der oberen Öffnung
bedecken, um Maße
von unterschiedlich gefärbten
Pulvern abzulagern. Es sollte bemerkt werden, dass jedes der Maße eine
Pulvermenge zwischen 0,1 und 50 Gramm, und bei reinen Pigmenten
vorzugsweise zwischen 0,1 und 12 Gramm umfasst. Der Ladezyklus für den Fülltrichter 8 ist
in dem Prozessor vorprogrammiert.
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Ein
Beispiel eines Ladezyklus ist in 10 dargestellt.
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Unter
Bezugnahme auf 10 enthält der Mikrospender 10 rote
Pigmente (R), der Mikrospender 11 enthält blaue Pigmente (B), der
Mikrospender 12 enthält
rote Pigmente (R) und der Mikrospender 13 enthält weiße Pigmente
(W). Der Prozessor gibt dem Trägerschlitten 9 den
Befehl, zwei nach außen gerichtete
Hübe und
Rückhübe entlang
des Fülltrichters 8 auszuführen, um
wäh rend
eines jeden einzelnen Hubes die programmierte Anzahl von Maßen von Pulvern
in dem gewünschten
Abstand gesondert abzulagern.
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Unter
erneuter Bezugnahme auf 10 lagert
der Mikrospender 13 während
des ersten nach außen
gerichteten Hubes neun Maße
von weißer Farbe
(W) in dem zweiten Fülltrichter 8 ab,
während des
ersten Rückhubes
lagert der Mikrospender 11 ein Maß von blauer Farbe (B) ab,
und der Mikrospender 12 lagert ein Maß von roter Farbe (R) ab, während des
zweiten nach außen
gerichteten Hubes lagert der Mikrospender 11 drei Maße von blauer
Farbe (B), und der Mikrospender 12 drei Maße von roter
Farbe (R) ab, und schließlich
lagert der Mikrospender 11 während des letzten Rückhubes
zwei Maße
von blauer Farbe (B), und der Mikrospender 12 zwei Maße von roter
Farbe (R) ab.
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Nach
dem Laden des zweiten Fülltrichters 8 lagert
dieser seine farbigen Pulver in dem ersten Fülltrichter 54 ab und
der Trägerschlitten 5 rückt vor,
bis das Ladeabteil 51 genau über dem Hohlraum 3 der Pressform 2 positioniert
ist, um den in dem Ladeabteil 51 enthaltenen Ton in den
Hohlraum 3 der Pressform 2 zu entladen.
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Dann
fährt der
Trägerschlitten 5 zurück, wobei
der Fülltrichter 54 dazu
veranlasst wird, während dieser
Rückwärtsbewegung
die farbigen Pulver auf dem in dem Hohlraum 3 vorhandenen
Ton abzulagern. Es sollte bemerkt werden, dass der Moment des Öffnens der
unteren Öffnung
des Fülltrichters 54, der
von dem Prozessor unter Verwendung bekannter Einrichtungen mechanisch
oder elektronisch steuerbar ist, dann eintritt, wenn er auf die
Vorderkante des Hohlraumes 3 trifft, wobei sich diese untere Öffnung schließt, wenn
er auf die Hinterkante des Hohlraumes 3 trifft.
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Es
sollte auch bemerkt werden, dass der Zyklus, in dem die farbigen
Pulver in den zweiten Fülltrichter 8 geladen
werden, nur einen einzigen Durchgang des Trägerschlittens 9 entlang
der Fülltrichteröffnung umfassen
könnten.
In diesem Fall werden die Mikrospender 10–13 dazu
veranlasst, die Maße
von farbigen Pulvern in Abhängigkeit
von der Art der zwischen den Maßen
zu erreichenden Mischungen gleichzeitig oder aufeinanderfolgend
abzulagern.
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Die
veranschaulichte Ausführungsform
der Erfindung ermöglicht
die Erzeugung von Fliesen, wobei deren Trittfläche unter Bezugnahme auf den Hohlraum 3 der
Pressform 2 der dazugehörigen Zeichnungen
nach oben zeigt.
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Die
Vorrichtung der Erfindung ist auch in der Lage, Fliesen mit nach
unten gerichteter Trittfläche zu
erzeugen. Zu diesem Zweck ist in 5 und 6 die zweite Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. In diesen Figuren sind die mit den Einrichtungen
der vorangegangenen Ausführung
identischen Einrichtungen mit denselben Zahlen angegeben.
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Diese
zweite Ausführungsform
unterscheidet sich von der ersten in der zur Ablagerung des Tones in
dem Hohlraum 3 der Pressform 2 vorgesehenen Einrichtung.
In dieser Hinsicht wird der Ton nicht durch das Ladeabteil 51,
sondern durch einen Vorschub-Fülltrichter 25 in
dem Pressformhohlraum 2 abgelagert. Genauer ausgedrückt wird
der Fülltrichter 25 entlang
eines Abdeckelementes 26 vorwärts bewegt, welches eine mittige Öffnung 260 mit
denselben Abmessungen wie der Pressformhohlraum 3 aufweist.
Das Abdeckelement 26 weist auch eine Vorderkante 261 und
eine Hinterkante 262 auf, auf welcher der Fülltrichter
bei jedem Hub anhält,
wobei deren Zweck im Schließen
der unteren Öffnung
des Fülltrichters 25 besteht.
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Bei
dieser Ausführungsform
steuert der Vorrichtungsprozessor seinen Betrieb auf die folgende Art
und Weise.
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In 5 ist der Trägerschlitten 5 in
seiner eingefahrenen Position dargestellt, in welcher der zu verdichtende
weiche Werkstoff (Ton und farbige Pulver) mittels eines nicht dargestellten
bekannten Verteilers in den Fülltrichter 25 geladen
wird. Gleichzeitig führt
die Vorrichtung 7 die farbigen Pulver dem ersten Fülltrichter 54 zu.
Es sollte bemerkt werden, dass die Vorrichtung 7 und die
Bauteile, aus welchen sie besteht, genau dieselben Vorgänge wie
bei der vorangegangenen Ausführungsform
beschriebenen durchlaufen.
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Nachdem
das Laden beendet ist, wird der Trägerschlitten 5 vorgerückt, und
wenn die untere Öffnung
des Fülltrichters 54 auf
die Hinterkante des Pressformhohlraumes 3 trifft, erhält der Fülltrichter 54 von
dem Prozessor den Befehl, die farbigen Pulver auf die Basis des
Hohlraumes zu verteilen, während der
Trägerschlitten
weiter vorgerückt
wird. Die Glasierpulververteilung endet, wenn die untere Öffnung des
Fülltrichters 54 auf
die Vorderkante des Pressformhohlraumes 3 trifft.
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Die
Vorrückbewegung
des Trägerschlittens hört auf,
wenn die Öffnung 260 in
dem Abdeckelement 26 genau über dem Pressformhohlraum 3 liegt. An
diesem Punkt veranlasst der Prozessor den Fülltrichter 25, einen
Bewegungshub entlang der Öffnung 260 zu
durchlaufen, um den Ton in den Pressformhohlraum 3 über der
durch den Fülltrichter 54 abgelagerten
farbigen Pulverschicht abzulagern.
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Der
Trägerschlitten
wird dann wieder in seine Ladeposition eingefahren.
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In 7 ist eine dritte Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, die sich von der veranschaulichten Ausführungsform
in der Einrichtung zum Laden des Tones in den Pressformhohlraum 3 unterscheidet.
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Bei
dieser Ausführungsform
weist der Lade-Trägerschlitten 5 einen
hinteren Fülltrichter 30 auf,
dessen untere Öffnung
durch den Tisch 40 verschlossen ist, auf welchem entlang
der Trägerschlitten 5 verschoben
wird. Der Trägerschlitten
trägt an seiner
Vorderseite einen Schieber mit Schaber 52 und die Bürstenwalze 53,
hinter welcher sich ein Fülltrichter 54 befindet.
Zwischen dem Fülltrichter 54 und dem
Fülltrichter 30 ist
ein Raum vorhanden, der dieselben Abmessungen wie der Pressformhohlraum 3 aufweist.
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Der
Prozessor der Vorrichtung steuert deren Betrieb auf die folgende
Art und Weise.
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In 7 ist die Vorrichtung der
Erfindung in der Position zum Laden des zu verdichtenden Werkstoffes
dargestellt.
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In
dieser Position wird der Fülltrichter 30 mit der
zum Füllen
des Hohlraumes 3 erforderlichen Menge an Ton gefüllt, wobei
die Vorrichtung 7 gleichzeitig die farbigen Pulver in dem
darunterliegenden Fülltrichter 54 ablagert,
welche die Dekoration auf der Trittfläche der Fliese ausbilden sollen.
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Nach
dem Laden des Tones und der farbigen Pulver wird der Trägerschlitten 5 vorgerückt, und während dieser
Bewegung wird der in dem Fülltrichter 30 enthaltene
Ton entladen, wobei der Trägerschlitten
danach zum Einfahren veranlasst wird, und der Fülltrichter 54 die
farbigen Pulver während
dieses Einfahrens auf dem in dem Hohlraum 3 vorhandenen Ton
ablagert.
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In 8 ist eine vierte Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, die sich von der veranschaulichten Ausführungsform
in der Einrichtung zum Verteilen der farbigen Pulver innerhalb des
Pressformhohlraumes 3 unterscheidet.
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Bei
dieser Ausführungsform
weist der Lade-Trägerschlitten 5 das
mit einem Gitter 510 versehene Ladeabteil 51 auf,
an dessen Vorderseite aufeinanderfolgend ein durch nicht dargestellte
gewöhnliche
Einrichtungen angetriebenes, und von dem Trägerschlitten 5 getragenes
Band 27, die Bürstenwalze 53 und
der Schieber mit Schaber 52 vorgesehen sind.
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Durch
diese dritte Ausführungsform
wird die Erzeugung einer Schicht aus verschieden angeordneten farbigen
Pulvern auf dem Band 27 bereitgestellt. Die Pulver werden
mittels eines über
dem Band 27 liegenden, und durch die Verteilvorrichtung 7 beschickten
Fülltrichters 31 auf
dem Band 27 abgelagert.
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Zu
diesem Zweck wird das Band 27 durch die Vorrichtung der
Erfindung während
dem Laden des Trägerschlittens 5 veranlasst,
sich in Richtung des Pfeils von 8 zu
bewegen, während
der zuvor von der Vorrichtung 7 mit Pulvern beschickte
Fülltrichter 31 auf
demselben eine Schicht aus verschiedenfarbigen gemischten Pulvern
ablagert. Gleichzeitig wird das Ladeabteil 51 mittels nicht
dargestellter bekannter Einrichtungen mit Ton befüllt. Nach
dem Laden des Trägerschlittens 5 rückt dieser
vor, bis das Ladeabteil 51 genau in Übereinstimmung mit dem Pressformhohlraum 3 positioniert
ist, um darin den in ihm enthaltenen Ton abzulagern. Der Trägerschlitten wird
dann eingefahren, wobei das sich bewegende Band 27 die
farbige Pulverschicht während
dieser Rückwärtsbewegung
auf dem in dem Hohlraum 3 vorhandenen Ton ablagert. Es
sollte bemerkt werden, dass die Geschwindigkeit, mit der sich das
Band bewegt, gleich der Geschwindigkeit der Rückwärtsbewegung des Lade-Trägerschlittens 5 ist,
wenn eine praktisch gleichförmige
Schicht von Glasierpulvern in dem Hohlraum 3 abzulagern
ist, wobei die Bandgeschwindigkeit ansonsten gemäß dem Grad der Ungleichförmigkeit
der zu erreichenden Schicht variieren kann.
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In 9 ist eine weitere Ausführungsform der
Vorrichtung der Erfindung dargestellt.
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Bei
dieser Ausführungsform
werden die farbigen Pulver dem Fülltrichter 54 durch
ein darüber liegendes
motorisiertes Band 28 zugeführt, auf dem durch die Vorrichtung 7 eine
Schicht aus Pulvern erzeugt wird.
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Auf
diese Weise ist auf dem Band 28 immer eine Schicht aus
gemischten farbigen Pulvern vorhanden, die durch die Vorrichtung 7 jedes
Mal aufgefüllt
wird, wenn das Band 28 vorgeschoben wird, um den Fülltrichter 54 zu
befüllen.
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Es
sollte bemerkt werden, dass der Pressformhohlraum 3 durch
dieselben, bei der ersten Ausführungsform
de tailliert beschriebenen Vorgänge
geladen wird, wobei die Glasierpulver auf die bereits beschriebene
Art und Weise in den Fülltrichter 8 der Vorrichtung 7 geladen
werden.